Eine Prognose besagt, dass der Austausch der Batterie eines Elektroautos bald günstiger sein wird als die Reparatur eines Verbrenners

Eine Prognose besagt, dass der Austausch der Batterie eines Elektroautos bald günstiger sein wird als die Reparatur eines Verbrenners

Ein Bericht des US-Datenunternehmens Recurrent aus 2024 zeigt: Der Austausch einer E-Auto-Batterie könnte bald so günstig sein, dass er weniger kostet als viele Motorreparaturen bei Verbrennern.

Was war bisher das Problem mit der Batterie? Die Batterie ist das Herzstück eines Elektroautos – und gleichzeitig seine teuerste Komponente. Fällt sie aus, ist der finanzielle Schaden oft enorm. In vielen Fällen rechnete sich ein Austausch nicht mehr. Ein Argument, dass bisweilen auch ausschlaggebend für Verbrenner sein konnte, denn diese lassen sich in der Regel reparieren.

Doch genau dieses Problem von modernen E-Autos könnte sich laut neuen Prognosen bald erübrigt haben, wie erstmals Recurrent 2024 berechnete. Die Grundlage dafür sind Preisprognosen von Goldman Sachs, die bereits 2024 einen Rückgang der Batteriepreise um bis zu 50 % bis 2030 vorhersagten.

Wie entwickeln sich die Preise für Batterien? Generell hält das Daten- und Analyseunternehmen den notwendigen Austausch von Batterien für eine Seltenheit. Laut Goldman Sachs könnte der Austausch eines großen 100-kWh-Akkus künftig bei rund 4.500 bis 5.000 US-Dollar (ca. 3.800 bis 4.200 Euro) liegen, ein 75-kWh-Akku bei etwa 3.375 Dollar (rund 2.800 Euro). (Quelle: u. a. Motorpasion). 

Grafik: Goldman-Sachs

Bei Verbrennungsmotoren können größere Reparaturen je nach Marke und Schadensumfang schnell 4.000 bis 5.000 Euro kosten – manchmal sogar mehr. Eine größere Fahrzeugbatterie läge bei Eintritt der Prognosen bis 2030 hingegen bei etwa 3.200 bis 4.800 Euro, zuzüglich der Kosten für den Einbau (Híbridos y Eléctricos).

Stand heute sieht das jedoch noch anders aus. In einem Interview der EconomicTimes mit KFZ-Ingenieuren war im Extremfall von Austauschkosten von bis zu 60 % des Fahrzeugwerts die Rede.

Dabei kam die Zwangsläufigkeit eines Austauschs Zusprache. Denn genau wie bei Smartphones verschlechtere sich eine Fahrzeugbatterie über die Jahre, genauso wie die Ladezyklen.

Alles Annahmen

Wie sind die Prognosen zu verstehen? Wie Branchenmedium hibridos y electricos einordnet, berücksichtigen diese Schätzungen keine Arbeitskosten, da diese je nach Land sowie nach Marke und Modell deutlich schwanken können.

Wie hoch die tatsächlichen Gesamtkosten ausfallen und ob sich diese Prognosen bewahrheiten, hängt von vielen Faktoren ab – etwa Nutzung, Klima, Garantien oder Fahrweise. Auch politische Vorgaben und Marktakzeptanz spielen eine Rolle. Sollte alles zusammenkommen, könnten E-Autos bis 2030 nicht nur effizienter, sondern auch günstiger in der Reparatur sein (via Híbridos y Eléctricos).

Sollten Batterien derart günstiger werden, stellt sich die nächste Frage: Wo kommen sie eigentlich her? Gerade Tesla und andere Hersteller stehen vor neuen Hürden – und überlegen, die Produktion zurück nach Europa zu holen: Die USA machen es Herstellern von E-Autos aktuell deutlich schwieriger. Tesla geht jetzt einen gewagten Schritt

Quelle(n): Titelbild via Unsplash, Green Car Reports
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Mininova

Was soll den so nen Käse?
Wenn ich nen Benziner vor der Wand setze und den Elektro nicht ist der Verbrenner auch teurer? 🙃

Also erstmal wäre es hilfreicher Elektroautos mal für sich sprechen zu lassen und nicht immer versuchen ein Verbrenner schlecht zu reden.
Denn eine Reperatur hab ich auch bei Elektroautos? Und da ist der verschleiß der Bremsen auch höher. Mein Diesel rennt seit ca. 400.000km und bisher keine Reperatur von über 1000€ gehabt. Wäre es ein Elektroauto hätte ich dort die Reperaturen auch gehabt (Bremsen, hier und da mal nen neuen Filter). Nur halt kein Akku für 5000€.

Ich bleib erstmal dabei das sich ein Elektroauto nur als Leasing oder Kleinwagen (Stadtauto) lohnt. Aber ein Kombi ist auch schon als Verbrenner sehr teuer geworden und als Elektro für mich als Privatperson nicht mehr tragbar.

Ich gönne trotzdem jeden seinen spaß mit so einem Vehikel. Aber vielleicht weniger aufzwingen und dann verkauft sich der Kram schon bald von selbst 😉

Egoblader

Ich glaub du hast dir das Ganze nicht komplett durchgelesen. Hier werden gängige Reperaturen von Verbrenner-Motoren mit dem Austausch von Akkus bei E-Autos verglichen und keine Unfallschäden.
Warum wird kein E-Motor mit dem Verbenner verglichen? Die E-Motoren gelten als sehr langlebig weil sie weniger bewegliche Teile haben und der Verschleiß der Akkus eher dem der Verbrennungsmotoren entspricht.

Was in dem Vergleich schlecht ausfällt: Man vergleicht bei Verbrennern mit der Arbeitskosten der Werkstatt und bei E-Autos ohne.
Ob sich das wirklich aus dem Aspekt aber lohnen sollte, bleibt abzuwarten.

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