Darum sind die Kriegskampagnen in WoW einfach unpassend

Die Kriegskampagnen in World of Warcraft: Battle for Azeroth enttäuschen ein wenig. Denn sie tun nur wenig und sicher nicht den Konflikt anheizen.

Eigentlich sollte World of Warcraft: Battle for Azeroth den Konflikt zwischen Allianz und Horde schüren, immerhin ist der ausbrechende Krieg der Kernaspekt der Erweiterung. Schon vor dem Launch der Erweiterung waren die Spieler in zwei Lager geteilt und fühlten sich ihrer Fraktion so sehr zugehörig wie nie zuvor.

Und obwohl sowohl Horde als auch Allianz eine Kriegskampagne haben, die den Kampf von Horde und Allianz behandeln, kommt keine Konflikt-Stimmung auf. Das hat mehrere Gründe.

Weil WoW zu viel ändert, droht es dieses Mal zu scheitern

Die San’layn-Problematik

Auf Seiten der Allianz war die Kriegskampagne recht cool. Man findet heraus, dass die Horde die San’layn, quasi „Vampir-Elfen“, aufgenommen hat und diese im Krieg aktiv einsetzt. Während man einen besonders mächtigen Blutprinz (einen Anführer der San’layn) jagt, stecken die eigenen Truppen große Verluste ein und es entsteht ein langes Katz- und Mausspiel.

WoW Sanlayn Battle for Azeroth

Die San’layn als „Vampir“-Gegner sind dabei ziemlich interessant in Szene gesetzt und ein klarer Gewinn für die Horde. Sie sind mächtige Widersacher und fast die ganze Kampagne handelt von der Jagd und der Vernichtung der San’layn. Das ist cool.

Der Haken an der ganzen Sache: Als Spieler der Horde erfährt man von den San’layn gar nichts. Es wird überhaupt nicht angesprochen, dass diese Vampir-Elfen plötzlich in der Horde sind und für Sylvanas arbeiten, nicht einmal einen kleinen Hinweis gibt es darauf.

Es gibt absolut keinen Hinweis im Verlauf der Horden-Geschichte, dass sich die San’layn angeschlossen haben und nun unter der Flagge der Horde operieren. So zeigten sich auf Reddit Spieler der Horde auch ziemlich erstaunt darüber, dass die San’layn vorkamen.

World-Of-Warcraft-WoW-Anduin

Doch damit endet es nicht. Am Ende der bisherigen Kriegskampagne versenkt die Allianz ein Schiff der Zandalari. Das alles endet dann mit einer ziemlich absurden Rede von König Anduin Wrynn, der behauptet, dass die Zandalari unter diesen neuen Bedingungen der Horde wohl keine Unterstützung bieten können.

Und auch hier ist wieder das Problem: Als Hordler bemerkt man davon nichts. Es gibt keine Hinweise, dass etwas vorgefallen ist und keine Anzeichen, dass irgendetwas nicht nach Plan lief.

Keine Wirkung für die andere Fraktion

So wirkt die Kriegskampagne, als würden Horde und Allianz „aneinander vorbei“ spielen. Sie beeinflussen sich einander nicht. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und es gibt keine spürbaren Auswirkungen.

WoW Lordaeron Sylvanas Nathanos love order

Die Klassen-Kampagnen in Legion hatten das besser gelöst, denn hier arbeiteten die Kampagnen zusammen oder manchmal auch gegeneinander.

Aber natürlich: Battle for Azeroth steht noch am Beginn. Es kann sehr gut sein, dass Blizzard die Handlungsstränge noch besser verknüpft. Spätestens bei einem großen Showdown der beiden Flotten bleibt das wohl unvermeidlich – zum Glück!

WoW-Chef: „Legion hatte ähnlich viele Fehler wie Battle for Azeroth“

Wie ist eure Meinung zur Kriegskampagne von Battle for Azeroth und dem Verlauf des Krieges im Allgemeinen?

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cyber
cyber
1 Jahr zuvor

Ich kenne mindestens ein Mitglied aus der Community, dass sich jetzt vermutlich große Hoffnung macht, dass die San‘layn bald als neues spielbares Volk der Horde beitreten. @Lilith

Lilith
Lilith
1 Jahr zuvor

Tun sie dies werde ich wieder Hordlerin ????????????????

SecondSense
SecondSense
1 Jahr zuvor

Da viele Spieler die Beweggründe hinter dem Abfackeln von Teldrassil auch nicht richtig einordnen konnten, finde ich es konsequent, dass Sylvanas halt die San’Layn einsetzt ohne dass wir etwas davon mitbekommen. Dazu kommt, dass das die Schnittstellen wahrscheinlich mit dem neuen Content kommen. Wenn das zerstören des zandalarischen Schiffes und der Diebstahl des Abyssischen Zepters das Ende der Kriegskampagne 1 darstellt, macht es für mich Sinn, dass man nichts mitbekommt, da das Ende der Kriegskampagne das Ende des Quest-Contents ist.

PaddyWho
PaddyWho
1 Jahr zuvor

Was ich nicht verstehe warum heulen alle rum das der Krieg zwischen der Horde und der Allianz nicht so richtig rüber kommt?

Wurde von Blizzard jemals offiziell bestätigt das dieses Addon darum geht?
Kann ich mich nicht daran erinnern.

Ich denke das Addon hat einen anderen Kern. Ich meine die 3. Kriegstreiberin ist keiner der beiden Fraktion angehörig. Und in dieser kurzen Zeit des Addons hatten wir schon mehr als nur einen Kontakt mit den Altgods, Wenn auch nur indirekt aber er war da… und wir haben es dato nicht nicht geschafft einen von ihnen wirklich zu töten.

Was wen der Titel von uns allen nur Irrtümlicherweise missverstanden wird und gezielt zweideutig formuliert wurde?

Ich meine „Krieg UM Azeroth“ heist ja nicht zwangsweise das die Horde und die Allianz sich bekämpfen, zumindest langfristig. Was wenn hin dem Namen er das Kämpfen um Azeroth zu ihrem wohle und gegen die Altgods gemeint ist?

Weil „Battle for Azereoth“ hat je mehrere Übersetzungen:
„Battle“ bedeutet „Kampf/Schlacht“ und „for“ heißt gleichermaßen „für“ als auch „um“…

denkt mal darüber nach!

ps.:
ich lass mich mit beleg von Quellen gerne über meine gegebenenfalls Irrtümlich getroffenen Aussagen hinweisen

SecondSense
SecondSense
1 Jahr zuvor

Ich finde den Ansatz komplett richtig, nur hab ich da beim Marketing-Konzept ein Problem. Die ganze Promo war auf die Trennung von Allianz und Horde ausgelegt, sowie deren Indentifikation mit der jeweiligen Fraktion. Wenn der Content sich nun um die Bekämpfung der Old Gods und eventuell die Naga als Gegner dreht, bräuchte man die Fraktionen nicht wieder trennen. Wenn rauskommt, dass Anduin und Sylvanas wirklich verdorben wurden, dann tun sich alle wieder zusammen und das Konzept ist hin. Andererseits würde es für beide Seiten auf einen Zweifrontenkrieg hinauslaufen. Und das noch gegen Gegner, die wohl weder der Legion oder dem Lich König kaum in etwas nachsteht und auch nur gemeinsam besiegt werden konnte.

Ahmbor
Ahmbor
1 Jahr zuvor

Du siehst es richtig. Und sogar der Titel der Erweiterung kann man auslegen wie man will.

Entweder geht es um den „Kampf um Azeroth“. Im Sinne wer über Azeroth herrscht: Horde oder Allianz.

ODER, es geht um den „Kampf für Azeroth“. Bezogen auf Azeroths leiden und der Rettung des Planeten/Titan.

„Battle for Azeroth“ könnte nämlich beides bedeuten.

Gorden858
Gorden858
1 Jahr zuvor

Das ließe sich wohl so interpretieren, wäre aber doch eine ziemliche Enttäuschung. Sie haben zwar immer wieder deutlich gemacht, dass es sich nicht um ein PVP-Addon handelt, aber es wurde gleichermaßen betont, dass man sich wieder auf die Ursprünge der Geschichte mit dem Konflikt zwischen Horde und Allianz als Mittelpunkt besinnen möchte (wobei die Horde bei dem ursprünglichen Konflikt ja auch von einer externen Macht kontrolliert wurde…)

Aber sie haben soviel Aufwand drauf betrieben, dass die Leute sich mit ihrer Fraktion identifizieren und die andere als Gegner ansehen, dass es wirklich ein Schlag ins Gesicht wäre, wenn nun SCHON WIEDER rauskommt, dass der Krieg von einer externen Bedrohung provoziert wurde und nach deren Entdeckung die Feindseligkeiten beiseite gelegt und gemeinsam gegen diese gekämpft wird. Das hatten wir in Cata und in MoP und zumindest ein bisschen in allen anderen Addons.

Aber mit den Raids als zentralem Endgameelement wird das wohl schwierig, sich davon komplett zu lösen… Hoffen tue ich trotzdem darauf, dass sich nach diesem Addon vielleicht tatsächlich mal etwas an diesem überholten Fraktionsgefüge ändert.

Nookiezilla
Nookiezilla
1 Jahr zuvor

Ich hatte echt kurz an mir gezweifelt als die San’layn erwähnt wurden, aber gut dass es nicht an mir lag ???? aber in der tat, sehr suspekt.

Sand
Sand
1 Jahr zuvor

Ok lustig. Ich spiele Horde und hab von diesen Elfen bisher noch garnichts mitbekommen^^. Was ist denn da los?

Koronus
Koronus
1 Jahr zuvor

Also da sind die San’leyn. Die habe ich ja glatt schon wieder vergessen.

Joker#22737
Joker#22737
1 Jahr zuvor

Das mit den San‘layn wusste ich gar nicht, als spielbare Rasse wären die ganz cool wink

Ectheltawar
Ectheltawar
1 Jahr zuvor

Aus Allianzsicht muss ich dem Widersprechen. Nach der Kriegskampagne ist klar das die Horde aus Monstern besteht die sich sogar mit Dingen wie den besagten San’layn zusammentut. Obendrein erlebt man ja auch so noch wie die Horde mit Zivilisten umgeht und solche „Kleinigkeiten“. Ich denke als Allianzler weiß man danach das es nur noch Frieden geben kann, wenn entweder Sylvanas vernichtet ist und die Horde danach überwacht wird, oder eben wahlweise das ganze Pack vernichtet wird. (Was natürlich beides keine Optionen fürs Spiel sind)

Auf Hordeseite scheint es aber zu stimmen, auch nach der Kampagne dort ist irgendwie immer noch nicht so wirklich klar, warum Sylvanas diesen Krieg begonnen hat. Nach wie vor fehlt es meinen Hordechars an der Motivation auf diesen Krieg und es bleibt einzig der Wunsch sich Saurfang anzuschließen.

PaddyWho
PaddyWho
1 Jahr zuvor

Sauerfang muss sterben…
FÜR DIR HORDE, FÜR SYLVANAS!

Gorden858
Gorden858
1 Jahr zuvor

Aber eben das ist irgendwie das Problem. Man wird auf den Konflikt mit einem Gegner eingeschworen, den die eigentlichen Spieler der anderen Fraktion so gar nicht kennenlernen und entsprechend auch nicht repräsentieren.

sart
sart
1 Jahr zuvor

Naja… die San’layn werden als Geheim-Elite-Trüppchen der Horde dargestellt. Dass man davon jetzt nichts erfährt, finde ich jetzt zumindest nicht sooo schlimm – wenn man es natürlich auch problemlos häte erwähnen können, genauso wie man auch andere Querverweise hätten bringen können.

Spoiler:

Gänzlich widersprechen würde ich dir allerdings was das Zandalari-Schiff am Ende der Allianz-Kampagne angeht. Der ganze Sinn ist doch gerade, dass die Horde nichts davon erfährt. Das Schiff war irgendwo fernab unterwegs und die Rückkehr-Route führt direkt in Sichtweite am Allianz-Geheimstützpunkt vorbei. Deswegen muss das Schiff vernichtet werden, bevor es Meldung erstatten kann. Da der Plan erfolgreich durchgeführt wird, kann man auf Hordenseite also garnichts davon erfahren.

Ich meine auch, dass Anduin zum Schluss nicht sagt, dass die Zandalari der Horde nun keine Unterstützung gewähren können, sondern (sinngemäß), dass man das Bündnis irgendwie torpedieren muss.

Nora mon
Nora mon
1 Jahr zuvor

Ich hätte sogerne eine Dredgionähnliche Instanz in Wow, das würde sogut in das Addon passen.

Nookiezilla
Nookiezilla
1 Jahr zuvor

Eine was Instanz?

Halmus
Halmus
1 Jahr zuvor

Dredgion. Wenn ich mich recht entsinne kommt es aus Aion. Das war/ist (habs seit Jahren nicht mehr angefasst) eine parallel verlaufende Instanz, deren Wege sich jeweils bei den Bossen kreuzen. Hier trafen dann die jeweils gegnerischen Fraktionen aufeinander und haben sich gegenseitig und den Boss verdroschen.
Also quasi die PvP Inselexpedition innerhalb eines Dungeons.

Nookiezilla
Nookiezilla
1 Jahr zuvor

Danke für die Aufklärung, dachte du meintest was WoW bezogenes daher war ich verwirrt. Hört sich aber super an! Habe Aion nur zum release mal ca 25lvl lang gespielt.

Vanzir Nivis
Vanzir Nivis
1 Jahr zuvor

Gab es so was in der Art nicht auch zu Anfang von Legion? Das Szenario wo Allianz und Horde parallel diese durchlaufen haben und sich nur am Ende beim Boss über den Weg gelaufen sind und dann zusammen gegen diesen gekämpf haben? Aber auch so, das man die gegnerische Fraktion nicht erreichen konnte, man hat sie immer nur aus der Entfernung sehen können, wenn man genau drauf geachtet hatte und wusste wo ihr Weg lang ging xD

Aber als Ini würde ich das interessant finden, sofern es nicht mit PvP vermischt wird, sondern PvE bleibt und man zusammen durch eine Ini läuft, aber mit unterschiedlichen Wegen und sich nur bei den Bossen trifft.
Auch wenn die Umsetzung schwierig wird, vorallem wenn eine Gruppe wesentlich schneller ist und beim Boss dann immer warten muss, bis die andere Fraktion hinterher kommt, da man es mit 5Mann dann nicht schaffen würde, sondern da alle 10 Leute benötigt werden xD

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