Der König der Isekai-Anime ist zurück, hatte gerade seine beste Episode

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Isekai-Anime gibt es viele. Doch der König dieses Genres ist zurück und dominiert gnadenlos mit den neusten Episoden.

Isekai-Anime gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Von Serien wie „Sword Art Online“ über gelungene Parodien wie „The Eminence in Shadow“ bis hin zu komplett absurden Titeln wie „Nach meiner Wiedergeburt als Automat durchstreife ich nun den Dungeon“ gibt es im Grunde nichts, was das Genre noch nicht erzählt hat.

Doch eine Serie gilt dabei häufig als „der König der Isekai“. In der inzwischen 4. Staffel beweist die Serie, warum sie diesen Titel trägt – und hat mal eben eine der besten Anime-Episoden aller Zeiten abgeliefert.

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Für den Anime Re:Zero startet bald Staffel 4

Um welche Serie geht es? Die Rede ist von „Re:Zero – Starting Life in Another World –“. Wie so viele Isekai beginnt auch dieser Anime damit, dass der Protagonist Subaru recht unverhofft in einer mittelalterlich anmutenden Fantasy-Welt zu sich kommt und sich zurechtfinden muss. Im Gegensatz zu seinen Genre-Kollegen ist er dabei aber nicht mit gigantischer Stärke gesegnet – bis auf einer:

Subaru kann nicht wirklich sterben. Wenn er stirbt, dann „resettet“ er und wird auf einen vorherigen Zeitpunkt zurückgesetzt. Das betrifft allerdings nicht nur ihn, sondern auch die ganze Welt.

Das düstere an dieser Serie sind die psychologischen Implikationen, die damit einher gehen:

  • Subaru erinnert sich an alles. Er erinnert sich an jeden seiner Tode und die Höllenqualen, die er dabei durchlitten hat. Das nagt mehr und mehr an seiner Psyche.
  • Jedes Mal, wenn Subaru stirbt, vergessen alle anderen Charaktere, was geschehen ist. Sämtliche Beziehungen, die Subaru zwischen dem Zeitpunkt seiner Wiedergeburt und seinem Tod aufgebaut hat, sind wieder bei Null. Alle Erinnerungen an ihn sind damit auch verloren.

Hinzu kommt, dass Subaru nicht weiß, wo genau sein „Rücksetzpunkt“ ist und wann dieser aktualisiert wird. So kommt es mehrfach vor, dass befreundete Charaktere ein finsteres Schicksal erlitten haben und er nicht mehr in der Lage ist, das zu ändern.

Die düsterste Folge, die Re:ZERO bisher hatte

Welche Folge bricht Rekorde? Es geht um die Episode 8 aus Staffel 4, also einer der neusten Episoden, sie trägt den Namen „Wer bist du?“ („Omae wa Dare da“). Nach aktuellem Stand steht die Episode bei einer unfassbaren Bewertung von 9,9 / 10 Sternen auf IMDb und das bei über 22.000 Bewertungen. Damit ist das nicht nur eine der am besten bewerteten Anime-Episoden aller Zeiten, sondern eines der am besten bewerteten Stücke von fiktionalen Inhalten überhaupt.

Auch die darauffolgende Episode 9 liegt wenige Stunden nach Release bereits bei 9,8 / 10 Sternen bei über 15.000 Bewertungen.

Damit ist schon jetzt klar: Mit der aktuellen, vierten Staffel bricht Re:ZERO die eigenen Rekorde und zementiert seine Rolle in der Bedeutung des Isekai-Genres.

ReZero Bewertungen Season4
Die letzten Episode haben alle traumhafte Bewertungen auf IMDb bekommen. (Bildquelle: IMDb)

Was passiert in der Episode? In Staffel 4 Episode 8 erwacht Subaru im Genesungsraum des Turmes, in dem sich seine Gefährten befinden. Doch etwas hat sich verändert: Subaru erinnert sich nicht mehr an seine Freundschaften. Er hat alle Erinnerungen seit seiner Ankunft in dieser Welt verloren.

Für viele seiner Gefährten ist das verheerend. Subaru war ein Pfeiler dieser Gruppe und für viele das Verbindungsstück, das die Gruppe zusammenhielt. Charaktere wie Julius und Ram gibt es im Grunde nur noch, weil Subaru der einzige ist, der Erinnerungen an sie hatte – und diese sind jetzt auch verschwunden.

Subaru selbst versucht verzweifelt, die Regeln dieser Welt zu begreifen und leidet darunter, dass alle in ihm offenbar einen guten Freund sehen, auf den man sich verlassen konnte.

Bis er von der Treppe geschubst wird und ein zweites Mal erwacht.

Noch von den Nachwirkungen und dem Schmerz seines Todes überwältigt, versucht er zu begreifen, was eigentlich vorgefallen ist. Er verfällt in Panik und stirbt ein zweites Mal in einer der düstersten Szenen, die jemals in Re:Zero gezeigt wurden. Der Fall den Turm hinab, bei dem Subaru immer wieder an den Wänden und den Treppen aufschlägt, während er zugleich daran zweifelt, wer er eigentlich ist, dürfte eine der finstersten Szenen sein, die in der Serie je gezeigt wurden.

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Die Verzweiflung kann man ganz leicht fühlen. Aber nur minimal.

Das sind die Bewertungen: Schaut man sich auf IMDb um, hat die Folge viele offenbar sprachlos gelassen. Einige der Rezensionen:

  • „Ich finde keinen angemessenen Weg, um diese Episode zu beschreiben. Das einzige, was dem nahekommt, ist reiner Wahnsinn. Das ist eine der besten Episoden von Re:ZERO seit langer Zeit. Die Episode war brutal, schockierend und voller Wahnsinn. Ich habe noch nie so sehr mit Subaru gelitten wie hier. Emilia, Beatrice und Julius haben auch viele Emotionen beigetragen. Das Ende war einfach nur traurig. Ich kann nicht noch mehr zu dieser Episode sagen. Schaut sie selbst und erlebt den Höhepunkt von dunkler Fiktion.“ – N1nE
  • „Diese Episode hat mich zerstört. Die Szene mit dem Treppenhaus war irre – jeder Einschlag, jeder gebrochene Knochen und er hat keine Ahnung, warum ihm das passiert. Keine Erinnerungen, kein Kontext, einfach nur reiner Schrecken. White Fox hat hier echt alles in die Animationen gesteckt. Subaru dabei zuzusehen, wie er seine „Rückkehr durch Tod“ ganz alleine erforschen muss, in der Finsternis mit niemandem, dem er trauen kann. Das ist das intensivste Story-Telling, das die Serie je gebracht hat.“ – I_Am_Innato
  • „Worte können nicht beschreiben, wie überragend diese Episode war. Alles von der Animation, über den Soundtrack bis hin zum Voiceacting und der Geschwindigkeit fühlten sich absolut perfekt an. Jede Szene trifft dich emotional hart und das Ende hat mich sprachlos gelassen. Das ist mit Leichtigkeit eine der besten Episoden, die ich in langer Zeit gesehen habe und ich glaube nicht, dass ich sie so schnell vergessen werde.“ – karen_a07

Cortyn meint: Für mich ist Re:Zero dieser eine Isekai, der aus dem Einheitsbrei raussticht. Auch wenn Subaru auf den ersten, oberflächlichen Blick viele der typischen Isekai-Vorteile genießt – immerhin ist er „übermächtig“, da er nie wirklich sterben kann, hat Re:ZERO doch eine Düsternis und Grausamkeit an sich, die ich in anderen Anime vermisse. Dem Autor ist es gelungen, dass sich diese vermeintliche „OP-Fähigkeit“ nicht danach anfühlt.

Kein anderer Anime hat es bisher geschafft, dass sich Konsequenzen so verheerend und schrecklich anfühlen können. Obwohl man bei jedem Tod im Hinterkopf hat „dass das gleich eh zurückgesetzt wird“, erschafft Re:ZERO ein Gefühl von Beklemmung, bei dem man regelmäßig denkt: Mit diesem Isekai-Protagonisten würde ich für kein Geld der Welt tauschen wollen.

Allerdings – und das muss sehr deutlich gesagt werden – ist Re:ZERO ein Anime, den ihr nicht mit Kindern schauen solltet. Die Gewaltdarstellungen sowohl im körperlichen als auch psychischer Natur sind ziemlich grausam und tragen dazu bei, dass die Serie auch gerne mal ein wenig in Horror oder Psycho-Thriller abdriftet.
Falls ihr Bock auf noch mehr Isekai habt, haben wir euch die 5 Isekai-Anime vorgestellt, die jeder Fan gesehen haben muss.

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