YouTube greift Twitch an, verpflichtet PewDiePie exklusiv als Streamer

YouTube hat in einer überraschenden Aktion verkündet, dass Felix „PewDiePie“ Kjellberg im Mai 2020 einen exklusiven Streaming-Deal mit ihnen geschlossen hat. Dadurch wird der Schwede nur noch auf YouTube streamen. Das ist ein klarer Angriff auf den Platzhirschen Twitch.

Das ist die Ansage: Der Schwede Felix „PewDiePie“ Kjellberg (30) hat einen exklusiven Streaming-Deal mit YouTube geschlossen.

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, sagt PewDiePie, er werde 2020 und darüber hinaus einen stärkeren Fokus auf Livestreaming legen.

Daher sei es gut für ihn, mit YouTube zusammenarbeiten zu können und an der vordersten Front eines neuen Produkts zu sein. Damit meint er die Streaming-Abteilung des Videoportals, die bis Mai 2019 als YouTube Gaming bekannt war.

PewDiePie bezeichnet YouTube als „sein Zuhause seit mehr als einem Jahrzehnt.“ Das Streamen auf YouTube fühle sich an, als passe es ganz natürlich zu ihm, der jetzt nach neuen Wegen sucht, um Inhalte zu erstellen und mit seinen Fans weltweit in Verbindung zu treten.

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PewDiePie war der erste Mensch auf YouTube mit 100 Millionen Abos.

PewDiePie wird mehr streamen und das auf YouTube

Das ist die Situation: PewDiePie macht seit fast 15 Jahren Videos für YouTube. Seinen aktuellen Kanal betreibt er seit 2010. Er hat dort mittlerweile 104 Millionen Abonnenten. Er ist die erste und einzige Einzelperson, die auf über 100 Millionen Abonnenten kam.

Gestreamt hat er bis vor kurzem aber exklusiv auf der eher unbedeutenden Plattform DLive. Dort hatte er ziemlich genau vor einem Jahr einen Exklusiv-Vertrag unterschrieben, der mutmaßlich nun ausgelaufen ist.

YouTube hat sich nun seine Dienste gesichert.

Wie hoch das Interesse an PewDiePie ist, konnte man bei einem Fortnite-Turnier im Juni 2019 erleben, bei dem PewDiePie indirekt über andere Kanäle auf Twitch zu sehen war. Da kam es zu Ausfällen der Streaming-Plattform, weil das Interesse enorm hoch war.

Ex-Angestellte von Twitch stecken hinter Millionen-Deals von shroud und Ninja

YouTube macht den nächsten Schritt

Das steckt dahinter: YouTube gehört zu Google. Sie wollen seit einigen Monaten ernsthaft ins Live-Streaming von Games einsteigen. Im Moment ist Twitch in diesem Gebiet führend. Twitch gehört zu Amazon.

YouTube hat in den letzten Monaten einige Streamer wie CouRage, Typical Gamer oder Valkyriae exklusiv verpflichtet. Dabei soll wohl viel Geld geflossen sein.

Die Verpflichtung des größten YouTube-Stars PewDiePie ist jetzt ein ernster Angriff auf den Platzhirschen Twitch.

Details des Exklusiv-Vertrages sind nicht bekannt. Man kann aber wohl davon ausgehen, dass PewDiePie nicht günstig war.

Seit dem August 2019 kommt es zu 2 Phänomen bei Streamern:

  • Star-Streamer verlassen Twitch und unterschreiben Exklusiv-Verträge mit anderen Plattformen wie Mixer, Facebook Gaming oder YouTube
  • oder Streamer unterzeichnen Exklusiv-Verträge mit der Plattform, die ohnehin ihre Hauptplattform war
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Mit dem Wechsel von Ninja im August 2019 von Twitch zu Mixer begannen die Kämpfe um Streamer.

Die Verpflichtung von PewDiePie passt zur Strategie von YouTube. Statt Stars von Twitch abzuwerben, wie Mixer das mit shroud und Ninja getan hat, setzt YouTube auf eigene Talente, die auf YouTube durch Video-on-Demands groß geworden sind und verpflichtet sie zu regelmäßigen Live-Streams.

So hat man das jetzt mit einigen Gamern getan: Dabei konzentrierte sich YouTube bislang vor allem auf einen Markt außerhalb der USA und verpflichtete etwa verstärkt Kanadier und Australier, zudem scheinen sie eine Schwäche für Fortnite-Streamer entwickelt zu haben.

Quelle(n): The Verge
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Doktor Pacman
3 Monate zuvor

Die sollen sich direkt in PewTewb umbennen.

Visterface
3 Monate zuvor

Vom technischen her ist Youtube die bessere Plattform. Wenn möglich schaue ich Streams dort an. Dort kann ich pausieren, bis zu 12 Stunden „zurückspulen“, der Stream kackt nicht übel ab wenn ich nebenher was Downloade und läuft generell stabiler. Ich brauche den Chat, die Emotes und das ganze Klimbim nicht, deshalb gibt es keinen Grund für Twitch außer, dass manche halt nur dort streamen. Glücklicherweise streamen manche ja auf beiden Kanälen (ESL oder Rocketbeans z.B.) und dann gebe ich halt der besseren Plattform den Vorzug.

Patrick
3 Monate zuvor

Auf der anderen Seite hat man auf Twitch ne bessere Bildqualität und der Streamer selbst hat durch die Möglichkeit des verschenkens von Abonnements verschiedener Level viel mehr Möglichkeiten Geld zu verdienen.

Visterface
3 Monate zuvor

Inwieweit ist die Bildqualität dort besser? 1080P60FPS ist doch auch auf Youtube gängig.

Coemgen
3 Monate zuvor

Schaue eh nur kleinere Streamer. Da kann man sich im Chat noch unterhalten!

Hisuinoi
3 Monate zuvor

Ich finde sowas schade und muss leider zugeben das Twitch mit unter zu den besten Streamingplattformen zählt.
Damit meine ich zumindest was Übersicht, Chat usw. angeht.
Was Performance und so angeht schlaucht derzeit Twitch immer mehr und von Hören/Sagen vom Delay her ist Mixer wohl am besten, wenn ich jetzt nichts verwechsel.

Ich hoffe was Delay und Leistung/Performance angeht Twitch unbedingt Verbesserungen einbringen sollte.

Bei Youtube schaue ich nur ungern Streamern zu, der Chat ist Miserabel.
Die anderen Plattformen habe ich noch nicht so angeschaut.

Atain
3 Monate zuvor

Mixer finde ich persönlich technisch am besten, gerade auch bildqualität und auch verzögerung. Auch die Interaktionsmöglichkeiten Chat/Streamer ist dort „besser“. Aber die Apps (bzw fehlende Möglichkeiten am TV zu schauen etc.) halten mich immer noch fern davon

Hisuinoi
2 Monate zuvor

Nicht zu vergessen das auch die Streamer dort fehlen die z.B. bei Twitch streamen. Oder das viele Online Spiele oft nur Offiziell Twitch vermarkten^^ Das sind dann nochmal Gründe. Wenn man z.B. kleine Nischen bedient wie z.B. so Kochstreams mit der Community macht,.. Dann ist Mixer schon besser.
Muss ich mir mal genauer ansehen, vor allem wenn ich irgendwann mit Streamen anfangen will, wäre ich ja blöd Twitch zu nutzen wenn gerade die Ladezeit/Qualität und Delay am meisten stören.
Zumindest in den Hauptzeiten gibt es öfters Probleme.

Unbekannt
Unbekannt
3 Monate zuvor

Streamer sind wie Sportler,die reinsten Söldner,arbeiten nur da wo das Geld stimmt. question

Mapache
3 Monate zuvor

Streamer sind wie Sportler,die reinsten Söldner,arbeiten nur da wo das Geld stimmt

Finde es immer ungerecht zu behaupten solche Menschen wären Söldner. Warum denn falsche Loyalität vortäuschen? Für Sportler wie auch Streamer geht es um Erfolg und Gehalt. Da ist meiner Meinung nach nichts verwerflich dran seine Arbeit dort zu verrichten wo man am besten bezahlt wird. Ganz ehrlich aber wenn zu mir eine Firma kommen würde und fragen würde „willst du nicht lieber bei uns als da arbeiten? Ist alles dasselbe aber wir bezahlen das doppelte!“ Du, also dann müsste ich nicht lange überlegen.
Und das würde den meisten Normalos wohl genau so gehen.
Denke mal da ist eher oft Neid dabei, dass andere so viel Geld machen und die Enttäuschung das ein Sportler/Streamer die Lieblingsmannschaft/Plattform verlässt. Weil wirklich rationale, logische Gründe jemanden als Söldner zu bezeichnen der einfach nur aus seinem Job das bestmögliche Gehalt rausholt gibt es mMn nicht wirklich.

Nirraven
3 Monate zuvor

Du implizierst da aber sehr viel, er hat nur die Gemeinsamkeiten von Söldnern und Sportler/Streamer aufgegriffen, von Verwerflichkeit sehe ich da nicht viel, das liegt ja an einem Selber ob man da was Verwerfliches in dem Zusammenhang rausliest.

Mapache
3 Monate zuvor

Verwerflichkeit sehe ich da nicht viel

Na ja das ergibt sich ja schon rein aus seiner Aussage sie seien alle wie Söldner. An diesem Wort gibt es eben nicht viel positives und es wird heutzutage halt vornehmlich als Verunglimpfung genutzt. Weiß nicht wie man aus dem Satz :

Streamer sind wie Sportler,die reinsten Söldner,arbeiten nur da wo das Geld stimmt

etwas positives, nett gemeintes rauslesen will. Zumal es auch absolut pauschal formuliert und ohne jegliches Hintergrundwissen zur Entscheidungsfindung ist.

Nirraven
2 Monate zuvor

Söldner arbeiten „nur“ für Geld, viele Streamer auch, und daran ist nichts falsch, die müssen auch von was Leben. Klar gibt es Dinge die Viele aus Prinzip nicht machen, z.B. für „RAID:Shadowlegends“ Werbung machen xD

Unbekannt
Unbekannt
2 Monate zuvor

Danke Nirraven,du hast aus auf dem Punkt gebracht wink

Es war lediglich ein kleiner Vergleich,mehr nicht.

Was da gleich alles hineininterpretiert und unterstellt wird,unglaublich -.-

Psycheater
3 Monate zuvor

Also ändert sich nix. PewDiePie bleibt weiterhin auf ner unbedeutenden Plattform und streamt dort

Patrick
3 Monate zuvor

Woher nehmen Leute immer diesen Hirnschiss solche Sätze raus zu hauen?

YouTube ist was Videos anbelangt immer noch die allergrößten Plattform. Und bietet alles. Streams und Video on demand und man kann jeden Stream gleichzeitig zeitgleich als Video Uploaden mit Funktionen wie Pause Rückspulen und co.

Lediglich bei streams für sich ist Twitch die größere Plattform und Monetarisierungshürden scheinen da auch geringer zu sein und der Verdienst etwas höher….

Herlitz
3 Monate zuvor

Twitch hat nicht die besten Streamer sondern ist die beste Plattform -.-

CptnHero
3 Monate zuvor

Dieser Angriff ist eine ganz offensichtliche Kriegserklärung an Twitch…
ich denke nicht, dass wir lange warten müssen bis wir den Gegenschlag seitens Twitch sehen werden.

Welche Ausmaße das haben wird? wer kann das bei so einer Größe schon genau sagen?
am Ende wird es viele kleine Streamer hart treffen…

Wenn das mal nicht das Gleichgewicht zwischen diesen Mächten komplett aus den Fugen hebt :O

Unbekannt
Unbekannt
3 Monate zuvor

Jaaa,am Ende wird es vielleicht sogar einen nuklearen Schlagabtausch zwischen Youtube und Twitch geben und Millionen unschuldige Streamer sterben (gehen offline)!!!!
NEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIINNNNNNNN!!!!!!!!!!!! shock

CptnHero
2 Monate zuvor

oh gott…darüber hab ich noch gar nich nachgedacht…werd wohl heute nich mehr schlafen gehen

N0ma
3 Monate zuvor

Glaub eher nicht das das viel bringt, siehe Mixer Ninja. Im Prinzip ist das Geldverbrennung. Da kauft jetzt jeder Streaming Dienst ein paar Streamer, was am Ende ein Nullsummenspiel bedeutet. Eine Handvoll Streamer freuen sich die eh schon nicht mehr wissen wohin mit dem Geld. Und das Geld muss dann wieder eingeholt werden mit mehr Werbung, toll.

Patrick
3 Monate zuvor

Naja ich sehe die Situation dann nochmal etwas anders.

Twitcher ist völlig natürlich als führende Plattform gewachsen. YouTube daraus bereits der Marktführer für Videos on Demand zu sein.

Viele Streamer haben ihre Videos von Twitch sogar parallel auf YouTube hochgeladen um die Videos der streams dort festzuhalten …..

Man kann auch davon ausgehen dass die meisten twitchviewer auch nen YouTube Account haben und die meisten follower PewDiePie wohl sowieso von YouTube kennen.

Dabei ist Mixer viel viel zu spät aufgetaucht und hat sich teilweise den Hass mancher follower gezogen weil diese Leute nun nur noch exklusiv auf anderen Plattformen streamen die diese halt nicht nutzen…. Es ist ja wirklich krass wie die Views bei Ninja runter gegangen sind. Hab da eigentlich etwas mehr treue der Anhänger erwartet.

Ich selber hab keinen Account auf Mixer nicht ein Video betrachtet und sag mir einfach ich Brauch und will keine 3. Plattform

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