Für MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes sehen Krimis meist aus wie die perfekten Filme für Boomer, aber Hugh Jackman und eine Gruppe von Schafen konnten ihn in einem neuen Film auf Prime Video trotzdem begeistern.
Klassische Krimis sind eigentlich kein Genre, das mich stark tangiert, weder visuell noch narrativ. Glennkill: Der Schafskrimi ist auf den ersten Blick keine Ausnahme. Ein idyllisches Dorf mit schöner Landschaft wird erschüttert, nachdem der Schäfer George, gespielt von Hugh Jackman, stirbt und plötzlich noch eine Erbin auftaucht.
Das klingt wie etwas, was meine Oma schauen würde, aber ein Gimmick hat mich dann trotzdem zum Schauen animiert: Die Schafe von George wollen den Fall lösen, können miteinander reden und müssen dem Polizisten irgendwie helfen.
Und was soll ich sagen: Ich habe jede Minute von Glennkill: Der Schafskrimi genossen, obwohl der eigentliche Fall gar nicht mal so gut ist.
Den Trailer könnt ihr hier sehen:
Seicht, aber unglaublich sympathisch
In der Krimikomödie selbst sagt George, der seinen Schafen täglich Krimis vorgelesen hat, dass diese Fälle immer bestimmten Regeln folgen, und das spiegelt sich auch im Fall des Films wieder. Der ist nicht besonders clever oder spannend, aber das war mir recht früh egal.
Die wahren Stars im Film sind die Schafe, die dem dusseligen Polizisten, gespielt von Nicholas Braun, irgendwie helfen müssen, den Mordfall zu lösen. Daraus entstehen dann verschiedene Slapstick-Situationen, die dem Film eine schöne Leichtfüßigkeit geben, die im Kino bzw. auf der eigenen Couch eine heimelige Atmosphäre erzeugen. Man fühlt sich wie in eine Decke eingekuschelt.
Die Schafe sind im Film in einer interessanten Situation, weil sie zum einen den Mord lösen müssen, aber nicht einfach mit Menschen kommunizieren können. Andererseits müssen sie eine Welt abseits ihrer idyllischen Wiese kennenlernen – und das macht einfach Spaß und funktioniert so gut, weil der Fall selbst sehr seicht ist.
Hinzu kommt noch ein weiteres Thema innerhalb der Schafsherde, das sich mit Ausgrenzung und Verdrängung beschäftigt. Dabei schafft es der Film sogar, emotionale Momente zu erzeugen, die die gemütliche Atmosphäre noch einmal schön abrunden.
All das wird durch die Darsteller hervorgehoben.
Man spürt den Spaß auch bei den Darstellern
Ich habe den Film auf Deutsch geschaut und muss vor allem Anke Engelke (Stimme von Schaf Lily) und Bastian Pastewka (Stimme von Schaf Mopple) loben. Die beiden verpassen den Schafen die aus dem Film sprießende Leichtigkeit und erzeugen eine schöne Chemie, allein mit ihren Stimmen.
Aber auch die Darsteller hatten sichtlich Spaß. Insbesondere Hugh Jackman (George), Nicholas Galitzine (Elliot) und Emma Thompson haben mir viel Freude bereitet. Hugh Jackman gucke ich auch einfach gerne zu, vor allem, wenn er mal nicht nur den harten Kerl wie in Wolverine spielen darf.
Glennkill: Ein Schafskrimi weiß genau, wo seine Stärken liegen, und schafft es in seinen 110 Minuten, ein leichtes, kurzweiliges und vor allem spaßiges Erlebnis zu erzählen. Und ganz ehrlich: Ich glaube, wirklich jeder kann den Film genießen. Vor allem mit einem Partner oder Freunden ist Glennkill: Ein Schafskrimi ein toller Krimi, der eben nicht nur für Boomer geeignet ist.
Aktuell könnt ihr euch Glennkill: Ein Schafskrimi auf Amazon Prime Video anschauen. Habt ihr den Film gesehen und welche Krimis könnt ihr mir noch empfehlen? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Auch auf Netflix gibt es 2026 einige Tipps, die man sich anschauen sollte: 21 Millionen Views in einer Woche: Eine neue Action-Serie dominiert zurecht die Netflix-Charts
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