YouTuber prüft, wie fair der Geld-Cheat auf Twitch ist, baut dafür einen eigenen Algorithmus

Der YouTuber IT-Mario beschäftigt sich mit dem analytischen Teil von Reactions.

Auf Twitch und YouTube lässt es sich am einfachsten mit Reactions Geld verdienen. Der Streamer schaut sich ein YouTube-Video an, reagiert darauf und lädt seine Reaction dann selbst auf YouTube hoch. Häufig haben Reactions höhere Aufrufzahlen als das Original und generieren somit viel Geld, weswegen Reactions häufig als Geld-Cheat bezeichnet werden.
Der YouTuber IT-Mario hat sich analytisch die Fairness solcher Reactions angeschaut.

Wie untersucht der YouTuber Reactions? Der YouTuber IT-Mario beschäftigte sich auf analytische Art und Weise mit dem Geld-Cheat – also Reactions – auf Twitch und YouTube. Er wollte herausfinden, wessen Reactions am fairsten sind. Dafür baute er seinen eigenen Algorithmus, der über 300-Reaction-Videos analysierte und eine eigene Formel, um einen Fairnessscore zu berechnen.

Um seinen Fairnessscore zu errechnen, erstellte IT-Mario 4 Metriken:

  • Metrik 1: Verzögerung
    • Wie lange dauert es, bis die Reaction hochgeladen wird? Denn: Je länger die Reaction auf sich warten lässt, desto mehr Raum hat das Original-Video, um Klicks zu generieren.
  • Metrik 2: Bereinigter Redeanteil des Reacters
    • Wie viel trägt der Reacter bei? Dabei wurden Eigenwerbung oder Themen, die nichts mit dem Original-Video zu tun haben, mittels einer KI herausgefiltert.
  • Metrik 3: Qualitative Einordnung
    • Wie viel tatsächlichen Mehrwert kann der Reacter zu dem Original-Video bieten? Es wird mithilfe von KI analysiert, wie viele wissenswerte neue Informationen von dem Reacter beigesteuert werden.
  • Metrik 4: Originalitätsfaktor
    • Wie ist das Verhältnis von eigenproduzierten Inhalten und Reactions? IT-Mario schaut sich hier an, wie viel eigene Videos der Reacter selbst produziert und wie viele Reactions er hochlädt.
Was ist das Problem an Reactions?

Das Problem von Reactions ist vor allem die Diskrepanz zwischen dem Aufwand. Der Original-Ersteller steckt grundsätzlich immer mehr Arbeit in die Erstellung seines Videos als derjenige, der eine Reaction darauf produziert. Außerdem verdienen große Kanäle mit einer Reaction oft mehr Geld als der Original-Ersteller mit seinem eigenen Video. MontanaBlack gab beispielsweise einmal bekannt, dass er monatlich über 100.000 Euro mit seinen Reaction-Kanälen einnehmen würde.
Zwar geben Reacter ihre Reichweite an den Original-Ersteller weiter, doch wenn der selbst erstmal eine gewisse Größe erreicht hat, sieht das nach einem zunehmend schlechten Deal aus.

Die Ergebnisse seiner Reaction-Untersuchung präsentierte IT-Mario in seinem YouTube-Video und gab dabei ein Ranking ab, wer am fairsten und unfairsten ist.

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Twitch: MontanaBlack wird wegen seinem Fahrverhalten kritisiert

YouTuber rankt andere auf einer Fairness-Skala

Wie ist das Ranking? Mit seiner eigenen Formel bewertete IT-Mario schließlich die Reacter:

  • Fairnessscore = Redeanteil + 0,5 Kompetenz + 0,2 Originalität – Zeit-Penalty

Den 1. Platz belegt die YouTuberin Alicia Joe. Ihr Fairnessscore liegt bei 48 %. Den letzten Platz hat sich mit 11 % beim Fairnessscore der Twitch-Streamer LetsHugo gesichert. Dazwischen reihen sich die verschiedensten Streamer und YouTuber ein, wie beispielsweise Trymacs, der den vorletzten Platz belegt, und Gronkh, der im Mittelfeld zu verordnen ist.

Wir haben hier nur einen Teil der Informationen aus dem YouTube-Video aufgeschlüsselt. Wenn euch die gesamte Methode und das ganze Ranking von IT-Mario interessieren, könnt ihr euch das Video hier auf YouTube anschauen:

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IT-Mario merkt in seinem allerdings zusätzlich nochmal an, dass ein schlechter Score nicht unbedingt mit schlechtem Reaction-Content gleichzusetzen ist. Es zeigt lediglich auf, dass die Reaction unfairer gegenüber dem Original-Ersteller ist im Vergleich zu anderen Reactions.

Was sagt ihr zu Reactions? Schaut ihr sie gerne oder vermeidet ihr sie, um euren Klick bei den Original-Erstellern zu lassen? Schreibt es uns in die Kommentare!

YouTube selbst hat noch kein System entwickelt, um Einnahmen von Reactions fair zwischen Ersteller und Reacter zu teilen. Der YouTuber Jules – der selbst zwar viele Aufrufe durch seine Videos generiert, aber immer noch Verluste durch Reactions macht – forderte vor kurzem seinen Anteil an den Reactions. Nur ein Streamer ging darauf ein: Ein YouTuber forderte seinen Anteil am „Geld-Cheat“ auf Twitch, nur ein großer deutscher Streamer geht darauf ein

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