Das neue Rollenspiel zu Dragon Ball hätte fast MMO-Klassen bekommen, doch will jeder von euch wie Son-Goku sein

Dragon Ball Xenoverse 3 Titel title

Masayuki Hirano ist der Produzent von allen drei Teilen von Dragon Ball Xenoverse. In einem Interview mit MeinMMO verrät er, dass ursprünglich sogar Klassen für das MMO angedacht waren, sie jedoch aus einem bestimmten Grund verworfen wurden. 

Mit wem findet das Interview statt? Einer der wichtigsten Entwickler für Dragon Ball Xenoverse ist Masayuki Hirano. Er hat an allen drei Teilen als Producer mitgewirkt. Dementsprechend hat er ein großes Know-how, was die Welt von Dragon Ball angeht. 

Sein eigenes Leben in West City

Jasmin (MeinMMO): In den Trailern war ich ziemlich beeindruckt von der großen Stadt – West City. Das ist ein riesiges Upgrade im Vergleich zum bisherigen Hub. Was können die Spieler dort erwarten und mit welchen Aktivitäten können sie ihre Zeit verbringen?

Masayuki Hirano: Da das Spiel im Jahr 1000 angesiedelt ist, bildet West City die zentrale Bühne für alles. Man wird wirklich das Gefühl haben, dort zu leben und seinen Alltag zu verbringen. Man hat beispielsweise sein eigenes Zimmer. Der Charakter nimmt dabei zwei Rollen ein: das alltägliche Leben am Tag und die Mitgliedschaft in der GS-Squad für die Kämpfe. West City fungiert also als Hub. Man kann die Hauptstory spielen, mit anderen Charakteren interagieren – sowohl mit den Bewohnern der Stadt als auch mit bekannten Legacy-Charakteren, die zu Besuch sind – und verschiedene Nebenquests sowie RPG-Elemente abschließen.

Jasmin: Als MMO-Magazin liegt unser Fokus natürlich stark auf der Interaktion zwischen den Spielern. Welche neuen Möglichkeiten gibt es online, mit anderen Spielern zu interagieren? Wird es Dinge wie Gilden oder feste Gruppen geben?

Masayuki Hirano: Aktuell ist der GS-Squad ein Team aus vier Spielern, das fest in die Hauptstory integriert ist. Wir legen großen Wert auf Koop-Gameplay und Kämpfe für vier Personen. Genau wie in Teil 1 und 2 funktioniert West City als riesige Lobby. Man hat dort überall die Möglichkeit, andere Spieler zu treffen, eigene Teams zu bilden oder Freundschaften zu schließen.

Jasmin: Seit dem Release von Xenoverse 2 ist einige Zeit vergangen und es gibt mittlerweile eine ganz neue Generation von Dragon-Ball- und Anime-Fans. Wie balanciert ihr das Spiel so aus, dass es sowohl für die älteren als auch für die völlig neuen Spieler attraktiv ist?

Masayuki Hirano: Wir setzen da auf zwei Dinge: Zum einen hat Toriyama-Sensei eine völlig neue Zukunftswelt, neue Settings und neue Charaktere erschaffen. Da noch niemand diese Welt gesehen hat, starten alle Spieler – egal aus welcher Generation – auf Augenhöhe und entdecken alles zum ersten Mal.

Zum anderen bietet die Serie ohnehin viele verschiedene Spielmöglichkeiten. Man kann die Story spielen, alleine losziehen, im Koop antreten oder gegeneinander kämpfen. Vor allem den Solo-Story-Modus haben wir stark ausgebaut, damit man die Beziehung zwischen dem eigenen Charakter und den klassischen Charakteren vertiefen kann. Wer möchte, kann sich also auch ganz in Ruhe alleine vorbereiten und trainieren.

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Dragon Ball Xenoverse 3 zeigt das Großstadt-Feeling im ersten Trailer

Der Trend Richtung MMO-Lite und die fehlenden Klassen

Jasmin: Im MMO-Bereich gibt es derzeit einen Trend in Richtung MMO Lite, bei dem die Zeit der Spieler mehr respektiert wird. Man loggt sich vielleicht nur für eine Stunde ein und verbringt nicht mehr den ganzen Tag in einem einzigen Spiel. Wie respektiert das Spiel die Zeit der Spieler und wie funktionieren diese kürzeren Spielsessions?

Masayuki Hirano: Wir haben keine Quests oder Missionen entworfen, die man zwingend über einen sehr langen Zeitraum am Stück spielen muss. Die Serie an sich ist recht unkompliziert gehalten: Man kann spielen, wann immer man möchte, und trainieren, wenn man das Gefühl hat, stärker werden zu wollen.

Im Gegensatz zu klassischen MMOs haben wir auch keine festen Klassen oder Rollen (wie z.B. Heiler). Da es ein Dragon-Ball-Spiel ist, möchte jeder der Stärkste sein, die Feinde besiegen und im Mittelpunkt stehen. Ohne diese strikten Rollen ist man nicht gezwungen, lange online zu bleiben, nur weil das Team gerade diese spezifische Klasse braucht. Natürlich kann man freiwillig eine Unterstützerrolle einnehmen und anderen helfen, aber man ist eben nicht daran gebunden. Jeder kann komplett in seinem eigenen Tempo spielen.

Jasmin: Hast du in anderen MMOs Konzepte gesehen, die dir persönlich zwar gefallen, die aber einfach nicht zu Dragon Ball Xenoverse passen würden?

Masayuki Hirano: Das wären wahrscheinlich genau die Rollenverteilungen, die ich eben erwähnt habe. Wir haben für die Serie durchaus darüber nachgedacht, uns aber dagegen entschieden. Ich spiele selbst gerne MMOs und übernehme dort unterschiedliche Rollen. Aber bei Dragon Ball heißt es eher: „Du bist ein Kämpfer? Ich bin ein noch stärkerer Kämpfer!“ Es geht vielmehr darum, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Eine solche Umgebung fühlt sich einfach viel mehr nach Dragon Ball an. Deswegen haben wir uns gegen strikte Klassen entschieden.

Jasmin: Eine letzte, etwas persönlichere Frage: Für meine Artikel erstelle ich oft Rankings, wie die fünf stärksten Frauen oder die besten Saiyajins. Was wären deine persönlichen Top 3 der coolsten Dragon-Ball-Charaktere?

Masayuki Hirano:

  1. Jeeze (aus dem Ginyu-Sonderkommando): Er ist sehr einzigartig, besonders was seine Posen angeht. Das ist zwar nicht wahnsinnig ernst gemeint, aber ich finde ihn einfach extrem cool.
  2. Vegeta: Da brauche ich eigentlich keine Begründung, er ist einfach cool. Meine absolute Lieblings-Animation im Spiel ist übrigens die, in der Vegeta Jeeze aus nächster Nähe ausschaltet. Das musste ich einfach mit ins Spiel bringen! (lacht)
  3. Yamchu: Er ist mein absoluter Lieblingscharakter, weil er menschlich einfach wahnsinnig cool ist.

Jasmin: Vielen Dank für deine Zeit!

Was würdet ihr von Klassen in Dragon Ball Xenoverse 3 halten? Wärt ihr bereit, in die Rolle des unterstützenden Heilers zu springen, oder seid ihr froh, dass es diese klassischen Rollen nicht gibt? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. 

Die Charaktere aus Xenoverse 3 basieren auf dem Manga und Anime von Dragon Ball. Gerade bei den Animes gibt es starke Unterschiede, weshalb die einzelnen Animes unterschiedlich bei den Fans ankamen. Das MeinMMO-Ranking der Animes findet ihr hier: Alle Animes von Dragon Ball im Ranking

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