WoW-Entwickler im MeinMMO-Interview: Die coolsten Fähigkeiten kommen als Talente zurück

WoW-Entwickler im MeinMMO-Interview: Die coolsten Fähigkeiten kommen als Talente zurück

MeinMMO hat mit einigen der führenden Entwickler von World of Warcraft gesprochen. Wir reden über Talente, Story und Fliegen im neuen WoW-Addon „Dragonflight“.

Im Zuge der Ankündigung von World of Warcraft Dragonflight hatten wir die Möglichkeit, ein Interview mit einigen Entwicklern von Blizzard zu führen. Wir haben direkt nach der Vorstellung Steve Danuser, den Story-Chef hinter WoW und Brian Holinka, den Lead Combat Designer des Spiels, mit Fragen rund um Dragonflight gelöchert.

Dabei haben wir viele verschiedene Themen angerissen. Es geht um die neuen Talentbäume, die Rückkehr alter Fähigkeiten, die Story der Dracthyr und darum, ob Fliegen jemals auf den Dracheninseln möglich sein wird.

Die Dracheninseln und was wir da wollen

MeinMMO: Was genau sind die Dracheninseln – und warum gehen wir da hin?

Steve Danuser: Die Dracheninseln sind die uralten Brutstätten der Drachen. Das ist ein Ort, an dem sie vor sehr langer Zeit lebten, bevor der Krieg der Urahnen und die Zersplitterung die Welt zerrissen hat. Und als das geschah, also als die Welt zerrissen wurde, verschwand die Magie und darum haben die Drachen diesen Ort verlassen, sodass der Ort sich erholen kann. Sie [die Drachen] warteten auf eine Zeit, wenn die Magie hoffentlich zurückkommen würde. Und mit all den Dingen, die mit Azeroth passiert sind, begibt sich [Azeroth] in eine Zeit der Erneuerung und diese Lebensenergien fließen erneut durch die Welt. Das sorgt dafür, dass die Dracheninseln wieder erweckt werden. Gleichzeitig spüren die Drachen diesen Ruf in sich, der sie nach Hause bittet.

Deshalb ist jetzt die Zeit gekommen, dass sie zu ihrer alten Heimat zurückkehren. Aber andere, alte Bedrohungen und Feinde sind ebenfalls dabei, zu den Dracheninseln zurückzukehren. Außerdem ist so viel Zeit vergangen, dass die Drachen hart arbeiten müssen, um ihre Heimat zurückzuerlangen. Das ist die Basis für einige der Konflikte, die wir sehen werden, während wir an ihrer Seite sind. Die Drachen brauchen unsere Hilfe als Helden dieser Welt, um das Land zurückzuerobern und sicherzustellen, dass dieses Königreich wiederhergestellt werden kann.

WoW Dragon Flight Concept Art Dragon Isles
Die Konzeptzeichnungen der Dracheninseln.

MeinMMO: Könnt ihr ein bisschen über die verschiedenen Gebiete sprechen? Was ist die grundlegende Geschichte hinter ihnen und was für Probleme haben die Drachen dort, bei denen Spieler helfen müssen?

Steve Danuser: Klar. Also der Hauptteil der Dracheninseln ist diese Landmasse, die aus den 4 neuen Gebieten besteht.

Nachdem die Spieler den Ruf der Drachen gehört haben und ihnen beistehen wollen, kommen sie an der „Küste des Erwachens“ an. Das ist ein Land, das ziemlich mit Elementarenergie durchzogen ist. Wenn wir ankommen, treffen wir gleich auf eine der größeren Bedrohungen, die elementaren Halbgiganten, die „Djaradin“ genannt werden. Die können Magma kanalisieren und es in Waffen oder Rüstung formen. Sie haben Drachen schon vor langer Zeit gejagt – das ist so etwas wie ihre Hauptaufgabe. Sie sind bemüht, die Drachen zu vertreiben und einige ihrer Machtstätten für sich selbst zu nutzen.

An der Küste sehen wir auch einige der Hauptorte der Drachen. Der rote Schwarm hat die „Lebenspools“, wo sie das Leben bewahren und künftige Generationen von Drachen verteidigen. Der schwarze Drachenschwarm hat einen Ort namens „Obsidianzitadelle“. Dort hatte der schwarze Drachenschwarm, der damals für die Verteidigung dieses Landes zuständig war, eine Festung. Wir finden heraus, dass die Djaradin dort einmarschiert sind und die Kontrolle über die Obsidianzitadelle an sich gerissen haben.

Das ist eine der Bedrohungen, bei denen wir die Drachen unterstützen müssen.

Aber kommen wir zu den anderen Gebieten.

Wir reisen in die Ebenen von Ohn’ahra, das sind weitläufige Graslande, in denen die Kultur der Zentauren gedeiht. Hier werden wir in einige von ihren Klan-Konflikten verwickelt. Und während wir an ihrer Seite kämpfen, treffen wir auch auf die grünen Drachen in ihren Smaragdgärten. Dort lernen wir, dass dieser Schwarm, der seinen Aspekt verloren hat … erinnerst du dich, als Ysera während der Ereignisse von Legion gestorben ist? Da erleben wir dann die Geschichte [des grünen Schwarms] und finden heraus, welche Herausforderungen sie bewältigen müssen.

WoW Dragonflight Forbidden Calderra

Von dort aus geht es dann in das Azurblaue Gebirge, die Heimat des blauen Drachenschwarms. Das Land ist geteilt in diese großen Wälder mit den gigantischen Bäumen und die eher herbstliche Tundra, die dann in die frostigen Teile des Landes führt. Dort hat der blaue Drachenschwarm sein Archiv voller Wissen und mächtiger Artefakte. Dabei lernen wir dann etwas über ihre Vergangenheit und finden heraus, dass es diesem Schwarm auch eher schlecht geht. Viele ihrer Mitglieder sind verloren gegangen in den Konflikten der letzten Jahre – und deren Aspekt, Kalecgos, ist noch immer recht neu in seinem Job. Er muss eine Menge bewältigen, um seinen Schwarm wieder zu vereinen.

Am Ende landen wir dann in Thaldraszus, das Herz des Königreichs der Drachen. Dieses Gebiet ist am meisten intakt, in Bezug auf die Gebäude, die zurückgelassen wurden. Wir finden heraus, dass – ohne die Drachen dort – einige der Drakoniden und Drachlinge auf den Ort aufgepasst haben, die aber auch jede Menge Probleme hatten, bei denen sie nun Hilfe brauchen. Immerhin hat diese lange Zeitspanne auch hier eine Wirkung gehabt. Es ist wirklich das Herz des Königreichs, hier steht auch „Tyrhold“, dieses Titanen-Gebäude, das den Bund zwischen Drachen und Titanen repräsentiert.

[Die Gebiete] haben alle recht unterschiedliche, spannende Geschichten zu erzählen.

Gibt es einen großen Bösewicht in Dragonflight?

MeinMMO: Die meisten letzten Erweiterungen hatten einen klaren „großen Bösewicht“. Wird Dragonflight auch so einen haben?

Steve Danuser: Wir wollen diese Erweiterung wirklich mit dem Gefühl der Entdeckung, der Erforschung und des Abenteuers beginnen. Wir wollten wieder zurück zu diesem Eindruck, eine sehr magische Landschaft zu entdecken und sie erforschen zu wollen, anstatt dass die ganze Welt direkt am seidenen Faden hängt. Wir wollen, dass die Geschichte sich entfaltet und langsam darauf hinwirken.

Dennoch: Es wird eindeutig ein paar klare Bösewichte geben, besonders zum Start der Erweiterung.

Wir werden herausfinden, dass die Drachen nicht immer vereint waren. Vor langer, langer Zeit gab es eine Art Konflikt über die Philosophie zwischen den Aspekten, welche die Gaben der Titanen begrüßten und diesen Gaben erlaubten, sie zu verwandeln – sowohl physisch als auch kulturell und philosophisch. Und dann gab es andere Drachen, die frei von diesem Einfluss sein wollten und der Meinung waren, dass Drachen sich aus sich selbst heraus entwickeln sollten und ihren eigenen Pfad in dieser Welt finden müssen, der nicht an die Titanen gebunden ist.

Diese philosophischen Differenzen führten zu Anspannungen. Die Anspannungen führten zu Feindseligkeiten. Und die Feindseligkeiten führten zu Kämpfen. Wir lernen von der Geschichte dieses großen Krieges, der zwischen den Drachen vor langer Zeit stattfand. Zwar wurden die Anführer dieser Separatisten-Bewegung besiegt und weggesperrt – doch nicht alles, das weggesperrt wurde, bleibt es auch, wenn einige dieser Kräfte sich erheben, die sie befreien wollen.

Wir werden in diese Geschichte eintauchen und einige sehr ursprüngliche Drachen erleben, die eine ganz andere Agenda haben als die Aspekte.

Endgame-Features: Hat Dragonflight da zu wenig?

MeinMMO: Auf den ersten Blick sieht Dragonflight vielversprechend aus, allerdings scheint es kein großes Endgame-Feature wie Torghast, Pakte oder Kriegsfronten zu haben. Fokussiert ihr das Endgame eher auf traditionelle Features, wie Dungeons und Raids? Oder was werden Spieler auf Level 70 tun?

Steve Danuser: Die wichtige Sache, die man nicht vergessen sollte: Das hier ist nur der erste Tag, wir verraten nur einige der wichtigsten Sachen der Erweiterung. Viele weitere Details dieser Inhalte werden noch in der kommenden Zeit besprochen.

Dennoch: Was wir versuchen ist, dass der Max-Level-Inhalt sich richtig mit der Welt verbunden anfühlt. Es gibt viele Fraktionen, die ihr auf den Dracheninseln finden werdet – nicht nur die Drachen, sondern auch andere freundliche Fraktionen, an deren Seite ihr arbeiten wollt. Das beschert den Spielern viele unterschiedliche Pfade, die sie einschlagen können – in jeder Reihenfolge. Es gibt keine Blockade, die verhindern würde, dass man nur an einer Fraktion gleichzeitig arbeitet. Es ist eine riesige Palette voller Entscheidungen und ihr könnt entscheiden, welche ihr davon angeht und welche Belohnungen ihr bekommen wollt. Diese Pfade werden außerdem zusätzliche Story-Inhalte freischalten.

In Shadowlands hatten wir diese 4 großen Pakt-Kampagnen, die recht linear waren. Das Max-Level-Gameplay in Dragonflight ist sehr offen und erlaubt es euch, wie ihr wollt, damit zu interagieren. Ihr könnt eure Erfahrung wirklich dem anpassen, was euer Charakter gerne macht, was ihr gerne in der Welt sehen wollt oder für wen ihr arbeiten wollt und den Ruf steigern. All diese Auswahl wird da sein.

Bei den Zentauren könnt ihr Ruf farmen.

MeinMMO: Um dort kurz einzuhaken: Werden Weltquests wieder mit dem Itemlevel skalieren?

Brian Holinka: Wir nehmen einige Anpassungen vor, damit die Leute skalieren, wenn ihr Itemlevel steigt, sodass sie eine gute Gameplay- und Quest-Erfahrung haben. Wir machen es aber immer so, dass die Spieler das Gefühl haben, dass sie stärker geworden sind, wenn sie bessere Ausrüstung erhalten haben. Gleichzeitig wollen wir aber sicherstellen, dass sie ein gutes Erlebnis haben, wenn sie das Spiel spielen und dass der Kampf sich spaßig und aufregend anfühlt.

Wann immer die Leute heroisches oder mythisches Raid-Gear erhalten würden, wäre es in der offenen Welt sonst ein Problem – [das Skalieren] werden wir auch weiterhin machen.

Ursprung der Dracthyr und ihre Story

MeinMMO: Warum haben wir bisher noch nie von den Dracthyr gehört?

Steve Danuser: Die Details, was mit den Dracthyr passiert und warum die bisher isoliert waren, ist etwas, das in der Start-Erfahrung erklärt wird.

Aber um euch eine übergeordnete, halbwegs spoiler-freie, Version davon zu geben:

Die Ursprünge der Dracthyr gehen auf eine Zeit zurück, als die Drachen auf dem Höhepunkt ihrer Macht waren. Sie hatten dieses Land, die Dracheninseln und waren wirklich die Spitze der Nahrungskette – die mächtigsten Wesen dieser Welt, denn die Königreiche der Sterblichen waren noch sehr jung.

Aber Neltharion, bevor er zu Todesschwinge wurde, war mit dem Schutz der Drachen und ihrer Kultur beauftragt worden. Er glaubte, dass einige der Drachen, die eine andere Philosophie als die Aspekte hatten, langsam Truppen aufbauten. Neltharion entschied, dass er als Schutztruppe den perfekten Soldaten erschaffen wollte. Er nahm Kräfte der Drachen und ihrer Essenz – die Dinge, die sie nobel, stark und magiebegabt machten und schaute sich diese sterblichen Völker an, die noch jung waren, aber voller Potenzial in Hinsicht auf ihre Anpassungsfähigkeit und Cleverness.

Er nahm all das, verband es und erschuf so die Dracthyr als ideale Soldaten.

Aber wie wir herausfinden werden, zog die bloße Existenz dieser Soldaten die Aufmerksamkeit der Separatisten auf sich. Das war dann der Vorfall, der einen großen Krieg auslöste.

Wir werden später mehr darüber enthüllen, was vorgefallen ist und warum Neltharion das Kommando über die Dracthyr verloren hat, denn die mussten daraufhin weggeschlossen werden.

Weil Neltharion danach einen ziemlich finsteren Pfad einschlug, blieben die Dracthyr ein wenig vergessen, während Neltharions Aufmerksamkeit sich anderen, hinterlistigeren Experimenten zuwandte.

Es ist genau jetzt, wo die Dracheninseln wieder erwachen und einige der Bedrohungen auftauchen, dass Notwendigkeit für das Auftauchen der Dracthyr besteht, damit sie gegen diese Bedrohungen helfen können.

Aber [die Dracthyr] betreten eine Welt, die sie auch nicht kennen. Denn sie waren so lange in Stasis. Teil ihrer Geschichte ist es, herauszufinden, was sie nun tun, wo ihr Erschaffer, der Aspekt, der sie geführt hat, nicht mehr existiert. Welchen Pfad sollen sie einschlagen? Es ist eine Geschichte darüber, ein Vermächtnis zu finden, das sie dann in die Zukunft tragen können.

WoW Dracthyr Trans
Die Dracthyr werden ein Highlight der Erweiterung.

Dracthyr haben nur 2 Spezialisierungen – mit voller Absicht

MeinMMO: Warum habt ihr entscheiden, den Dracthyr eine DPS- und eine Heiler-Spezialisierung zu geben, wenn es doch bereits einen Mangel an Tanks gibt? Habt ihr keine Angst, dass es noch weniger Tanks gibt, wenn die Leute Dracthyr spielen?

Brian Holinka: Es gibt dafür 2 Gründe. Erstens: Jedes Mal, wenn wir eine neue Heldenklasse implementiert haben – Mönche, Todesritter, Dämonenjäger – dann haben wir eine Tank-Spezialisierung hinzugefügt, aber noch nie eine Fernkampf-DPS-Spezialisierung. Daher dachten wir, dass es an der Zeit sei, etwas anders zu machen und etwas Neues zu bieten.

Außerdem … wenn wir einen Tank designen, dann wollen wir etwas, das klar heraussticht und sie dann balancen. Je mehr Tanks wir hinzufügen, desto schwieriger wird das. Wir haben den Eindruck, dass wir ein gutes Set an Tanks haben und die Spieler gerne spielen.

Die Dracthyr haben eine Heil-Spezialisierung und das ist auch eine Rolle, die häufiger mal gesucht wird. Das gibt den Leuten eine neue Möglichkeit, einen Heiler zu spielen.

Und wir müssen natürlich immer eine DPS-Spezialsierung haben, einfach um alle abzuholen, eben für die Spieler, die in die Welt losziehen und questen wollen. Die müssen einfach eine Option haben, um Schaden verursachen zu können.

Kurz gesagt glauben wir: Die Spieler, die Tanks spielen, werden das auch weiterhin tun. Und wir können versuchen, die Zahl der Tanks zu erhöhen, indem wir das Problem anders angehen – und nicht mit einer neuen Klasse.

Wir bringen einen Drachen und wir wollen die Drachen-Erfahrung so cool und spaßig wie möglich machen. Den Tank-Mangel wollen wir anders beheben, etwa durch leichtere Zugänglichkeit oder indem wir das Tank-Gameplay spaßiger machen und es erleichtern, all die Verantwortungen zu tragen, die Tanks eben mit sich bringen.

Die Dracthyr haben viele Anpassungsmöglichkeiten.

MeinMMO: Nur 2 Spezialisierungen zu haben, hat die Spieler schon damals in Legion gestört. Warum habt ihr euch dafür entschieden, das bei den Dracthyr wieder so zu handhaben?

Brian Holinka: Zum einen gibt uns das die Möglichkeit, in der Zukunft darüber nachzudenken, was wir noch mit Spezialisierungen anstellen könnten bei dieser Klasse. Wir wollten uns nicht direkt auf 3 Spezialisierungen einschießen. Wir wollten einen Fernkampf-DD und einen Heiler. Brauchen wir wirklich 2 Fernkampf-DPS-Spezialisierungen? Wir hatten nicht den Eindruck, dass das notwendig war. Weil [die Dracthyr] eng verbunden mit den Magien der Drachenschwärme sind, wollten wir uns auch genau darauf fokussieren.

Es ging wirklich nur darum, diese beiden Spezialisierungen genau richtig und so cool wie möglich zu machen.

MeinMMO: Da auf den Dracheninseln das Drachenreiten-Feature kommt, heißt das, dass traditionelle Flugreittiere auf den Dracheninseln gar nicht zugänglich gemacht werden?

Brian Holinka: Ich würde nicht „gar nicht“ sagen. Unser Fokus zum Launch liegt auf der Fortbewegung mit dem Drachenreiten und das zu einem coolen, spaßigen Erlebnis zu machen. Wir wollen eine neue Art der Fortbewegung in die World of Warcraft bringen. Eine neue Erfahrung, mit der ihr beim Questen herumreist. Deshalb fokussieren wir uns auf das Drachenreiten.

Die anfängliche Erfahrung mag vielleicht ähnlich sein, wie das Gleiten der Dämonenjäger oder die Goblingleiter, bei denen man sich sehr schnell bewegt, aber langsam absteigt. Im Laufe der Zeit könnt ihr eurem Drachen aber beibringen, sich in die Lüfte zu erheben oder eine Fassrolle zu machen, zu klettern und all diese anderen Dinge zu tun. Das hilft euch dabei, durch die Welt zu reisen und neue Bereiche der Karte freizuschalten.

Wir glauben, indem wir uns zuerst auf das Drachenreiten konzentrieren, machen wir die Spielerfahrung beim Questen deutlich interessanter.

Talente bringen alte, beliebte Fähigkeiten zurück: Legendary-Effekte, Azerit, Pakt-Skills und mehr

MeinMMO: Wie stellt ihr bei der Überarbeitung des Talentsystems sicher, dass ihr nicht die Probleme aus der Vergangenheit erneut erzeugt, bei dem man mit jedem Level einen Talentpunkt verteilen konnte, aber die Auswahl nahezu bedeutungslos war?

Brian Holinka: Ja, das ist schon irgendwie lustig. Wisst ihr, wir haben uns viele der Gedanken der Entwickler von damals angeschaut, als wir diese Talentbäume erschaffen haben. Wir haben Artikel über den „Mists of Pandaria“-Talentbaum gelesen und uns einige der Videos von den Entwicklern damals angeschaut, welche Probleme sie damals zu lösen versuchten.

Eines davon war: Es gibt einfach nur eine begrenzte Anzahl von bedeutungsvollen Entscheidungen in den Talentbäumen, also wollen wir euch einfach nur die anbieten und fokussieren uns dann auf wirklich bedeutsame Entscheidungen.

Damals nahmen wir Bezug auf das Talentsystem von „Call of Duty: Modern Warfare“, das wir richtig cool fanden.

Jetzt, wo wir einige Jahre mit diesem System gespielt haben, ist eine der Sachen, zu der wir zurückkommen können … ich würde sie nicht unbedingt „bedeutungslose Entscheidungen“ nennen. Ich würde sie eher „einfache Entscheidungen“ nennen. Wir haben den Wert unterschätzt, den es hat, mit jedem Levelaufstieg einen Punkt zu erhalten und dann festzulegen: So wird mein Charakter sein. Also im Gegensatz dazu, dass diese Dinge einfach so gegeben werden.

Wir glauben, diese Auswahl zu haben, diese Mikro-Entscheidungen treffen zu können, das hat einen kleinen Wert, den wir verloren haben.

Mit all dem im Hinterkopf: Was Talentbäume ermöglichen, ist, zu sagen: Ich wähle vielleicht dieses Talent hier und das ist nicht so eine super bedeutsame Entscheidung, aber sie bringt mich in eine Richtung, mit der ich zu einem Talent komme, das ich haben will. Ich arbeite langsam darauf hin.

Wir glauben, dass es einen Wert hat, diese Entscheidungen über einen bestimmten Zeitraum zu treffen.

MeinMMO: Können wir mit einigen ganz neuen Talenten rechnen? Denn mit dem Wegfall der Pakte werden einige Fähigkeiten fehlen.

Brian Holinka: Ja, zwei Dinge dazu. Erstens würde ich nicht sagen, dass es „extrem viele“ neue Fähigkeiten gibt, aber es wird einige geben.

Wir schauen uns immer die verschiedenen Fähigkeiten und Systeme der letzten Jahre an und was wir da so hatten, wie Artefakte, Azerit-Eigenschaften oder Pakt-Fähigkeiten und Seelenbande. Da ist einiges gutes Material, das weggefallen ist. Das ist jetzt eine Möglichkeit für uns, einige dieser coolen Dinge wieder zu integrieren. Legendarys sind ein weiteres Beispiel.

Das wird in die Talentbäume integriert, sodass die Spieler auswählen können, was sie wieder haben möchten.

Wie ihr vielleicht in der Vorschau beim Druiden gesehen habt, mit Konvokation der Geister. Das ist eine beliebte Pakt-Fähigkeit bei Druiden, die taucht im Talentbaum auf.

Viele Fähigkeiten, an die Spieler sich gewöhnt haben oder die besonders ikonisch für die Klassen sind – die bringen wir in den Talentbäumen zurück.

WoW New Talent System
Viele bekannte Fähigkeiten kommen als Talente zurück.

Berufe sollen soziale Verbindungen und Community-Zusammenhalt schaffen

MeinMMO: Könnt ihr ein bisschen mehr über das Berufe-System reden? Wie funktioniert die Berufs-Ausrüstung oder Arbeitsaufträge? Und was soll das erreichen?

Brian Holinka: Mehrere Dinge. Zum einen wollen wir Berufen ihr eigenes Fortschritt-System verpassen. Wir wollen, dass, wenn es für Spieler wichtig ist, ein richtig guter Schmied zu sein oder einer, der für seine Schmiedearbeit bekannt ist, dann soll das möglich sein. Wir wollen den Spielern die Gelegenheit geben, genau das zu tun.

Wir wollen keine Welt, in der man einfach richtig gute Ausrüstung baut und die ins Auktionshaus wirft. Wir hätten es lieber, dass du jemand sein kannst, zu dem andere gehen, wenn sie etwas Bestimmtes haben wollen.

Also haben wir Arbeitsaufträge. Die erlauben es den Spielern, andere Spieler zu fragen, ob sie ihnen Items herstellen. Zum Beispiel Items, die beim Aufheben gebunden sind und nicht nur die BoEs [„Beim Anlegen gebunden“], wie wir sie heute haben.

Wenn du aktuell ein Handwerker bist, dann kannst du gute Items bauen – aber eigentlich nur für dich, außer es ist BoE. Wir [als Entwickler] müssen „BoE“ und „BoP“ oft benutzen, um das Kräftegleichgewicht zu bewahren, sodass Leute nicht einfach das beste Zeug direkt aus dem Auktionshaus bekommen.

Das erlaubt es, jemandem zu sagen: Ich habe hier eine seltene Reagenz, die habe ich aus dem Raid. Damit gehe ich nun zu Steve und sage ihm: „Hey, kannst du mir damit das Schwert der Unglaublichkeit bauen, das du ja so gut herstellen kannst?“ Und dann kann Steve das für mich tun, obwohl ich das selbst nicht tun kann. Dabei kann Steve dann Fortschritt in seinem Beruf sammeln …

Das war so das Ziel hinter dem System, um Spielern das zu erlauben.

Steve Danuser: Ja, wir wollen damit wirklich zurück zu diesem Community-Gefühl, bei dem Spieler von anderen Spielern in der Welt profitieren, die andere Berufe haben und andere Entscheidungen getroffen haben. Sodass alle irgendwie zusammenarbeiten. Oder, wenn du einfach nur die Vorteile davon haben willst, so viele Leute zu kennen, kannst du sie auch einfach nur Sachen für dich herstellen lassen.

Es sollte die Leute wirklich mehr zusammenbringen und dazu führen, dass sie gemeinsam etwas Herstellen – und du kriegst dabei ein paar echt coole Outfits. Das ist auch ein Plus.

MeinMMO: Können wir einen Hinweis auf das Release-Datum bekommen?

Steve Danuser: Nein, wir reden noch nicht über das Veröffentlichungsdatum.


Mehr rund um die neue Erweiterung Dragonflight findet ihr in unserem großen Übersichtsartikel.

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Marius

Lieber gut geklaut als schlecht selbst gemacht, GW2 Mount System ist eh besser als das von WoW. Wenn sie jetzt noch die ganzen Macros und addons fürs PvP rausnehmen. Dann würde ich sogar drüber nachdenken mal wieder ne Runde zu spielen.

Docu

Um es gleich vorweg zu nehmen:
“boahhh!!!!11111elf Wie Guild Wars 2!!!!!11elf Können die sich nichts selber ausdenken?!?“

ohhh…. Wait…..

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