MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes hat Dragon’s Dogma 2 2025 keine wirkliche Chance gegeben, aber die gamescom 2026 hat ihn vom Gegenteil überzeugt und das Einzige, was es gebraucht hat, war ein beeindruckender Drache.
Dragon’s Dogma 2 und ich hatten 2025 eine schwierige Beziehung. Nach nur ein paar Stunden gab ich auf und legte das Spiel zur Seite. Es hat einfach nicht Klick gemacht, was ich aber vor allem darauf schiebe, dass ich wohl nicht in der richtigen Stimmung für das Spiel war.
Obwohl das Spiel aussieht wie ein klassisches Open-World-RPG, ist Dragon’s Dogma 2 immer noch etwas Besonderes. Wie die Welt strukturiert ist und sich die Mechaniken einweben, ist einfach faszinierend.
Deshalb wollte ich dem Spiel auf der gamescom 2026 nochmal eine Chance geben, diesmal mit einer knapp einstündigen Demo zu Dragon’s Dogma 2: Dark Arisen, der Erweiterung zum Spiel, die am 09. Oktober 2026 erscheinen soll.
Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber die Demo war eine der besten Erfahrungen der diesjährigen Messe. (Ich hätte natürlich auch einfach auf MeinMMO-Redakteur Karsten hören können.)
Ein ganzes Abenteuer in nur einer Stunde
Die Demo startete mittendrin im neuen Gebiet Norgan. Der verschneite Ort erzeugt eine etwas andere Atmosphäre beim Erkunden, die vor allem die Nacht nochmal deutlich gruseliger wirken lässt, da der weiße Schnee zu den Lichtquellen einen schönen Kontrast darstellt.
Um das Erkunden noch interessanter zu machen, gibt es in Dark Arisen auch ein neues Loot-System. Ihr findet sogenannte Artefakte, die ihr erst in einem der Dörfer entziffern lassen müsst. Das kostet euch aber einen kleinen Obulus.
Zusammen mit meinen Companions begab ich mich dann auf die kleine Reise in Norgan und begegnete einigen Gegnern mit Äxten, aber auch fiesen Wölfen. Der Kampf war chaotisch, aber gleichzeitig recht spaßig, weil die Gegner gerne mal zusammen angreifen und Wölfe euch sogar am Arm packen und kurz nerven können.
Zusammen mit den Companions entstand aber auch eine Team-Dynamik, die mich an Fantasy-Anime oder -Filme erinnerte, vor allem, wenn man verschiedene Vocations – also Klassen – dabei hat.
Nach einiger Zeit kam ich dann in ein Gebiet, wo erstmal alles ruhig war. Doch plötzlich tauchte ein riesiger Yeti mit 2 Stoßzähnen und einem riesigen Knüppel auf. Das war richtig cool.
Nicht nur, weil das Monster verdammt wuchtig klingt, hat der Kampf echt Spaß gemacht, sondern weil man ihn als Spieler selbst unfreiwillig inszeniert. Beispielsweise half mir mein einer Companion, indem er mich beim Fall auffing oder mich schubste, damit ich dem Knüppel ausweiche.
Doch da war die Demo noch nicht vorbei. In einem verlassenen Schloss musste ich mich einem Drachen stellen. Aber nicht einfach einem normalen Drachen.

Ein Drache zum Verlieben Fürchten
Capcom selbst nennt ihn den Fallen Dragon (gefallenen Drachen) und ich hätte niemals gedacht, dass mich 2026 noch ein Drache beeindrucken kann, aber visuell wurde hier echt abgeliefert.
Der Drache ist mit Löchern überzogen, hat eine lange Nase und keine Augen. Gepaart mit der Größe hatte ich schon beim ersten Anblick Ehrfurcht. Doch dann fängt der Kampf damit an, dass der Drache eine Horde Zombies auskotzt, die auf mich und meine Begleiter losgehen.
Dadurch wurde der Kampf chaotisch, aber richtig episch. Langsam entwickelte sich eine Verzweiflung, denn neben den Zombies musste ich mich auch um den Drachen kümmern. Als ich ihm dann endlich einen Arm abschlagen konnte, wuchs die Hoffnung – ich lag aber falsch.
Plötzlich stieg er auf, heilte sich komplett und erledigte mich mit einem letzten, beeindruckenden Angriff. Demo vorbei, und ich begeistert.
Diese kurze Demo war wie ein ganzes Abenteuer: Momente voller Action, Hoffnung, Verzweiflung und ein beeindruckendes Ende. Kein RPG konnte mir diesen Emotionsmix in so kurzer Zeit liefern, doch es war super und ich gebe zu: Dragon’s Dogma verdient eine 2. Chance von mir und alle, die es sowieso lieben, werden wohl auch Dark Arisen lieben – zumindest, wenn die Stimmung der Demo auch in der vollen Erweiterung deutlich wird.
Die gamescom 2026 hat viele starke Spiele und auch einige Überraschungen zu bieten. Völlig anders als Dragon’s Dogma 2: Dark Arisen, aber nicht weniger spannend ist der Cyberpunk-Shooter No Law: Ein Cyberpunk-Shooter schafft das, was nur Super Mario konnte: Ich freue mich über einen verdammten Schnauzer
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