Twitch-Star Dr Disrespect und Kotaku gehen giftig aufeinander los

In den USA gärt seit längerem ein Konflikt zwischen Influencern auf YouTube und Twitch und der eher „klassischen“ Gaming-Presse. Jetzt trat der Konflikt in einem Schlagabtausch zwischen Autoren der US-Seite Kotaku und dem Twitch-Streamer Dr Disrespect auf Twitter zu Tage.

Wer hat zuerst geschossen? Diesmal feuerte Kotaku die ersten Schüsse ab. In einem Artikel über die Entschuldigung von Guy Beahm, dem Mann hinter Dr Disrespect, sagte Kotaku-Autor Nathan Grayson, Beahm verwende die Figur des Twitch-Streamers „Dr Disrespect“ als Schild gegen die Kritik.

Guy-Beahm-DrDisrespect
Der Mann hinter der Figur: Guy Beahm.

Dr DisRespect und Twitch „nicht authentisch“

Das ist der Angriff: Beahm sage, er habe das getan, um authentisch zu sein. Doch Grayson spricht ihm diese Authentizität ab. Auf Twitch sei alles eine Performance. Niemand sei hier authentisch, am wenigstens, wenn sie eine Rolle spielen.

Die Leute träfen auf Twitch berechnete Entscheidungen, wie sie sich selbst darstellen wollen.

Richtig authentisch wäre es gewesen, wenn Beahm den Fehler auf seine eigene Kappe genommen und nicht auf die „Marke Dr Disrespect“ geschoben hätte. (via kotaku)

Kotaku nicht mehr relevant

So reagiert der Doctor: Dr Disrespect reagierte darauf offenbar leicht empfindlich. Er sagte: „Die Kurve von Kotakus Wachstum geht schneller runter als die Haarlinie von Jason Schreier.“

Man müsse sich keine Sorgen machen, niemand in der „Community“ kenne diese Jungs.

Außerdem zieht der Twitch-Streamer beide Autoren etwas auf, indem er aus Sicht der beiden twittert:

Grayson wäre ein „Hot Shot“-Reporter bei der allmächtigen Seite Kotaku. Er hätte so viele coole Sachen in seinem Leben geschrieben, aber nicht war so toll wie die Coverage über das 2009er Mobile-Turnier bei Angry Birds für 100$. Er habe das sogar gewonnen.

Zu Schreier heißt es, die Tweets von Kotaku seien auf dem Weg nach oben. Statt 1-3 Likes wie vor einem Jahr, bekommt man jetzt 3-5. Außerdem hätte Schreier ein Buch über Video-Spiele verfasst und im Büro sei das angesagt. Dann postete Dr Disrespect ein weiteres Bild von der doch recht langen Stirn Schreiers.

Damit spielt er auf das Buch „Blood, Sweat and Pixels“ an, das Schreier geschrieben hat und häufig bewirbt.

So reagierte Schreier: Schreier ist ein bekannter Gaming-Reporter, der investigativ arbeitet und für einige „Enthüllungsgeschichten“ der letzte Monate verantwortlich ist.

Der antwortete „Hey, wir können jederzeit sprechen – Wenn du dich wohler fühlst, Skype ich aus meinem Badezimmer.“

Für den Spruch erhielt Schreier viel Applaus auf Twitter. Er spielt auf den Toiletten-Stream von Dr Disrespect an, für den er gebannt wurde.

DrDisrespect-E32019-Toilette

Wie authentisch ist die andere Seite?

Das steckt dahinter: Mal abgesehen von Sprüchen über Haare: Was hier wie ein launiger Schlagabtausch wirkt, hat tatsächlich einen ernsten Hintergrund. Es geht um die Deutungshoheit im Gaming.

In den USA merkt man, dass sich die Konflikte zwischen den Influencern von Twitch und YouTube und der etablierten Gaming-Presse zuspitzen. Das hat auch wirtschaftliche Hintergründe.

Bestimmte YouTuber schießen dort gegen Gaming-Outlets, indem sie ihre eigene Authentizität betonen und diese den US-Seiten absprechen. Meinungsstärke US-Seiten wie Kotaku oder Polygon nehmen häufiger Influencer ins Visier: Sie stellen ebenfalls die Authentizität in Frage.

DrDisrespect-China

Dr Disrespect betont seine eigene Relevanz, gerade auf Social Media. Er führt seine Reichweite ins Feld und suggeriert die Gaming-Seiten seien auf dem absteigenden Ast. Damit macht er Seiten wie Kotaku auch die Deutungshoheit streitig über das, was in der Welt des Gamings passiert.

Mann hinter Dr Disrespect entschuldigt sich für Twitch-Bann: Zu sehr in der Rolle
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TestGewn
TestGewn
11 Monate zuvor

Kotaku got woke and then got broke.
Jason Schreier? Des Seckele hat ernstens Keanu Reaves in der „Diablo Immortals“ Diskussion angemacht und Keanu hat nix unziviles geschrieben. Schreier Selber war Pro Acti-Blizzard and konnte so gar nicht verstehen warum die Gamer so angepisst waren.
Dann noch so dramatisch aufgeblasene LGBT Artikel und unnötiger SJW quatsch. Ja, so vergrault man seine Audienz.
Bei allem Support für LGBT als Besitzer einer „Rainbow-Flag“, spielen macht nicht mehr Spaß mit pseudoschwulen Charaktern. Genauso ist es unsinning wie sich Person „Sarkessian“ gegen das Frauenbild in Spielen stemmt. Mal übertrieben: Da kann sie sich auch gegen das Frauenbild in Pornos stemmen.
Kurz; Kotaku hat die Bodenhaftung verloren und seine Bedeutung überschätzt. Man verkauft keine Werbung mehr wenn man kein Publikum mehr hat. Wer sein Publikum so dermaßen falsch einschätzt, hat sich den Untergang erarbeitet. Sein Buch kann sich Schreier irgendwo hinkleben.
Mir geht Dr. Disrespect auf den Keks weil ER NICHT ERNSTZUNEHMEN IST. Ich mag Atze Schröder als Komiker auch nicht. Andere tun das, also ist alles in Ordnung.

Peacebob
Peacebob
11 Monate zuvor

Skype? Also ein Gamer kann das wohl kaum sein…

Uldren Sov
Uldren Sov
11 Monate zuvor

Naja Kotaku ist auch eher nen totales Ramschmagazin, da hab ich kein Mitleid mit. Was die schon alles abgezogen haben geht auf gar keine Kuhhaut…

Lootziffer 666
Lootziffer 666
11 Monate zuvor

bitte mehr von diesem Schlagabtausch, ich hab mich köstlich amüsiert grin

Nomad
Nomad
11 Monate zuvor

Yo, inszenierte Schlammschlacht. Beste Sommer Unterhaltung

Joey
Joey
11 Monate zuvor

Der doc ist meiner meinung nach in erster linie ein Entertainer. Das macht er erfolgreich und gut und da kann es schon mal passieren dass man manschen leuten auf den Schlipps tritt oder in diesem Fall auch absichtlich macht.

Die großen GamingNewsWebseiten wie Kotaku sind fast alle zur Zeit von SJWs unterwandert. Sie berichten nur noch selten über Spielrelevante sachen und beschweren sich fast nur noch dass ihre Spiele gegen die eine oder andere Minderheit nicht Politisch Korrekt genug ist. Da werden top Spiele in Grund und Boden bewertet und schlechte Spiele die ihrer Meinung nach Politisch korrekt sind mit Top Noten bewertet.

Die meisten großen Gaming“News“Websiten stecken auch direkt oder indirekt in der Tasche von Disney.

Ich finde es heutzutage wichtig gegen Fake News vorzugehen. In Englischprachigen Ländern, besonders USA, spitzt sich die Lage immerweiter zu. Gewalt von Links wird nicht nur Toleriert sondern verteidigt und gefördert während die Zensur durch Silicon Valley und Nachrischten immer offensichtlicher wird. Ich möchte hiermit klarstellen dass ich Gewalt von jeder Seite, egal oblinks oder Rechts, verachte. Schlimm ist jedoch dass Linke Gewalt toleriert und gefördert wird.

An alle die sich genötigt fühlen das zu Rechtfertigen. Bedenkt bei euren Antworten dass die Opfer von linker Gewalt nicht immer Rechtsextremisten sind. Oft trifft es normale durschnittliche Bürger oder Reporter die einfach nicht weit genug Links waren weil in deren Augen jeder nicht Linksextremist automatisch Rechts ist.

Play04
Play04
11 Monate zuvor

Sehe ich auch so, leider ziehen da viele mit und Schreiben Artikel über den Artikel von Kotaku oder zitieren diese. Solche Artikel, egal wo, lese ich garnicht mehr erst und werden ignoriert.

Frank Booth
Frank Booth
11 Monate zuvor

Wo wird denn Gewalt gegen Links toleriert und gefördert? Und wo wird den zensiert? Wenn ich sehe wieviel rechte Blogs und Videos es heutzutage gibt. Auch in den Kommentarspalten zeigt die Rechte immer mehr Präsenz. Kein Vergleich von vor 10 Jahren. Außerdem zeigen Studien, dass es mehr rechte Gewaltstraften gibt als linke. Ich heiße keine Gewalt von links oder rechts gut, aber nichtsdestotrotz hat wenigstens die Linke kein rassistisches Weltbild, die Menschen zur 2. Klasse degradiert.

zum Thema: Sehr souverän vom Doc mit Beleidigungen zu reagieren.

Joey
Joey
11 Monate zuvor

Ich bin hier sehr offtopic gegangen und habe mich was Gewalt von Links angeht auf den Englischsprachigen Raum bezogen. Zuletzt hat Antifa in Portland sowohl Sach als auch Personenschäden zu verantworten. Und zum Thema gefördert. Antifa hat Sponsoren. Antifa sind Teroristen. Ja sie sind keine Rechtsextremen aber trotzdem Teroristen. Man muss nicht töten um Terorist zu sein.

Hier kann ich den Youtube Kanal von TimPool oder Timcast empfehlen wenn man interesse hat. Er ist linksorientiert aber gegen Gewalt und gegen Zensur und somit konstant damit beschäftigt zu berichten was Linksaktivisten zur Zeit alles verzapfen was man in normalen Medien oft nicht erzählt bekommt.

Meiner Meinung nach, und vorallem trifft dies auf den Englischprachigen Raum mit Hauptaugenmerk auf Filmindustrie, sind die Linken oder sogenannte SJW heutzutage Rassistischer und Sexistischer als die rechten. Viele (nicht alle) Feministen VON HEUTE kämpfen nicht für Frauenrechte sondern gegen Rechte Hauptsächlich von Männern aber auch von Frauen. Beispiel Gridgirls.
SJW haben oft einen Regelrechten Hass gegen Weiße Männer und diskriminieren bei vielen Gelegenheiten. Bei Google werden weiße Männer ausgebooht und „Women of Color“ mit Applaus empfangen. Youtube kanäle die Nachrichten vorlesen werden demonitisiert wenn sie nicht weit genug Links orientiert sind. Auch werden sie nicht mehr weiterempfohlen wenn man sich für Nachrichten interessiert. Entweder hat man sie Aboniert bevor Youtube die Reichweite eingeschränkt hat oder bekommt es von anderen geteilt. Ansonsten gibts nur zugang zu linken Nachrichten um 2020 die nächste 2016 Situation zu verhindern. Laut einer Person bei Youtube ist es ihre Aufgabe zu verhindern dass Jemand wie Trump je wieder gewählt wird. Ich kann Trump zwar nicht leien aber das sollte nicht die Aufgabe von Youtube sein. Wenn du interesse im Thema hast such ma nach Project Veritas

Hier in Deutschland sind wir Größtenteils noch verschont vom „Culture War“ der im Englischprachigen Raum gerade stattfindet.
Wenn du nichts darüber hörst liegt es zum einem an Zensur aber Hauptsächlich weil es hier noch nicht in dem Umfang angekommen ist und hoffentlich auch nicht wird.

Frank Booth
Frank Booth
11 Monate zuvor

Danke für die ausführliche Antwort. Tatsächlich bin ich jetzt nicht so drin in dem Thema Identitätenpolitik. Ich versuche auch immer solche Themen oder Videos zu vermeiden. Die Diskussionen sind teilweise so toxisch – von Rechts, teilweise aber auch von Links -, dass mich das nur deprimiert. Das schöne ist aber, dass, sobald man den Computer ausmacht, man davon verschont wird.

Vielleicht eine Sache: „sind die Linken oder sogenannte SJW heutzutage Rassistischer und Sexistischer als die rechten“
Die Aussage halte ich mal für seeehr gewagt. Ich habe noch nie gehört, dass jemand auf der Straße beschimpft wird, weil er ein älterer, heterosexueller, weißer Mann ist. Das sind so typische Aussagen, wie man sie auch in rechten Kreisen findet.

Und vielleicht auch noch zum Thema Zensur: Man kann seinen rassistischen Müll ohne Probleme bei YouTube posten. Selbst nach einer Entmonetarisierung kann man weiter sein völkisches Weltbild posten oder videos gegen die ‚SJW‘ und ‚linksliberale Lügenpresse‘ drehen, um auch mal paar klassische Begriffe aus der rechten Echobox einzuwerfen. Wenn es entmonetarisiert wird, dann meist, weil Werbekunden mit sowas nicht verbunden werden wollen.

Play04
Play04
11 Monate zuvor

Ich mag Kotaku nicht, kommt nur mist von denen um Klicks und Website Aufrufe zu generieren. Besonders von dem „Journalisten“ Jason Schreier, sobald der mal irgendwo zitiert wird lese ich garnicht weiter.

Caldrus82
Caldrus82
11 Monate zuvor

Ganz einfach, keine der beiden Seiten hat Relevanz. Wenn ich auf Kotaku gehen würde, dann evtl. weil mir langweilig ist und ich was lesen möchte. Wenn ich den Doc anschalte, dann ist mir grad langweilig und ich will chillend vorm Fernsehen hocken und unterhalten werden. Beides setzt voraus das ich selbst grad keinen Bock zu zocken habe und mein RL sich grade vor Langeweile auskotzt.
Meine Meinung bilde ich mir noch immer selbst, dazu brauche ich weder „investigativen“ Journalismus im Gaming oder den Doc auf Twitch.
Sorry wenn das jetzt leicht böse klingt, aber eure Seite besuche ich regelmäßig und das nicht wegen eurer Meinung zu bestimmten Spielen/Themen, sondern wegen der News. Mag bei manchen Leuten sich natürlich anders verhalten.

Bienenvogel
Bienenvogel
11 Monate zuvor

Ich nehme beide Seiten nicht wirklich ernst, von daher stellt sich die Frage wer jetzt „relevanter“ ist für mich nicht wirklich. ???? Zudem sind das auch – wie Stephan schon geschrieben hat – auch zwei unterschiedliche Sachen. Am Ende wollen sie alle nur eins: Aufmerksamkeit.

Stephan
Stephan
11 Monate zuvor

Sieht mir eher nach einer inszenierten Schlammschlacht aus, damit beide Partein Stoff haben über den sie berichten können.

Für mich ist sind Gamingpressen und Hobby Entertainer zwei getrennte paar Schuhe und können den jeweils anderen nicht ersetzen.

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