WoW: Für den „World First“ hat sich die Profigilde Limit hoch verschuldet

Für den „World First Kill“ von N’Zoth in WoW musste die Profi-Gilde Limit ordentlich Gold ausgeben. Jetzt sind sie stark verschuldet.

Das Rennen um den „World First“-Kill von N’Zoth, dem finalen Boss von WoW: Battle for Azeroth, war dieses Mal ziemlich spannend. Doch entschieden wurde es nicht nur durch den Skill der Spieler, sondern auch durch eine dicke Geldbörse. Die Kosten für den Kill von N’Zoth? Die liegen bei knapp 257 Millionen Gold für den Gewinner Complexity-Limit.

Warum war das notwendig? Mit Patch 8.3 brachte World of Warcraft das Verderbnis-System. Gegenstände können, wie damals beim Titanforging, zufällig aufgewertet werden und einen zusätzlichen starken Bonus erhalten. Damit jeder Spieler ein breites Spektrum an starken Items vorweisen kann und in möglichst vielen Situation das Optimum erreicht, braucht es viele Gegenstände. Da die Verderbnis-Effekte auch auf sogenannten „BoE“-Items sein können, also Gegenständen, die erst beim Anlegen an den Charakter gebunden werden, kann man diese über das Auktionshaus kaufen.

WoW Nyalotha Nzoth

In einem Interview mit PCGamesN erklärte der Spieler Podra von Limit:

Im letzten Raid-Tier gab es zwei oder drei Gegenstände pro Ausrüstungs-Slot, die man bekommen konnte und das Best-in-Slot waren. Aber jetzt konnten diese 2 bis 3 Items über 50 verschiedene Verderbnis-Zusätze haben. Deshalb sind sie schwieriger zu finden und gleichzeitig viel mehr Gold wert.

Mehrere Realms wurden geplündert: Um an die optimalen Gegenstände zu kommen, wurde nicht nur der Heimatrealm von Limit geplündert, sondern auch andere WoW-Realms wurden nach den perfekten BoE-Gegenständen durchsucht. Mit Charakter-Transfers wurden diese Gegenstände dann auf den Realm von Limit gebracht, damit die richtigen Charaktere sie verwenden können.

Limit muss viele Schulden zurückzahlen: Das Gold hatte Limit übrigens nicht selbst. In der Raid-Vorbereitung erreichten sie einen Goldstand von knapp 100 Millionen, stellten jedoch fest, dass das nicht genügt. Sie mussten sich also jede Menge Gold leihen und haben nun Schulden, die rund 157 Millionen betragen. Dazu sagte Preheat von Limit:

[Wir] haben uns viel geliehen und werden die nächsten Monate damit verbringen, alles zurückzuzahlen und hoffentlich Gold für die nächste Erweiterung sammeln.

So kann man die Zeit bis zum Launch der neuen Erweiterung Shadowlands natürlich auch totschlagen.

Gold entspricht Gegenwert von 34.000$: Wer mit dem Gold nichts anfangen kann: Gold lässt sich grob in Echtgeld umrechnen, denn die WoW-Marke kann man für echtes Geld kaufen und anschließend gegen Spielgeld im Spiel weiterverkaufen. Der aktuelle Preis einer WoW-Marke liegt in Amerika bei 150.000 Gold mit einem Kaufpreis von 20$. Damit entspricht die Summe von 257 Millionen Gold einem Gegenwert von knapp 1.700 WoW-Marken – oder 34.000$!

Limit ist übrigens nicht die einzige Gilde, die so vorgeht. Auch die Profis von Method geben jedes Mal viel Gold aus. So erklärte Preheat, dass er wisse, dass „Method und wir jeweils über 200 Millionen Gold ausgegeben haben.“

Findet ihr es okay, wenn Gilden sich für das „World First“-Rennen Gold leihen? Oder sollten die Profis sich das alles im Vorfeld selbst erfarmen müssen?

WoW-Quiz: Wir suchen wahre Weltenbummler – Wie gut kennst du Azeroth?

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Quelle(n): pcgamesn.com, wowtoken.info
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doc
4 Monate zuvor

Das spricht nicht unbedingt für das Lootsystem, wenn man für das optimale Setup auf andere Realms transen muss um dort die Items zu erstehen…

Meinmmouser
4 Monate zuvor

Die sollten sich vielleicht ein paar Auktionshaus-Profis in die Gilde holen. Da haben 2-3 Leute das Gold in ein paar Tagen zusammengefarmt.

Sgt. Butterbread
4 Monate zuvor

Als jemand der kein WoW spielz aber die WF ganz interessant findet ist das jetzt doch ein Dämpfer. Ich wäre davon ausgegangen die Gilden erarbeiten sich das wirklich alles selbst, schon allein damit sie witklich behaupten können, sie hätten alleine den WF geholt. Eigentlich haben sie aber Fremde Sponsoren gehabt. Manche Gilden haben vielleicht nicht so eine große Reichweite und kommen nicht an so viel gepumptes Geld, die sind dann automatisch im Nachteil. Ich kann dem Geld leihen so gar nichts abgewinnen.

MB
4 Monate zuvor

Da fehlen mir die Worte…🙃
edit: nicht für deinen Beitrag, sondern für das Thema.

N0ma
4 Monate zuvor

Naja hatte ja schon mal geschrieben das das ein erhebliches Manko ist von WoW das man im Raid und auch speziell M+ goldmäßig stark ins Minus kommt. Währenddessen man komischerweise zB bei M0 im Plus ist. Bei Limit muss man dann schon fast sagen P2W.
Es ist leider auch kein Zufall, Blizzard konte sich genau ausrechnen was mit den Verderbnis Items passiert. Man hat einfach sämtliches Balancing über Bord geworfen, damit die Leute möglichst viel grinden. Damit hat man auch inkauf genommen das der WF gegen die Wand läuft, aber hey ist ja eh kein offizieller Event. Witzigerweise stellt sich dann Blizzard hinterher hin und jammert wie schwer doch das Balancing ist.

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