WoW: Azeroth ist die Titanin des Krieges und wir sind ihre Marionetten

Azeroth ist keine liebende Mutter, sondern eine fanatische Göttin des Krieges. Das zumindest ist die Theorie eines Spielers von World of Warcraft.

Viele Rätsel in World of Warcraft sind noch nicht gelöst und so gibt es immer wieder Spieler, die sich ihre eigenen Theorien zu verschiedenen Aspekten der Lore ersinnen. Eine davon möchten wir heute wieder, nämlich die Theorie des Reddit-Nutzers Tharas_Tirios. Dieser sieht Azeroth nicht als notleidende, liebende Mutter, sondern als Kriegstreiberin, die uns alle nur benutzt.WoW Amanthul Antorus titan

Das Pantheon der Titanen ist recht vielseitig. So gibt es Eonar, die Titanin des Lebens oder Sargeras den Beschützer. Viele verschiedene, typische Rollen aus Mythen und Sagen sind vertreten. Doch ein Aspekt fehlt: der Krieg.

In der Theorie von Tharas_Tirios ist Azeroth, die fehlende Titanin, eine Göttin des Krieges. Seiner Meinung nach ist der Titel der Erweiterung wörtlich zu verstehen. Beim „Battle for Azeroth“ kämpfen wir nicht „um“ Azeroth sondern im wahrsten Sinne „für“ sie – weil sie das möchte und dadurch an Stärke gewinnt.

Azeroth ist eine Titanin des Krieges. So wie Eonar sich am Leben und der Freude daran erquickt, trachtet Azeroth nach Krieg, der sie antreibt und ihr Kraft spendet.

WoW Silithus Whirl Azerit

Sylvanas – von einer Sklaverei in die nächste

Der Theorie nach ergibt auch das Handeln von Sylvanas ein bisschen mehr Sinn. Denn nachdem Sylvanas ihren Willen vom Lichkönig befreit hatte, fiel sie danach der Stimme von Azeroth anheim, die im Grunde alle Wesen des Planetens erreichen kann. Azeroth war es, die Vol’jin zugeflüstert hat, Sylvanas zum Kriegshäuptling zu wählen. Azeroth war es auch, die Sylvanas dazu brachte, den Weltenbaum anzuzünden.

Der Weltenbaum ist eine Verbindung zum Smaragdgrünen Traum und sorgt dafür, dass Azeroth auch weiterhin in einem schlafenden Zustand bleibt. Durch den Angriff von Sargeras ist sie jedoch „aufgewacht“ und versucht diesen Prozess nun zu beschleunigen. Ein notwendiges Puzzleteil dafür war der Teldrassil, ein gesegneter Weltenbaum. Deshalb musste Sylvanas den Teldrassil anzünden.WoW Sylvanas Azerit Stab

Spieler sind wie Dämonen – sie kehren endlos wieder

Eine weitere Parallele gibt es zwischen den Dämonen und den Spielern. Wenn Spieler sterben, dann landen sie bei Geistheilern (die Teil der bestehenden Lore sind), die sie immer wieder von den Toten zurückbringen. Ähnlich war es mit Argus und den Dämonen, die im Nether immer wieder neu erschaffen wurden. Auch dort war ein Titan daran beteiligt, dass die endlose Regeneration beschleunigt vonstatten geht.

Das Azerit ist nicht wirklich das Lebensblut des Planeten, sondern die Konflikte, die sich darum entwickeln. Azeroth will, dass Horde und Allianz sich endlos bekriegen und dabei immer stärkere Helden erschaffen, die letztlich im Dienst ihres eigenen Krieges stehen, den sie irgendwann gegen die Leere austragen wird.WoW Anduin Azerit

Azerit gilt in der Community ohnehin als sehr umstritten. Viele Spieler zweifeln an, dass es sich dabei wirklich um das „Lebensblut“ des Planeten handelt. Denn wenn Azeroth ein Organismus ist, dann gibt es wenig Grund, warum es überall auf der Welt auftauchen sollte.

Immerhin befindet sich die Wunde der Welt in Silithus und nicht auf Kul Tiras und Zandalar.  Wenn man jemandem in den Arm sticht, dann fängt er ja auch nicht am Fuß an zu bluten.

Was plant Azeroth?

Der Theorie nach bereitet sich Azeroth auf den finalen Krieg gegen die Leere vor. Dieser Krieg wird damit beginnen, dass sie gegen die Verderbnis der Alten Götter ankämpft – dafür nutzt sie die Champions (die Spieler und Story-Charaktere), um die Überreste der Alten Götter zu tilgen.

Im Anschluss erwacht sie und wird dann in den großen Krieg gegen die Leere ziehen, mit den immer wiedererweckten Champions der Horde und Allianz.WoW Cthun Void World Old God title

  • Sylvanas wird erkennen, dass sie manipuliert wurde und versuchen, einen Ausweg aus diesem ewigen Kreislauf der Kontrolle zu finden.
  • Anduin wird ein tragischer Charakter – ein König, der den Frieden will, aber in einer Welt lebt, die den Krieg selbst vorantreibt.

Der letzte Satz seiner Theorie liest sich dann eher wie Statement aus einem Warhammer-Buch:

„Es wird keinen Frieden im großen Dunkel geben, nur ein ewiges Blutbad und Gemetzel – und das Lachen einer dürstenden Göttin.“

Aber bisher ist das natürlich alles nur eine Theorie – und eine von vielen. Wie es letztlich ausgeht und ob Azeroth wirklich eine „liebende Mutter“ oder doch eine „wahnsinnige Kriegstreiberin“ ist, werden wir sicher im Lauf der nächsten Jahre erfahren.WoW Alleria Drinking the Void

Was haltet ihr von dieser Theorie? Wäre das eine coole Wendung, die auf ein mögliches Finale hinsteuert? Oder ist das viel zu abgedreht?

In der Vergangenheit hatten wir schon andere, spannende Lore-Theorien, wie etwa:

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Quelle(n): reddit.com/r/wow/
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