MeinMMO-Redakteur Dariusz liebt schwierige Spiele, aber seine Einstellungen in Palworld wären selbst Ash Ketchum zu leicht – aber das macht ihm viel mehr Spaß als gedacht.
Als Palworld 2024 mit unglaublichen Zahlen seinen Rekord-Release feierte, habe ich das Survival-Game auf zwei verschiedenen Spielständen gespielt: auf einem solo mit hartem Grind, auf dem anderen im Koop mit Freunden.
Inzwischen ist es zwei Jahre her, dass ich das „Pokémon mit Knarren“ zuletzt spielte. Die Updates, die das Spiel zwischen Early Access-Start und 1.0-Release erhalten hat, habe ich ausgesetzt. Mit der Vollversion habe ich jetzt neu angefangen und spiele Palworld nun auf eine Weise, auf die ich noch nie ein Survival-Game gespielt habe:
Wie ein 4-Jähriger.
Aber nicht wie irgendein 4-Jähriger. Als ich MeinMMO-Kollege Karsten davon erzählte, wie ich aktuell Palworld spiele, musste er an seinen 4-jährigen Sohn denken. Der kleine Mann spielt das Spiel wohl genauso wie ich. Ob ich Palworld spiele wie er, oder er es spielt wie MeinMMOs-PvP-Schwitzer, überlasse ich euch – aber wir beide haben an der Spielweise Spaß, so viel ist sicher.
Kurzweiliger Spaß statt mühseliger Grind
Ich bin ehrlich: Der Hauptgrund, warum ich jetzt nochmal Palworld spiele, ist beruflich. Falls ich Guides oder andere Artikel schreibe, möchte ich auf dem neuen Wissensstand sein. Da kam mir der Gedanke, dass es sinnvoll sein könnte, möglichst schnell möglichst viel Fortschritt zu machen.
Also stellte ich die Schwierigkeit so weit runter, dass quasi keinerlei Grind oder Herausforderung besteht. Ich verursache erhöhten Schaden, bekomme für alles gottlos viel XP, farme endlos Ressourcen und feindliche Angriffe können mir nahezu gar nichts anhaben.
Eigentlich ist das absolut nicht meine Spielweise. Ich liebe Herausforderungen, spiele alle Story-Games auf den höchsten Schwierigkeitsgraden, grinde gerne und strecke meine Spielzeit, indem ich es mir selbst möglichst schwer mache. Und genau das mag ich auch an Survival-Games. Ich will leiden.
Mein Cozy-Palworld macht mir aber trotzdem überraschend viel Spaß. In 3 Tagen habe ich rund 22 Stunden gespielt – und in gewisser Weise trotzdem hart gegrindet. Inzwischen habe ich die meisten Bosse besiegt, die wichtigsten Konstruktionen gebaut, viele coole Pals gefangen und gehe mit großen Schritten auf das Ende des Spiels zu.
Palworld speedrunnen, um danach Spaß zu haben
In meinem Palworld leiden nur die Gegner. Ein Survival-Game kann man das nicht nennen. Es macht mir Spaß, gedankenlos durch die Map zu reisen, Pals wie am Fließband zu fangen (pun intended) und durchweg Fortschritt zu sehen, ohne dafür erst stundenlang farmen zu oder grinden zu müssen.
Trotzdem freue ich mich schon darauf, endlich mit der „Story“ von Palworld durch zu sein: Dann kann ich mich nämlich endlich dem widmen, was ich in Survival-Games am liebsten mache:
Eine richtig schöne, große Basis bauen.
Unter der Woche werde ich nach der Arbeit natürlich nicht so viel zocken können. Bis ich mit dem Spiel durch bin, dauert es also voraussichtlich noch ein paar Tage. Genau deshalb bin ich froh, mein Palworld-Erlebnis dieses Mal eher kurz zu halten. Das Bauen einer Basis und das dazugehörige Farmen aller Materialien sind immer meine Highlights in Survival-Spielen. Auf dem Weg dahin nehme ich dieses Mal halt eine große Abkürzung.
Hinzu kommt, dass ich neben Palworld noch viele andere Spiele zocken möchte. Erst vor ein paar Wochen habe ich in einem Artikel hier auf MeinMMO erklärt, dass ich aktuell x Shooter habe, die ich aktiv spielen will – Palworld gehörte nicht dazu. Für mich ist es ideal, dass ich nicht wochenlang nur Palworld spiele. Ich habe für kurze Zeit viel Spaß und kann dann das nächste Spiel angehen.
Für mich selbst habe ich mit dem Release von Palworld 1.0 eine besondere Erkenntnis gewonnen: Ein Spiel muss nicht immer eine Herausforderung sein.
Manchmal tut es gut, einfach gedankenlos zu daddeln. Und als Survival-Game ist Palworld auch perfekt dafür geeignet, es zukünftig nochmal zu spielen – so kann ich mir dann immer noch die Herausforderung abholen, die ich eigentlich so liebe.
Wie spielt ihr Palworld – mit normalen Settings, ultra-leicht oder so schwierig wie es geht? Schreibt es uns in die Kommentare!
Nach Palworld möchte ich dieses Jahr noch einige Survival-Games nachholen, die ich in den vergangenen Jahren ausgelassen habe. Falls ihr rätseln wollt, welche das sind: Sie befinden sich alle in diesem Artikel von MeinMMO-Redakteur Benedict Grothaus, in dem er euch die aktuell besten Survival-Games vorstellt: Die 30 besten Survival-Games 2026 für PS5, Steam und Xbox
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Kommentare
Ist das was du beschreibst nicht klassisches Fastfood-Gaming? Du sagst ja selbst: Schnell durch um m ich dann anderen Titeln widmen zu können. [sic]
Das ist doch quasi die Definition von Fastfood..schnell reinschaufeln..schmeckt auch ganz gut…aber man hat dann schnell wieder Hunger auf was anderes.
Jo, das passt. Nur dass ich schon Hunger auf das nächste Game hatte, bevor ich angefangen habe zu essen 😄
Das spiel ist auf normal schon super einfach. Für mein-mmo kann es gar nicht leicht genug sein
Wow, ich habe ja schon viele schlechte Troll-Kommentare gelesen, aber der ist echt besonders unkreativ. Respekt dafür 😄
Das einzige, was du nun mit dem Kommentar erreichst, ist so zu wirken, als wäre dein Textverständnis unzureichend.
Ich kann es dir aber gerne nochmal in einfach erklären, quasi meine Palworld-Einstellung für den Bereich “lesen” 🙂
Da das Spiel – wie du selbst sagst – nicht sonderlich schwierig ist, geht es hier einzig und allein um das Zeitersparnis. Wie im Text steht, habe ich das Spiel zudem in der Vergangenheit bereits 2x auf normalen Settings gespielt. Als jemand der ARK auf Offi Servern gespielt hat, komme ich schon mit ein paar süßen Tierchen klar – zumal ich idR kompetitive Shooter spiele.
Aber mein Selbstwertgefühl wird auch nicht dadurch bestimmt, dass ich etwas auf möglichst hohen Schwierigkeitsgraden gezockt habe. Ich kann auch ein einfaches Spielerlebnis genießen.
Da wären wir wieder bei der Moral des Artikels:
Meine Empfehlung ist es, sich “zu trauen”, auch mal ohne jegliche Herausforderung ein Spiel zu spielen. Es ist nichts peinliches dabei, einfach mal zu chillen. 😉
Persönlich finde ich das in Ordnung. Ich selbst spiele 7 Days To Die seit der ersten Alpha. Inzwischen spiele ich praktisch nur noch solo und stelle mir dort die Parameter der Spielwelt so ein, dass es mir Spaß macht und nicht zu viel Freizeit frisst. Schnelles Leveln, schnelles Freischalten von Items, Skills etc.
Nach meiner Meinung sollten Herausforderungen in einem Spiel immer nur eine Option sein, die ich als Spieler hinzunehmen kann. Denn es ist ein Spiel!
Herausforderungen habe ich tagtäglich im Job. Das brauche ich dann nicht auch noch in meiner Freizeit.
Ich bedauere es immer sehr, wenn Spiele eine geniale Story haben und der Zugang zu der Story durch Bosse, Herausforderungen usw. blockiert wird. Ich verstehe da den Gedanken nicht, den die Entwickler in solchen (heutzutage leider den meisten) Fällen haben. Sie wollen eine tolle interaktive Geschichte erzählen und blockieren für die
KundenSpieler gezielt den Zugang.Ich habe ja eine Theorie … 😂