Meine 5 Gaming-Regeln machen jedes Spiel besser, ohne sie fühlt sich alles falsch an 

Games gibt es heutzutage in den unterschiedlichsten Varianten und Formen. Viele Spieler haben dabei ungeschriebene Gesetze und Konventionen entwickelt, an die sie sich strikt halten. Unserem Tech-Autor Jan Hartmayer ist aufgefallen, dass er selbst seinen eigenen Regeln in Spielen folgt.

Als Hardware-Bastler und Spielenerd zocke ich viel und das seit Jahren. Damit hat sich bei mir eine gewisse Art und Weise entwickelt, wie ich Games angehe und was ich von ihnen erwarte. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich Games, vor allem RPGs, im ersten Durchlauf immer gleich zocke.

Vor wichtigen Passagen speichere ich häufig, oft auch mehrfach, nur um auf Nummer sicher zu gehen, dass ich eine falsche Entscheidung wieder rückgängig machen könnte. Aber ich weiß selbst, dass ich nur sehr selten solch einen Spielstand tatsächlich nutze. 

Diese Verhaltensregeln habe ich mir dabei nicht ausgesucht, sondern stückweise von anderen Vorbildern wie meinem großen Bruder übernommen oder selbst entwickelt. Die Entwicklung geschah ganz still, heimlich und ist mir erst durch Zufall aufgefallen. Denn ohne sie würde sich ein Durchlauf auch einfach nicht richtig anfühlen. 

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Palworld zeigt im Launch-Trailer die neuen Inhalte zu 1.0

Für das besteSpielerlebnis 

All diese Regeln und Vorgehensweisen haben eins gemeinsam. Mit ihnen will ich das Maximum aus einem Game rausholen und so wenig Content wie möglich verpassen. Folgende sind dabei die wichtigsten: 

  1. Erkunden, entdecken und finden. Egal ob Open World oder linearer Spielverlauf. Ich untersuche jede Ecke eines Spielabschnittes, bevor ich zum nächsten gehe, um jedes Geheimnis zu lüften und jeden Gegenstand aufzusammeln, denn die FOMO, einen Gegenstand zu verpassen, wäre sonst zu hoch. 
  1. Sofern möglich, erledige ich alle Feinde in meiner Umgebung, um die maximale Menge an Erfahrungspunkten abzugreifen, denn sonst könnte man ja für den nächsten Abschnitt unterlevelt sein. 
  1. Die Hauptquest ist der letzte Punkt auf meiner To-Do-Liste. Denn jeder weiß, wenn die Hauptgeschichte eines Spiels fortgesetzt wird, besteht die Chance, dass manche Nebenaufgaben nicht mehr verfügbar sind. Das kann ich als eingefleischter Min-Maxer einfach nicht zulassen. 
  1. Temporäre Buffs in Form von verbrauchbaren Gegenständen wie Tränken werden nur im absoluten Notfall benutzt. Denn diese wären ja dann weg, wenn man sie einmal benutzt. Wer weiß, vielleicht hätte ich sie später noch gebraucht, obwohl ich noch 57 weitere Exemplare im Inventar mit mir rumtrage. 
  1. Die wichtigsten Skills sind Schleichen, Schlösserknacken/Hacking und Taschendiebstahl. Denn durch sie öffnet sich so manche Tür und Schloss und schaltet alternative Wege und Questabschlüsse frei. Damit sind diese Skills, sofern sie verfügbar sind, essenziell für meinen Spieldurchlauf und müssen so bald wie möglich erlernt werden. Koste es, was es wolle. 

Außerdem liebe ich es in Singleplayer-Games, häufig zu speichern oder auch zu Save-Scummen. Denn nur so kann ich möglichst viel von der Spielwelt erleben. 

In meinem aktuellen Run des Gothic-2-Mods „Legend of Ahssûn“ horte ich zum Beispiel schon früh Geschwindigkeitstränke, obwohl diese mir etliche Minuten Laufweg erspart hätten. 

Ohne geht es nicht 

Nachdem ich herausgefunden habe, dass ich diese Regeln unbemerkt übernommen habe, wagte ich ein Experiment. Ein Spieldurchlauf, in dem ich Nebenquests und Min-Maxing ignoriere. 

Das Vorhaben hielt ungefähr 5 Minuten, bis ich einfach nicht anders konnte und wieder zu meiner gewohnten Spielweise zurückgekehrt bin. Es fühlte sich einfach falsch an, Spielinhalte zu „verpassen“ oder einen Charakterbuild zu bauen, der sich nicht jeden Vorteil unter den Nagel reißt. 

Damit habe ich gelernt, dass ich Spiele auf eine ganz spezielle Weise wahrnehme und genieße. Denn nichts bereitet mir mehr Freude, als in Spielwelten einzutauchen, so viele Informationen wie möglich aufzusaugen und mich in ihnen zu verlieren. Ebenso hat Kollege Dariusz die Tage herausgefunden, wie er am liebsten Palworld zockt: Ich spiele Palworld wie ein 4-Jähriger, das macht überraschend viel Spaß und rettet mir den 1.0-Release

Habt ihr auch ungeschriebene Regeln, die ihr befolgt? Wie spielt ihr eure Games und was bereitet euch am meisten Freude? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

Kommentare

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5 Kommentare
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Gummipuppe

Ich denke, das du dich durch diese abarbeitende Spielweise selbst limitierst, spreche hier aus Erfahrung, da ich viel zu oft selbst so vorgehe.

Bei Punkt 2 zBsp besteht die Gefahr, das du viel
zu schnell übermächtig wirst und der Rest des Spiels dadurch zu trivial, zu einfach und somit zu langweilig werden kann.

Punkt 3 sehe ich nicht als Empfehlung, würde ich selten genauso umsetzen – etliche Spiele, auch wenn die Map noch mit Nebenquest’s und abzuarbeitenden Punkt vollgepackt ist, machen das voranschreiten der Main-Quest oft erforderlich, da damit in vielen Fällen neue Fähigkeiten einhergehen, die die Spielerfahrung erweitern und neue Möglichkeiten bieten, manchmal versperrte Wege erst öffnen. Also wenn du dich wunderst, warum du nicht an einer Stelle nicht weiterkommst, spiele die Main-Quest.

Zuletzt bearbeitet vor 19 Tagen von Walez
Cortyn

Save Scumming klingt für mich immer wie die Unfähigkeit, nicht einmal in einem Spiel Konsequenzen des eigenen Handelns ertragen zu können. Für mich macht das Spiele immer eher “schlechter”, wenn man Save Scumming betreibt. Ich habs so geliebt bei Baldur’s Gate 3, dass wir das mit den Leuten, mit denen ich gespielt habe, nicht gemacht haben. Das hat alles viel emotionaler und interessanter gemacht.

Aber jeder wie er mag.

elorian53

Das kenne ich nur zu gut und mache es genauso. Mein innerer Monk ist überhaupt nicht zufrieden, wenn ich irgendeine Nebenquest nicht machen kann. Dann lade ich lieber nen alten Spielstand…

VonGestern

Temporäre Buffs in Form von verbrauchbaren Gegenständen wie Tränken werden nur im absoluten Notfall benutzt.

Hab ich früher auch so gehandhabt. Resultat: Spiel zuende, Taschen voller ungenutzter Sachen… wofür???
Inzwischen benutzte ich verbrauchbares, zeitnah nach Erhalt, oder ich verkaufe es.

Rest der Liste, ist für mich, auch eher zu starr. Kommt immer auf Zeit, Lust und Laune an, wie ich die Dinge handhabe. Da bin ich auch froh, mittlerweile KEINE Regeln mehr zu haben.

azraelkitan

Puh. Das klingt nicht nach spielen, sondern nach Arbeit. Nichts für mich 😉

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