Goldverkäufer in WoW Forever haben einen Trick, wie sie quasi nie auffliegen. Einer verrät nun, wie Blizzard das beheben könnte.
Schon in der Beta gibt es ein Ärgernis, das die Integrität von World of Warcraft Forever bedroht: Gold, das verkauft und gekauft wird. Das ist in allen WoW-Varianten verboten, aber gerade in Classic ist Blizzard dem nie richtig Herr geworden – und auch in Forever bedroht es das Spiel, sogar schon während der Beta.
Im Subreddit des Spiels erklärt ein ehemaliger Goldverkäufer nun, wie man vorgegangen ist – und wie leicht es ist, Gold in WoW zu waschen.
Hinweis: Das Kaufen von Gold mit Echtgeld ist in World of Warcraft in allen Versionen verboten und kann Accountstrafen bis zur Schließung des Accounts nach sich ziehen, wenn es herauskommt. Wir raten davon ganz grundsätzlich ab.
Auktionshaus wäscht das Gold kinderleicht – das ist ein Problem
Wie gehen Goldverkäufer vor? Im Spiel gibt es viele Methoden, die von Goldverkäufern genutzt werden und verschleiern, dass sie damit gegen die Nutzungsbestimmungen verstoßen. Eine der wohl simpelsten und effektivsten bisher: Das Auktionshaus.
Denn der Spieler und ehemalige Goldverkäufer „dontbanmymain1“ erklärt:
Ehemaliger Profi-Goldverkäufer hier. Einfache Lösung, wenn ein Item im Auktionshaus für mehr als 300 % des marktüblichen Preises gekauft wird, ist es leicht zu sagen, dass da [Gold] gekauft wurde. Ich hatte nie einen Kunden, der über diese Methode gebannt wurde und ich habe von Cataclysm bis The War Within verkauft. Ich habe auch mehrere Freunde in Forever, die gerade Gold über das AH kaufen und die nicht gebannt wurden.
Was meint er damit? Der Verkauf von Gold in World of Warcraft läuft inzwischen seltener über das direkte Handelsfenster ab, denn das ist leicht nachzuvollziehen. Verkäufer sind dazu übergegangen, das Gold über das Auktionshaus zu verkaufen. Der Käufer stellt einfach einen überteuerten Gegenstand ins Auktionshaus und der Goldverkäufer kauft diesen dann mit seinem Charakter, um die Transaktion abzuschließen.
Blizzard müsste demnach ein System implementieren, das erkennt, wenn Gegenstände zu verdächtig hohen Preisen verkauft werden, die deutlich über dem liegen, was gerade der Normalpreis im Auktionshaus ist.
Eine weitere Möglichkeit, die im Beitrag vorgeschlagen wurde, wäre es, den Spielern zu verbieten, Gegenstände über dem niedrigsten Preis zu kaufen – also man müsste bei Gütern immer das günstigste Angebot kaufen.
Cortyn meint: Ich bin wirklich gespannt, ob Blizzard es hinbekommen wird, die Bots und Goldverkäufer in WoW Forever weitgehend zu unterbinden. Für mich ist das der eine Punkt, mit dem WoW Forever steht oder fällt – denn eine ruinierte Ökonomie und das Gefühl von „es kaufen eh alle Gold“ kann das schöne Spielerlebnis sehr schnell kaputtmachen.
Ich hoffe, dass Blizzard sich ein paar bessere Maßnahmen einfallen lässt, als das noch zu Classic der Fall war – denn dort konnte man die Bots dauerhaft beobachten und wunderte sich, warum die einfach trotz massenhafter Meldung ihrem Treiben ewig lange nachgehen konnten.
Aber es gibt auch noch ein anderes Problem, das gerade WoW Forever bedroht – denn viele spielen Dungeons so wie in Retail …
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Kommentare
Das Problem ist ja meistens weniger der Käufer statt der Verkäufer.
Gibt es seitens Blizzard keine Möglichkeit, das gezielte Gold-Famring in einem so großen Stil zu unterbinden? z.B. Daily Limit, sodass es sich für den Farmer garnicht mehr lohnt?
Ich könnte mir sowas wie ein Hardware-Bann vorstellen. Wenn der Farmer, dann noch neue Hardware + Spiel kaufen muss, wird es denke ich schnell unlukrativ.
Der normale Spieler kauft es ja dort nur, weil es günstiger ist als eine WoW Marke.
Eine andere Frage:
Wie funktioniert überhaupt das aktive Gold-Farming für Verkäufer zur Zeit?
Ich denke nicht, das die Aktiv AH-Trading betreiben, sondern eher mit 20 Bots durch die Gegend rennen und Wildschweine killen, oder?
Kann man sowas seitens WoW nicht relativ einfach feststellen?
Ja, das ist ziemlich schwierig sowas zu unterbinden, wenn man keine Kolateralschäden riskieren will. Wenn der Trick mit Handwerksgütern nicht mehr zieht dann wird man auf grüne oder blaue Worlddrops ausweichen. Dann kauft der Golverkäufer die “Mystische Gamaschen des Affen” für den vierfachen Preis weil der Goldkäufer zufälligerweise diese im Inventar hat etc.
Dann finden die halt eine andere Möglichkeit. Diese Leute sind immer äußert findig in solchen Angelegenheiten.
Und keine Ahnung wie es in Forever ist, aber in Retail würde es gar nicht gehen, dass man immer das günstigste kaufen muss weil es Items gibt die gleich heißen, die aber verschiedene Secondary Stats haben und man da schon mal mehr Gold für die richtigen Werte ausgibt.
Dabei geht es vor allem erstmal um die Handwerksgüter.
Ah okay, ja bei denen geht es natürlich schon weil die immer gleich sind. Ich würde nur jetzt schätzen, dass man dann auf genau solche Gegenstände wie von mir beschrieben ausweichen könnte.
Schade dass die nicht irgendwie zumindest sowas wie ne KI haben die die AH-Logs prüft und die dann z.B. auffällige Transfers an GM’s schickt zum überprüfen… Heutzutage könnte sowas ja möglich sein.^^
Das sollte doch wirklich kein Problem sein, das es im Auktionshaus nur möglich ist, das billigste Item zu kaufen. Problem gelöst.
Noch besser und aus einer ähnlich tollen Kategorie… einfach gar keinen Handel zwischen Spielern mehr zulassen. Problem gelöst. 😂
Noch besser, keine Menschen mehr spielen lassen.
Ja und schon beim Onlinekauf von WoW ein Captcha einbauen, was nur von Bots gelöst werden kann. Damit echte Menschen das Spiel gar nicht erst kaufen können!