Xbox-Chefin Asha Sharma hat offenbar genau hingeschaut, wie Bill Gates Microsoft viele Jahre lang geführt hat. Sie befolgt zumindest einen Tipp des Tech-Milliardärs und geht direkt an die Front.
Was ist das für ein Tipp? Microsoft-Gründer Bill Gates war sich nie zu schade dafür, direkt mit den Kunden in Kontakt zu treten. Nur wenn man mit den Menschen spricht, die jeden Tag die eigenen Produkte nutzen, erfährt man, wie die aktuelle Stimmung ist, woran es hakt und wie der Arbeitsalltag von den Mitarbeitern aussieht, die täglich mit den Kunden zu tun haben.
Diese Erfahrung hat er Jahre später auch beim Start-up-Unternehmen seiner Tochter gelebt, als er einen Tag im Kundenservice ausgeholfen hat.
Xbox-Chefin Asha Sharma beherzigt diese Lektion jetzt offenbar ebenfalls. Wie das Wall Street Journal berichtet, verbringt Sharma jeden Monat ein paar Stunden damit, Support-Anfragen von Kunden zu beantworten, um besser zu verstehen, was die Spieler derzeit bewegt und wo potenzielle Frustpunkte liegen.
Auf die Art habe sie bereits gelernt, wie komplex es sein kann, die Probleme eines einzelnen Spielers zu lösen. Das dürfte eine besonders wertvolle Erfahrung sein, da Asha Sharma keinen Gaming-Hintergrund hat, sondern aus der KI-Sparte von Microsoft kommt.
Neuer Fokus, der schmerzt
Welche Strategie verfolgt die neue Chefin für Xbox? Man kann auf jeden Fall festhalten, dass sich seit Asha Sharmas Berufung als CEO von Xbox viel im Gaming-Bereich von Microsoft tut. Der Fokus liegt jetzt deutlich weniger auf dem Game Pass und deutlich mehr auf der Stärkung der Xbox-Marke, den Xbox-Konsolen und den eigenen First-Party-Spielen.
Ganz frisch hatten wir beispielsweise darüber berichtet, dass im kommenden Jahr Tag-1-Releases von Xbox-Games nicht mehr im Game Pass landen könnten, es dafür aber eine erneute Preis-Anpassung für den Abo-Service geben könnte. Asha Sharma hat zudem die Möglichkeit angestoßen, physische Xbox-Spiele in Zukunft leicht digitalisieren zu können.
Aber natürlich stehen auch die jüngsten Massenentlassungen und Studio-Abstoßungen bei Xbox in direkter Verbindung mit der neuen Xbox-Chefin. Teils wirken die Streichungen dabei völlig willkürlich und wenig nachvollziehbar, etwa mit Blick auf id Software, die über viele Jahre hinweg mit einem vergleichsweise kleinen Team mehrere gefeierte, technisch beeindruckende und finanziell erfolgreiche AAA-Shooter abliefern konnten.
Wie bewertet ihr bisher die Arbeit von Asha Sharma? Wünscht ihr euch Phil Spencer zurück oder glaubt ihr, dass die bisherigen Maßnahmen richtig und wichtig für Xbox sind? Verratet es uns gern in den Kommentaren! Besonders gut schlägt sich im Gaming-Bereich von Microsoft übrigens ein sehr bekanntes Studio: Blizzard ist das Beste, was Xbox noch hat – Es gibt Lob von der Chefin
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Kommentare
Nein, so charismatisch und teilweise enthusiastisch Phil auch wirkte, die Xbox Sparte hatte er aus meiner Sicht nie wirklich vorangebracht. Im Grunde genommen hatte er nur das Chaos um Don Mattrick‘s Xbox One Ankündigung aufgeräumt, der Marke selbst aber nie besondere Impulse versetzen können – trotz all der Studiokäufe, trotz der Mrd. die versenkt wurden und trotz der Hoffnung, bei den Spielern, das viele neue IPs das Gaming bereichern würden. Am Ende des Tages blieb nur wieder nur bei Halo, Gears und Forza Horizon, Marken, die teilweise schon ewig existieren. Die beste Zeit hatte man mit Peter Moore, der zusammen mit Cliff und seinem Gears die Xbox Marke auf ein neues Level hob.
Bei Asha weiss ich aktuell wirklich nicht, was ich erwarten kann. Seit der damaligen, exzessiven Erhöhung des Gamepass spiele ich nicht mehr auf der Series X, sie verstaubt im Keller. Mit der überraschenden Übernahme von Kojima hat sie bei mir aber einen Punkt, auch das sie immer wieder im Support arbeitet, finde ich sehr positiv. Grundsätzlich hatte ich zwar mit der Xbox abgeschlossen, nachdem nun aber doch einiges ganz gut läuft und die beiden Excel Tabellen-Corpo Hulst und Nishino mit Playstation ihre wahre gierige Fratze offenbarten, ich deshalb Playstation seit 2 1/2 Monate boykottiere und auch solange boykottieren werden wie sie deren CEOs sind, mausert sich Xbox immer mehr zu einer ernsthaften Alternative.