WoW-Veteran lässt seine Freundin spielen, die ist sofort verwirrt: „Warum ist mein Charakter jetzt müde?“

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Mit dem Partner World of Warcraft spielen, das klingt wie ein Traum. Doch dann sieht man oft erst, was im Spiel falsch läuft.

Für viele männliche Gamer ist es, als fällt Weihnachten und Ostern auf den gleichen Tag. Man hat die Freundin davon überzeugen können, sich doch einmal World of Warcraft anzuschauen – das Spiel, in das zahlreiche so viel Zeit stecken. Doch die Enttäuschung ist dann groß, wenn das Interesse rasch wieder nachlässt. Doch eine Person auf Reddit zeigt eindrucksvoll, woran es eigentlich scheitert.

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Um wen geht es? Der Beitrag stammt vom Reddit-Nutzer „etozhedonald“. Der spielt seit über 10 Jahren World of Warcraft und hat sogar eine Bachelor- und Master-Arbeit über das Spiel verfasst, in der es um Linguistik ging. Seine Freundin ist ebenfalls eine erfahrene Spielerin und studiert gerade Game Design.

Was waren die Erfahrungen? In einem ziemlich langen Beitrag auf Reddit listet etozhedonald einige Punkte auf, an denen World of Warcraft scheitert, neue Spieler abzuholen und ihnen die Grundlagen beizubringen. Denn während der direkte Einstieg mit der Insel des Verbannten durchaus gelingt, bricht danach nahezu Chaos aus.

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Charakter ist müde – denn keiner erklärt, was es bedeutet

Eine amüsante Frage der Freundin war etwa: „Warum ist mein Charakter denn jetzt müde?“ Ein nachvollziehbarer Gedanke, wenn am Porträt des Charakters die typischen „zZz“-Symbole auftauchen. Dass sich dahinter das Betreten eines Ruhebereiches verbirgt, bei dem der Charakter einen Ruhebonus sammelt – das erklärt das Spiel nicht.

Ein weiterer Kritikpunkt ist das Erlernen und Verwenden von Reittieren. Denn das wird im Spiel im Grunde überhaupt nicht erklärt und braucht sogar ziemlich viele Schritte:

  • Zuerst muss man ein Reittier bekommen.
  • Dann muss man die Taschen öffnen.
  • Dann muss man das Reittier in der Tasche verwenden, woraufhin es verschwindet.
  • Daraufhin muss man irgendwie wissen, dass das Reittier sich jetzt im Sammlungen-Fenster befindet, das bisher nie erklärt wurde und nur ein sehr kleiner Button im Mikro-Menü ist.
  • Zuletzt muss man auch noch herausfinden, dass man das Reittier einfach in die Aktionsleiste ziehen kann.

Das sind ziemlich viele Schritte, die das Spiel niemals richtig erklärt. Wenn man da nicht einen Veteranen an der Seite hat oder ordentlich Zeit zum Suchen mitbringt, kann das schonmal eine Weile dauern. Viele werden ihr Mount wohl gar nicht erst finden.

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Wer nach der aktuellen Handlung sucht, muss das eine Weile lang tun – denn da kommt man erst sehr, sehr spät an.

Ebenfalls ärgerlich: Die Welt belohnt nicht genug. Eine Höhle zu erforschen oder einfach mal Seitenpfade zu gehen, belohnt nur ganz selten mit neuen Quests, Schätzen oder Ressourcen. Hier lerne man als Neuling schnell: Erforschen lohnt sich nicht.

Dazu kommt der triviale Schwierigkeitsgrad während der Level-Phase in Dragonflight und die zusammenhanglose Story. Immerhin bewirbt WoW aktuell das Spiel aggressiv mit Xal’atath und der Story rund um den Sonnenbrunnen – etwas, um das es in Dragonflight noch gar nicht geht. Wer von der Werbung angelockt wird, muss sich also erst viele Stunden durch Content kämpfen, der gar nichts mit der lockenden Handlung zu tun hat.

Cortyn meint: Ich kann diese Erfahrungen nur teilen. Wenn man sich selbst mal gedanklich in die Lage eines Neulings versetzt, sind viele der erwähnten Punkte genau die Schwierigkeiten, vor denen man auch selbst stehen würde. Wichtige Systeme sind oft verschachtelt hinter mehreren Menüs versteckt und grundlegende Tutorials zu Kern-Features fehlen schlicht.

Als Veteran übersieht man oft diese fehlenden Tutorials. Oder man begibt sich in die Rolle des Gatekeepers, der sagt „Ich musste das damals auch alles so lernen, sollen die sich halt anstrengen“. Das macht nur leider World of Warcraft nicht besser, sondern sorgt schlicht dafür, dass es keine oder nur sehr wenige neue Spielerinnen und Spieler gibt. Dass es an passenden Einführungen mangelt, hat vor kurzem auch ein YouTuber aufgedröselt.

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