RAM wird teurer – und das trifft nicht zuletzt auch Gaming-Laptops. Doch statt günstigere Teile zu verbauen oder die Specs zu kürzen, geht HP einen noch unerprobten Weg und möchte Hardware nun im Abo vermieten.
Welche Strategie verfolgt HP? HP hat in den USA bereits damit begonnen, bestimmte Laptops nicht mehr nur klassisch zu verkaufen, sondern sie auch im Mietmodell anzubieten. Statt den vollen Kaufpreis zu zahlen, können Kundinnen und Kunden also monatliche Raten zahlen und das Gerät zeitlich begrenzt nutzen.
Hintergrund sind unter anderem steigende Kosten bei Komponenten wie Arbeitsspeicher. Zuletzt hatte sogar Studio TT Games die Systemanforderungen für das neueste LEGO-Spiel gesenkt. Damit reagierte der Entwickler auf die schwierige Situation am Hardware-Markt.
Speicherbausteine für DRAM wie DDR5- und DDR4-Arbeitsspeichermodule sowie Grafikspeicher bewegen sich im Moment aufgrund der globalen Speicherkrise auf einem Rekordhoch. Wenn Speicherpreise also derart anziehen wie zuletzt, verteuert das die Geräte spürbar.
Anstatt nun günstigere RAM-Zulieferer zu wählen, die Ausstattung zu reduzieren oder die Preise nochmal drastisch zu erhöhen, setzt HP auf ein neues Abo-Modell für die hauseigene Omen-Gaming-Hardware (via Wccftech).
Der Handyvertrag für Gaming-Notebooks
Wie funktioniert das Abo? Nutzer zahlen eine monatliche Gebühr für ihren gemieteten Laptop – ähnlich wie bei einem Smartphone-Vertrag. Für manche Spieler könnte das Modell attraktiv wirken. Die Einstiegshürde sinkt, weil nicht sofort mehrere Tausend Euro fällig werden.
Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Am Ende gehört euch das Gerät in der Regel nicht. Als Gegenleistung bekommen Abonnenten ein aktuelles Notebook der OMEN- oder Victus-Reihe, einen 24/7-Support sowie – als zentrales Verkaufsargument – die Option, das Gerät jährlich durch ein neues Modell zu ersetzen (via Omen & GamestarTech).

Langfristig kann ein Mietmodell dabei teurer werden als ein Kauf. Außerdem verlieren Spieler ein Stück Kontrolle über eigenständige Upgrades. Im Business-Bereich ist die Idee dahinter, also „Hardware as a Service“, längst etabliert, im privaten Sektor noch nicht.
Wie lauten die Vertragskonditionen? Neben den hohen monatlichen Kosten des Abo-Modells sind auch die Konditionen nicht ohne (HP). Wer das Abo nach Ablauf der Testphase vorzeitig kündigen möchte, zahlt den vollen Betrag in Form einer ausgleichenden Kündigungsgebühr. Diese kann dabei auch den Neupreis des jeweiligen Modells übersteigen.
Und selbst nach Bezahlung einer Ausgleichsgebühr sind die Nutzer dazu verpflichtet, das Gerät zurückzuschicken (PCGamer).
Bisher wurde das Modell ausschließlich in den USA gelauncht. Ob und wann HP das Modell nach Europa bringt, ist derzeit unklar.
Steigende RAM-Preise sind nur ein Symptom eines angespannten Marktes. Hersteller reagieren mit neuen Modellen – nicht immer zur Freude der Spieler. Wie weit das Ganze geht, wird auch anhand der Strategien gegen Betrüger deutlich: RAM-Diebe und Betrüger sind so dreist geworden, dass ein Hersteller jetzt auf einen neuen Trick setzt, um euch zu schützen
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Die ersten zwei Modelle sind schonmal nicht die Lösung. Die andern zu Teuer selbst für den US Amerikaner.
Aber, die Idee ist nicht neu nur versucht man jetzt noch die “Not” auszunutzen wie man an der Überschrift merkt. Klare Abzocke. Ich hab nichts mehr direkt von HP und jetzt bleibt das auch schonmal so.
Das ist eine Super Idee, dann kann man sich den Laptop holen und muss keine Kredite aufnehmen, Schulden machen. Dinge die man besitzt, besitzen einen auch, also lieber minimalistisch leben😉
Schulden sind immer schlecht
Ich bete inständig, dass ihre Aussage Sarkasmus war und ich ihn lediglich nicht sehe… Sollten sie das ernst meinen habe ich die Befürchtung, dass sie sogar auf die simplen online Abzocke reinfallen würden… Das wäre in etwa die Naivität, dies hier gut zu heißen 😅
Du bist das Musterbeispiel für “sie werden nichts besitzen, und sie werden glücklich sein”. Der perfekte NPC
Keine Ahnung was die beiden anderen Kommentatoren haben, ich finde deinen Kommentar super! 😀
Dieses Abo-Zeug ist Abzocke. Punkt.
Das ist kein „Service“, das ist Kunden melken auf Monatsbasis. Du zahlst und zahlst und zahlst – und am Ende gehört dir: nix. Kein Eigentum, kein Restwert, gar nichts. Dafür schön Abhängigkeit, schön „ja kündigen geht schon… irgendwie“. Klar. Und am Ende stehst du trotzdem mit nix da.
Was kostet der Spaß realistisch?
Du kaufst Hardware für 2.500 € und nach 8 Jahren kannst du die – je nach Zustand und Leistung – immer noch für ein paar Hundert Euro verkaufen.
Was kostet ein Abo für vergleichbare Hardware? Sagen wir 100 € im Monat. Nach zwei Jahren sind das 24 × 100 € = 2.400 €. Also quasi einmal kaufen – nur ohne Besitz. Und danach zahlst du einfach weiter.
Und jetzt kommt der Teil, der richtig fies ist: Abhängigkeit + Verpflichtungen.
Ein Abo ist nicht „flexibel“, es ist in der Praxis oft eine Vertragsbindung: Mindestlaufzeit, Kündigungsfristen, Bedingungen, ggf. Gebühren/Stress, wenn du raus willst oder wenn was schiefgeht. Das Ding wird zur Fixkosten-Falle. Und Fixkosten sind das, was dich auffrisst, wenn’s mal eng wird.
Gerade für Leute mit wenig Einkommen ist das gefährlich:
Wenn am Monatsende sowieso schon „auf Kante“ ist, dann sind 50–100 € extra nicht „nur ein Abo“, sondern eine dauerhafte Verpflichtung. Jobwechsel, Krankheit, unerwartete Rechnung – und zack: du hängst in Zahlungsverzug, Mahnungen, zusätzlicher Druck. Kaufen kannst du notfalls verschieben. Ein Abo läuft weiter und will sein Geld – jeden Monat.
Und ganz ehrlich: Wer sowas abschließt, denkt kurzfristig. Und ja: dumm.
Sorry, aber das ist dumm, weil man damit genau diese Modelle füttert – und am Ende wird’s für alle normal, dass man für alles ein Abo abdrückt: Laptop, Auto, Kaffeemaschine … demnächst wahrscheinlich noch „Abo fürs Atmen“.
Von mir aus sollen die Firmen das machen. Dann bin ich raus.
Ich kaufe von solchen Unternehmen gar nichts mehr. Nada. Nix. Keinen Cent.
Und wenn genug Leute nicht mehr mitspielen, dann „verrecken“ diese Modelle auch – im Unternehmens-Sinn: Umsatz weg, Markt weg, pleite. Muahaha.
Enteignung aufgrund von Ressourcenproblemen der modernen Art.
Kranke Gesellschaft
Ganz klar: nein! Die Hersteller wollen ja, das künftig dir nichts mehr gehört. Du solltest mieten! Und da sage ich und jeder der Hirn hat: nein! Punkt.
Denn die Verteuerung ist a) künstlich herbei geführt b) spielt es in die Pläne von den Herstellern dass man künftig kein Eigentum mehr hat. Du bist dann nur noch Besitzer. Völliger Unsinn. Entweder du kaufst dir die Hardware (dein Eigentum und du bist Besitzer) oder lass es! Diese Entwicklung gefällt mir überhaupt auch. Denn langfristig wollen die ja auch dass du keinen PC mehr daheim hast sondern nur diesen Stream Kack nutzen sollst. Auch hier: nein!
So lange man das durchgehen lässt, dass man hier völlig willkürlich die Preise hochtrieben kann wie man will, sollte man mit dem Leben was man noch im PC hat. Diese Hochpreise sollte man nie mit machen oder akzeptieren! Auch diese verdammten “Abo” Modelle – totaler Irrsinn. Bei Netflix und co hinnehmbar aber bei Hardware? Hallo?
Also mein Rat: kauft erstmal keine Hardware, wenn es nicht unbedingt sein muss. Und wenn, schaut nach gebraucht Hardware oder kauft von Freunden. Finger weg von diesem Abo Müll !!!
Kann es sein, dass sich da der Fehlerteufel eingeschlichen hat? Kein Eigentum aber man ist nur noch Besitzer? […]spielt es in die Pläne von den Herstellern dass man künftig kein Eigentum mehr hat. Du bist dann nur noch Besitzer. ]
Ist doch richtig? Juristisch gesehen ist es ein Unterschied ob man etwas besitzt oder ob man der Eigentümer ist.
Ja, jurisitisch mag es stimmen, aber es klingt beim Lesen in dem Kontext wie ein Widerspruch bzw missverständlich, daher meine Nachfrage. Ich hätte es evt eher formuliert als “kein Eigentum mehr, man ist nur noch Nutzer”. War auch nicht böse gemeint, war nur eine Rückfrage für mein Verständnis 🙂
Das kommt schwer auf die Preise an.
Aber rechnen wir mal durch für das 79 Dollar Modell.
Ich hab das gleiche Modell mal gesucht und für ca. 1800 Dollar durchschnittlich gefunden.
Dh wenn ich das Gerät ein Jahr miete habe ich bei 12×79=948 Dollar ausgegeben also mehr als die Hälfte des Gerätes. Mit dem Wissen, dass Nvidia 2026 keine neuen Grafikkarten auf den Markt bringt und Mobile chips immer ein wenig länger brauchen wird die Person auch nach einem Jahr zwar einen neuen Laptop bekommen der aber kaum schneller sein wird als dieses Modell.
Je nachdem wie sich sie Chipsituation entwickelt wird dieser Laptop noch eine ganze Weile im oberen bereich performen können.
Das wiederum bedeutet der Wiederverkaufswert ist bei entsprechender Pflege ziemlich hoch.
Dh egal wie ichs rechne ich komme selbst bei einem finanzierungsmodell mit Zinsen am Ende besser weg wenn ich den Laptop nach Ablauf wieder verkaufe als ihn zu mieten.
Und wenn ich ihn länger als 2 Jahre nutze komme ich sowieso am Ende günstiger weg.
Ganz klar nein! Dieser Abo Müll ist eine ganz schlechte Idee.