YouTube kopiert nun das Feature, das Twitch so verdammt groß gemacht hat

Die Video-Plattform YouTube will offenbar von der Konkurrenz bei Twitch lernen. Man kündigt nun an, ein neues „experimentelles“ Feature zu bringen. Das trägt den innovativen Namen „Clips“ – es ist exakt das Feature, das Twitch ein riesiges Wachstum im Gaming und hohe Relevanz in sozialen Medien beschert hat.

Das ist die Ankündigung von YouTube: Am 28. Januar zwitscherte der Kanal von „YouTube Gaming“ (via twitter):

Es findet jetzt bald ein Experiment auf einer begrenzten Anzahl von Gaming-Kanälen statt: Clips!

Ein YouTube-Mann erklärt dann: Das sind 5 bis 60 Sekunden Ausschnitte aus Videos von YouTube, ob aus Live-Streams oder normalen “Videos on Demand”. Die Clips sind dafür gedacht, sie zu teilen.

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Eine kurze Demonstration, wie das in der Praxis aussieht.

YouTube Gaming ist “YouTube will wie Twitch sein”

Das ist die Situation bei YouTube Gaming: YouTube Gaming ist die Antwort von YouTube auf Twitch, das ist der Live-Stream-Bereich der Plattform, der für Gaming gedacht ist. Da hat YouTube 2019 eine Strategie-Änderung ausgerufen, nachdem die 1. Version gescheitert war und eingestellt wurde.

YouTube hat in den letzten Jahren offenbar erkannt, wie viel Potential Twitch hat. Denn die Firma, die zu Amazon gehört, wuchs in den letzten Jahren beträchtlich.

  • YouTube ist eine riesige Plattform, die alle möglichen Bereiche abdeckt und die auf lange „Videos on Demands“ setzt – also aufgezeichnete, zurecht geschnittene Videos. Man kann als Nutzer dann im Nachhinein die Videos kommentieren.
  • Twitch ist eine kleinere Plattform mit einem starken Fokus auf Gaming, die vor allem auf „Live-Streams“ setzt, die dann als lange, ungeschnittene Videos im Netz stehen. Der Reiz ist hier, dass man als Zuschauer mit dem Streamer sprechen kann, während der streamt. Es schaut sich kaum wer im Nachhinein eine Aufzeichnung auf Twitch an.

YouTube Gaming ist im Prinzip „YouTube versucht genauso wie Twitch zu sein.“

Das hatte Twitch schon 2015 garstig kommentiert mit “Welcome Player 2 – add me on Google+”: Eine Anspielung darauf, dass Google schon mal Facebook kopieren wollte und damit krachend gescheitert ist.

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Clips als Futter für neue Zuschauer

Darum sind Clips so wichtig: Die Clips haben Twitch in Social Media relevant gemacht: Wenn in einem Stream was Besonderes passiert, haben Nutzer die Möglichkeit, diesen spezifischen Moment (bis zu 59 Sekunden) auszuschneiden und in ein handliches Format mit einer schönen Überschrift zu packen.

Einer der beliebtesten Clips auf Twitch aller Zeiten: Ein Streamer war eingeschlafen, wachte auf und sah, dass er mehr Zuschauer hatte als vorher.

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Diese Clips verbreiten sich auf Social Media und erreichen zum Teil riesige Zuschauerzahlen: Das sind kleine Appetit-Happen.

Die Clips sind nicht nachträglich bearbeitet, sondern die sind genauso, wie sie auch im Live-Stream zu sehen waren. Einige-Content-Creators ziehen es vor, selbst Ausschnitte zu erstellen, die sie dann auf Twitter oder YouTube hochladen und die auch geschnitten und bearbeitet werden.

Die Clips dienen dazu, dass man auf Streamer oder Twitch erstmal aufmerksam wird, es sind sozusagen die „besten Häppchen“ eines Streams.

3 Millionen sahen diesen herrlichen Clip:

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Indem YouTube dieses Feature jetzt 1:1 übernimmt, erhoffen sie sich wohl eine Steigerung der Relevanz.

Ein Vorwurf, den YouTube von vielen Twitch-Streamern noch bekommt, ist es, dass der Chat unterlegen ist und die vielen Emotes fehlen. Vielleicht bessert YouTube hier als Nächstes nach.

Wobei Live-Stream auf YouTube im letzten Jahr stark zugelegt und einen Achtungserfolg erzielt hat: YouTube hat die Streamerin Rachel „Valkyrae“ Hofstetter von Twitch abgeworben und sie 2020 zur größten Streamerin der Welt gemacht. Sie hat die größte Streamerin von Twitch, Pokimane, überholt.

YouTube klaut Twitch eine 28-Jährige, macht sie zur „größten Streamerin der Welt“

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