YouTuber Bellular rechnet mit WoW ab: „Sie töten Warcraft“

YouTuber Bellular rechnet mit WoW ab: „Sie töten Warcraft“

Der YouTuber und Streamer Bellular rechnet mit der WoW-Story ab. Er hält die Schreiber für inkompetent – und sieht in ihnen eine Gefahr für das Warcraft-Franchise.

Das neuste Cinematic von World of Warcraft spielt nach dem Kampf gegen den Kerkermeister. Damit endet zumindest das Kapitel rund um diesen Antagonisten, auch wenn noch ein paar weitere Story-Kapitel und Cinematics zu anderen Charakteren ausstehen.

Für viele Content-Creator ist das der geeignete Zeitpunkt, um mit den Schattenlanden und Blizzards Story-Telling der letzten Jahre abzurechnen. Auch Bellular rechnet ab – vor allem mit dem finalen Cinematic des Kerkermeisters.

Wer ist Bellular? Bellular begleitet World of Warcraft (und andere MMORPGs) bereits seit vielen Jahren. Immer wieder präsentiert er Analysen rund um die Story des Spiels, gibt aber auch oft Einblicke etwa in die Beliebtheit von Features und zieht daraus Rückschlüsse auf die Spielerzahlen. In einem seiner neusten Videos nimmt er sich das Story-Telling von Battle for Azeroth und den Schattenlanden vor.

„Zovaal ist ein parasitärer Bösewicht“

Bellular beginnt das Video gleich mit der Aussage, dass Zovaal – also der Kerkermeister – ein parasitärer Bösewicht ist. Das heißt, er funktioniert nur, weil er sich an bereits bestehender Story bedient und die Lore der vergangenen 20 Jahre nun in neuen Kontext gekleidet wurde, sodass alles Sinn ergibt, dass Zovaal der böse Mastermind hinter den meisten Vorfällen des Warcraft-Kosmos ist.

Viel der Lore hier ist eigentlich richtig cool und hätte wirklich gut funktionieren können, aber sie wurde im Spiel so schrecklich erzählt, dass die Realität des Story-Tellings jede Chance ermordet hat, dass diese Lore jemals funktionieren könnte.

Seiner Auffassung nach ist Blizzard gar nicht so schlecht im Erfinden von Story – aber die Art und Weise, wie sie im Spiel erzählt wird, sei einfach schlecht. Die Spieler finden keinen Zugang dazu und auf Bellular wirkt es, als hätten die Entwickler so ein riesiges Konstrukt im Kopf, das sie aber nicht in angemessenen Story-Inhalt im Spiel packen können.

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37 Sätze des Kerkermeisters – Er hat keinen Charakter

Einer von Bellulars größten Kritikpunkt ist das fehlende „Build-Up“ des Kerkermeisters. Er wird zu wenig in die Story integriert und im Grunde gibt es einfach zu wenig Interaktion mit ihm, um ihn verstehen oder wirklich fürchten zu können.

Besonders bitter: Bellular hat alle Voice-Lines des Kerkermeisters nachgezählt und kommt zwischen Patch 9.0 und Patch 9.1 nur auf gerade einmal 37 Sätze. Damit hat der Kerkermeister viel weniger gesprochenen Text als etwa andere, deutlich unwichtigere Nebencharaktere, die Spieler in den Schattenlanden treffen.

Daher glaubt Bellular auch nicht, dass Shadowlands wirklich immer nur aus 3 Content-Einheiten bestehen sollte, selbst wenn Blizzard seit einer Weile sagt, dass das immer der Plan gewesen sei. Bellular sieht das anders:

Zwischen Patch 9.0 und Patch 9.1 hatte Zovaal knapp 37 Zeilen Dialog, die meisten davon waren sehr kurz. Niemals entspricht es der Wahrheit, dass das war, was sie von Anfang an geplant hatten. Denn wenn das hier wirklich ‚unglaubliches Drama in 3 Akten‘ ist, wie sie es geplant haben, dann sollten die keinen Job mehr haben. Denn niemand würde so schlechte Arbeit abliefern.

Also bin ich hier mal milde und sage: Sie lügen, wenn sie behaupten, dass Shadowlands ganz nach Plan lief. Sie dürfen einfach nur nicht die Wahrheit sagen, denn das ist eben, wie Blizzard funktioniert.

Innerhalb der WoW-Community glauben viele Spieler, dass diese „3-Akt-Geschichte“ von Blizzard eine glatte Lüge ist. Das belegen viele damit, dass einige Handlungsstränge komplett im Sand verlaufen und aufgebaute Charaktere urplötzlich keine Rolle mehr spielen – wie etwa Ve’nari. Hier erhofften sich viele neue Story, nachdem Ve’nari in Patch 9.0 und 9.1 eine relativ große Rolle spielte, doch das blieb letztlich aus.

Die Entwickler töten Warcraft langsam aber sicher

Normalerweise bemüht sich Bellular um recht neutrale Analysen, doch in diesem Video fließt viel seiner eigenen Meinung ein – und auch jede Menge Emotion. Einer seiner deutlichsten Sätze dabei ist wohl:

Das muss wortwörtlich von Eseln mit einem IQ von 2 geschrieben worden sein, denn [die Story] besteht nicht einmal gegen die simpelsten Prüfungen. […]

Ich habe noch nie in all den Jahren, in denen ich verschiedene Medien beobachte, so ein schrottiges Story-Telling gesehen.

Zum Ende hin wird Bellular allerdings noch einmal ernster und erklärt, wie diese Art des Story-Tellings dem Warcraft-Universum und seiner Fan-Base langfristig schadet. Denn wenn die Geschichte weiter so erzählt wird, glaubt Bellular, dass das die emotionale Bindung der Spieler zu Warcraft langfristig beschädigt und zerstört:

Alles, was ich weiß ist, dass das Endergebnis ist: Sie töten Warcraft. Sie töten nicht World of Warcraft – sie töten Warcraft. Wenn ich Mike Ybarra wäre, wenn ich irgendeine ranghohe Person bei Activision wäre, würde ich das gerade als existenzielle Bedrohung für den Wert sehen, den man den Aktionären bieten kann.

Denn das hier zerschneidet gerade die emotionale Bindung, die Leute mit Warcraft haben. Und diese emotionalen Bindungen kann man monetarisieren. Diese emotionalen Bindungen brachten ihnen jeden Monat eine Abo-Gebühr ein und zusätzliche Mikro-Transaktionen im Shop. Der finanzielle Schaden, der hier entsteht, ist sehr real. […] Das kann nicht so weitergehen.

Teilt ihr die Meinung von Bellular? Seid ihr auch so enttäuscht von der WoW-Story der letzten Jahre? Oder seht ihr das gänzlich anders und findet den Verlauf der Story gut?

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K9 Tirion

Mmn. war WoWs Stärke schon immer die Welt und Immersion dahinter über kleinere Questreihen oder interaktive Items/Objekte in den Gebieten zum spekulieren, erst darüber sind doch auch viele Youtuber so groß geworden (wie der Herr Bellular z.b.)

Diese Art von „neuem“ storytelling mit „klarer“ roter Linie die alle 6~ Monate mal wieder einen kleinen Happen mit Gratis cliffhanger hergibt funktioniert einfach nicht und wird niemals gut sein, egal wie gut die Autoren dahinter sind, sie kriegen es einfach nicht in das vorgegebene Fenster rein.

Man sehe sich halt einfach mal an was FFXIV an Ressourcen in die MSQ reinstecken muss um diese Art von Storytelling gut umzusetzen (für Laien: die Main Story Quest Linie ist zu 70% ingame cutscene und Dialoge, schon fast mehr Light Novel als Videospiel), das schafft WoW einfach nicht und will doch eigentlich auch keiner dort.

Ebenfalls kaufe ich denen mit dem was extern und intern die letzten 2 Jahre war einfach nicht ab das Shadowlands von vorne rein nur 2 große patches haben sollte, sieht man auch gut in der letzten cutscene wo (hoppla) der „Energie/Azerit-Strahl“ von der Seelenschmiede in Richtung Torghast und nicht Richtung Zereth Mortis/Sepulcher geht.

Ich gebe Danuser die Chance mit 10.0 sich und sein Team zu beweisen, klingt durchaus plausibel das er bis jetzt mehr Feuerwehr für Shadowlands als Autor war.

Desten96

Shadowlands ist eben ein Schrot addon. Ich liebe es die story zu verfolgen. Naja abgesehen von bfa. Ich war nie der Fan davon das Sylvanas die Horde zerstört aber nun ist sie zumindest dort weg also alles prima aber. Die story in wow hat mich seid ich mit RP angefangen habe interessiert und ich war meistens recht gespannt was kommt. Mop wod geile addons. Legion war auch gut. Auch wenn der Blödsinn mit Sylvanas ist „Kriegshäuptling“ angefangen hat mich massiv zu stören. Ich bin gehypte auf das nächste addon. Selbst wenn die story nicht 100% gut ist aber zumindest das Sylvanas Thema mal aufhört. Kurz erzählen was mit ihr ist und sich ENDLICH mal auf andere chars konzentrieren wäre für mich ein Anfang. Ich werde so oder so bei wow bleiben.

Docu

Thrall‘s Mutter: Übrigens ich bin deine Mutter, Thrall.
Thrall: Hab ich mir schon gedacht. Wollen wir Monster killen?
Thrall‘s Mutter: ok!

das ist Story telling ala blizzard.
Drei Sätze während des Questens bringt DEN Story arc von Warcraft zu Ende, der ihn von Anfang an begleitet hat.

Furos

Das macht es um schlimmer da Thrall seit WoD Selbstzweifel plagt. Er hat sein Selbstvertrauen verloren denn jetzt ist er nun in der Schattenlande und bekommt einen kleinen Dialog mit seiner Mutter was an sich nett ist aber das kann doch nicht wirklich alles sein. Zum Vergleich wurde Jaina in BfA sehr verwöhnt und Thrall bekommt ein feuchten Furz ins Gesicht. Es gab nicht mal eine Interaktion zwischen Thrall und Garrosh einfach nichts und so geht das aktuelle Autoren Team mit Lore Charakteren um.

Ich bin da maßgeblich enttäuscht wie die ganze Story in Shadowlands zerstört wurde bei so einem schlechten Bösewicht und erzwungene Erlösung für Sylvanas.

Danuser soll seine Sachen packen und verschwinden !

Huehuehue

Danuser soll seine Sachen packen und verschwinden !

Was denkst du…für wieviel Story von Shadowlands war er wohl verantwortlich, wenn er seine Stelle im Juni 2020, plötzlich, relativ unerwartet und sicher ziemlich unerwartet angetreten hat und das Addon, bei dem die Rahmenhandlung der Story im Normalfall als allererstes, noch bevor mit dem meisten Rest überhaupt erst begonnen wird, fertig ist, im November 2020 veröffentlicht wurde?

Das Addon, bei dem tatsächlich er und nicht der, dessen Name nicht mehr genannt wird, die Story verantwortet, wird am 19.04.2022 vorgestellt

Huehuehue

Ziemlich schlechtes Beispiel, die reden nämlich noch deutlich mehr miteinander. Story passiert nämlich nicht bloß als Questtext oder Boss-Cinematic.

Klabauter

Schon Ende 2005 wurde das gesagt. Und das Game ist immer noch ein Brenner im Jahr 2022. Ganz ehrlich, scheiß auf seine Meinung.

Ooupz

Brenner?? 😄 Shadowlands war das schlechteste Addon was Spielerzahlen angeht und nur die Classic Server retten ihnen den Hintern

Klabauter

Naja aber es ist weit davon entfernt tot zu sein und verglichen mit anderen MMO’s eben immer noch gut dabei. Erst vor kurzem wurde New World als neuer MMO King gefeiert. WoW ist 17 Jahre alt und New World hat trotz innovativer Ansätze nicht mithalten können. Das muss man einfach mal realisieren. WoW ist nach so langer Zeit immer noch gut dabei. Brenner war evtl. nicht das richtige Wort. Mea culpa.

Misterpanda

aber die Art und Weise, wie sie im Spiel erzählt wird, sei einfach schlecht. Die Spieler finden keinen Zugang dazu und auf Bellular wirkt es, als hätten die Entwickler so ein riesiges Konstrukt im Kopf, das sie aber nicht in angemessenen Story-Inhalt im Spiel packen können.

Ich finde den Aspekt interessant. Die Story an sich wäre vielleicht viel besser, wenn sie angemessener präsentiert wäre. Blizzard liebt animierte cutscenes, leider ist ihr Prinzip, nur einmal pro Patch so ein „Film“ und der Rest wird während des questens „erzählt“. Für mich kommt dabei aber Null Stimmung rüber. Ich frage mich immer, warum sie nicht mehr cutscenes mit der normalen ingame Grafik reinpacken, dabei Menüs einfach ausblenden, um alles spannend zu machen und das Gefühl zu erwecken man wäre „in“ der Szene. Die Filmchen sind zwar spannend, aber das reicht einfach nicht um mitzufiebern.

Spritzkeks

Kritik von Leuten die das Spiel knapp über LFR Nievau spielen ist immer sehr hilfreich.

mibbio

Seit wann muss man das Gameplay perfekt beherrschen, um die Story zu kritisieren? Sein Kritik geht ja nicht um den Schwierigkeitsgrad, sondern dass die Story mäßig ist. Das sind zwei komplett eigenständige Baustellen.

Ich kann mich ja auch über dreckige Sitze im Fussballstadion beschweren, auch wenn ich ich nicht gut Fussball spielen kann.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von mibbio
Spritzkeks

Wann war denn die Story gut?

Kazui

Ob die Story früher gut war, ist subjektiv. Fakt ist aber, dass sie da bei weitem beliebter war.

Und dein erster Kommentar ist absolut für die Tonne. Ein Spieler der M+15 spielt darf genauso Kritik ausüben wie jemand der LFG raidet oder jemand der vielleicht auch nur ein Collector ist. Aber hey danke dass du mir (Casual) abredest Kritik zu äußern nur weil ich kein bock habe wie ein bekloppter mehrere stunden nur auf Mobs zu hauen ohne am Ende was davon zu haben außer maximal 2, 3 rüstungsteile die ein paar Monate später sowieso useless sind.

Misterpanda

Weil alle casuals mit wenig Zeit minderwertige Gamer sind und das Spiel gar nicht kennen, genau. Was für ein Schwachsinn.

Spritzkeks

Klar Spieler die nicht in der Lage sind 1 Taste zu drücken und bis heute in MC wipen haben natürlich viel darüber zu sagen ob das Spiel nun gut oder schlecht ist.
Und vorallem können die das total gut beurteilen.

edit: btw Zeit hat garnichts damit zu tun. 6h die Woche reichen völlig aus für. zb. Mytic Raiden auf ~WR300.
oder einmal 3h die Woche für Mytic Dungeons.
gleiche gilt für Arena, um Gladi zu holen.

Und ja ich weiß das nicht jeder diese Ambitionen hat. Lediglich möchte ich klarstellen das Zeit/Casual keine ausrede dafür sind schlecht zu spielen.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Spritzkeks
Misterpanda

Uff. Ich denke wir haben wohl andere Ansichten was im Spiel wichtig ist, belassen wir es dabei 😅

Spritzkeks

Wenn es am Verständnis von Inhalt schon scheitert, und das 2x in Folge.

Spritzkeks
Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Spritzkeks
Selas89

Stimmt die raiden nur 2 tage a 4 Stunden die Woche. Das Gear um zu raiden kommt woher? Und buff food, flask etc. bringt alles dhl oder wie?

Spritzkeks

Genau DHL bringt es direkt aus dem AH

Selas89

Wenn man sich dann auch mal die Mühe macht die Roster deiner Beispiele anzuschauen sieht man m+ Wertungen von 2-2,5k.

Wie man das mit 6 Stunden in der Woche schafft wenn man schon 8 im Raid ist musst du mir erklären, wahre effizienz Wunder.

Edit: Wenn der Contend schon 6 Monate auf dem Buckel hat mag das ja irgend wo angehen, weil bis dahin jeder das hat was er aus raid/ dailys/weeklys/m+ braucht aber jetzt, nie im Leben.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Selas89
Spritzkeks

Die Story von WoW war nie besonders gut, und was das Spiel beliebt gemacht hat war die Zugänglichkeit und das Gameplay.

Das Spiel hat über 20 Quests die sich um Fäkalien drehen. Das alleine sagt aus wie ernst Blizzard die „Lore“ nimmt.

Und auch geschichtlich gibt es Warcraft nur weil es ursprünglich ein Warhammer Spiel werden sollte und GamesWorkshop ihnen dann keine Lizenz gegeben hat.

Auch die hunderten Referenzen zu PopKultur oder Quest Linien die extrem durch andere Geschichten/Bücher inspirtiert worden sind sprechen dafür das niemand die „Lore“ besonders ernst nimmt.

Außer eben ein Paar Leuten die extrem nostalgisch über ihre Jugend waren und Warcraft ein Teil ihrer Identität zu sein scheint.

Deswegen sind die Leute auch immer gleich so emotional.

Btw. Sind das die gleichen Leute die nun FF14 zur besten Story ever erklären:
Die einzige Frage die ich dazu habe, ob die Leute jemals ein Buch ohne Bilder gelesen haben.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Spritzkeks
cloud1429

Ich gebe ihm da vollkommen Recht. Den einzigen Freudemoment den ich in Shadowlands hatte war, als Ysra wieder aufgetaucht ist.
Kam für mich überraschend und ich habe mich sehr gefreut.

Seitdem war nix mehr. Anduin ist noch der einzige Charakter, an dem ich Emotionen sehen kann. Sylvana war … nicht besonders interessant.

Das große Problem was ich sehe ist, dass es nur noch Einheitsbrei ist. Jeder bekommt nur noch die selbe Story.

Das habe ich am Ur-WoW geliebt. Man entscheidet sich für eine Rasse und bekommt viel Content zu der Rasse, ihre Geschichte und Helden.
Dann kam lang nix und mit Legion war es mal besonders, welche Klasse man spielt.

Das ist großes Kino und man ist motiviert, auch mal andere Rassen & Klassen zu spielen, da man neues erlebt.

Ich selbst merke auch, wie ich mich mehr und mehr mit WoW abschließe. Ich bin eigentlich nur noch 2 Tage online, um mit der Gilde zu Raiden. Story interessiert mich nicht mehr und das Grinden macht auch in der abgespeckten Version keinen Spaß.

Für mich steht und fällt WoW mit der nächsten Erweiterung.

Huehuehue

Dann kam lang nix und mit Legion war es mal besonders, welche Klasse man spielt.

Das ist großes Kino und man ist motiviert, auch mal andere Rassen & Klassen zu spielen, da man neues erlebt.

Und genau das wollten sie nicht wieder machen, weil durch das Aufsplitten auf die Klassen der Gesamtumfang des Inhalts für diejenigen, die halt nur einen Charakter spielen und spielen wollen, nur 1/12 von dem war, was man eigentlich an Arbeit reingesteckt hatte. Ebenso das Aufteilen auf 2 Fraktionen – nur hier nicht geteilt durch 12, sonder durch 2. Beides führte aber dazu, dass der Inhalt für viele nur wie maximal 50% von dem, was produziert wurde, wirkte.

Ooupz

Ganz genau, Legion war das letzte Addon wo man die Story noch gerne mitverfolgt hat

Desten96

Bis auf der Sylvanas Müll stimme ich dir bei Legion zu.

Mithrandir

Bei aller berechtigter Kritik am Shadowlands-Plot bin ich es langsam müde. Das aus Sicht der Kritiker der Shadowlands-Plot schlecht ist, wissen wir. Aber das innerhalb dieses Addons daran nichts mehr verbessert werden wird und kann ist allen klar. Ein bisschen ist Bellulars Video daher, für mich, ein: „Das Problem ist immernoch da!“ obwohl klar ist, dass Kritik, selbst wenn sie angekommen ist, frühestens mit 10,0 umgesetzt wird. 

JEgliches „immernoch schlecht“ vorher ist eigentlich halt nur um den Kritik-Train am Leben zu erhalten.

Ist ein bisschen, wie wenn man sagt „He, das Hausdach ist undicht“ und noch während die Dachdecker kommen und anfangen, das Dach zu reparieren jeden tag wieder sagt: „Das Dach ist undicht. Immernoch. Skandal!“

Vielleicht werden die Dachdecker schlecht arbeiten und wieder Mist abliefern. Möglich. Aber das wissen wir erst, wenn das Dach fertig ist und sie wieder weg sind.

Edit: Und zu „sie töten Warcraft“: Ja, ein Stück weit „töten“ sie Warcraft 2/3 als Basis. Das ist aber inzwischen auch 20 JAhre alt. Und zu „Story, die immernoch primär auf Warcraft 2/3 basieren“ sage ich halt nur, frei nach Smeagol: „Be gone, and never come back!“

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Mithrandir
mibbio

Ich sehe die regelmäßige Kritik eher als Erinnerung für Blizzard, dass sie sich endlich mal Gedankten darüber machen, wie sie wieder die Kurve kriegen. BfA kam ja schon nicht so gut an (besonnders das mäßige Ende von N’Zoth) und trotz damaliger Kritik hat sich mit Shadowlands nicht wirklich etwas geändert, eher ist es hinsichtlich Story sogar noch schlechter als BfA. Wie hoch wäre also die Chance, dass sie mit 10.0 plötzlich alles richtig machen, wenn man ihnen in Form vonn Kritik nicht regelmäßig in den Hintern tritt und nur still nach dem Prinzip Hoffnung abwartet?

Mithrandir

Guter Punkt. Das Problem ist nur, wenn ein Unternehmen an den Punkt kommt, wo das Gefühl einkehrt „Is eh egal, was wir machen, es is nie schnell und/oder gut genug“, kann das durchaus alles noch mehr verschlimmern.

Und für alle, die ein „besseres WoW“ wollen ist das dann ein schlechtes Ergebnis. Für alle, die vor allem sehen wollen, wie Blizzard endlich im Staub liegt, ist das natürlich okay. Ich will aber wieder besseres WoW, nicht „dem Bums abfackeln“ 🙂

Pierre

Die Lore wurde dieses Addon aber wirklich schlecht erzählt. Und er hat auch mMn Recht damit, dass SL niemals so geplant war wie es jetzt live gegangen ist.

Der Kerkermeister wurde am Anfang finde ich gut implementiert. Eine geheimnisvolle, mächtige Person, bei der man erfahren wollte:

  • Was sind die Hintergründe seines Handelns?
  • Woher stammt der Kerkermeister?
  • Warum hat er die Pakte so sabotiert?
  • Woher stammt die Macht des Kerkermeisters?

All diese Fragen hat man sich gestellt am Anfang von SL, und diese Fragen wurden größtenteils kaum geklärt. Der Kerkermeister hat seinen Plan verfolgt und wir wissen nicht wirklich warum. Zumidest habe ich es noch nicht verstanden. Und das wird denke ich bei vielen so sein und das ist auch das Problem.

Vom Gameplay her und das Spiel an sich ist aber nice, ich bin ja M+ Fan und das hat mit der Story ja nicht wirklich was am Hut.

Huehuehue

Nicht nur Youtuber, sondern auch Unternehmensanalyst?

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Huehuehue
Klaphood

Man kann es auch übertreiben…

Aus meiner Sicht bekomme ich beim Spielen ein deutlich besseres Gefühl dafür, wo ich mich jeweils in der Welt überhaupt befinde, warum, und was da „so abgeht“. Das ist schon VIEL mehr als bei den meisten MMOs. Da frage ich mich nämlich ganz oft: „Was passiert hier eigentlich?“ Und habe am Ende gar keine Ahnung von der Welt und/oder ihrer Geschichte bekommen.

Das gehört für mich auch zum Storytelling. Ambient Voicelines, also beim Questen nebenher von einem NPC erzählt zu bekommen, was ihn so beschäftigt, warum ich helfen soll usw. Bosse mit verschiedenen Persönlichkeiten, die zB. auch Stimmen haben (ich schaue dich an, FF14). Das sind alles so einzelne Dinge, die sich für mich am Ende aufaddieren, und die in WoW deutlich besser sind als in vielen anderen MMOs. Dazu noch gute Cinematics und mir reicht das.

Aber ich gebe auch zu, ich bin kein Story-Fanatiker. Ich roote für Jaina und Anduin und das war’s so ungefähr xD

Gib mir Drachen und Furorion zurück und es ist für mich automatisch geil 😄 Den vermisse ich seit MoP. Die Dialoge zwischen ihm und Anduin waren genial.

LikeADwarf

Bei den hervorgehobenen Vorteilen und tollen Dingen, die WoW deutlich besser als die Konkurrenz macht, stimme ich dir zu …

Allerdings kann man leider nur schwerlich das Versagen ignorieren, dass sie mit der SL Storyline vollzogen haben. Aber es gibt ja Hoffnung 🙂

Marc

Mag zwar sein, dennoch war die Story wie sie in Shadowlands zugange ging schrecklich. Ich finde die Story von FF14 wesentlich besser.

Was ich aber am besten an deinem Kommentar finde, ist die Tatsachen, dass du seine Kritik an der STORY nieder machst mit „Man kann es auch übertreiben“ und dann schreiben „Aber ich gebe auch zu, ich bin kein Story-Fanatiker. Ich roote für Jaina und Anduin und das war’s so ungefähr xD“. Für mich der sich jedes WoW Story Video von Nobbel angeguckt habe, weine innerlich bei der Story, weil sie so schlecht erzählt ist

Mithrandir

Nur mal als Gegenpunkt, ich habe mir nahezu alle Lorekritik von NObbel und BEllular in den letzten 1-1,5 Jahren angeschaut und auch wenn sie mit der Kritik an der handwerklichen Umsetzung oft gute Punkte haben, der generelle: „Die Story IST scheiße“-Tenor, den empfinde ich halt nicht so.

Es herrscht inzwischen nur so eine einhelklige „Alles von Blizz ist Mist“-Meinung, das man sich ja als Sylvanas-Fanboy oder Copium-Schnüffler beschimpfen lassen muss, wenn man was okay findet.

Damit will ich nicht sagen das alles gut ist oder das die schweigende Mehrheit alles abfeiert. Bei Gott nicht. Aber das „Niemand findet es gut“-Ding hat man sich durch agressives anpampen derer, die es gut finden, halt selber gezüchtet. Die, die es mögen, sagen oft nichts mehr, weil sie sich nicht angreifen lassen wollen

Edit: Und ich WETTE, mindestens die Hälfte derer, die das jetzt kritisieren würden ein „Back to the roots“-Addon kritisieren, weils ja „nur aufgewärmte Wiederholung“ ist dann.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Mithrandir
Klaphood

Das ist der Punkt! So meinte ich das auch mit dem „übertreiben“. Das war nicht auf die inhaltliche Kritik an der Story bezogen, sondern die Art. Du hast es aber besser erklärt, Mithrandir. Danke dafür.

Ich fand Bellular früher nämlich auch mal echt cool. Aber alles, was ich in den letzten, man kann schon sagen, Jahren mitbekommen habe ist „Blizzard ist scheiße“. Erst ging es um die gesunkenen Spielerzahlen, jetzt um die Story. Das ist einfach undankbar. Der Typ hat Karriere gemacht wegen Warcraft und so zeigt er seine Dankbarkeit. Man kann es auch anders machen. Kritik ist völlig in Ordnung. Wir wollen alle, dass es wieder besser wird.

Bauernschlau

Woher kommt die irrige Annahme, dass er dankbar zu sein hat? Er hat seine Videos selbst produziert und nicht Blizzard. Und wie genau soll sich diese Dankbarkeit ausdrücken? Mit der Produktion von wohlmeinenden Videos? Nein, Blizzard hat die Kritik mehr als verdient und seit Jahren ignorieren die Entwickler das. Die Quittung sind massiv gesunkene Spielerzahlen und ein Verlust der sogenannten emotionalen Bindung zum Produkt.

Und Kritik darf auch rustikal formuliert sein und überzeichnen. Und was die Story betrifft ist doch eh nichts mehr zu retten. Die ist einfach schlecht. Ich erwarte gar keine Besserung mehr und habe diesbezüglich keinerlei Hoffnung für die nächste Erweiterung. Die Verantwortlichen ändern sich ja nicht und zeichnen sich durch eine besondere Starrköpfigkeit aus. Insofern kann man nur hoffen, dass die nächste Erweiterung bei Gameplay/Spielmechaniken/Inhalt überzeugt. Aber auch diesbezüglich sind meine Erwartungen niedrig, da ich Blizzard kaum noch zutraue an die frühere Qualität anknüpfen zu können.

Huehuehue

Die Verantwortlichen ändern sich ja nicht und zeichnen sich durch eine besondere Starrköpfigkeit aus.

Aber auch diesbezüglich sind meine Erwartungen niedrig, da ich Blizzard kaum noch zutraue an die frühere Qualität anknüpfen

Und genau da ist auch schon der Punkt, den deine beiden Vorposter mehr oder weniger an der Art der meisten Kritik kritisieren. 🙂 Die Kritik ist nicht bloß am Produkt selbst, sondern fest an die handelnden Personen gebunden, die sich übrigens, entgegen deiner Aussage, in den letzten beiden Jahren deutlich geändert haben, angefangen vom Storyverantwortlichen, bzw. am Unternehmen und „alles was von denen kommt, wird halt sicher doof“. War früher übrigens das genaue Gegenteil, „alles was die machen ist voll super“, was auch nicht richtig war.

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Huehuehue
Marc

Das du die Story nicht scheiße findest, sei dir gegönnt. Und deine

„Es herrscht inzwischen nur so eine einhelklige „Alles von Blizz ist Mist“-Meinung, das man sich ja als Sylvanas-Fanboy oder Copium-Schnüffler beschimpfen lassen muss, wenn man was okay findet.“

Argument soll jetzt jegliche Kritik an Blizzard/WoW nicht mehr gültig machen ? Das schlimm bei der Story ist, dass sie die komplette vorige Story von Classic bis zu WOTLK teils umgeschrieben haben, damit es Sinn macht, dass der Jailer alles und jeden gelenkt hat.

Klar gibt es die klassischen „Alles ist scheiße von egal wem und egal was“ Leute aber die kann man auch gut filtern.

„Und ich WETTE, mindestens die Hälfte derer, die das jetzt kritisieren würden ein „Back to the roots“-Addon kritisieren, weils ja „nur aufgewärmte Wiederholung“ ist dann.“

Du lässt dich einfach zusehr auf diese Leute ein. Legion wurde doch auch von allen gefeiert, weil es halt einfach gut war. BfA und Shadowland nicht weil sie schlecht waren. Und nach gefühlt 4 Jahren ohne tollem Content für die Spieler oder Story, kann ich viele Leute und deren Frust schon verstehen

amoxi

Die Story war nie der Grund warum ich WoW gespielt habe

N0ma

Die Idee mit der Zwischenwelt war einfach ne schlechte, weil damit alles relativierbar wird, quasi 15 Jahre umsonst der Story gefolgt.
Ueber einzelne Charaktere zu diskutieren halte ich für sinnfrei, weil das sind Entscheidungen der Storyteller, was dem einen gefällt gefällt dem anderem nicht, ist immer so.

Huehuehue

Wir werden aber wohl über kurz oder lang bei Zwischenwelten bleiben, denn es scheint der langfristige Plan zu sein, die Reiche aller Kräfte zu besuchen. Zumindest wurden dahingehend Andeutungen gemacht, dass das reich des Todes nicht das einzige Reich bleiben wird, das wir zu sehen bekommen sollen.

N0ma

denke eher beim nächsten Addon wirds wieder etwas klassisches werden

Klaphood

Aber was ist besser?

Bei den Inseln, die regelmäßig aus dem Nichts auftauchen und entdeckt werden fragt sich auch jeder, warum das erst jetzt geschieht. Bei Pandaria konnte man es noch mit den Nebeln des Kaisers und der Zerschlagung der Welt erklären. Bei den Broken Isles weiß ich nicht mal mehr, warum die überhaupt entdeckt wurden.

Und über Paralleldimensionen mit einer dritten Scherbenwelt braucht man in dem Zusammenhang zum Glück auch nicht mehr zu sprechen. Da wusste man ja von Anfang an schon, dass es relativiert werden würde. Bis auf den kleinen Gul’Dan Twist am Ende.

Und muss denn in jeder Zwischenwelt ein Zovaal sein? Man kann es ja auch besser lösen. 🙂

Huehuehue

Die Broken Isles mussten nicht entdeckt werden, die waren bekannt aber die regierenden Völker nicht freundlich gesinnt, weswegen Allian/Horde dort nie wirklich hin wollten.

Alexander Ostmann

Den Kerkermeister hätte man eigentlich über mindestens 2 Erweiterungen aufbauen müssen, bevor man ihm überhaupt das erste Mal begegnet.

Huehuehue

Hat man auch. Allerdings war halt Sylvanas der Mittler/Verbinder. 🙃

Zuletzt bearbeitet vor 2 Monaten von Huehuehue
Zord

Naja, man hätte dafür eigentlich auch Hinweise einbauen müssen die im Nachhinein einen Aha Effekt auslösen. Bei einer der besten Fantasy Reihen die ich gelesen habe, habe ich beim Re-Read festgestellt, das schon im ersten Band auf Erreignisse und Charaktere bezug genommen wurden die erst viele Bänder Später behandelt wurden. Da hat man wirklich gemerkt das die Story über die komplette 10 Bändige Reihe im Vorfeld im Detail ausgearbeitet war und da hat das zweite Lesen fast noch mehr Spaß gemacht als das erste mal, einfach weil viele Anspielungen und Details einem erst dann etwas gesagt haben und teilweise auch die Charaktere (vor allem die Bösen) nun in ihren Handlungen besser nachvollzogen werden konnten. Bei WoW hatte ich in Shadowlands nie das Gefühl das da etwas im Vorfeld richtig ausgearbeitet war. Kommt mir eher wie in der letzt Star Wars Triologie vor, wo bei jedem Film versucht wurde mit dem was im Film davor passiert ist eine neue Handlung zu erfinden.

LikeADwarf

Sehr gut dargelegte Meinung der ich eigentlich nur zustimmen kann.
Man merkt eben, dass da ein Fan sehr differenziert und ehrlich die Probleme darlegt.

Ich hoffe wirklich dass Blizzard aus diesem Debakel lernt. Für mich ist Shadowlands ähnlich schlecht wie WoD und nachdem BfA auch schon eher ein mittelmäßiges Addon war, muss man jetzt wirklich nachlegen und vielleicht tatsächlich eine Art „Neustart“ angehen.

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