DrDisrespect erklärt, warum Activision Blizzard ihn für CoD nicht mehr als Partner will: „Selbe Leute wie bei Twitch“

DrDisrespect erklärt, warum Activision Blizzard ihn für CoD nicht mehr als Partner will: „Selbe Leute wie bei Twitch“

Der Streamer Guy „DrDisrespect“ Beahm hat früher an Call of Duty gearbeitet und fühlt sich dem Military-Shooter stark verbunden. Aber seine Partnerschaft mit Activision Blizzard ist vorbei. Dabei hätte er wohl gerne bei Events zu CoD Modern Warfare 2 oder CoD Warzone 2 mitgewirkt. Der Streamer erklärt, warum es vorbei ist. Bei Activision Blizzard hätte jetzt dieselbe Art von Leuten das Sagen wie bei Twitch. Das seien „alles die Gleichen“ – sie wollen nur Ja-Sager.

Woher kommen die neuen Infos? DrDisrespect war am 14. September mit Jack „CouRageJD” in einem Team bei Apex Legends unterwegs und plauderte in einem YouTube-Stream über Activision Blizzard.

Wir hatten auf MeinMMO schon berichtet, dass er nicht zum wichtigen Event „Next“ bei Call of Duty eingeladen wurde, das heute Abend stattfindet.

Activision Blizzard lädt 150 Streamer zu Event bei Call of Duty ein – Aber DrDisrespect nicht: „Wollt ihr mich verarschen?“

DrDisrespect erzähle „zu viel Müll“ über Call of Duty

Warum ist die Partnerschaft vorbei? DrDisrespect spricht von sich selbst in der 3. Person als „Doc“ oder „Two-Time“, wenn er erzählt. Das spielt darauf an, dass seine Kunstfigur in den Jahren 1993 und 1994 zweimal eine Videospiel-Meisterschaft gewonnen hat. Diese Figur, die dem Glanz von früher nachtrauert, ist sein Markenzeichen:

Ich hab rausgefunden, warum der Two-Time nicht zum „Call of Duty: Next“-Event eingeladen wurde. Intel oder Activision wollen nicht mehr mit dem Doc arbeiten. Ich meine … wir reden hier über eine Bande Schwindler, oder nicht? […] Sie haben mir gesagt: Es liegt daran, dass der Doc zu viel Müll über Call of Duty erzählt.

DrDisrespect betont: Er liebe Call of Duty – es sei in seiner DNA

Wie sieht DrDisrespect das? Für ihn scheint dies eine unfaire Einschätzung seiner Person zu sein. Denn aus seiner Sicht kritisiert er Call of Duty zwar leidenschaftlich und häufig, aber nur wenn es angebracht ist. An sich liebt er das Spiel, es sei sein Lieblings-Spiel, was Gameplay angeht:

Wie viele Male habe ich dem Spiel Komplimente gemacht? Wie lange habe ich mit der Reihe zusammengearbeitet? Für Jahre und Jahre. Ich meine: Jeder weiß doch, dass CoD rückwärts gelesen Doc bedeutet und Doc rückwärts heißt CoD, oder nicht? Es steckt in meiner DNA.

Der Doctor erklärt weiter, er habe ein PR-Meeting mit Activision Blizzard abgesagt, weil er seine Zeit nicht mit „falschen Leuten“ verbringen wolle.

Immer wieder spricht er darüber, dass die Gaming-Industrie voller Schwindler und Heuchler sei. Das prangere er an.

Bis heute fragen sich viele, warum die Karriere von DrDisrespect auf Twitch so abrupt mit einem Bann endete:

Activision Blizzard wolle nur Leute, die ihre Seele verkaufen

Woran liegt das jetzt seiner Ansicht nach? DrDisrespect glaubt, im Marketing-Team von Call of Duty arbeiteten jetzt „neue Leute“, die nur mit Ja-Sagern zusammenarbeiten wollten. Es sei „dieselbe Art Leute, die bei Twitch das Sagen haben.“

Er spricht immer wieder von „Sell-outs.“ So ein Ja-Sager, der eine Meinung für Geld verkauft, werde er aber nie sein, heißt es:

Du bist keiner, der sich verkauft – Das ist wahr. Das ist wahr. Die suchen nur nach Leuten, die sich verkaufen. Das ist mal sicher. Ich hab [mit ihnen zusammengearbeitet], weil ich das Spiel leidenschaftlich liebe und ich ändere gar nichts. Ich ändere nicht, wie ich fühle. Soll ich etwa komplett meine Seele verkaufen? Scheiße nein, Mann.

Wie geht es jetzt für ihn weiter? Der Streamer reagiert trotzig. Man brauche die bei Activision Blizzard ja auch gar nicht. Er selbst werde ein Studio anführen, das mehrere hundert Millionen Dollar wert sein und Super-Spiele entwickeln werde.

Man müsse ihm nur etwas Zeit geben, er fange ja gerade erst an. Call of Duty wird DrDisrespect wohl weiterspielen und weiter seine Meinung über das Game verbreiten.

Mann verlässt sichere Stelle, wechselt zu Gaming-Traumjob bei DrDisrespect – Kündigt wegen üblem Boss

Das steckt dahinter: Man muss sich immer klarmachen, dass DrDisrespect eine Kunstfigur ist, die sich inszeniert.

Ein wichtiger Teil seiner Persönlichkeit ist es, als eine Art „Rebell gegen das Establishment“ zu fungieren, als jemand, der „dem Volk aus der Seele spricht“ und sich gegen neumodische Trends und zu viel Kommerz auflehnt:

Für seine Ansichten musste sich DrDisrespect schon den Vorwurf gefallen lassen, er sei ein „Boomer“.

Das Segment zum Artikel-Thema beginnt etwa bei 2 Stunden, 14 Minuten:

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Über Jahre hat DrDisrespect jedoch eng mit der „Industrie“ zusammengearbeitet, einen großen Exklusivdeal mit Twitch unterschrieben und macht aktuell Werbung für NBA 2k23. So ganz schlüssig ist dieses „Ich bin Outlaw“-Ding also nicht.

DrDisrespect möchte offenbar gerne Activision Blizzard hart kritisieren, sie als schmierige Kerle bezeichnen und öffentlich angreifen, dann aber doch ein Partner bleiben:

CoD Warzone soll beim Spiel von DrDisrespect geklaut haben, der schimpft: „Ein Haufen schleimiger Kerle da drüben“

Quelle(n): sportskeeda, dexerto
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Arkell

Er sagt ein Marketing Meeting mit Activision Blizzard ab, weil er sich nicht mit ‚falschen Leuten‘ abgeben will, und heult dann rum, dass dieses Unternehmen ihn nicht mehr haben will.

Scaver

Sein gutes Recht und auch mein Respekt dafür, dass er sich nicht als Ja-Sager verkauft.
Aber so funktioniert Marketing nun mal. Und das nicht erst seit kurzem. Ich habe Marketing vor 10 Jahren gelernt. Und da galt schon: „Wenn Du es nicht mit der Wahrheit verkaufen kannst, schmücke sie aus. Im Notfall lüge. Nur lass dich nicht erwischen, wenn es geht. Und wenn doch, streite es ab. Nur mach nichts, was gegen das Gesetz ist!“
Deswegen bin ich in die Veraltung gegangen und nicht ins Marketing.

Mac31

Das seien „alles die Gleichen“ – sie wollen nur Ja-Sager.

Ja immer schön auf den Putz hauen, ist auch immer die gleiche Masche bei ihm. Die Dramatik ist inszeniert. Denn die Art von Content funktioniert gut bei ihn. Ist halt nur immer das gleiche, kein Grund das alles ernst zu nehmen.

Ultima-Genesis

Er hat leider in vielen Punkten recht. Diese Ganzen ja Sager dieses die Welt ist immer nett und immer gut und es gibt nicht Böses und komm wir verbieten emotes weil die Katze uns den hintern zeigt, aber hot-top Streams die sind ok.

Huehuehue

Haha, Hauptsache den misogynen hot tub – Verweis noch mit angebracht.

dingydangy

„Er hat leider in vielen Punkten recht.“ wenn man genau hinschaut, stimmt das nicht.
Und das bißchen wo er mal Recht hat, ist auch nix was die Welt noch nicht gesehen hat oder was viele Andere nicht schon gesagt haben.
Auf dem Niveau(ich meine Anzahl von Nutzern damit) gibt es keine Plattform, die es wirklich gut macht mit den Moderation des Inhalts: Twitter nicht, FB nicht, Insta nicht, Tiktok erst recht nicht usw. Und dann hast du die angeblich unmoderierten alternativen wie Gab und Konsorten, die aber sehr wohl moderieren, spätestens sobald es um Kritik an ihrer Plattform geht.
Der Mann möchte mit seiner Kunstfigur bei Twitch Geld mitverdienen, kriegt es aber nicht hin, sich an deren Regeln zu halten, das ist aber sein persönliches Problem und hat nichts mit
einer allgemein kritischen Haltung zu tun.

Scaver

Im Endeffekt geht es nur um eine Sache und die hast Du gut erfasst. Twitch Platform +, Twitch Geld = Twitch Regeln.

zigZag

Ganz schöne Heulsuse dieser DrDisrespect

chris

guter mann, twitch will ja hauptsächlich weichgespühlte immer politisch korrekte familienfreundliche streamer…wünsche ihm nur das allerbeste

dingydangy

guter Simp, du siehst genau das was er möchte dass du siehst, anstatt objektiv zu erkennen:
du redest über einen Mann, der mittels seiner Kunstfigur genau das Gleiche wie Twitch möchte, Geld verdienen im Zusammenhang mit Gaming.

Scaver

Die Plattform gehört Twitch. Das Geld, welches die Streamer wollen, gehört/kommt von Twitch. Also diktiert Twitch die Regeln. Und solange dabei keine Gesetze verletzt werden, muss man entweder damit leben oder es sein lassen!
Ist doch überall so. Selbst bei deinem Arbeitgeber, in deiner Schule, deiner Uni oder beim Amt. Ja nachdem, was auf dich zutrifft!

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