Ein neues Action-Spiel sieht aus wie gebastelt, erinnert mich an einen grotesken Boss aus Elden Ring

MeinMMO-Redakteurin Caro hat bereits einen Einblick in einen neuen Hack-and-Slasher auf Steam erhalten, der sich in einem ganz einzigartigen Look präsentiert. Aber nicht nur das Aussehen, sondern auch das Setting und vor allem die kleine Protagonistin haben es ordentlich in sich – mehr, als die unschuldige Fassade zeigen mag.

Ich habe nun mein erstes Spiel, auf das ich mich für 2027 freuen kann. Dann erscheint nämlich Cutout auf Steam, ein düsteres Märchen in der Form eines Action- und Horror-Hack-and-Slashers. 

Ich habe schon einen ersten Einblick in das Spiel erhalten und wurde bereits von der Vision des zweiköpfigen Teams von 906 Games in den Bann gezogen: Ein Mädchen auf der Flucht durch eine düstere, komplett handgemachte Welt, mit einer besonderen kreativ-makabren Combat-Mechanik und Themen von kindlicher Verletzlichkeit gemischt mit Horror und Korruption?

Ab dem Moment wusste ich, wieso unsere Chefredakteurin mich für die Vorstellung von Cutout ausgewählt hat – das klingt ja wie ein Träumchen!

Was mir in meinem Kennenlernen mit Cutout gezeigt wurde, hat mich aber nicht nur neugierig gemacht. Das Team wagt sich nämlich tatsächlich an derben Body-Horror wie in Elden Ring und verpackt es in etwas so Unschuldiges, dass ich nach dem ersten Anschauen auch zutiefst beeindruckt war. Dieser Stil-Mix funktioniert einfach.

Um das greifbarer zu machen, möchte ich euch Cutout erst einmal etwas genauer vorstellen und erklären, wieso mich dieses Spiel bereits vor Release berühren konnte und mich gleichzeitig auf das makabre Konzept vorfreudig einstimmt.

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CutOut ist ein ultra kreatives Game, aber nichts für schwache Nerven

Cutout sieht aus wie ein gebasteltes Diorama

Wer Inhalte aus Cutout sieht, dem wird unausweichlich der besondere Artstyle auffallen. Das Spiel kombiniert ausgeschnittene und bemalte 2D- sowie 3D-Elemente, um eine vom Verfall bedrohte Welt zu erschaffen. Die Umgebung sieht so aus, als wäre sie komplett aus Pappe, Papier und Haushaltsgeräten geschaffen. Und Spoiler: Das ist sie auch.

Durch Photogrammetrie wurden echte Alltagsgegenstände und Kunstwerke in das Spiel gebracht. Die Protagonistin Lena und die weiteren Charaktere sind allesamt handgezeichnet, die Umgebung aus Karton und Krimskrams gestaltet und sogar das Lighting findet durch Schatten ausgeschnittener Formen statt. 

Dieses Aussehen gibt Cutout nicht nur einen authentischen und besonderen Stil – es passt auch perfekt zu der Geschichte und der Welt, die das Team den Spielern vermitteln will. Und die Themen bergen mehr, als man von der beinah kindlichen Artstyle erwarten mag.

Wünsche, Ängste und wie man mit ihnen umgeht

Passend zum Aussehen des Spiels befasst sich Cutout mit einem Themenmix aus dem kindlichen Wunsch nach Zugehörigkeit, aber auch mit Korruption, der eigenen Identität und systematischer Grausamkeit – seichte Kost also!

Lena wird von ihrem Dorf wie ein Fluch betrachtet und verstoßen und hofft, dass sie durch ein mächtiges Zepter die Macht findet, um irgendwie doch akzeptiert zu werden … doch nicht ohne einen Preis.

Je nachdem, welche Entscheidungen man trifft und wie man sich während des Spiels verhält, wird das Auswirkungen auf das Ende haben. Während ein Spieldurchlauf um die 7 bis 8 Spielstunden bietet, soll genau dieser Aspekt den Anreiz bieten, Cutout mehrere Male durchzuspielen und andere Wege zu gehen.

Lena kann vor Gefahren wegrennen und somit versuchen, ganze Situationen zu vermeiden. Sie kann sich jedoch auch dazu entscheiden, sich zur Wehr zu setzen. Und dabei enthüllten die Entwickler eine Gameplay-Mechanik, die mich nach dem Kennenlernen des kleinen Papierpüppchens komplett kalt erwischte – und zwar im besten und eigentlich blutrünstigsten Sinne.

„Cut and Paste“ – Nein, das ist kein Tippfehler

Als das Team mir ihre Combat-Mechanik vorstellte, kam ich nicht um den Gedanken herum: Lena könnte eine Tochter des grotesken Elden-Ring-Bosses „Godrick, dem Verpflanzten“ sein

Wer Godrik nicht kennt: Bei ihm handelt es sich um einen unvermeidbaren Boss, der sich aus seinem Wahnsinn heraus diverse Körperteile von anderen Menschen und Kreaturen an den eigenen Körper transplantiert, um aus ihnen Kraft zu ziehen. 

Ja. Lena kann das auch. 1 zu 1 sogar.

Mit der mit dem Namen „Cut and Paste“ betitelten Combat-Mechanik schneidet Lena ihren Gegnern ihre Gliedmaßen ab, um ihre Kernfähigkeiten, Bewegungen und Kampfoptionen zu rauben und zu erlernen. Dank des Papier-Artstyles ist diese eigentlich blutrünstige Taktik verharmlost, was mich nicht nur zum Schmunzeln bringt, sondern auch auf seine eigene Art und Weise die Möglichkeit für verschiedene „Builds“ bietet.

Hier wird, ähnlich wie bei der Geschichte und beim Aussehen, ein wunderbarer Stilmix zwischen Unschuld und brutalem Horror geschaffen, der einfach Spaß macht.

Dieses Spiel berührt mich jetzt schon

Egal mit welchem Aspekt des Spiels: Cutout hat sich vorgenommen, das Thema Kindheit zu nehmen, womit sich wirklich jeder identifizieren kann, und daraus ein Abenteuer zu gestalten, das Mut und Durchhaltevermögen fördert. Kindheit ist nicht immer schön und leicht. Manchmal ist sie düster, grausam, keine schöne Erinnerung. Und trotzdem darf man einem Mädchen aus Papier helfen, ihrer daheim wartenden Grausamkeit zu entkommen. 

Die kindliche Verletzlichkeit und der Drang, sich trotz der gruseligen Welt behaupten zu wollen und akzeptiert zu werden, sind Themen, die mich sehr berühren. Es macht mich nicht nur neugierig – nein, ich bin sogar dankbar, dass jemand dieses Projekt in die Tat umsetzt.

Die Welt wirkt zerbrechlich, gefährlich, beunruhigend und trotzdem in sich so schlüssig, dass ich mich sehr darauf freue, im nächsten Jahr in Cutout eintauchen zu können.

Was haltet ihr bisher von Cutout? Findet ihr den Artstyle genauso schick wie ich? Lasst es uns gern in den Kommentaren wissen! Neben Godrik aus Elden Ring erinnert mich Cutout auch ein wenig an die Reihe von Little Nightmares, die ich zu meinen absoluten Lieblingsgames zähle und jedem empfehlen würde: Steam-Tipp für unter 20 €: Little Nightmares – Cozy-Horror für Atmosphäriker

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