Das Multitasking der Streamer
Man merkt vielen Teilnehmern des Sauercrowd-Events an, dass sie trotz Hardcore-Schwierigkeitsgrad nicht aus ihrer Streamer-Haut können. Sie haben immer ein halbes Auge auf dem Chat, gehen auf Fragen ein oder reden mit ihren Zuschauern über Gott und die Welt.
Andere Content Creator streuen indes immer mal wieder Pausen ein, um live beispielsweise auf die Todes-Clips ihrer Gildenmitstreiter zu reagieren, sich Kochvideos anzuschauen („hust“ KnirpzBanane, auf Twitch), oder sie wechseln auf einen Browser-Tab, um dort etwas nachzusehen.
Normalerweise sind solche Dinge kein Problem, sie gehören sogar zum Alltag der Streamer. Im Kontext von WoW Classic Hardcore sorgte das unkonzentrierte Multitasking jedoch bereits für zahlreiche unnötige Charaktertode.
Brudivoeller, der HandOfBlood mit seinem Apfelstrudel fassungslos gemacht hat, starb etwa, weil er beim Leveln fix Infos über potenzielle Waffen für seinen Krieger nachgeschlagen hat. Und zwar nicht auf einem extra Monitor, sondern direkt über WoW. Als er zurücktabte, lag sein Charakter besiegt auf dem Boden (Quelle: Twitch).
Andere Streamer bekamen beim Quatschen oder Schreiben nicht mit, dass die Lebenspunkte im Keller waren, sie im Feuer standen (Emmo auf Twitch) oder gerade unter Wasser ertranken (BonjwaMaurice auf Twitch). Sie pullten und kämpften und erzählten … und starben. In all diesen Fällen war die Überraschung groß.
Besonders kurios fand ich das Ableben von daniel_mowo, der das automatische Laufen aktivierte, nur um sich dann auf etwas abseits des PCs zu konzentrieren (Quelle: Twitch). Währenddessen lief sein Charakter, dem Befehl des Streamers folgend, geradewegs eine Klippe herunter. Apropos …
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