Ein alter NPC in World of Warcraft ist wieder aufgetaucht. Er erinnert sich an euch und ist unzufrieden – dabei müsstet ihr eigentlich wütend sein.
Manche NPCs in World of Warcraft bleiben für Jahre und Jahrzehnte in Erinnerung. Nicht, weil sie eine besonders wichtige Rolle spielen, wie Sylvanas, Anduin oder Thrall. Sondern weil man sich schmerzvoll an die Quest erinnert, die zu ihnen gehörte. Einer dieser NPCs ist ein Arkanelementar, den ihr zum ersten Mal in „The Burning Crusade“ getroffen habt. Auch er erinnert sich an euch – und das könnte euch zur Weißglut treiben.
Was ist das für ein NPC? Die Rede ist von „Khadgars Diener“ („Khadgar’s Servant“), einem wobbeligen Arkanelementar, dem ihr im Spiel sicher mehrfach begegnet seid. Er ist immer irgendwie an der Seite des großen Magiers Khadgar zu finden und dient ihm als Assistent – auch in der Arkantine, einem Gasthaus, in der es jede Woche neue Quests und interessante NPCs zu treffen gibt.
Wenn ihr in der Arkantine eine Quest annehmt, taucht Khadgars Diener auf und stellt euch ein Portal bereit, sodass ihr direkt zum Ort der jeweiligen Quest reisen könnt. Sprecht ihr ihn an, erzählt er euch ein bisschen was und sagt:
„Früher habe ich zahlreichen Helden durch die Stadt Shattrath geführt. Das war ziemlich zeitverschlingend, ihnen die ganze Stadt zu zeigen.
Es war immer gut, wenn ich am Ende von dieser Aufgabe wieder befreit war.“
Eine Aussage, die bei so manch einem WoW-Veteran dafür sorgen dürfte, dass zumindest ein Augenlid angestrengt zuckt.
Von welcher Quest spricht er? Die Rede ist von der Quest „Stadt des Lichts“ („City of Light“) in der ersten Erweiterung The Burning Crusade. Nachdem ihr in Shattrath ankommt, will euch Khadgar erst einmal die Stadt zeigen. Das macht er allerdings nicht selbst – er ist ein vielbeschäftigter Mann – sondern er schickt eines seiner arkanen Elementare mit euch. Das sagt auch noch: „Folgt mir, Fremder. Das sollte nicht lange dauern.“
Das stellt sich als eine der größten Lügen von World of Warcraft heraus.
Eine der langweiligsten Quests in ganz WoW
Die Quest dauert gut und gerne 10 Minuten, in denen ihr dem Arkanelementar einfach nur folgt und seine Texte lest. Er führt euch quer durch die ganze Stadt und erzählt euch Details zu den politischen Stimmungen in der Stadt, zu den Flüchtlingen und den Bedrohungen von außerhalb. Das mag für Lore-Fans interessant sein – doch wer die Quest ein zweites Mal machen muss, langweilt sich.
Besonders mies: Wenn ihr dem Elementar nicht permanent folgt, sondern zwischendurch afk geht oder einfach mal ein paar Sekunden lang vergesst, ihm sofort nachzugehen, dann despawnt er einfach und es gibt keinen Questabschluss. Dann müsst ihr die ganze Route noch ein weiteres Mal gehen. Kein Wunder also, dass Stadt des Lichts
als eine der 5 nervigsten Quests von ganz World of Warcraft gilt.
Das Ergebnis war, dass viele diese Quest mehrfach annehmen mussten und sie gerne mal eine halbe Stunde gefressen hat, bevor man endlich mit der Story weitermachen konnte.
Entsprechend amüsant dürfte es sein, Khadgars Diener jetzt in der Arkantine wiederzutreffen und zu erfahren, dass das Erlebnis für ihn genauso langatmig war, wie für uns als Heldinnen und Helden von Azeroth.
Solche kleine Anspielungen auf vergangene Begegnungen und Quests gibt es in World of Warcraft immer wieder. In Midnight hat sich auch ein NPC versteckt, der fast 20 Jahre lang nur eine einzige Aufgabe hatte – und diese noch immer nicht absolviert hat.


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