Destiny war von Beginn an als ein Spiel für 7-Jährige konzipiert

Bei Destiny haben die Entwickler auf ihre Entstehungsgeschichte zurückgeschaut. Das hat viel Pathos und erinnert an einen US-Film. Interessant: Destiny ist für 7-Jährige konzipiert.

In Destiny sollen Spielen zur Legende werden. Auch Entwickler Bungie arbeitet gern an seiner eigenen Legende.

Das Studio ist bekannt dafür, dass nur wenig nach außen dringt. Aber über die Entstehungsgeschichte von Destiny ist aus anonymen Quellen in den letzten Jahren einiges bekannt geworden.

Destiny-Concpet-Art-WizardEs heißt: Die Story wurde verworfen, persönliche Eitelkeiten spielten eine Rolle – zahlreiche Probleme führten am Ende zu einem ziemlich seltsamen Release mit einer zerstückelten Story – die berühmte „Ich hab nicht mal Zeit zu erklären, warum ich keine Zeit für Erklärungen habe“-Szene ist wohlbekannt.

Bungie schreibt eigene Legende neu – und das ziemlich amerikanisch

Da ist es verständlich, wenn Bungie es gerne hätte, dass man anders über die Entstehung des Spiels spricht. Sie arbeiten an ihrer eigenen Legende.

Kurz vor der Vorstellung von Destiny 2 erschien daher ein Artikel auf mashable. Der Autor des Artikels hatte Zugang zu den Entwicklern bei Bungie: eine Seltenheit.

Der Artikel beschreibt den Tag, an dem Destiny den Bungie-Mitarbeitern vorgestellt wurde: „When Destiny was born (Link öffnet neue Seite)“ – der Tag als Bungie seine Zukunft auf eine wilde Idee setzte.

Destiny-Concept-Art-MechDie Entstehungsgeschichte von Destiny, die da beschrieben wird, ist durch und durch amerikanisch. Es geht nicht um Konflikte, Egos oder Cash, sondern um den Aufbruch zu neuen Ufern und wie aufregend das alles ist. Der Artikel erzählt, wie alle bei Bungie an einem Strang zogen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Dass Bungie die Rechte an Halo an Microsoft abgeben musste, wird als „teurer Preis für die Freiheit“ beschrieben.

Präsentation an einem sonnigen Julitag

Der Übergang von Halo zu Destiny wird als eine Reise dargestellt. Entscheidend ist ein Tag im Juli 2010, als die Chefs von Bungie ihren Mitarbeitern Destiny präsentierten mit dem Ziel, alle an Bord zu holen. Natürlich klappt das fantastisch.

Bezeichnend ist eine Szene: Jonty Barnes geht nach der ultra-wichtigen Präsentation nach draußen und blickt ins helle Licht, geblendet von dem wunderschönen Tag. Bungie hatte Eiscreme und Barbecue organisiert. Dann sagen Mitarbeiter, wie toll es ist, bei Bungie zu sein. Um an so fantastisch aufregenden Projekten wie Destiny zu arbeiten, sei man zu dem Studio gekommen.

Es fehlt in der Inszenierung nur, dass weiße Tauben im Hintergrund aufsteigen.

Destiny-Concept-Art-TigerDestiny als Shooter für Teenager – Darum gibt’s kein Sex in Destiny

Man kann eine interessante, neue Information aus dem Beitrag mitnehmen: Destiny ist von Anfang an als ein Spiel konzipiert worden, das von einem 7-Jährigen gespielt werden kann. Destiny war zwar für eine ältere Zielgruppe gedacht, aber dennoch war dies ein wichtiges Design-Ziel.

Es ist einer von sieben Grundpfeilern hinter der Destiny-Franchise, dass Destiny von einem 7-Jährigen gespielt werden kann.

Das bedeutet:

  • dass Destiny super-zugänglich sein musste – von Beginn an.
  • Bungie wollte eine Welt, in der nicht geflucht wird.
  • Destiny soll ein Spiel, das von Vater und Sohn gemeinsam gespielt werden kann.

Die Halo-Spiele hatten noch ein „M“-Rating, für Erwachsene. Beim Shooter Destiny wollte Bungie aber ein „Teen-Rating“ erreichen – und hat das in der US-Version ja auch tatsächlich geschafft. Da ist Destiny von der ESRB ein „Teentrating“ erhalten: „ab 13“. Hier in Europa ist das Spiel von der USK und der PEGI als ab „16“ eingestuft worden.

Europa und die USA sind eben doch verschieden – nicht nur bei der Art, wie Legenden erzählt werden.

Destiny-Concept-Art-Imperator

Den nächsten Schritt zu Destiny werden wir bald erleben. Alles zu Destiny 2 gibt es hier auf Mein MMO.

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