Ein YouTuber hat World of Warcraft als Neuling erlebt, sowohl Classic als auch Retail. Er findet harte, aber klare Worte, was nicht funktioniert.
World of Warcraft dürfte das erfolgreichste MMORPG aller Zeiten sein, das mit über 20 Jahren Laufzeit bereits eine große Community begeistert – egal ob in der modernen Retail-Variante oder in verschiedenen Classic-Neuauflagen. Doch der riesige Erfolg, den WoW gerade in den ersten Jahren hatte, ist dem Spiel zum Verhängnis geworden. Das zumindest meint der YouTuber Gbay99 und erklärt, was ihm als Neuling aufgefallen ist.
Wer ist der YouTuber? Der YouTuber Gbay99 ist vor allem für Videos zu League of Legends bekannt, doch seit ungefähr einem Jahr widmet er sich Warcraft – beginnend mit Warcraft III und anschließend World of Warcraft in seinen verschiedenen Formen. Vor allem Classic hat ihm gut gefallen, aber auch an Retail hat er viel Spannendes entdeckt. Ihm geht es darum, die Faszination von WoW nachvollziehen zu wollen, und deshalb bereitet er sich nur wenig vor. Er möchte das Spiel erleben, wie es ist – und berichtet dann darüber. Das sei die authentische Erfahrung, die ein neuer Spieler machen kann.
Was sind die Fehler von World of Warcraft? Laut dem YouTuber ist World of Warcraft in seinen Tutorials ausgesprochen schlecht. Das Spiel schafft es nicht, einen neuen Spieler zu Inhalten zu führen, die ihn eigentlich interessieren würden. WoW ist ausgesprochen schlecht darin, Neulingen zu zeigen, was die Welt eigentlich gut macht.
Gerade am Anfang gäbe es zwar viele Tutorials, doch die seien überflüssig und für Dinge, die man lieber selbst herausfinden will – wie etwa die korrekte Rotation der Fähigkeiten. Doch sobald es dann an die spannenden Endgame-Features geht, scheitert World of Warcraft daran, einem neuen Spieler zu erklären, wie ein System funktioniert oder wie man sich darauf vorbereitet:
Als prominentes Beispiel nennt Gbay99 das PvP in World of Warcraft. Das wollte er unbedingt einmal ausprobieren und hat dafür (noch zu TWW) einen Schurken auf Stufe 80 gelevelt. Schon beim Leveln hat er sich Gedanken darüber gemacht, wie er seine Fähigkeiten im PvP korrekt einsetzt und wie er vorgehen sollte. Seine Hoffnung: Im ersten PvP-Match hoffentlich nicht das schlechteste Team-Mitglied zu sein und einen sinnvollen Beitrag zu leisten.
Doch es kam anders: Immer wieder wurde er vernichtet, hatte nahezu keine Auswirkung auf Feinde und konnte sich nicht erklären, was er falsch machte.
Er musste erst im Internet recherchieren, um seinen Fehler zu finden: Er hatte keine PvP-Ausrüstung. Denn WoW erzählt einem neuen Spieler an keiner Stelle im Spiel, dass man für PvP besondere Ausrüstung benötigt oder wo man die herbekommt.
Da wird schlicht erwartet, dass man das als Spieler „einfach weiß“ oder sich schon außerhalb des Spiels informiert.
Dabei betont Gbay99 mehrfach: WoW ist ein Spiel, das ihn komplett fesselt und umgehauen hat. Es bräuchte nur so wenige Verbesserungen, damit Neulinge sich genau so in das Spiel verlieben könnten, wie es Veteranen vor vielen Jahren getan haben.
Wie seht ihr den Zustand von WoW für Neulinge? Was muss sich bessern, damit auch Neulinge den richtigen Einstieg hin zu den Inhalten schaffen, die sie interessieren?
Cortyn meint: Die Probleme von World of Warcraft sind eigentlich recht schnell zu lösen, es bräuchte nur ein oder zwei Entwickler, die sich dafür dediziert Zeit nehmen. Denn in WoW gibt es bereits den Abenteuerführer, den könnte man schlicht um eine Tutorial-Funktion erweitern. Einfach ein Menü, das dich fragt: Für welche Inhalte interessierst du dich? Und dann fächert sich das immer weiter auf und erklärt – quasi wie ein klassisches Handbuch – die einzelnen Spiel-Elemente und markiert auf der Karte wichtige NPCs.
Das ließe sich vermutlich für alle komplexeren Spielinhalte machen. Mythisch+, Raids, Dungeons, Tiefen, PvP in der Arena, PvP auf Schlachtfeldern, Rollenspiel. Ein paar Seiten an Erklärungen, mit Bildern oder NPCs, die mit vertonten Dialogen erklären, wie es grob abläuft – das würde schon deutlich helfen.
Denn seit 20 Jahren setzt World of Warcraft voraus, dass man einfach weiß, wie Dinge funktionieren oder sich darüber außerhalb des Spiels umfassend informiert. Veteranen können das nicht nachvollziehen, weil sie das „Ja schon immer so gemacht haben“. Aber Neulinge, die von anderen Spielen kommen, sind heillos überfordert – sie könnten so viel Freude an WoW haben, doch der Weg zu dieser Freude ist oft versteckt. Und manchmal ist die reine Menge an Inhalten auch einfach erschlagend.
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!


Kommentare
Früher brauchte man kein Handbuch, man hat einfach mit den Leuten kommuniziert und sich so seine Informationen beschafft.
Früher gab es in WoW auch kaum Inhalte… Heute gibt es Inhalte in Hülle und Fülle und niemand erklärt einem genau, was diese Inhalte bringen und wie man die sinnvoll spielt.
Außerdem: Es gibt ja jetzt diesen Omniumfolianten den man jede Woche verbessern kann. Ich habe das bis gestern versäumt und dann wollte ich es nachholen und renne mit meinem Vulpera zum Questgeber, allerdings war dort kein Questgeber. Also habe ich im /s Chat die Leute gefragt, ob die hier auch keinen Questgeber sehen: Keine einzige Antwort und da standen mindestens 30 Leute.
(Ich musste dann auf einen anderen Charakter loggen und die Quest wurde angezeigt, scheint also verbuggt zu sein wie so vieles in WoW)
Soviel zu “man hat einfach mit den Leuten kommuniziert”, das macht heutzutage niemand mehr in WoW. Da spricht niemand mit einem, es ist ein anonymes Spiel geworden (was ich auch schade finde).
Also es gibt gefühlt hunderte Inhalte, aber niemand erklärt einem genau was die alle bringen und wenn man im Spiel fragt muss man extremes Glück haben jemanden zu erwischen der nett genug ist jemandem zu helfen.
Und schlussendlich bleibt für mich die Frage: Spielst du das Spiel überhaupt?
Dann würdest du ja eigentlich wissen wie die Realität aussieht.
Das niemand mehr hilft ist die Konsequenz der Inhaltsgestaltung Blizzards. Weg von Multiplayer hin zum Solo Casual. Dies hat die Community zu dem geformt was sie heute ist.
Ich habe das Spiel 2006 zu den späten Classic Zeiten angefangen und muss leider widersprechen. Grundsätzlich widersprechen. Nicht nur im Bezug auf WoW. Die heutigen modernen Spiele servieren einem alles auf dem Silbertablett, die Spannung eines neuen Spiels ist es doch gerade, selber herauszufinden wie es funktioniert. Gerade deswegen funktionieren ja auch die Souls Spiele so Fantastisch, dass du eben nicht alles klein vorgekaut bekommst. Mir ist schon klar, dass du solch Spiele nicht mit einem über 20 Jahre gewachsenen Riesen wie WoW vergleichen kannst, aber dafür gibt es etwas in WoW, was es in Souls Spielen Spieltechnisch bedingt nur in Ansätzen gibt. Eine Community die mit dir die Abenteuer bestreitet. Und genau das ist auch der Punkt auf den ich Hinaus will, wer die ECHTE Faszination von WoW verstehen will, der muss versuchen in die Community einzutauchen. In Retail ist das leider nahezu unmöglich weil sie durch die ganzen Spielmechanischen Erleichterungen, die wir in all der Zeit bekommen haben, nahezu Tot ist. Aber in Classic kann man sie noch gut nachvollziehen. Denn was WoW wirklich damals ausgemacht hat, dass waren nicht die Instanzen, das war auch nicht das PvP oder die Welt. Es waren die Menschen, die mit einem zusammen das erlebt haben. Wie viele Fehler man gemacht hat, weil man eben nicht wusste, wie das Spiel optimalerweise gespielt werden muss. Man hat sich dann versucht selber gedanken zu machen, oder man hat mit den Leuten geschrieben. Und zwar über die Gilde hinweg. In Hauptstädten einfach mal Fremde angesprochen. War damals kein Problem, im Gegenteil es war Grundvorraussetzung. Auch heute macht WoW noch viel Spaß, keine Frage. Aber WoW ist ein Singleplayer Spiel im MMORP geworden. Das Spiel kaut dir doch jetzt schon alles klein vor und du kannst alles alleine machen. Ich will ein Dungeon gehen? Cool ich klicke auf den Dungeonfinder und je nach Rolle 2-20 Minuten später stehe ich schon in dem Dungeon mit 4 NPCs oder Spielern, man weiß es eigentlich nicht, weil keiner sagt was und 15 Minuten später bist du fertig. Um jetzt auch mal auf das Beispiel einzugehen welches der Author genannt hat, das man im PvP auf den Deckel bekommt ohne PvP Ausrüstung, dafür brauchst du keine Info vom Spiel. Einfach mal im PvP Modus deiner Wahl den Chat öffnen und Fragen: “Hey Leute, bin noch recht neu, irgendwie bekomme ich nur auf den Deckel und Schaden mach ich auch nicht wirklich, was mache ich falsch?” Und du bekommst sicher eine Antwort. Und das ist kein Fehler des Spiels, genau SO muss ein MMORP funktionieren, ansonsten brauchen wir diese Spiele nicht. Dann spielen wir für die Herausforderung ein Souls Spiel, für die Grafik vielleicht ein Assassins Creed Teil, für die Komplexe interessante Story vielleicht ein Witcher. Aber wenn wir vom Spiel alles vorgekaut bekommen, dann brauchen wir kein MMORPG mehr. WoW ist wie gesagt jetzt schon ein Singleplayer Spiel im Gewand eines MMORPGs geworden. Ich verstehe das WoW neue Spieler überfordern kann. Gerade nach all den Jahren und Änderungen. Früher gab es einen relativen Roten Pfaden beim Leveln. Es gab schließlich gebiete die Gegner und Quests in deinem Level bereich hatten. Die ausgehend vom Startgebiet immer höher wurden, meist aneinander anschlossen und selbst wenn nicht, du mithilfe von Quests darauf aufmerksam gemacht wurdest wo es weiter geht. Heute kannst du bis auf das Neuste Add-On Jedes Add-On direkt beginnen und auch jedes Gebiet deiner Wahl auswählen. Jede Kritik daran würde ich sofort mitgehen, dass man sich da verloren fühlen kann. Aber doch nicht, wenn es um Endgame Mechaniken geht. Da gibt es sicherlich viel zulässige Kritik, aber dass dir das Spiel nicht sagt, wie du für welche Art des Contents jetzt am besten vorgehst… Das ist doch genau der Reiz dieser Spiele, dies selber oder mithilfe der Community herauszufinden.
Bitte versuch deine Texte ein bisschen zu formatieren, das ist wirklich unangenehm zu lesen so.
Davon ab: Früher ging das. Früher gab es wenig Konkurrenz. Heutzutage gibt es Tausende, abertausende Spiele, die in Konkurrenz zu WoW stehen.
WoW steht nicht mehr in einem luftleeren Raum. Wenn du neue Spieler ansprechen willst, muss WoW neuen Spielern erklären, warum die Zeit in WoW verbringen sollten. Das geht nicht, wenn neue Spieler erst einmal stundenlang irgendwo recherchieren müssen.
Für Details ist das in Ordnung. Für die Kleinigkeiten, die Feinheiten. Aber wenn dir WoW im Spiel niemals sagt, dass du für das Spielen von PvP erst einmal PvP-Ausrüstung brauchst, dann ist das eine absolute Grundlage, die einem das Spiel schon verraten sollte.
Auch wenn ich kein WoW spiele, muss ich hier dennoch einhaken.
Grundsätzlich gebe ich dir da Recht und das Spiel sollte einem schon die Grundlagen erklären. ABER dabei gibt es ein großes Problem: 90% der Spieler würden es sowieso nicht lesen, weil sie sich eh nicht ernsthaft mit dem Spiel befassen wollen.
Meine aktive MMO Zeit ist zwar schon etwas her, aber ich (+Gilde) hatten damals sogar immer wieder gezielt Neulinge aufgenommen und denen explizit angeboten ihnen wirklich alles von A bis Z zu erklären – egal ob das die Klasse, Mechaniken oder sonstiges betraf.
Wirklich angenommen haben das nur die wenigsten und gefühlt 90% waren lediglich “Zombies” die du durch die Dungeons gezogen hast und/oder sich gerade so angestrengt haben damit die irgendwie durch kommen.
Und wenn du die aktiv darauf angesprochen hast ob du ihnen Tipps geben sollst, kam meist ein sehr protziges “ich spiel wie ich will” zurück. Als Reaktion von unserer Seite wurden eben diese Spieler entweder direkt aussortiert und/oder nicht in die schwierigeren Dungeons mitgenommen, weil nicht mal die Basics (für einen potentiellen Erfolg) da waren.
TLDR:
Selbst wenn sich Blizzard die Arbeit macht und solche Tutorials schreibt, bringt das eh nichts, weil es leider die Spieler selbst gar nicht interessiert…
Warum genau hast du denn eine Meinung zu dem, was die Leute einer Community machen würden, von der du gar nicht teil bist und von der du also gar nicht mehr weißt, wie sie aktuell so drauf ist?
Viele vollen auch nicht neu in einem Spiel sein und alles von anderen erklärt bekommen. Sie wollen, dass das Spiel es ihnen beibringt, was notwendig ist.
Vor allem: Leute aktiv drauf ansprechen, wie du es getan hast, ist ja nochmal ein ganz anderes Level. Das ist ja quasi ein aktives “Du spielst nicht gut, ich zeigs dir” – das ist doch total übergriffig für so trivialen Content wie Dungeons. Natürlich will da keiner Hilfe annehmen, wenn da jemand ankommt und dir erstmal durch die Blume sagt, dass du nicht gut spielst.
Was heißt hier aufzwingen? Wie gesagt, wir haben das extra angemerkt und explizit gesucht, die Leute wussten also durchaus bescheid worauf sie sich da einlassen.
Zumal es damit auch meist Gildies (oder in selteren Fällen) mal doch Randoms waren die explizit für schweren Content mitgenommen wurden, wo wir dennoch alles erklärt haben wenn etwas unklar war.
Wenn du die Basics nicht gelernt hast/lernen wolltest, wurde man eben nicht in den schwierigeren Content mitgenommen, weil keiner Bock darauf hatte darin viel Zeit mit (unnötigen) Wipes zu verschwenden.
Und auch wenn ich (aktuell) nicht in der MMO Szene unterwegs bin, zieht sich das leider quer durch alle Genres durch. Anstatt sich tatsächlich mit dem Spiel zu beschäftigen, wird leider bei der ersten Möglichkeit ein Guide zu jeder Quest, Fundorten von Items, Metas und Co in Google gejagt – und Ihr seid hier keine Ausnahme davon…
Ich bin da gänzlich anderer Meinung. Viele Spiele erklären dir viel zu viel und kauen dir alles klein vor, was tatsächlich viele Spieler abschreckt. Wenn du 10 Stunden spielst und 9 Stunden davon wie ein 2-Jähriges an die Hand genommen wirst, dann macht das einfach keinen Spaß.
Und noch mal, WoW ist ein MMORPG und diese basieren ursprünglich auf den Communities. Ich hab in meinem Ursprünglichen Beitrag bereits gesagt, wie einfach es wäre, zu erfahren was man in der Beispielsituation hätte machen können. Chat auf: Hilfe! – Das wars. Es hätte weniger Zeit in anspruch genommen als irgendeine Quest oder sonstige Erklärtexte tief vergraben in den Menüs. Es wäre auch nicht nötig dafür, das Spiel zu verlassen und Stunden im Internet zu Surfen.
Das meiste kann man so einfach in dem Spiel erfahren. Noch besser ist es, wenn man sich eine Gilde sucht und im besten Fall Kontakte knüpft die man geziehlt (auch gerne im TS oder Discord) befragen kann.
Wer alles vorgekaut haben möchte, keine Lust auf die Community hat, der muss sich Fragen: Ist das überhaupt das richtige Genre für mich? Und anders müssen die Entwickler sich fragen, ob sie diese Spieler haben möchten. Denn viele “Veteranen” sind über die Jahre weg, weil man den Fokus zu viel auf eben jene Spieler gelegt hat. Als Entwickler muss man halt abwegen, Stammspieler die seit Jahren dabei sind und das Spiel zu dem gemacht haben was es ist und verlässliche Abonenten sind die stetig Geld einspielen, oder lieber jede Menge Neulinge, die 2-3 Monate (wenn überhaupt) bleiben und dann das nächste Spiel spielen und nie wieder kommen.
Ich finde, WoW hat bereits sehr viel gutes eingebaut für neue Spieler. Die neuen Startgebiete, die die Grundlegenden Mechaniken auf Sinnvolle weise erklären. Ein roter Faden der ein direkt in eine der vielen Möglichen Kampagnen führt, welches aktuell mit Dragonflight noch recht Modern ist.
Alle Add-On Spezifischen Neuerungen werden ebenfalls über eine Quest erklärt.
Aber irgendwo muss dann auch gut sein. Ab einem gewissen Punkt muss man dann auch mal Selbstständig klarkommen und/oder sich mit der Community vernetzen um Wissens-Defizite auszumerzen.
Die Besten Spiele der heutigen Zeit erklären nur das nötigste und den Rest muss man sich selbst auf die eine oder andere Weise aneignen.
Zum Schluss möchte ich auch auf Caliinos Argument noch eingehen. Ich würde zwar nicht mit den 90% mitgehen, aber schon ein sehr erheblich Großer Teil der Spielerschafft interessiert sich nicht dafür, die Spiele zu verstehen. Quests werden gar nicht erst gelesen, die Spieleigenen Instanzguides werden nicht gelesen, was die Erfahrenen PvP Spieler in den SF sagen wird nicht nur ignoriert sondern mit patzigen Antworten oder gar Beleidigungen begegnet.
Ich akzeptiere natürlich auch deine Sichtweise und die des Authors, nur wenn dieses Genre noch weiter Weichgespühlt wird und man noch mehr nervtötend an die Hand genommen werden wird, die Community noch irrelevanter gemacht wird, dann ist das irgendwann auch für mich nichts mehr. Ist am Ende auch eine Möglichkeit, die Spielerschaft einmal zu Grunderneuern.
Wie auch immer, wünsche allen einen schönen Tag
Ich finde spannend, wie in der Rückblende alles damals total kommunikativ und nett und “man findet selber raus” gewesen sein soll.
Ich erinnere mich an: “Wenn du nicht weißt, wie ein Tributrun funktioniert, landest du eben auf Ignore und wirst nie mehr mitgenommen” und “Schau auf Thottbott und frag nicht so doof.”
Sorry, aber ich muss mich Cortyn anschließen bezüglich der Formatierung, ein paar Absätze wären echt cool gewesen 😅
Nun zum Inhalt:
An sich finde ich du hast recht, allerdings nicht mit allem was du sagst. Dass WoW zu einem Singleplayer-Spiel im MMORPG-Gewand geworden ist stimmt zu 100%. Du kannst heutzutage das Spiel spielen und eigentlich alle storyrelevanten Inhalte erleben ohne auf andere Menschen angewiesen zu sein.
Wo ich dir aber zu 0,0% zustimme ist deine Meinung bzgl. des Erklärens des Endcontents. Du behauptest das Spiel solle einem gezielt NICHT sagen, dass man im PvP besser eine spezielle Ausrüstung verwenden sollte und da frage ich mich warum?
Das Spiel soll einem ja nicht sagen “Hey, wenn du PvP spielst brauchst du genau diese Talente und diese Sekundärwerte und gehst am besten so und so vor”, es geht darum, dass der Spieler erklärt bekommt was in diesem Modus wichtig ist. Und dazu gehört es nunmal zu erklären, was der Wert “Vielseitigkeit” bringt und warum er – grade im PvP –wichtig ist. Dass es PvP-Talente gibt und man diese auch nutzen sollte oder sowas. Also die Basics.
Weil wo du auch – meiner Meinung nach – Unrecht hast ist, dass man im Spiel fragt und jemand kommt schon und erklärt es einem. Das ist einfach nicht so, außer du hast extremes Glück. Die meisten Leute haben auf Bildschirm 1 WoW laufen und auf Bildschirm 2 ein Video/Stream, sind nebenbei im Gilden-Discord… Die Leute sind abgelenkt, spielen ihr Spiel und gut is’. Wie oft habe ich schon in den Chat geschrieben und keine Antwort bekommen, bestimmt ist 95% der Fälle.
Ich hab oben auf einen Kommentar geantwortet und meine gestrige Situation bzgl. des Omniumfolianten erzählt. Die Leute die dieses Spiel spielen sind Zombies, sie bemerken nicht was um sie herum passiert und reagieren darauf gar nicht.
Dann stellt sich natürlich noch die Frage, auf welchem Schwierigkeitsgrad man das Spiel spielen möchte. Natürlich kann ich mich einfach in den Dungeonbrowser einreihen und auf einen Invite warten, aber das ist ja so, als würde man Assasins Creed auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad spielen. Und das macht meiner Meinung nach jetzt nicht unbedingt Spaß.
Also suche ich mir Gruppen die schwierigere Inhalte spielen und dafür kann man sich nicht einfach irgendwo einreihen, man muss sich in die M+ Community wagen und versuchen Einladungen zu bekommen. In den M+ Gruppen wird dann auch oft ein wenig gechattet, vorallem zwecks Abstimmung. Daher kann ich deinem Punkt dahingehend überhaupt nicht zustimmen.
Das größte Problem das WoW meiner Meinung nach hat, ist dass sie jeeeeeden Patch neue Inhalte wie Ritualstätten oder ähnliches bringen, die eigentlich keinen großen Zweck haben und nicht erklärt werden.
Mein aktuelles Beispiel dafür sind auch die Ritualstätten. Die kamen irgendwann ins Spiel, wurden aber nie wirklich erklärt und daher habe ich es auch nie gemacht, außer jetzt gestern gezwungenermaßen wegen der Ominiumfolianten-Quest. Und einen Nachteil hatte ich aber dadurch auch nie. Also wozu diese Inhalte überhaupt rausbringen die das Spiel künstlich aufblähen und nur noch mehr Verwirrung stiften?
Wenn man die Quests, die einen da hin führen, vollständig ignoriert und nicht spielt, dann ist das so, ja.
Schon irgendwie lustig, von anderen als Zombies zu sprechen und sich dann zu beschweren, dass man Inhalt X nicht erklärt bekommen habe, während es eine eigene Questreihe dazu gibt (wie eigentlich auch bei deinem Folianten-Problem, bei dem die allererste Quest, beim ersten Char, ebenso automatisch im Questlog landet)
Richtig, für die Ritualstätten habe ich auch nie eine Quest bekommen soweit ich weiß. Da musste man schon aktiv schauen was das ist. Aber klar, ich habe diese Quests ignoriert und dementsprechend wurde es mir nicht erklärt. Den Punkt gebe ich dir gerne.
Dann kommen wir zu dem Omniumfolianten, den Punkt kann ich dir leider nicht geben. Du hast ja offensichtlich keine Ahnung, deswegen kläre ich dich gerne einmal komplett auf:
Die Omniumfolianten-Quest Woche 1 habe ich mit meinem Jäger abgeschlossen, diese Quest habe ich auch automatisch bekommen und dementsprechend erledigt.
Die Woche 2 Quest wollte ich dann auch erledigen und bin mit meinem Jäger zum Omniumfolianten gegangen und es war kein Questgeber zu sehen. Als ich dann auf meinen Drachen geloggt bin, der diese Questreihe nicht gemacht hat, konnte ich den Questgeber sehen und die Quest auch erledigen.
Bei meinem Jäger wurde die Quest Woche 2 aber eigentlich auch auf der Karte angezeigt. Und als ich halt mit meinem Jäger dort stand und die Leute gesehen habe aber keinen Questgeber habe ich halt gefragt.
Ja es tut mir leid wegen den Absätzen.
Ich werde jetzt nicht nochmal auf das Thema Hilfen eigehen, ich denke da können wir uns drauf einigen das wir hier unterschiedlicher Meinung sind und das ist ja auch ok und gut so.
Was die Antworten angeht, finde ich es natürlich Schade dass du diese Erfahrung gemacht hast und verstehe natürlich dann auch, wenn man sich auf die Community in dieser Situation dann eher weniger verlassen möchte. Ich hab zum Beispiel in der Beta von LoL damals die Erfahrung gemacht in meinen ersten 5 Runden mit anderen Spielern, das ich mehrfach aufs übelste Beleidigt wurden bin und man meiner Mutter gewisse Berufe unterstellt hat, so das bis heute keine weitere Runde mehr dazugekommen ist, obwohl mir das Spiel eigentlich Spaß gemacht hatte und meine Meinung über die LoL Community festgefahren ist.
Ich kann natürlich nur aus den Erfahrungen von mir und den Leuten um mich herum erzählen. Klar habe ich nicht jedes mal eine Antwort bekommen. Aber nahezu immer und in den meisten Fällen hatte ich das Glück sehr hilfreiche und freundliche Leute mit meiner Frage zu erreichen. Für mich ist genau diese Interaktion etwas, das ich erhalten möchte, was für mich dieses Spiel ausmacht und welches viel zu selten geworden ist. Ich selber Antworte eigentlich immer, wenn mal jemand im öffentlichen Chat, oder mich direkt etwas fragt.
Was den Punkt angeht, was deiner Meinung nach ein Problem von WoW ist. Mit all den neuen unnötigen Dingen, da kann ich dir nur sagen, bin ich ganz bei dir. Auch diese unzähligen Token und Währungen sind furchtbar.
Ich glaube wir sind uns in unseren Meinungen nicht unähnlich. Die LoL-Erfahrung hat bestimmt auch jeder gemacht der einmal LoL gespielt hat. Ich kann das dort gut ignorieren und ich erfreu mich auch ein bisschen daran beleidigt zu werden (ist ja auch eine Form der Anerkennung :D)
Aber ja.. Meiner Erfahrung nach ist WoW komplett unsozial geworden und das ist natürlich auch dem geschuldet, dass Blizzard viele Solomechaniken eingebaut hat. Man muss dazu aber auch sagen finde ich, dass die Community sowas immer haben wollte. Im Endeffekt hat die Community den sozialen Aspekt des Spiels selbst beerdigt mit ihren Forderungen.
Um nur auf einen Punkt einzugehen: Die “unzähligen Token und Währungen” sind dazu da, klar zu machen, dass X für Inhalt X und Y für Inhalt Y ist, ohne dich, der vielleicht nur Inhalt Y machen möchte oder “noch was braucht” von dort, dazu zu zwingen, Inhalt X machen zu müssen, weil dort die eventuelle Gemeinschaftswährung vielleicht einfacher oder schneller oder einfach mehr davon droppt.
Wie würdest du es finden, zB. das Überfluss-Event (wiederholt, mehrmals wöchentlich) machen zu müssen weil du noch irgendwas von den Beutejagden brauchst aber im Überfluss-Event droppt die gemeinsame Währung verlässlicher und schneller?