Nach Aion 2 könnten mir die Kämpfe in FFXIV zu langweilig werden – Weil ich nicht selber ausweichen muss

Aion 2 Kampfsystem gefällt Titelbild

MeinMMO-Redakteurin Sophia Weiß hat gerade zwei Stunden in den Stresstest von Aion 2 gesteckt. Dabei begeistert sie das Kampfsystem so richtig, obwohl sie als FFXIV-Veteranin damit überhaupt nicht gerechnet hat.

Ich habe gerade zwei Stunden in den Stresstest stecken können, bevor ich meinen ersten Eindruck für euch zu digitalem Papier gebracht habe und dann direkt auf eine Feier sausen musste. Der zweite Stresstest startet heute Nacht um 21 Uhr, dann bin ich noch einmal am Start und natürlich kann sich meine Meinung dann noch einmal ändern, aber:

Das Kampfsystem von Aion 2 hat es mir richtig angetan.

Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet: Ich bin hauptsächlich in Final Fantasy XIV aktiv, in dem es zwar sehr anspruchsvolle Kämpfe gibt, die ich aber mit einem vergleichsweise langsamen Tab-Targeting-System bestreite. Das ist per se nicht schlecht. Aber der Aion-2-Mix aus Tab-Targeting und Action-Combat hat bei mir gestern richtig Endorphine ausgeschüttet.

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Action-Combat in meinem MMORPG? Wild!

Bisher dachte ich immer, dass Action-Combat in einem MMORPG einfach zu anstrengend ist. Wenn ich auf Final Fantasy XIV schaue, fallen mir direkt ein paar Punkte ein, warum das eine dumme Idee ist.

  • Zum Beispiel müsste ich dann, während ich eigentlich gerade auf Mechaniken schaue, auch darauf achten, neben den Flächenangriffen auch direkten Hits auszuweichen.
  • Ich müsste für möglichst viel Schaden immer meine Standardangriffe spammen.
  • Vergesse ich auszuweichen, bin ich sofort tot.

Aber ganz so war es dann gestern mit meinem Gladiator doch nicht und das fasziniert mich.

Tatsächlich lief es nämlich richtig gut: Auf der linken Maustaste liegt mein leichter Angriff, auf der rechten der schwere. Das fühlt sich für mich schon nach den Speerangriffen in Horizon Forbidden West an, die eben auch richtig Wumms haben können.

Meine besonderen Attacken, die auf meinen Keybinds liegen, webe ich dann einfach flüssig zwischen meine Standardangriffe ein. Immer feste mit der Maus klicken und sobald der Cooldown durch ist, nen fetten Angriff nachlegen. Boom – das macht richtig Bock!

Natürlich steht auch Ausweichen auf dem Plan, aber das lässt sich so schnell und aus dem Effeff einarbeiten, dass es mich bisher noch nicht wirklich gefordert hat. Gut, ich bin auch noch in sehr niedrigstufigen Gebieten.

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Insgesamt bin ich aber im gesamten Kampf durchgehend konzentriert und engagiert. Da kommen bei mir richtig Endorphine auf, wenn ich einen Boss gelegt habe. Vermutlich hilft es auch, dass meine Attacken ordentlich Power zu haben scheinen: Gegner geraten dadurch ins Taumeln und ich erlange das Gefühl, ich kann gegnerische Schwächen erzeugen und ausnutzen.

Auch in Final Fantasy XIV fühle ich mich mächtig. Dafür muss ich dann aber in die Endgame-Inhalte gehen. Hier wird der Adrenalin-Rausch dann vorrangig vom korrekten Ausführen von Mechaniken und der perfekten Rotation für möglichst viel Schaden angeheizt.

Ich bleibe meist in der Vogelperspektive, um den Überblick zu behalten. Meine Attacken haben auch nicht den Wumms, den sie in Aion 2 haben. Um Gegner taumeln zu lassen, muss ich sogar eine entsprechende Fähigkeit haben. Dann taumelt der Gegner aber auch nicht wirklich, sondern hat „nur“ einen beeinträchtigenden Status.

Final Fantasy XIV dreht sich insgesamt sehr um Strategie, das korrekte Zusammenspiel und das Abfeuern meiner Rotation. In Aion 2 fühle ich mich hingegen schon mächtig, wenn ich auf niedrigem Level meinen Zweihänder schwinge. Und das ist richtig geil: Großes Schwert mach Aua, hehehehe.

Noch wichtig: Mir ist absolut bewusst, dass sich ein 13 Jahre altes MMORPG mit einem hochmodernen Action-Online-RPG nur bedingt vergleichen lässt. Ich habe aber das Gefühl, ich bin aus meinem 13 Jahre alten Ford ausgestiegen und habe eine Probefahrt mit einem neuen Ferrari gemacht. Letztere Erfahrung nimmt mich einfach nochmal anders mit.

Vermutlich werden die Kämpfe in Aion 2 natürlich noch einmal eine ganze Spur anspruchsvoller. Das erwarte ich auch. Einfaches Draufballern und pünktliches Ausweichen darf nicht das Ende des Schwierigkeitsgrades sein. Vielleicht ist es mir also im Endgame dann doch zu wuselig. Aber fürs Erste? Gott, hab’ ich einen Spaß! Wer übrigens gestern auch viel Freude hatte, das war unser MMORPG-Experte Karsten. Der hat den Start der WoW-Forever-Beta getickert und der hatte es in sich.

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