WoW: Managerin gibt Posten ab – 3000 Angestellte von Blizzard forderten ihren Rücktritt

Die Managerin Frances Townsend gibt eine ihrer Positionen bei Activison Blizzard ab, bleibt aber in der Firma. 3000 Angestellte hatten in einem Brief ihren Rücktritt als „Executive Sponsor“ des Frauen-Netzwerks gefordert. Townsend spielte eine unglückliche Figur im Sexismus-Skandal um den WoW-Entwickler Blizzard.

Welche Position gibt Townsend ab? Frances Townsend war „Executive Sponsor” des Frauennetzwerks von Activision Blizzard. In der Funktion dient sie als eine Art Projektleiterin und verantwortete die Aktivitäten des Netzwerks gegenüber dem Vorstand. Wenn man es auf deutsche Verhältnisse überträgt, wäre sie wohl sowas wie die hochrangigste Gleichstellungsbeauftragte bei Activision Blizzard gewesen.

Von dieser Position tritt sie nun zurück.

Townsend bleibt aber bei Activision Blizzard. Dort bekleidet sie die Funktion eines Executive Vice President. Sie war erst im Januar 2021 zur Firma gekommen.

Internes Statement nach Sexismus-Klage sorgte für viel Kritik

Das sorgte für viel Ärger: Den Rücktritt von Townsend aus ihrer Funktion hatten Mitarbeiter von Blizzard in einem offenen Brief an die Geschäftsführung gefordert. Der wurde zuerst von etwa 1.000 Mitarbeitern unterschriebenen, mittlerweile ist die Zahl der Unterzeichner auf 3.000 gestiegen.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Blizzard ärgerten sich vor allem über eine interne E-Mail von Townsend. Sie hatte dort auf die Klage einer staatlichen Behörde gegen Blizzard reagiert. Diese interne E-Mail wurde öffentlich.

Townsend nannte in dieser E-Mail die Vorwürfe in der Klage „verzerrt“, „veraltet“ und „faktisch unkorrekt“: Activision Blizzard sei eine tolle Firma mit großartigen Werten. Das sagte sie in ihrer Funktion als Executive Sponsor des Frauennetzwerks und Chief Compliance Officer der Firma.

Zudem gab es Ärger auf Twitter, als Townsend einen Beitrag teilte, der Kritik an „Whistlebowern“ übte. Für den Post wurde sie kritisiert. Doch ihre Reaktion wurde noch schärfer kritisiert: Sie blockierte Kritiker, darunter auch Blizzard-Angestellte, und löschte letztlich ihren Twitter-Kanal komplett.

Wie die Seite Kotaku mitteilt, habe sie das aus eigenen Stücken getan, die Firma hätte sie nicht dazu aufgefordert, ihren Twitter-Account zu löschen.

Sexismus-Skandal erfasst WoW-Entwickler Blizzard – Was nun?

Das sagt Townsend nun: Sie sagt, mit ihrem Rücktritt tue sie das Richtige für das Netzwerk, sie werde aber weiterhin das Frauen-Netzwerk unterstützen, so gut wie sie könne.

Die Washington Post berichtet ferner, Townsend habe den Blizzard-Angestellten in einem Zoom-Meeting gesagt, bei ihrem ursprünglichen Statement habe sie auf einen Rechtsbeistand gehört, was die Sprache angeht. Daher hätte das am Ende nicht mehr so geklungen wie sie selbst.

Der Rücktritt von Townsend ist eine weitere Konsequenz des Skandals:

WoW: Präsident J. Allen Brack verlässt Blizzard – Nach Sexismus-Skandal

Quelle(n): ign
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Stimme aus dem Off

Nur eine Versetzung zu einer Position mit wahrscheinlich ähnlichen Verdienstkonditionen? Als Executive Vice President kann man sich immernoch einen der “Chefs” nennen. WO bleibt denn da der Gerechtigkeitssinn. Hat die jemandem dort einen gelut…. oder was…

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Stimme aus dem Off
Zid

Aber aus Quotensicht kann man doch aktuell keine Frau aus dem gehobenen Management entlassen.

Die Mitarbeiterin macht vermeintlich wenig Probleme und zählt trotzdem noch für eine mögliche Frauenquote im gehobenen Management. Was kann sich Blizzard den mehr wünschen 😀

Quoten über Leistung, das ist die Zukunft.

Zuletzt bearbeitet vor 1 Monat von Zid
Max Mustermann

Gleich zwei Helden, welche sich im Netz geschnüffelt haben. Deiner Meinung nach sind Frauen also schlechter als Männer? Ja, viele Jobs werden nur der Quote halber an Frauen vergeben, dass heißt aber nicht das sie weniger Leistung erbringen!

Zid

Es heißt aber gleichzeitig auch nicht, das Sie bessere Leistungen erbringen, als die Alternativbewerber.

Ich verstehe nicht ganz, wie man jedem der Quoten ablehnt unterstellen kann, man wäre der Meinung Frauen seien “schlechter” als Männer. Weder habe ich das geschrieben, noch bin ich dieser Auffassung.
Ich bin jedoch der Ansicht das Quoten in keinem Fall dazu führen, das der qualifizierteste Mitarbeiter für einen Job ausgewählt wird. Weder hier, noch in Jobs die vermehrt von Frauen ausgeführt werden und die man mit einer “Männerquote” versehen müsste.

Wie soll das denn auch funktionieren? In einigen Branchen (u.a. IT) gibt es teilweise deutlich mehr männliche Bewerber, als weibliche. (In anderen Berufen genau anders herum im übrigen auch) Alleine schon statistisch gesehen ist die Chance höher den besten Bewerber zu bekommen, wenn ich alle Bewerber berücksichtige.

So und um auf das Thema zurück zu kommen: Diese nette Blizzard Mitarbeiterin hat hier ein Statement abgegeben, das in vielen Firmen, v.a. unter Berücksichtigung der aktuellen Situation zu einer Entlassung geführt hätte. Wenn mehrere tausend Mitarbeiter deiner Firma von dir einen Rücktritt fordern, ist es schon sehr fraglich warum diese Frau noch in der Firma bleibt. Das Vertrauensverhältnis zwischen ihr und den Mitarbeitern ist meiner Meinung nach komplett zerstört.
Gleichzeitig ist Blizzard aber auch bewusst, wenn Sie die Dame nun entlassen, würden sie einerseits wieder angeprangert werden, warum eine Frau aus einer Führungsposition genommen wird, obwohl diese sowieso schon hauptsächlich von Männern besetzt sind. Andererseits müssten Sie die Position dann auch wieder neu besetzten und die Gesellschaft würde schon erwarten, nein sogar fordern, das die Stelle mit einer Frau nachbesetzt wird. Und wer weiß, vlt wäre das dann eine wesentlich “schwierigere” Mitarbeiterin, als eine eben vermeintlich sehr linientreue Angestellte.
Somit ist meine Annahme, das es sich hierbei um eine Quotenentscheidung handelt durch aus gerechtfertigt. Natürlich kann ich es nicht wissen, aber das kann auch niemand anderes hier, der iwelche Annahmen zu Blizzard Internas von sich gibt.

Sayfty

Ich bin jedoch der Ansicht das Quoten in keinem Fall dazu führen, das der qualifizierteste Mitarbeiter für einen Job ausgewählt wird. ” Wieso nicht? Die Frauenquote gilt, zumindest im öffentlichen Dienst in Deutschland, nur bei gleicher Eignung. Wenn sich also ein Mann und eine Frau mit der gleichen Qualifikation bewirbt, wird die Frau eingestellt solange die Quote nicht erfüllt ist. Ist ihre Qualifikation aber weniger geeignet als die des Mannes dann wird sie auch nicht eingestellt. Auf keinen Fall wird jemand ungeeignetes nur wegen des Geschlechts eingestellt.
Das wollte ich nur mal klarstellen. Ich hab den Eindruck, viele wissen nicht genau wie so eine Quote funktionieren soll, bzw. gehen davon aus das immer eine Frau eingestellt werden muss obwohl sie ungeeignet ist.

Zid

Bin mir schon bewusst das dies an der gleichen Qualifikation festgemacht wird. Die Sache ist jedoch die, das eben nicht immer nur die Qualifikation ausschlaggebend für einen Beruf ist. (Gehe mal davon aus du sprichst hier von der Akademischen Quali, da sich andere Dinge schlechter messen lassen)

Zusätzlich muss man das Ganze auch im komplett unternehmerischen Kontext sehen. Gehen wir mal davon aus, es würde eine solche Quote flächendeckend eingeführt werden und als Bedingung steht die “Gleiche Qualifikation”.
Nach X Jahren könnte es ja durchaus vorkommen, das ein Unternehmen seine Quote nicht erfüllt, da sich keine Bewerberinnen/Bewerber, jeh nach Unternehmen, mit entsprechender Qualifikation beworben haben.

Was wären dann die Konsequenzen? Könnte die Firma dann argumentieren, “ja es gab keine geeigneten Bewerber”, oder müsste die Firma dann mit Restriktionen rechnen? Im ersten Fall, wäre die Quote so lasch, das sie sinnlos wäre. Im zweiten Fall würden die Unternehmen wahrscheinlich dann schlechter qualifizierte Leute einstellen, um möglichen Strafzahlungen zu entgehen.

Es gibt Branchen, in denen sich nie genug Bewerber des jeweils anderen Geschlechtes bewerben werden.
Insgesamt wollen die meisten Befürworter einer Quote, diese ja auch nur in den Führungspositionen /den lukrativen Jobs. Habe noch niemanden nach einer Quote bei der Müllabfuhr, beim Straßenbau oder in der Kindepflege schreien gehört. Dort wäre es aber dann doch auch irgendwie sinnlos, wenn die Führungspositionen 50/50 besetzt werden müssen, während der ganze Rest der Firma ein anderes Geschlechterbild widerspiegelt.

Bin durchaus auch auf dem Standpunkt, das einige Unternehmen einiges an Ihrer Kultur / ihrer Attraktivität für das jeweilig andere Geschlecht (von mir aus auch für die 75 neuen Geschlechter) ändern sollten. Jedoch nicht über die Quote, sondern über einen langfristigen Prozess, welche die Einstellung der Mitarbeiter/ Manager angehen muss. Wahrscheinlich wird sich eine solche Unternehmenskultur, gerade bei alten Unternehmen, nicht in 1, 2, 10 Jahren ändern lassen können. Langfristig, denke ich jedoch das wir uns, gerade in Deutschland schon auf einem guten Weg befinden und eine Quote uns hier eher um Jahre zurückwerfen würde.

Max Mustermann

Du würdest gut bei Blizzard reinpassen, da du Frauen ja indirekt unterstellst, sich mit Fellatio in die Chefetage zu manövrieren!

Dunarii

War ja zu erwarten nach den letzten News.

Osiris80

Man nannte sie auch den Schlund

Andy

uiii was für eine Überraschung,sie wird es aber verkraften.

Chitanda

Das ausgerechnet sie bleibt…mitarbeiter bei twitter blocken…und all die anderen sachen…

Morgenes

Ich frage mich sowieso wie eine Person mit so einer Hintergrundgeschichte wie sie zu so einer Position gekommen ist.
Alles andere wie Vitamin-B kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

Letztendlich wird sie nun leere Lohnkosten verursachen den ich glaube kaum das sie überhaupt jemals nen Controller in der Hand hatte oder den PC für was anderes wie arbeiten und surfen benutzt hat, was ihre Möglichkeiten in dieser Firma schon stark einschränkt.
Ich kann mich aber natürlich auch Irren.

N0ma

Weil sie genau dafür angestellt wurde – alles abwiegeln.

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