Path of Exile weigert sich selbst nach 42 Seasons, das zu tun, was Diablo 4 seit Release erlaubt – Chef sagt: Fühlt sich falsch an

Chef von Path of Exile erklärt die Serverprobleme für gelöst, sagt sie haben „absurd viel Ressourcen“ auf das Problem geworfen - Titelbild zeigt Mark Roberts

Path of Exile hat bereits 42 Seasons hinter sich, doch auch in Season 43 müssen Spieler wieder durch die Kampagne spielen. Der Chef hat dafür eine gute Begründung.

Was ist das für eine Mechanik? In Path of Exile gibt es zum Start der neuen Season immer das gleiche Spiel. Alle müssen durch die Kampagne gehen, bevor sie sich im Endgame freier entscheiden können, was sie machen wollen.

Auch nach 42 Seasons gibt es keine Möglichkeit, die Kampagne des Spiels zu überspringen. Bei Diablo 4 hingegen gibt es diese Möglichkeit, was auch dafür sorgt, dass sich die Entwickler von Path of Exile immer wieder mit der Frage beschäftigen müssen.

Wie kommt das an? Neue Spieler können gut und gerne 10–20 Stunden für die Kampagne brauchen, weil sie die Tricks für den schnellen Abschluss nicht kennen. Aber Profis würden sich die 5–7 Stunden, die sie dagegen brauchen, gerne sparen und sich wünschen, dass die Kampagne abgeschafft wird.

Hier könnt ihr den Trailer zur 43. Season sehen:

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Path of Exile zeigt im zweiten Teaser-Trailer worum es in Curse of the Allflame geht und es wird untot

Erstmal kein Skip geplant

Wie reagieren die Entwickler auf die Idee? In einem Gespräch mit PCGamesN haben Chef Mark Roberts und Game Designer Christopher „Octavian“ Laferriere über die Möglichkeit eines Kampagnen-Skips gesprochen.

Dabei erklärte Laferriere: „Über so etwas würde ich mir gründlich Gedanken machen […] vielleicht lohnt es sich, das noch einmal zu prüfen – allerdings kommt es mir persönlich sehr falsch vor.“

Auch Chef Mark Roberts findet die Idee nicht gut. Laut ihm würde man sich durch den Skip „viel weniger um die eigene Spielfigur sorgen“. Er wisse aus eigener Hand, wie sich das anfühlt. Dank Entwickler-Tools kann er sich wohl jederzeit einen Charakter auf einem maximalen Level mit der besten Ausrüstung erstellen. Er sagte, dass es „das Spiel einfach wirklich schlechter macht – der Weg dorthin ist die Befriedigung.“

Gibt es gar keine Chance für einen Skip? Etwas Hoffnung bleibt noch erhalten. So galten in der Vergangenheit andere Prinzipien wie der Handel als unumstößlich und wurden dann dennoch geändert. Diesmal sind zum Beispiel die Sockel der Skill-Gems dran.

Für den Kampagnen-Skip dürfte es allerdings schwieriger werden. So soll der Fokus laut Chef Mark Roberts auf den neuen Seasons liegen, die das Spielerlebnis erfrischen.

Nervt euch die Kampagne von Path of Exile oder gehört sie einfach dazu? Schreibt es uns gerne in die Kommentare! Auch die Skill-Gems galten als unumstößlicher Grundsatz im Spiel. Die Entwickler haben sie jedoch dennoch massiv für die neue Season verändert: Path of Exile verändert eine der grundlegendsten Regeln im Spiel, macht sie viel einfacher

Quelle(n):
  1. pcgamer.com

Kommentare

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3 Kommentare
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themrc

Man sollte beim Thema Ingame-Handel darauf achten, wer zu dem Thema damals und heute die Entscheidungen bei GGG getroffen hat. Chris Wilson war derjenige, der strikt gegen den Ingame-Handel war, weil er die Friction via einer Website als etwas Positives für die Spieler angesehen hat (und in gewisser Weise hatte er Recht, wenn man seine Vision für PoE versteht). Jetzt haben Mark und Jonathan das Sagen und sehen ein paar kleinere Dinge etwas anders als Chris. Wenn die beiden aber heute sagen, dass ein Kampagnenskip nicht drin ist, wird der unter ihrer Führung genau sowenig kommen wie der Ingame-Trade unter der Führung von Chris.

Mit Recht, würde ich behaupten.

Die ganze Diskussion geht ohnehin am eigentlichen Problem vorbei: pausierter Progress des Atlas. Während man die Kampagne spielt, macht man keinen Fortschritt im Endgame und das ist das eigentliche Problem vieler Spieler, weil sie durch das Twinken das Gefühl haben, den Anschluss an ein imaginäres Rennen zu verlieren. Spätestens ab Woche 2 sieht man auf Reddit die ersten Posts von Leuten, die erklären, dass sie die Season fertig haben mit 10/10 Uber und ihr Gear verschenken. Das löst in vielen Leuten den Drang aus, in exakt diesem Zeitrahmen ebenfalls so viel zu schaffen wie möglich, weil ansonsten keiner mehr das Spiel spielt, Trading nicht mehr profitabel ist und man keine Möglichkeit mehr hat, sich mit anderen zu vergleichen. Also will man die wahrgenommenen Zeitfresser eliminieren und dazu gehört eben auch die Kampagne. Das liegt auch daran, dass sich in vielen Köpfen der Spieler festgesetzt hat, man könne nur effizient in einer Season sein, wenn man einen League-Starter spielt und dann noch mal einen kostspieligen Build anstatt einfach nur “Spaß” zu haben.

Caliino

Meiner Meinung nach ist der Skip schon lange überfällig – gerade für den zweiten Teil, da die Story dort jetzt schon viel zu lange dauert. Und wenn du nicht einen “Meta-Level-Build” nutzt, zieht sich die nochmal um einiges länger.

Ich glaube es würde schon reichen wenn es eine Alternative zur klassischen Story gäbe.

Sie könnten das ganze auch einfach an das bisherige Endgame anlehnen:
Recht am Anfang ein eigenes “Map-Level-Gerät” einbauen, wo du aus zufällig generierten Maps eine auswählen kannst. Quasi wie die jetzigen Maps, nur ohne Atlas und die Map-Items an sich.

Dabei begrenzt du das maximale Map Level etwas unterhalb der richtigen Maps und lässt an Ende ein “Quest-Item” fallen welches dir alle vorherigen Quests abschließt um an deren Belohnungen zu kommen.

Damit könnte jeder jederzeit zwischen den beiden Modis beliebig hin und her switchen ohne irgendwas zu verlieren.

themrc

Meiner Meinung nach ist der Skip schon lange überfällig

Sorry, aber da widerspreche ich vehement.

Am Ende sind die einzelnen Kampagnenabschnitte auch nichts anderes als vorgegebene Maps mit ein paar unskipbaren Story-Einsprengseln. Wenn man die raus nimmt, spart man sich ca. ne halbe Stunde. Und mit einem Twink und ein wenig Currency, die man sich bereits im Endgame gefarmt hat, ist das nachziehen eine Sache von wenigen Stunden, wenn man nicht komplett minderbemittelt ist. Und zwar in beiden Teilen. Die Story in Teil 2 ist auch nicht länger als in Teil 1, sie läuft nur in größeren, dafür aber weniger Intervallen (quasi die Akte).

Statt das man hier Ressourcen für die Entwicklung aufbringt, sollten sie die Energie lieber in weitere Expansionen des Endgames stecken.

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