Größter WoW-Streamer erklärt: „Blizzard behebt Probleme, die Spieler gar nicht haben“

Der größte WoW-Streamer sieht einige Probleme in seinem Lieblingsspiel. Vor allem, weil Blizzard Probleme behebt, die Spieler gar nicht haben.

In der Retail-Variante von World of Warcraft herrscht aktuell angespannte Stimmung. Schon seit knapp einem halben Jahr warten die Spieler auf neuen Content und Verbesserungen der bestehenden Systeme. Jetzt hat sich auch der WoW-Streamer Asmongold zu Wort gemeldet und erklärt, was ihn an Blizzards Politik in Bezug auf Shadowlands stört.

Wer ist das? Asmongold ist langjähriger WoW-Spieler und Streamer. Er zählt zu den größten WoW-Streamern überhaupt, erreicht sowohl auf Twitch als auch auf YouTube immer wieder Massen. Mit knapp 2 Millionen Followern zählt er sogar zu den 100 größten Streamern überhaupt.

Was sagt Asmongold? In einem seiner neusten Videos spricht er ungewohnt ruhig und sachlich über die Probleme, die er mit dem aktuellen WoW und den Entwicklern hat. Die beiden Hauptaussagen sind zusammengefasst:

  • Blizzard behebt Probleme in WoW, die Spieler gar nicht haben.
  • Die Entwickler bringen neue Systeme und beheben sie erst im Laufe von Jahren.

Beide Punkte führt er im knapp 30-minütigen Video weiter aus und erklärt anhand von mehreren Beispielen, was gerade alles schiefläuft.

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Lösungen, die Spieler nicht wollen: Den ersten Punkt erklärt er anhand einiger Mechaniken und System, die nur existieren, um Spieler zu schikanieren und künstlich auszubremsen. Er sagt:

Warum ist Medien-Energie im Spiel? Welchen Zweck erfüllt das? Wem hilft das? Ich glaube, Blizzard-Entwickler beheben Probleme, die Spieler gar nicht haben mit Lösungen, die Spieler nicht wollen. Das geschieht seit Jahren. Ich bin das satt. Ich fühle mich erschöpft, wann immer ich das Spiel spiele. Wenn ich meine Weltquests machen will, logge ich ein und nach 3 Quests will ich bereits etwas anderes machen, etwa ein YouTube-Video schauen.

Er nennt noch weitere Systeme und Mechaniken, die keinem Zweck für die Spieler dienen. Zum Beispiel versteht er bis heute nicht, warum der Händler für Verderbnis-Effekte in BfA mit einer Rotation belegt war, anstatt permanent das ganze Angebot anzubieten. Das Gleiche sei mit Medien-Energie der Fall, wo Spieler in etwas beschränkt werden, das keine Beschränkung brauche.

Systeme werden über Jahre verfeinert: Asmongold führt weiter aus, wie WoW in den letzten Jahren immer neue Systeme bekommen hat, die in ihrer ersten Umsetzung schlicht nicht interessant oder fehlerhaft waren. Das Paradebeispiel dafür ist die Azerit-Rüstung aus Battle for Azeroth, die sich im Laufe der Patches mehrfach änderte und mit denen die Spieler niemals richtig glücklich wurden. Das war Feedback, das es bereits in der Beta von Battle for Azeroth gegeben hatte, aber bis zum Ende der Erweiterung niemals umgesetzt wurde.

So sei es auch jetzt wieder, etwa mit dem Anima-System oder Torghast. Es fühle sich nicht rund an und in einem Interview sagte Ion Hazzikostas, dass es dazu gehöre, Systeme über mehrere Patches zu überarbeiten und zu erweitern. Hier widerspricht Asmongold und sagt klar, dass er und viele andere Spieler es leid seien, das jedes Mal zu hören. Blizzard solle endlich fertige, durchdachte Systeme ins Spiel bringen und diese nicht erst nach Monaten oder Jahren beheben.

Über Monate und Jahre werden so Systeme wie legendäre Gegenstände in Legion oder Azerit-Kräfte in BfA überarbeitet und verbessert, bis sie dann im letzten Patch einer Erweiterung endlich in dem Zustand sind, den sie bei Release hätten haben sollen.

Wie seht ihr das? Stimmt ihr Asmongold und seinen Aussagen zu den Spielsystemen von WoW zu? Oder findet ihr die neuen Systeme gut, auch wenn sie zu Anfang nicht optimal sind?

Wer gerade keine Lust mehr auf Retail-WoW hat, kann auch in Classic reinschauen. Dort wurde gerade erst der Launch von Burning Crusade geleakt.

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Bodicore

Ah WoW, die meist bemeckerte Königin der MMO.
Vielleicht sind Blizzards Systeme nicht ganz ausgereift aber immerhin hat Blizzard Systeme und Leute die sie spielen, was man von andern Entwicklern nicht sagen kann.

Nico

Naja WoW lebt nur davon das man aus alter zeiten willen am anfang eines Addons dieses kauft und ein wenig spielt, spätestens nach 2-3 Monaten ist es stark abgeflacht und wird bis zum Ende des Addons auch immer weniger.

Marius

Asmongold hat völlig recht und geht eigentlich noch nicht weit genug.
Vor allem in bezug auf das PvP. WoW PvP ist einfach nur totaler Müll, da hier soviel mit Makros und addons gemacht werden kann. In den meisten online Spielen würde das sofort zum perma ban führen aber bei WoW ist es okay….
Liebe Blizzard Programmierer spielt doch mal ne funny Runde gegen jemanden mit Makros und addons mit dem Standard UI und berichtet uns mal wieviel fun das ist😃 Danach fragt ihr euch nicht mehr warum euer PvP tot ist.
Klassen wie der Feuermagier oder Schurke sind absolute aus dem Ruder gelaufen. Euer gear wird nur besser mit hohem Rang. Tja schade das ich für den hohen Rang die Leute mit besserem gear klatschen müsste.

Wäre es nicht mal erfrischend wenn man sich einfach seine PvP Rüstung mit dem zusammenstellen könnte was man meint haben zu wollen und dann einfach in einer Rangliste gegen andere anzutreten. Ohne grind ohne Makros ohne addons, der bessere SPIELER gewinnt?!?! Einfach just for fun, ah ne geht ja nicht Spieler wollen ja immer progress. Findet den Fehler Leute, vielleicht liegt es auch einfach an uns. Weil wir für jeden Scheiß belohnt werden wollen. Siegen ist nicht gut genug🤓

Zuletzt bearbeitet vor 6 Monaten von Marius
Scaver

Tja der gute Asmongold versteht grundsätzlich nicht viel und ist auch nicht die hellste Kerze am Leuchter!

Eine grundsätzliche Sache hat er nicht verstanden:
Blizzard liefert ein Spiel, wie Blizzard es haben will. Und das ist ihr gutes Recht. Wenn die Spieler das Spiel spielen wollen, dann so wie Blizzard es vorgibt. Punkt.
Das ist ein Fakt. Egal wie man ihn findet, das ist einem Naturgesetz gleich.

Ein Auto hat 4 Räder, Türen und ne Motorhaube. Ich kann mich auf den Kopf stellen, aber ich werde kein Auto mit 7 Rädern bekommen, auch wenn es theoretisch machbar wäre!

Und dass er einige Mechaniken nicht versteht, liegt an der Ignoranz weiterer Fakten.
Ja, sie dienen dazu, einiges in die Länge zu ziehen. Daran ist, global betrachtet, aber nichts negatives. Ganz im Gegenteil, es erzwingt eine Langzeitmotivation.
Wäre es umgekehrt und, um seine Beispiele aufzugreifen, hätte der Verderbnisshändler sofort alle Effekte permanent im Angebot, wären alle in wenigen Wochen damit durch und niemand hätte das Game mehr mit dem Arsch angeschaut. Denn im Vergleich zum lieben Herrn Asmongold suchen sich die meisten Spieler in MMORPGs dann keine neue Beschäftigung oder Twinken, sondern kündigen ihr Abo und spielen ein anderes Game.
Das hätte zur Folge, dass es keine Spieler mehr im MMORPG gäbe und das MMO zum SP Game wird…. wodurch noch mehr dem Spiel den Rücken kehren und die dann meist auf Dauer.

Blizzard behebt Probleme, die Spieler wie Asmongold schlicht ignorieren oder einfach nicht wahr haben wollen bzw. nicht Teil der Lösung sein wollen.

Laufe der Patches mehrfach änderte und mit denen die Spieler niemals richtig glücklich wurden. Das war Feedback, das es bereits in der Beta von Battle for Azeroth gegeben hatte, aber bis zum Ende der Erweiterung niemals umgesetzt wurde.

Das ist nicht nur schlicht unwahr, sondern dreist gelogen. Schon in der Beta wurde auf Feedback gehört. Sicher, nicht so wie zuletzt bei Shadowlands, aber es wurde auch nicht ignoriert, wie hier dargestellt.
Auch nicht jedes Feedback ist sinnvoll. Denn es gilt wieder a) es ist Blizzard Spiel und sie bringen was sie wollen und wem das nicht passt, der kann ruhig was anderes spielen und b) muss man dann auch bedenken, dass das was im Feedback kam oft auch nicht umsetzbar war, sei es aus technischen Gründen oder weil nachher genauso viele Spieler oder gar mehr dann diese Änderungen nicht haben wollten.

Und ganz ehrlich. Nicht richtig glücklich waren wir mit Gear noch nie. Azerit gefiel uns nicht, T-Sets gefielen uns nicht, Verderbnis gefiel uns nicht. Im Endeffekt gefiel den Spielern (als eine Masse) bisher noch gar kein System von Anfang bis Ende.
Selbst die viel gelobten Artefaktwaffen brachten viel Kritik mit sich. Aber ne gescheite Idee wie es besser geht und zwar für ALLE, konnte dann auch nie jemand bringen.
Und genau das ist der Knackpunkt. In einem MMO sind so viele Spieler, dass man es nie allen recht machen kann.
Ich fand Azerititems übrigens super! Ich konnte frei entscheiden. So gab es eine Zeit lang eine Meta, mit der ich nicht spielen konnte. Also habe ich Off Meta bzw. die 2. Meta Alternative gespielt. Die lag mir und damit machte ich mehr schaden, als mit der Meta.

Diese Option hatte ich mit T-Sets z.B. nie. Da hieß es friss oder stirb. Denn entweder Du nimmst den Boni den wir dir vorsetzen oder gar keinen!

Von daher… Asmongold ist am wenigsten qualifiziert, hier solche Kritik zu üben. Entweder versteht er die Sachen nicht oder ignoriert sie. Oftmals sogar beides. Und konstruktiv war seine Kritik NOCH NIE! Denn seine Vorschläge sind immer nachweisbar nicht umsetzbar, ohne dem Game an sich zu schaden. Vorteile hätte es nur für ihn und seines gleichen in dem Moment.

ReaperiOs

Wer bistg du denn, dass du behaupten kann, dass er nicht die hellste Kerze ist?
Redest du etwa gerade von dir? Bisschen mehr Sachlichkeit. . . .

Das Spiel ist nur noch nervig, es macht keinen Spaß, Spaß setze ich aber bei einem MMO voraus, ansonsten kann ich auch andere Dinge tun.

Fakt ist, dass gewisse Inhalte eingefügt werden, dessen Sinnhaftigkeit sich kaum/garnicht erschließt oder schlicht sich UNFERTIG anfühlen, dass mag subjektiv sein, aber ich bin da glaube nicht alleine.

Phinphin hat es auf dem Punkt gebracht, was soll man sonst dazu sagen?

Aber folgende Verbesserungen hätte ich:

  • Aufhören jeden MÜLL zu spoilern, Cinematics etc erst dann auf den “Markt” zu bringen, wenn das Produkt auch ausgereift ist.

Es fühlt sich einfach an, schnell schnell schnell wir müssen Geld machen.

  • Kleine Inhaltspatches, nicht IMMER was Großes, dann gibt es auch GAR keine Durststrecken.
  • Fast ein halbes Jahr auf Inhalt warten ist schlicht zulang, lieber mehr Schritte zu den großen Sachen hin und gut
  • Ruhig mal auf die Community(Alpha, Betatester) hören und wenn man es nicht überarbeiten kann, dann erstmal nicht implementieren.

Bin mir sicher wenn man mehr Konzept hat, dass man auch die Spielerzahlen konstanter halten kann, anstatt 60% nach 2 Monaten zu verlieren. Auch die Aussage “war bei anderen Addons auch so” lasse ich nicht gelten, dann wundere ich mich, warum man bislang nichts daran gemacht hat, aber nun ja.

Für mich persönlich ist World of Warcraft nur noch Hülle, das Spiel hat keine richtige Seele mehr . . . klingt zwar komisch ist aber so.

Siberian

Du kannst nur gespoilert werden, wenn du dir das auch reinziehst.

Ich nehm mal torghast als beispiel:
Fanden auf der beta alle toll.
Geht genau so live, plötzlich ists purer Schrott.
Ja was denn nun?

Wenn sich nichtmal die Spielerschaft einig ist, wie solls Blizzard dann richten?
Eben gar nicht.
Besonders wenn Kritik nur noch aus “find ich doof” “so ein Murks” oder “was soll das denn?” besteht.
Jenseits der klassendiscords kommt ja nur noch meckern auf höchstem Niveau.
Da wird sich wenigstens noch analytisch ran gemacht Probleme von speccs auf zu decken, außerhalb von dem wird nur noch gemosert weil irgendwas wieder jemand nicht passt.

Siberian

Darfst mich gern korrigieren wenn ich da falsch liege aber jenseits des nicht veröffentlichten endlosmodus war es ja relativ gleich mit der jetzigen Fassung bis auf einige Optimierungen zu gunsten von uns Spielern wie zb das entfernen der zeitlich immer stärker werdenden Qualen.

Hätte der endlosmodus torghast attraktiver gemacht?
Wahrscheinlich aber unterm Strich wäre es die selbe Kritik wie jetzt auch.

Wie gesagt darfst mich da gern korrigieren 🙂

Zid

Naja du musst aber auch bedenken, das viele Informationen über das Gesamtkonzept “Torghast” nicht bekannt waren.

Hättest du den Leute in der Beta folgendes gesagt: “Naja, also ihr geht da 1 Mal die Woche rein um 1140 Soulash zu farmen. Das macht Ihr dann 5 Wochen um eure Legys auf maximal aufzuwerten. Darüber hinaus gibt es eigentlich keinen Grund dort rein zu rennen. Die Talente sind komplett unabalanced, aber es gibt auch keinen Grund diese zu balancen, da alles sowieso selbst mit den schlechtesten Klassen schaffbar ist. Naja und nen competiven Modus (Endlosmodus) haben wir ja auch rausgenommen. Dafür gibt es einen Kosmetischen Modus, dessen Highlight ist ein Mount, welches euch ermöglicht in einer Zone zu Reiten, in welcher wir aus irgend einem Grund das Reiten eingeschränkt haben.”

Das ist die Zusammenfassung des aktuellen Torghast Standes. Hätte das irgend jemand gut gefunden, abgesehen von den Leuten, die hier sowieso nicht rein wollten? Aber selbst diese Leute finden das aufgrund der unbalanced Talente nicht gut, da man im schlechtesten Fall dafür ewig braucht, oder sich eine Gruppe suchen muss…..

Natürlich gibt es weniger Kritik, wenn man das komplette Konzept noch nicht sieht. Aber das sollte doch eigentlich im Vorhinein schon bei Blizzard auffallen, was das für ein dummes Konzept ist. Zumal sie den gleichen Fehler ja bei den Visionen gemacht haben. Bei denen man auch 100 mal für ein par Sockel reingerannt ist….Das einzige was hier gemacht wurde ist die Reduktion der notwendigen Teilnahmen….

Prim

Seid Star Wars Galaxie gilt….
Der Spieler weiß selber nicht was er will bekommt er das was er will sind die meisten weg 😛
So damals Vorgekommen in SWG.
Dann waren 80% die das bekommen haben was sie forderten weg……

Prim

Er hat in seinen Raid System auch viel Scheiße gebaut……
Er immer zuerst 😛
Halt Amerikanische Denkweise.

Thyril

“Blizzard liefert ein Spiel, wie Blizzard es haben will. Und das ist ihr gutes Recht. Wenn die Spieler das Spiel spielen wollen, dann so wie Blizzard es vorgibt. Punkt.
Das ist ein Fakt. Egal wie man ihn findet, das ist einem Naturgesetz gleich.” Die stetig fallenden SPielerzahlen geben ihm Recht. Es ist egal wie viele Spieler pro Addon zurückkommen – der Trend ist gleich. Muss ja mehrere Gründe haben und Blizzards Marketing würde das vermutlich auch anders sehen mit ” wir machen wie wir es wollen”.

Prim

Es ist immer schlecht für ein MMO,wenn man ein MMO Baut für den Konzern Betreiber statt für den Spieler.
Asmongold hat auch einige Schatten Seiten aber zieht halt bis 25k Zuschauer an nur auf Twitch ist er wohl nicht mehr Vertreten.
Der Retail geht es doch schlecht immer mehr Spieler Spielen WoW Kurzfristig und Classic geht es ähnlich.
Aber wie in jeden MMO wenn der Betreiber ein MMO Baut für seine Ansprüche geht es zuende……
Mir waren viele Bekannt die aber ihr Auto immer selbst Reparierten war eine Art Hobby und sie kaufen nur das Auto wo sie ihren Hobby ausleben können.
Ich bin auch Kein Konsolen Mensch sondern ein Selbstbau Mensch was man auch mir abgewöhnen will 🙂
Die Welt ist nicht so einfach gestrickt wie du dir das vorstellst……

Zid

Natürlich ist es Blizzards Recht das Spiel nach ihren Vorstellungen zu Designen. Es bringt jedoch nichts dieses auf eine Art und Weise herauszubringen, die niemandem gefällt, bzw. deren Systeme nicht funktionieren.
Schlechte Designs, welche zu Aboverlusten führen, werden dann meist im Laufe des Addons erkannt und es werden Anpassungen vorgenommen. Sowohl in BFA, als auch in Legion ist nachweislich so gehandelt worden.

So nun zu deinem Beitrag, der mich etwas getriggered hat, da ich Asmon keinesfalls als Deppen betrachten kann:

Tja der gute Asmongold versteht grundsätzlich nicht viel und ist auch nicht die hellste Kerze am Leuchter!

Sehr gewagte Aussage. Ich bin selber nicht so der Streams-gucker. Mein Lebensgefährtin hat jedoch vor einiger Zeit angefangen Asmon zu schauen und ich war positiv überrascht, welch geistreiche Ansichten der Mann doch manchmal vorbringt, auch wenn man ihm das vlt nicht ansieht. Natürlich ist er ein Entertainer und kein Wissenschaftler, ihn als “Dumm” zu bezeichnen ist jedoch schlichtweg nicht korrekt.

Das ist nicht nur schlicht unwahr, sondern dreist gelogen. Schon in der Beta wurde auf Feedback gehört. Sicher, nicht so wie zuletzt bei Shadowlands, aber es wurde auch nicht ignoriert, wie hier dargestellt.

Die größten Kritikpunkt zum Azeritgear wurde ignoriert und es ist so ins Spiel gekommen. Viele Betatester, welche Ahnung vom Gameplay haben, brachten damals die folgenden Punkte vor:

  1. Zu viele Random Effekte
  2. Langweilige Effekte, welche meist nur passiv procs beinhaltet haben
  3. Keine Dropps in Dungeons (Generell die Verfügbarkeit der Items)
  4. Unmöglichkeit zu Erkennen, welche Effekte überhaupt sinnvoll sind (Simcraftproblem)

Denn es gilt wieder a) es ist Blizzard Spiel und sie bringen was sie wollen und wem das nicht passt, der kann ruhig was anderes spielen

Der Punkt ist einfach Quatsch. Wenn Blizzard die Dinge einfach so rausbringen will, wie sie es Lustig finden und Ihnen die Spielerzahlen egal währen, würden sie die kaputten Systeme ja nicht im Laufe des Addons anpassen.

b) muss man dann auch bedenken, dass das was im Feedback kam oft auch nicht umsetzbar war, sei es aus technischen Gründen oder weil nachher genauso viele Spieler oder gar mehr dann diese Änderungen nicht haben wollten.

Gebe ich dir in so weit Recht, das man durchaus nicht alle Dinge umsetzen kann. Entweder technisch, oder weil die Zeit bis zum nächsten Release nicht reicht. Deshalb: Keep it Simple. Ich bin der Meinung, die meisten Zusatzmechaniken würde es überhaupt nicht brauchen. Einfach funktionierende Klassen rausbringen und ich wäre zufrieden.

Und ganz ehrlich. Nicht richtig glücklich waren wir mit Gear noch nie. Azerit gefiel uns nicht, T-Sets gefielen uns nicht, Verderbnis gefiel uns nicht. Im Endeffekt gefiel den Spielern (als eine Masse) bisher noch gar kein System von Anfang bis Ende.

Ich wage die Behauptung aufzustellen, das den meisten Leuten der reguläre Gearing-prozess ohne i-welchen Schnickschnack am besten gefällt. Die frei werdenden Ressourcen könnten dann in das Balancing bzw. in zusätzlichen Content oder sogar in einen schnelleren Content-Release gesteckt werden. Möchte gar nicht wissen wie viele Programmiere an das Nach-Balancen von kaputten Systemen gebunden sind…

Selbst die viel gelobten Artefaktwaffen brachten viel Kritik mit sich. Aber ne gescheite Idee wie es besser geht und zwar für ALLE, konnte dann auch nie jemand bringen.

Schlechtes Beispiel :D. Das Problem war Anfangs, dass man zu viel Artefaktmacht gebraucht hat und diese auch noch auf 2-4 Specs verteilt werden musste. Die Lösung war, dass man einfach die Artefaktmacht so stark angepasst hat, das man alle Talente für alle Specs relativ einfach freischalten konnte. Eigentlich waren die Waffen damit dann obsolet, da diese praktisch wie zusätzliche passive Klasseneffekte funktoniert haben. Somit sind wir wieder bei dem Thema eines zusätzlichen Systems, das keiner gebraucht hat und die Talente einfach den Klassen hätten gegeben werden könnten. Die Kosmetischen Dinge der Waffen hingegen waren von Anfang an Super und haben mir viel Spaß gebracht. Hierauf hat Blizzard ja im Laufe des Addons dann aufgebaut.

Ich fand Azerititems übrigens super! Ich konnte frei entscheiden. So gab es eine Zeit lang eine Meta, mit der ich nicht spielen konnte. Also habe ich Off Meta bzw. die 2. Meta Alternative gespielt. Die lag mir und damit machte ich mehr schaden, als mit der Meta.

Frei entscheiden konntest du ab dem Moment, wo die Verfügbarkeit gegeben war. Anfangs hat man so wenige Azerititems bekommen (Eigentlich nur aus dem Raid) das ein freies wechseln praktisch nicht möglich war. Naja, außer man ist mit 20 Itemlvl weniger und M+0 Items rumgelaufen :D. Das war im übrigen eines der Probleme, welches im Laufe des Addons behoben werden musste.

Diese Option hatte ich mit T-Sets z.B. nie. Da hieß es friss oder stirb. Denn entweder Du nimmst den Boni den wir dir vorsetzen oder gar keinen!

Stimmt, ich brauche auch keine T-Sets. Selbes Thema wie gerade. Lieber ein funktionierendes Balancing.

Von daher… Asmongold ist am wenigsten qualifiziert, hier solche Kritik zu üben. Entweder versteht er die Sachen nicht oder ignoriert sie. Oftmals sogar beides. Und konstruktiv war seine Kritik NOCH NIE! Denn seine Vorschläge sind immer nachweisbar nicht umsetzbar, ohne dem Game an sich zu schaden. Vorteile hätte es nur für ihn und seines gleichen in dem Moment.

Es gibt mit Sicherheit qualifiziertere Spieler als Asmon. Generell spielt er jedoch eine Menge WoW und v.a. spielt er auch nicht auf einem sonderlich hohen Nivea. Von daher hat er auch einen Blick auf das Gameplay, welches eher einem “normalen” Spieler entspricht. Man kann hier keinesfalls anbringen, er würde in einem Elitären World Rank 10 Kreis spielen, welches meiner Ansicht nach die Spieler sind, welche die sinnvollsten Aussagen zum Thema Gameplay treffen können. Das lieg schlichtweg an dem Verständnis für die Klassen und deren Funktionsweisen.

Hamurator

Jedes System wird man nicht völlig durchdacht ins Spiel bringen können, oftmals braucht es erst den realen Test von vielen, um zu sehen, wo man noch schrauben muss. Das ist keine WoW-Krankheit, es fällt nur dort besonders auf, weil Blizzard alte Systeme beim Einfügen von neuen entweder zur Unwichtigkeit degradiert oder gar gänzlich rauspatcht.

Siberian

Das mit dem beheben von Problemen die Spieler nichtmal stören, kann ich gut nachvollziehen aber der andere Punkt rund um Systeme die erst im Laufe des addons verbessert werden, joa ne.

Das Problem liegt hier meines Erachtens nicht daran, dass Blizzard die Systeme schlecht implementiert sondern einfach nicht genug getestet und durchdacht ha und erst im Laufe des addons verbessert wo auch mehr Daten zum auswerten vorliegen als in den paar Monaten alpha und beta Phase.
Bemängelt wurden zum Beispiel azerit Rüstungen schon ziemlich früh aber was wird den nicht bemängelt?
Derzeit kann man’s ja kaum einem recht machen und das jetzt so auszulegen, dass Blizzard generell so ein Problem hat ist für mich kaum nachvollziehbar. Immerhin wird daran gearbeitet und nicht nur uns hingeworfen nach dem Motto “Da habt ihr wir sind damit durch.”

Scaver

Wie lange sollen denn denn so ein Feature testen? Die denken sich die Features ja nicht schon 10 Jahre vorher aus. Von der ersten Idee bis zum Release haben die oft nur wenige Jahre Zeit!

Und ich nehmen gerne mal Torghast. Das konnte man in der Beta ausgiebig testen. Und das wurde gemacht. Es wurde massenweise Feedback gegeben und Blizzard hat es so geändert, wie die Masse es haben wollte.
Dann ist Release und die jetzt größere Masse ist nicht zufrieden. Also wird wieder geändert. Dann sind einige zufrieden, dafür andere die es vorher waren wieder nicht. Und einige denen es vorher egal war, die sind dann auch gegen das neue System. Und so fängt Blizzard wieder an zu ändern.

Die Änderungen in 9.1 kann man noch nicht mal testen und schon jetzt loben einige die angekündigten Änderungen in den Himmel und andere wiederum verteufeln sie.
Egal wie gut ein System ist, es gibt immer Leute, die es nicht mögen und IMMER flamen sie wie die letzten Idioten. Egal was Blizzard macht, es wird einigen gefallen und einigen nicht. Das war schon immer so.

Nur früher hat man sich damit abgefunden, dass nicht alles so sein kann, wie man selber es will. Heute wird geflamt und gehatet und schlecht geredet bis das Universum untergeht, solange nicht alles 200%ig der eigenen Meinung und Ansicht entspricht. Alles andere wird schlicht nicht einfach nur abgelehnt, sondern bis aufs äußerste bekämpft.

ich sehe es so… die Systeme in einem MMO müssen reifen wie guter Wein. Es braucht seine Zeit. Und trotzdem wird selbst unter den Weinliebhabern niemals ALLE den selben Wein mögen. Einige mögen Wein A, andere B und manche mögen A und B und andere wiederum mögen beide nicht, dafür dann C usw.

Siberian

Meine Worte.
Man kanns nie allen recht machen und der nette Herr ist prinzipiell unzufrieden mit wow.
Daran nun Probleme von Blizzard fest zu machen ist vielleicht nicht die beste Idee nur weil dem genug Leute zuschauen.

Phinphin

Schikanieren und Ausbremsen trifft es ganz gut.
Hab bei WoW schon seit 2 Addons das Gefühl, dass man beim Spielen immer häufiger einen Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommt und das Spiel immer mehr Browsergame-Mechaniken einführt.

Die Mechanik soll dabei noch genügend Spaß machen, dass man gerade noch bereit ist, ins Spiel einzuloggen (um 30 Minuten zu investieren), aber gleichzeitig soll man möglichst lange hingehalten werden, um seine Ziele zu erreichen, damit man lange ein Abo unterhält.

Es geht bei vielen Mechaniken also nicht mehr darum den Spielspaß zu maximieren, sondern sich nur noch die Frage zu stellen, wieviel Spielspaß minimal notwendig ist, um zu verhindern, dass die Leute kündigen.

Zuletzt bearbeitet vor 6 Monaten von Phinphin
Chafaris

THIS!

Scaver

Aha und was ist die Alternative? Alles sofort bekommen, Content nach 2 Monaten durch und dann meckern weil es nichts mehr zu tun gibt und das Spiel dann verlassen.
Und für wen soll dann noch neuer Content entwickelt werden, wenn niemand mehr da ist?

Es geht bei vielen Mechaniken also nicht mehr darum den Spielspaß zu maximieren, sondern sich nur noch die Frage zu stellen, wieviel Spielspaß minimal notwendig ist, um zu verhindern, dass die Leute kündigen.

Es ging NOCH NIE um die Maximierung des Spielspaßes! Natürlich ging es schon immer ums Geld. Was glaubst Du warum es WoW gibt? Weil Blizzard damals dachte, dass man damit dick Geld verdienen kann. Ganz einfach!

Deine Aussage würde ich maximal um das Wort “minimal” kürzen, aber ansonsten hast Du Recht und da ist auch nichts schlimmes dran. Die Leute meckern wenn es keinen neuen Content gibt, aber den Content den es gibt wollen sie alle immer in wenigen Tagen durch haben.
Es ist aber schlicht unmöglich, so schnell Content nachzuliefern. Selbst schlechter Content ist so schnell wie die meisten den Content in WoW durchprügeln, nicht möglich!
Und ja, irgendwie muss Blizzard dafür sorgen, dass die Leute im Game beschäftigt bleiben und die Abos weiter laufen lassen. Denn wenn alle alles in 1-2 Monaten durch haben und dann die Abos kündigen, dann ist schlicht auch kein Geld für neuen Content da.
Denn auch bei Blizzard arbeitet NIEMAND umsonst! Nicht mal die Putzfrau!

Sebastian

Wenn die Putzfrau umsonst gearbeitet hat, ist das Büro dreckig geblieben

Phinphin

Die Alternative wäre es das Timegating zumindest bei allen Elementen, bei denen es nicht um die Itemspirale geht, wieder massiv zu entschärfen. Ich kann man nicht daran erinnern, dass WoW in den Jahren 2005-2017 jedesmal nach 2 Monaten keine Spieler mehr hatte, weil Blizzard nicht bei jedem Feature massiv auf Hinhaltetaktiken zurückgegriffen hatte. Ich sehe auch nicht wirklich in anderen MMORPGs, dass Timegating in dieser krassen Art und Weise erforderlich ist, weil Spieler nach 2 Monaten angeblich alles erreicht hätten. Das ist doch Quatsch.

Und ganz ehrlich: Was ist denn schlimmer? Wenn ich den Content nach 2 Monaten fast komplett durch habe und mich dann langeweile, oder wenn ich den Content nach 2 Wochen durch habe und mich langeweile, weil Blizzard den restlichen Content erst über die nächsten drei Monate zur Verfügung stellt. Ich hatte noch nie so schnell die Nase von einem Addon voll wie mit Shadowlands. Ich hatte nach wenigen Wochen schon das Abo gekündigt. In anderen MMOs wäre ich zu dem Zeitpunkt noch damit beschäftigt gewesen, die Story durchzuspielen. Wäre ich in Shadowlands normalerweise auch – zumindest wenn Blizzard die Story von Anfang an freigeschaltet hätte.

Und ja, natürlich steht die Gewinnmaximierung im Vordergrund. Vor einem Jahrzehnt gabs da aber kaum Zielkonflikte zwischen Spielspaßmaximierung und Gewinnmaximierung. Heute ist das anders. Da merk ich an viel zu vielen Stellen, dass es zu Lasten des Spielspaßes nur noch darum geht, mich dazu zu bewegen, möglichst lange ein Abo aufrecht zu erhalten.

Zuletzt bearbeitet vor 6 Monaten von Phinphin
Prim

Man Glaubt nach so vielen Jahren hätten sie was gelernt….
dann sieht man sie haben fast nichts gelernt wiederholen viele ihre Fehler die sie damals begangen…….
Jeder Patch in MMO kann viele Spieler Rausschmeißen aber auch viele Spieler anziehen hat lange Funktioniert aber keiner sieht die Vielen Toten MMOs die nur noch eine Randnote sind die kaum jemand mitbekommt.

Alex

Hat er schon recht, so ergeht es aber vielen anderen Spielen solcher und ähnlicher Art, destiny ist da ein perfektes Beispiel, da läuft es eigentlich immer genau so ab.
Warum Entwickler das so machen? Keine Ahnung.

Prim

Ein jeder Baut seine Realität so wie er sie haben möchte und wundert sich das alle gehen 😛

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