Call of Duty und Battlefield 5 geiern nach den jungen Fortnite-Spielern

Fortnite ist extrem erfolgreich und könnte so manchen Konkurrenten verunsichern. Nicht aber EA oder Activision. Die reiben sich schon die Hände: Sie glauben, da wächst neue Kundschaft für Call of Duty: Black Ops 4 und Battlefield 5 heran.

Fortnite lockt viele neue Spieler an: Durch den Battle Royale-Modus von Fortnite sind viele neue Spieler auf Videospiele gestoßen. Das Game ist Free-2-Play. Es ist auf PC, Xbox One, PS4 und iOS verfügbar und damit für jeden zugänglich, der mal dieses „Zocken“ ausprobieren will. Einfacher als mit Fortnite geht der Start in die Gaming-Welt kaum.

Dass Fortnite so einen riesigen Erfolg hat, freut die Leute hinter Battlefield und Call of Duty. Denn sie etablierten Shooter-Franchises sehen in der riesigen Fortnite-Community keinen Verlust. Für sie bedeutet das: Viele neue potentielle Spieler.

EA freut sich über neue Spieler durch Fortnite

Das sagt EA zu Fortnite: EA ist verantwortlich für Games wie FIFA, Madden, Sims oder auch Battlefield. Gerade Battlefield könnte von den vielen Millionen Fortnite-Spielern profitieren, erklärt EA.

Gegenüber Analysten meinte Blake Jorgensen, dass durch Fortnite der gesamte Gaming-Markt gewachsen sei. „Es bringt jüngere Leute in den Markt und jüngere Leute in First-Person-Shooter. Ich glaube, das ist auf lange Sicht gesund für diese Kategorie, für alle in der Industrie“, so der Chief Financial Officer von EA.BF5 Main

Das bedeutet wohl so viel wie: Danke, dass Ihr die ganzen Kids durch Fortnite zum Action-Gaming gebracht habt. Die haben jetzt vielleicht Appetit auf First-Person-Shooter bekommen und da stehen wir ja dann bereit.

Activision ist sehr gut darin, sich vom Erfolg anderer „inspirieren“ zu lassen

Das sagt Activision zu Fortnie: Der CEO von Activision Blizzard, Bobby Kotick, sieht das Ganze ähnlich wie EA. Er sagte bei einem Finanzbericht: „Gaming entwickelt sich konstant weiter und wird immer wieder erneuert. Das wirkt sich oft auf den Markt aus. Da ist Fortnite keine Ausnahme. Das Spiel bringt viele neue Spieler allen Alters und Geschlechts und hilft dabei, dass Gaming immer mehr zu einem Mainstream-Entertainment wird.“

Kotick spricht davon, dass man bei Activision Blizzard sehr gut darin sei, sich vom Erfolg von anderen inspirieren zu lassen (via Forbes). Besonders interessant scheint es Activision-Blizzard zu finden, dass Fortnite auf Konsolen und Mobile läuft. Activision hat mit King, den Candy-Crush-Macher, mit an Bord: Da sieht man wohl Chancen.

Call of Duty Black Ops 4 Titel

Beim Call of Duty-Publisher liest man hier auch wieder heraus: Bringt uns doch gerne noch mehr neue Spieler auf den Markt. Wir wissen schon, wo die landen. Und Eure guten Ideen machen sich sicher noch besser in einem unserer Spiele.

Fangen EA und Activision die Fortnite-Spieler auf?

Der Plan: Die Rechnung von EA und Activision ist klar: Mehr Spieler durch Fortnite im Gaming-Markt = Mehr potentielle Spieler in Battlefield und Call of Duty.

Darum könnte es klappen: Die beiden Shooter-Serien haben eine starke Präsenz im Action-Genre und bringen regelmäßig neue Teile ihrer Franchises heraus.

Fortnite-Golden

Man teilt sich das Publikum: Beide Shooter bieten in 2018 bestimmte Features, die Fortnite-Fans gefallen könnten. Diese schnuppern ja bereits in Fortnite in das Action-Genre herein und lernen verschiedene Waffen, wie etwa Schrotflinten, kennen. Die Verbindung zu einem Shooter ist also bereits geschaffen. Gut möglich also, dass Fortnite-Spieler irgendwann einmal ausprobieren wollen, wie sich andere Shooter so spielen.

Battlefield V und Call of Duty: Black Ops 4 sind zwar auch Shooter, vermitteln aber optisch und durch ihr Gameplay einen ganz anderen Eindruck als Fortnite. Statt bunter Comic-Grafik und Spaß geht’s in Battlefield V um das ernste Thema des Zweiten Weltkrieges. In Call of Duty lockt außerdem der verrückte Zombie-Modus.

Fortnite-Sumpf

Ob der Plan von EA und Activision funktioniert?

Es bleibt abzuwarten, ob die Pläne von EA und Activision wirklich „so“ aufgehen. Schließlich zocken die Fornite-Spieler aus guten Gründen das Game:

  • Es ist Free-to-Play
  • Läuft auch auf Mobile
  • Weniger brutal als BF und COD
  • Comic-Grafik

Dazu kommt die Bindekraft von Fortnite: Mit jedem Tag, den Spieler in Fortnite verbringen, sammeln sie Skins und Punkte. Sie werden besser im Spiel. Die jungen Spieler bauen ihre Accounts aus und lernen das Spiel zu meistern. So wächst die Bindung zu Fortnite. Die Schwelle das Spiel zurückzulassen, kann so höher werden.

Fortnite-Trio

Können Call of Duty und Battlefield die jungen Fortnite-Spieler gewinnen?

Fortnite ist mit diesen Merkmalen schon etwas Besonderes und es könnte sein, dass die Spieler deshalb auch genau dabei bleiben. Durch die kaum vorhandene Brutalität lassen Eltern ihre Kinder vermutlich lieber einen Comic-Shooter spielen, bei dem Gegner sich nach dem Abschuss auf den Boden legen, statt blutige First-Person-Shooter.

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Möglicherweise wirkt sich Fortnite sogar schlecht auf Battlefield und Call of Duty aus, weil die Spieler nun lieber Epics Shooter zocken. Genaueres werden dann die Spielerzahlen und Verkäufe der beiden Games verraten, wenn sie dieses Jahr veröffentlicht werden.

Autor(in)
Quelle(n): EAActivision
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