Eine russische Gilde hat es mitten im Raid erwischt. Ihre Accounts für World of Warcraft wurden live im Stream gebannt.
Wenn es um den Handel mit Echtgeld in World of Warcraft geht, dann versteht Blizzard keinen Spaß. Auch wenn sich immer wieder darüber beschwert wird, dass es zu viele Bots, Gold-Farmer und dubiose Aktivitäten gibt, finden doch regelmäßig Bann-Wellen statt, bei denen entsprechende Sünder häufig deutliche Accountstrafen hinnehmen müssen.
Während erstmalige Täter oft mit einer kurzen Strafe belegt werden, trifft Wiederholungstäter meist ein längerer Bann.
Mitten im Raid einfach weggebannt für 6 Monate
Was ist vorgefallen? Kurz vor der Veröffentlichung von Patch 12.1 Fluch von Ula’tek hat Blizzard sich dazu entschieden, noch einmal gegen Betrüger vorzugehen, um ihnen den Start in die neue Saison und die neuen Inhalte deutlich zu vermiesen. Gestern ging eine größere Bann-Welle raus, die mehrere Gilden erfasst hat, die vor allem in den Handel mit Echtgeld verstrickt waren.
Eine Gilde wurde sogar mitten während eines Raids gebannt:
Da sich im Voice kaum jemand verwundert über den Bann zeigt, scheint es naheliegend zu sein, dass die Betroffenen ganz genau wussten, dass das früher oder später auf sie zukommen wird.
Warum wurden alle gleichzeitig gebannt? Das liegt daran, dass Blizzard solche Banns in aller Regel in Wellen durchführt. Es werden also erst viele Vergehen gesammelt, bewertet und alle betroffenen Accounts dann nahezu zeitgleich sanktioniert. Das macht Blizzard, damit etwa die Verkäufer von Gold (für Echtgeld) nicht nachvollziehen können, welche Tat genau die Entwickler auf sie aufmerksam gemacht hat.
Was haltet ihr davon? Gut, dass da hart zugeschlagen wurde? Oder ist das Urteil noch viel zu milde?
Ist Boosting erlaubt? Generell ist Boosting nicht verboten. Wer will, kann sich von anderen Spielerinnen und Spielern durch harte Inhalte ziehen lassen und dafür auch bezahlen – allerdings nur mit Ingame-Gold. Wer mit Goldmünzen bezahlt, darf sich grundsätzlich durch alle Inhalte ziehen lassen. Das ändert sich jedoch, sobald Echtgeld in irgendeiner Weise involviert ist. Das ist verboten und führt bei Aufdeckung zu Accountstrafen.
Bei uns ist der Patch 12.1 inzwischen auch live und hat einige große Veränderungen mit sich gebracht. Vor allem, wie ihr an Beute kommt, dürfte sich deutlich wandeln. Denn wenn alles bleibt, wie bisher geplant, dann dürfte der Trostpreis häufig die beste Wahl sein, die ihr treffen könnt.
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