WoW-Urvater erklärt, warum MMORPGs heute nicht mehr so beliebt sind

MMORPGs sind nicht mehr so populär wie zu den Hochzeiten in den Anfängern der 2000er. Ex-Blizzard-Chef Mike Morhaime hat sich in einem Interview zu den Gründen geäußert.

Was meinte Mike Morhaime? Der WoW-Urvater erklärt, dass es seiner Meinung nach inzwischen andere Spiele gibt, welche die soziale Spielerfahrung besser einfangen können als MMORPGs.

Dies hängt laut ihm auch mit der Zugänglichkeit zusammen. Je zugänglicher ein MMORPG ist, desto weniger Gründe gibt es, zusammenzuspielen. Wenn Spieler also etwa vieles allein machen können, dann spricht der Titel zwar eine breitere Zielgruppe an, der soziale Aspekt wird dadurch aber in den Hintergrund geschoben.

Ich glaube, das ist eine Frage der Zugänglichkeit und des Zeitaufwands. Ich würde nicht sagen, dass MMOs in Zukunft nicht wieder aufleben könnten, aber vielleicht gibt es andere Arten von Spielen, welche die soziale Erfahrung noch besser erfassen können.

Ich würde auch sagen, dass World of Warcraft im Laufe der Jahre weniger sozial wurde, da wir durch mehr Zugänglichkeit einige der Gründe beseitigt haben, warum Spieler immer wieder mit derselben Gruppe von Menschen spielen sollen.

Mike Morhaime

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In diesem Interview spricht Mike Morhaime über MMORPGs und World of Warcraft.

MMORPGs haben es heute schwer

Woran zeigt sich die sinkende Popularität von MMORPGs? Schaut man sich die Situation der Online-Rollenspiele zu Beginn des Jahrtausends, etwa um den Release von WoW im Jahr 2004 und danach an, so zeigt sich, dass damals viel mehr sogenannte AAA-MMORPGs erschienen.

World of Warcraft war sehr populär und andere Entwickler hofften, ein Stück dieses Kuchens abzubekommen. Doch heutzutage sieht die Situation anders aus. Seit Jahren wurden keine großen „westlichen“ MMORPGs mehr veröffentlicht. Selbst asiatische Spiele haben es hierzulande schwer, wie man am Beispiel Bless Online sehen kann, das nur wenige Monate nach Release eingestellt werden musste. Viele MMORPGs, die sogar nach WoW erschienen sind, sind inzwischen tot.

Die MMORPGs, die angekündigt werden, stammen meist von Indie-Entwicklern, haben große Visionen und bekommen Probleme, diese auch umzusetzen. Die Situation rund um Chronicles of Elyria zeigt, wie sich ein Indie-Entwicklerteam mit seiner Vision übernehmen kann.

Loot-Shooter wie etwa Destiny 2 oder The Division 2 dagegen sind derzeit sehr beliebt. Sie bieten eine soziale Erfahrung und modernes Gameplay.

WoW Artwork
Zum Release war World of Warcraft sehr populär und startete eine Zeit, in der MMORPGs sehr viele Spieler ansprachen.

Wie sah dies früher aus? Mike Morhaime erklärt, dass er bei Release von World of Warcraft damals völlig überrascht vom Erfolg war, da er nicht damit gerechnet hatte, dass es aus dem Stand so viele Spiele ansprechen würde.

Ich erinnere mich, als wir an World of Warcraft gearbeitet haben. Eines der Dinge, die mich erstaunten, war die anfängliche Beliebtheit dieses Spiels. Ich dachte, dass wir bei der Entwicklung eines MMORPGs zumindest am Anfang nur ein kleineres Publikum erreichen würden und es müsste von dort aus wachsen. Aber auf Anhieb war die Kurve viel steiler als ich es mir jemals vorgestellt hatte.

Ich denke, dass World of Warcraft bis dahin das sozialste aller unserer Spiele war, weil es Gruppen von Menschen gab, die Abenteuer gemeinsam erlebten.

Mike Morhaime

Natürlich gibt es auch heute noch MMORPGs, die richtig Spaß machen und welche viele Spieler begeistern. Welche das sind, verraten wir euch in der MeinMMO-Liste der 15 aktuell besten MMOs und MMORPGs 2020. Ihr findet dort vielleicht sogar eine neue, virtuelle Heimat, in einem der präsentierten Online-Rollenspiele.

Quelle(n): MMORPG.com
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Ron

MMORPGs funktionieren heute einfach nicht mehr gut für die breite Masse der Spieler. Man darf auch nicht vergessen, dass zu Zeiten von World of Warcraft auch immer mehr Haushalte einen DSL-Anschluss bekamen. Es war noch neu und frisch mit Leuten eine Welt zu erkunden, zu questen, zu chatten etc. Das alleine haut heute niemanden mehr um, schon gar nicht wenn man ständig das selbe Setting sieht: Elfen-Jägerin mit Bogen und Pet, Ritter mit dicker Rüstung samt Schild, Schurke mit zwei Dolchen usw. Wenn ich das schon im Trailer sehe, dann schlafe ich ein.

Thomas Lauterbach

Absolut. SWOTR war da eine erfrischende Ausnahme, Lichtschwert oder Blaster war mal was echt gelungenes damals. Ich sehne mich zurück nach der Holy Trinity mit Tab-Targeting in modern. Heute gibt es nur noch Action Kampfsystem und Klassen Mischmasch Firlefanz.

IchhassePvP

Das einzig „echte“ MMORPG welches in den kommenden ca. 2-3 Jahren zumindest mal in der Beta sein wird ist Pantheon – Rise of the Fallen!
Diesen Ansatz eines „echten“ Old-School MMORPG’s in der Form eines Everquest oder mit Abstrichen eines Dark Age of Camelot verfolgte zuletzt das bekanntlich krachend gescheiterte Vanguard: Saga of Heroes.
Eben ein „echtes“ MMORPG in dem Sinn dass das Zusammenspiel an jeder Ecke des Spiels im Mittelpunkt steht.

Selbst in einem Classic World of Warcraft ist bekanntlich extrem viel Solospiel problemlos möglich, auch wenn es bereits in der Levelphase diverse Gruppenquests gibt die tatsächlich auch eine Gruppe erfordern im Sinne von Tank, Heal und DPS, auch wenn diese Gruppenquests sicher diverse Nicht-Tank-Klassen tanken können mit einem Heiler im Rücken.
Noch in Burning Crusade und Wrath of the Lich King erinnere ich mich z.B. noch an die jeweiligen Arena-Quests, welche ebenfalls stets eine Gruppe im genannten Sinn erforderten, auch wenn mit WotLK Release bereits viele Classic-Gruppen-Quests tot generft wurden, so dass diese auch für annähernd jede Klasse solo möglich waren.

Heutige MMORPG’s, inklusive dem heutigen World of Warcraft, bieten eben bis auf den Dungeon- und Raid-Content extrem viel Solo-Spieler-Möglichkeiten und sind daher in ihrem Kern keine „echten“ MMORPG’s mehr. Ja selbst das Gearing lässt sich heute bis zu einemgewissen Grad solo erledigen, siehe etwa die Welt-Quests in World of Warcraft.
Die mit Mists of Pandaria zurückgekehrten „Weltbosse“, auch bekannt als „Loot-Puppen“, waren ebenfalls für reine Solospieler zugänglich, schließlich reichte es aus mal draufgehauen zu haben und man musste noch nicht mal Teil der Raid-Gruppe sein, geschweige denn musste man mit anderen Spielern dafür soziale Interaktion betreiben.

Auf die Spitze treiben das sicher diverse Asia-MMORPG’s, in denen der Solo-Grind im Vordergrund steht und es teils nicht mal sowas wie Gruppen-Endgame-Content gibt.

Deswegen spreche ich von „echten“ MMORPG’s, welche zu absolut jeder Zeit eben ein Minimum sozialer Interaktion mit seinen potentiellen Mitspielern erfordern.
Noch bis zur Einführung des Dungeon-Browsers in World of Warcraft während Wrath of the Lich King würde ich WoW ein „Casual“-MMORPG nennen, spätestens ab diesem Zeitpunkt verlor WoW mehr und mehr das benötigte Minimum an sozialer Interaktion, welche heute nur noch im absoluten „Late“-Game erforderlich ist, sprich auf Max.-Level in und für Gruppen-Inhalte.

Das viel zitierte Kennenlernen von anderen Spielern kann man heute auf Blizzards Classic Servern wieder beobachten, im modernen WoW hingegen ist sowas hingegen heute nahezu ausgestorben und man sucht sich via Forum oder externer Web-Seite seine Raid-Gilde und/oder Mythic+ Stammgruppe.
Natürlich kann der Solospieler diese Inhalte auch mit Random-Spielern bestreiten und spart sich wiederum einen erheblichen Teil an sozialer Interaktion mit seinen Mitspielern, allerdings sind Random-Gruppen sicherlich Grenzen gesetzt, nicht anders als schon in und während Classic.
Den Naxx40 clearenden Random-Raid wird man wohl auch zukünftig vergeblich suchen, nicht anders als den Mythic clearenden Random-Raid eben auch und auch sehr hohe Mythic+ Stufen werden Random-Gruppen nicht erfolgreich bewältigen können, auch wenn eines fernen Tages durchaus manche einzelne Bosse für Random-Raids machbar sein könnten in Naxx40.
In wie weit AQ40 von Random-Gruppen erfolgreich bestreitbar sein wird zeigt die Zeit, ich persönlich gehe jedenfalls davon aus dass auch gute und strukturierte Random-Raids in AQ40 bis mindestens Prinzessin Huhuran kommen können.
Alles andere im instanzierten Classic-Raid-Content wird schon sehr bald auch von Randoms clearbar, ZG, Ony und MC sind es ja heute schon, in absehbarer Zeit wird da auch noch AQ20 und BWL dazu kommen, eben nicht anders als auf den unzähligen Privat-Servern auch.

Wer jetzt ein „echtes“ belebtes MMORPG sucht, der hat aus meiner Sicht genau 2 Möglichkeiten:

1.) Mehr Hardcore (Solospiel kaum bis gar nicht möglich) —> warten auf Pantheon – Rise of the Fallen

und

2.) Mehr Casual (sehr viel Solospiel möglich, gepaart mit einem Minimum an sozialer Interaktion das gesamte Spiel hindurch) —> Blizzards Classic Server oder einer der Privat-Server

Für Sandbox-Fans mag sicher Saga of Lucimia eine aktuelle und möglicherweise manches sich in Entwicklung befindende MMORPG zukünftig eine Option sein, nur ist das nicht wirklich meine Zielrichtung, weswegen ich dieses MMORPG-Genre mal ausgeklammert habe.

Der komplette restliche MMORPG-Markt verdient aus meiner Sicht das Prädikat ein „echtes“ MMORPG zu sein schon lange nicht mehr!

Thomas Lauterbach

1.) Mehr Hardcore (Solospiel kaum bis gar nicht möglich) —> warten auf Pantheon – Rise of the Fallen

Und auch das ist zum scheitern verurteilt. Wenn ein Spiel zu sehr in eine Richtung fokusiert ist, findet es nicht genug Spieler, Ob das jetzt Hardcore PvP wie Last Oasis oder kompletter Gruppenzwang ist, werden diese Spiele immer nur Nischentitel bleiben. Der soziale Aspekt in MMORPGs ist zwar wichtig, darf aber auch nicht erzwungen werden. Die Kunst ist hier einen Mittelweg zu finden, um interessant zu sein. Pantheon wirbt damit ein MMORPG für echte Veteranen zu werden, ich bezweifel aber bei einem ständigen Gruppenzwang das sich das auszahlt am Ende.

IchhassePvP

Die Zeit wird es zeigen wie erfolgreich Pantheon letztlich sein wird.

Nur stimme ich dir zu dass der extreme Gruppenfokus von Pantheon für sehr, sehr viele interessierte Spieler von vornherein ein No-Go sei dürfte, was aus Pantheon ganz sicher ein Nischenprodukt werden lassen wird.

onions4everyone

Blizzard weiß mittlerweile wie man ein Spiel anhand von Statistiken baut, aktiennotierte firmen sind halt teils gesteuert von Leuten die keine Ahnung vom Gebiet selbst haben – das killt so ziemlich alles was ne Seele hat. Da ändert auch ein guter Lead-Gamedesigner oder Producer als „Schnittstelle“ auch nichts.
Das spiel bringt stabil Geld rein, solang sich das nicht ändert wird sich die Entwicklung von WoW auch nicht ändern. Es trendet eher in Richtung Zugänglichkeit und dementsprechend empfinden einige das als schlecht. (bekannt unter dem berühmten Wort vercasualisieren)

MMORPGs sind nicht tot, sie werdens auch nicht sein. Diese Diskussion hatte ich schon unzählige male mit einigen Bekannten und Freunden. Die Masse an Spieler hat sich mittlerweile einfach aufgeteilt auf verschiedene leicht bis stark ähnelnden Spielen. Dazu kommt der Release von MMORPGs wie asiatische Geldfresser und überambitionierte Spiele aus der Indie Region. Letzteres find ich persönlich sehr schlimm, dass Plattformen wie Kickstarter einen schlechten Ruf kassieren weil Leute mit mittelmäßigen Ideen und großem Talent für Hype die Plattform nutzen und einfach nicht liefern weil sie keine Ahnung von Software-Entwicklung, Game-Design und Wirtschaft haben.

tl;dr:
Gaming ist im Wandel. Es wurde/wird immer mehr Mainstream und die Platzhirsche – AAA-Studios – werden sich der Masse adaptieren. Wir können nur hoffen dass sich in dieser Zeit auch einige Indie-Entwickler-Studios erheben und die Nischen versorgen. Ich kann den herzlosen Einheitsbrei im Multiplayer Genre nicht mehr sehen.

Ralf

WOW noch als Gradmesser zu benutzen ist unsinnig.Nicht nur die Möglichkeit alleine zu spielen hat das MMO verändert sondern das weglassen der sozialen Elemente die es gab.Als WOW die Gilden ins Spiel brachte war das soziale Element ja da und das obwohl man auch alleine spielen konnte.Aber Gilden hat man ja wieder platt gemacht.
Wo die soziale Erfahrung bei Destiny 2 oder The Division 2 sein soll ist mir schleierhaft.Aber okay.Blizz hatte schon immer so seine eigene Sicht der Dinge.
Wer sich soziale Interaktion anschauen will sollte ESO spielen.Zwar gibt es auch dort die Hyperaktiven die sich für den Nabel des Spiels halten aber der überwiegende Teil legt Wert darauf zusammen zu spielen.
Insgesamt betrachtet haben es MMO nur aus einem Grunde schwer.Zeit.Für ein MMO muss man Zeit mitbringen.Und genau das haben viele heute nicht mehr.Okay Zeit selber hat man ja durch seinen Selbstoptimierungswahn genug.Nur man packt sich die Zeit so voll das alles was mehr als 2 Stunden in Anspruch nimmt einfach nicht mehr passt.
Beliebtestes Wort im MMO?GOGO

Ron

„Wo die soziale Erfahrung bei Destiny 2 oder The Division 2 sein soll ist mir schleierhaft“

kann dem nur zustimmen. Klar, im Turm kann man mit den anderen seine Späßchen treiben, aber ansonsten sind die Möglichkeiten extrem begrenzt und unterscheiden sich auch nicht groß von üblichen Games, die einfach nur einen Online Modus haben.

Culus

Sind MMORPGs wirklich unbeliebt oder kamen halt nach WoW viele MMOs raus, die schnell zusammen gebastelt würde um ein Stück Kuchen von von dem Erfolg zu bekommen. Viele der neue MMOs die nach WoW kamen waren lieblos und sehr fehlerhaft. Das Asia MMOs hier weniger erfolg haben kann auch den verschiedenen Spiele Kultur liegen. Entweder kamen MMOs raus die fehlerhaft und leblos waren in Design und Gameplay oder man könnte mit dem Artdesign nichts anfangen obwohl das Spiel gut war siehe Wildstar. Damals in meinen Freundeskreisen haben alle aufgehört weil die Welt, Design, Völker sie kaum ansprachen aber von Gameplay und Inhalt waren die begeistert aber man könnte sich mit der Welt und Völker nicht identifizieren

Tronic48

Ich gebe zu nicht alles gelesen zu haben, aber der Titel hat mir eigentlich schon gereicht, von wegen MMORPGs wären nicht mehr so beliebt.

Sorry, aber wenn Blizzard nicht mehr weiß wie man Richtige gute MMOs Herstellt, dann sollten sie es mit Tetris oder Pacman versuchen.

Das viele MMOs nicht mehr so gespielt werden wie früher, liegt nicht an dem, das man sie nicht mag, sondern weil sie kacke sind, weil so gut wie kein Hersteller mehr daran Interessiert ist mit der Com zusammen zu Arbeiten, denen geht es nämlich nur noch um Geld.

Und Blizzard hatte damals einfach nur Glück, mit WOW, und warum es immer weiter bergab geht, sagt ja alles, die können es nicht mehr, und jetzt sucht er nach ausreden, das es nicht an Blizzard läge, sondern an den Spielern und das sie lieber andere Spiele Spielen.

Und warum die Spieler immer mehr auf andere Spiele ausweichen, ist ganz einfach, weil fast jeder Hersteller nur noch, Open PVP, Svrvival, Full Loot, Battle Royale, usw. Games machen, und den misst wollen die meisten nicht Spielen.

Michl

WoW hatte meiner Meinung nach eher das Glück in die Zeit des Vakuums zu fallen das nach der Herr der Ringe Trillogie entstanden ist (Frühjahr 2004 bis Herbst 2005).
Die Leute waren hungrig nach Highfantasy und wirklich gute Spiele waren extrem rar.
Dann kam WoW ums Eck: extrem ambitioniert und nach damaligen Verhältnissen mit einer glaubhaften, schier unendlich großen Welt aber das Besondere war, dass man zusammen spielen konnte, gemeinsam ALLES erleben Wanderungen und Abenteuer mit bis zu 10 Leuten in der Gruppe. Ultima oder DAoC hat damals wirklich niemanden interessiert, zu „nerdig“ und einsteigerfeindlich. WoW war fordernd und hatte einen guten für damalige Verhältnisse guten Einstieg.
„Easy to learn but hard to Master“. Man brauchte nicht einmal einen besonders guten PC, da der Hardwarehunger des Spiels sehr gering war.
Genau DAS haben sich die Fantasy Fans zu der Zeit gewünscht und im Überfluss bekommen.
Und ja, es gab Quests die konnte man nicht alleine machen und aus den Zufallsgrüppchen haben sich teils heute immer noch bestehende Freundschaften auch wenn man schon viele Jahre kein WoW mehr spielt.
Dies alles kam WoW seiner Zeit zu gute.
Leider gibt es wo es Licht gibt, auch Schatten und zu viel des Guten hat es selten noch besser gemacht.

Todesklinge

Die meisten MMORPGa sind Online-Singleplayer Spiele. Man spielt online aber nur eben für sich. Dadurch bricht der ganze soziale Aspekt weg.
Eben weil jede Klasse sich selber versorgen kann und fast alles alleine schaffbar ist.

Thomas Lauterbach

Da hast du absolut Recht. Ich kenne deinen Namen aus Black Desert und dieses Game ist das beste Beispiel dafür. Es zwingt dich zwar mit Belohnungen und erhöhten Skills in eine Gilde, aber letzen Endes machst du in dem Spiel alles allein. Bei Gildenquests sind alle Spieler allein unterwegs und als Liveskiller sowieso. Aber auch fürs grinden bekommst du mehr XP solo, als in Gruppe. Der wirklich einzige Gruppencontent sind die Gildenbosse und die Waljagt. Weltbosse widerrum erforden keine Gruppe. Du kloppst einfach mit fremden Leuten auf den Boss, keine Absprachen notwendig. Jetzt wurden sogar Solo Bosse eingeführt um noch mehr Singleplayer Content zu schaffen. Also das Spiel ist zwar ein MMORPG, aber von vorn bis hinten auf Singleplayer konzipiert.

N0ma

WoW ist allerdings auch nicht mehr der Gradmesser. Was es bei WoW weniger wird wirds bei ESO ja anscheinend mehr. Da müsste man jetzt mal alle MMORPG’s addieren. Es gibt auch viel mehr MMORPG als 2004. Dazu kommen viele gut besuchte PServer. Auf dem wo ich bin sind abends immer 6000 Leute, da würden sich manche kommerzielle Spiele drüber freuen. Da insgesamt eine echte Statistik zu bekommen ist sicher schwierig, nur mit pimaldaumen kann man sich auch schnell verschätzen.

Azaras

für mich das größte problem sind die time gate die nun fast jedes spiel hat du kannst nur dies und das in der woche erledigen das sorgt dafür das viele einfach nicht mehr ein loggen wenn sie alles erledigt haben

für mich sind die mmos auch zu solo lastig geworden wenn man ne grp braucht muss man oft nur 2 klicks machen und warten

es fehlt einfach der anreiz sich kontakte auf zu bauen

onions4everyone

time gate

Wenn ich das lese kriege ich Gänsehaut, schlimmste Implementation und Umsetzung von Contentstreckung die je in die Spielindustrie gekommen ist. In geringster Dosis noch ganz verträglich (Raid-Lockouts) aber die heutige Dosis ist einfach abartig.

Robin

Ich kann dem nur so halb zustimmen. Klar ist der zeitliche Aspekt eine wichtige Rolle, nur wenn der Endgamecontent gefühlt nur noch aus Dailys besteht und diese auch noch total langweilig und Grindy sind, ist doch klar das sich viele Leute das irgendwann nicht mehr geben möchten. Es fehlt Innovation und Abwechslung. Und wenn man sich mal anschaut was in den letzten Jahren an MMORPGs released wurde, fällt auf dass nur recycelte Chinaschrott MMOs gelaunched wurden die in den meisten Fällen auch schon wieder 4-5 Jahre auf dem Buckel hatten. Der Markt ist Rückläufig und nicht mehr so beliebt weil wirklich frischer Content fehlt.

Nico

ich geb ihm absolut recht, viele heutige mmorpg spieler sind halt nicht mal mmorpg spieler, es sind solospieler mit option auf multiplayer. Ist ja in ESO, WOW seit ettlichen addons etc überall so

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Nun ja, die Gruppe von einst oder damals, sind in alle Winde zerstreut oder Leben passiert (Familie) und irgendwann verlieren sie sich aus der Level range und einige werden zurückgelassen. Da gibt es welche die wollen nicht zu Last fallen und gehen Solo oder sie haben schlechte Erfahrung gemacht mit „Random Pickups“. Es ist immer noch stand der Dinge nur das es heute Toxischer wurde mit der Zeit

Es gibt also viele gute gründe dafür

KingOneDa

Deine Begründung fruchtet nur, wenn es keine neuen Spieler einer neuen Generation geben würde.
Die neue Generation interessiert sich null für MMOs und nur bei den alten trifft teils das zu was Du sagst.

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Tja.. ich sage nur Fortnite

onions4everyone

Die neue Generation interessiert sich null für MMOs

Bezweifel ich sehr stark.

Schuhmann

Es kommt drauf an, wie man MMOs definiert. Alle „großen Spiele“ heute haben im Prinzip-Elemente oder fast alle. Aber es sind eben nicht mehr die Spiele wie vor 15-20 Jahren.

Früher war ja viel stärker „Die Server-Community“ – die Leute, „mit denen man immer spielt.“ In DAOC gab’s irgendwie 10.000 Leute auf dem Server und man hat 1000 von denen gekannt, wenigstens nach dem Namen. Bei EVE wird das heute noch so sein, dass Spieler wirklich namentlich bekannt sind auf deinem Server.

Ich glaube das ist heute in Zeiten von Random-Gruppen und Matchmaking, nicht mehr so.

onions4everyone

Toxic sind die Leute nur weil es keine Konsequenzen gibt. Juckt halt keinen wenn du aus ner Gruppe fliegst weil du ja eh ohne Probleme wieder in ne neue kommst, und sowas wie nen Social-Score in Game gibt’s kaum wo wirklich gut umgesetzt.

Abaddon

Ich muss ihm in weiten Teilen recht geben. Ich habe GW1 gespielt und was mich hauptsächlich an dem Spiel mit gebunden hat war die Community. Man war kaum im Spiel und schon kamen erste anfragen nach Hilfe oder dieses oder jenes mitzumachen. In GW2 war es und ist es anders. Man ist dort in einer Gilde, aber da kommt so gut wie nichts, was mit einem sozialen gemeinschaftlichen Spielerlebnis irgendwie eine Gemeinsamkeit hat. Das WvW kann eine Ausnahme sein, als auch die Raids, die ich persönlich nicht wahrnehme. Daher habe ich irgendwann Aion gespielt, wo auch solche Aspekte wie in GW1 elementar waren.
Zur Zeit habe ich auch überhaupt keine Lust auf z.B. GW2, weil der fehlende soziale Kontakt im RL in dem Spiel fortgesetzt wird und ich eher anderes mache, wo sozialer Kontakt einfacher ist. Die momentane Sars-Cov-2-Kriese hat mir genau diese oben aufgezählten Schwächen noch mal verdeutlicht. Natürlich wird es Spieler geben, die einen anderen Umgang mit anderen Spielern haben und es diametral zu meiner Position wahrnehmen, aber vielleicht liegt es daran, dass GW1 mich in meiner Art in Spielen zu kommunizieren geprägt hat.

Jona

Natürlich kommen junge Spieler nach aber es ist halt irgendwo eine Sättigung eingetreten. Ich liebe MMORPGs und MMOs allerdings bin ich der Meinung dass der nächste große Schritt erst erfolgt wenn die Eingabemethoden sich ändern. Heutige MMORPGs sind alle erfolgsgetrieben. Hier ein neues Item, da eine stärkere Rüstung, schneller , schneller und vor allem alle nebeneinander her anstatt miteinander. Der Release von WoW Classic hat gezeigt dass die Leute auch ein Miteinander wollen. Zumindest gibt es eine Zielgruppe dafür.

Ich glaube für die ältere Generation waren diese Spiele eine Entspannung zum wirklichen Leben. Ich kann mich noch erinnern wie ich die Tage in einer Cantina in SWG verbracht hab. Mein Char hat getanzt und ich hab mit allen möglichen Leuten gechatet. Oder als die Quest zum Jedi noch „nebulös“ war und ewig dauerte. Da war nix mit schnell, schnell.

Aber die Zeiten sind wohl vorbei.

Abaddon

Ich stimme dir zu. Wenn ich mich in meinem favorisierten MMO einlogge, geht alleine für die tägliche Routine mindestens eine halbe Stunde drauf, ohne überhaupt mit anderen dafür in Kontakt treten zu wollen (Daylies, Heimatinstanz abbauen, nur einmal am Tag herstellbare Güter usw). Das ist für mich mittlerweile eine Fehlentwicklung, Spieler so an ein Spiel zu binden. Daylies sollten Gemeinschaftsaufgaben sein, Abbauen von Ressourcen unter den Umständen meines favorisierten Spiels automatisch geschehen und herstellen von Ressourcen im Handwerksbereich nicht viel Zeit binden, wobei das eine Gratwanderung ist, da ein Spiel mit gut implementierten Handwerk viel Spaß machen kann.

Ansonsten bin ich schon für Content, der auch schnell gehen darf, aber eben auch für Content, wo man weiß, dass man sich dafür Zeit nehmen muss und man es nicht alleine bewältigen kann.

Was auch nach meiner Meinung dazu geführt hat, dass Spieler nicht mehr so viel miteinander spielen können, ist die Trennung der Sprachen. Man kann über lfg-Tools für Content nach anderen Spielern suchen, aber da ist Englisch meist gängig. Doch ist es ein Unterschied, wenn man weiß, da wird nur in der eigenen Sprache gesprochen (gechatet). Vielleicht mag das tatsächlich für sehr junge Spieler überhaupt kein Problem sein und für den Großteil kein Problem darstellen und sie Artikulieren sich genauso zwanglos. Dann wäre es eine grobe Fehleinschätzung von mir. Aber ich habe mich wohler gefühlt, als ich wusste, es waren nur deutsche Spieler dabei, weil mir leichter fällt mich in deutsch zu äußern, als in ein verkrüppelten Englisch, wie viele es dann machen.

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Nun ja, damals gab es Ultima Online und das war auch schon am ende seiner Fahnenstange angelangt. Man beachte z.b. die „Entwicklung“ von Ultima Online 2 und sein Ende

Meridian59 war auch noch da. Aber mit der Zeit der 3D MMOs fiel es langsam in Vergessenheit

Everquest war der „direkter“ Konkurrent zu World of Warcraft. Am Anfang unterschieden sie sich nicht viel. Aber World of Warcraft war eben was „neues“ auf dem Markt. Ich blieb Everquest treu weil sie mit Addons und DLCs nachlieferten. Aber auch irgendwann war die Luft da raus. Wo World of Warcraft mehr „casual“ freundlich wurde

Ansonsten fallen mir nun keine MMOs mehr ein aus dieser Zeit die „Big Players“ waren

Everquest war auch schuld das ich mir eine KreditKarte zulegen musste

Es waren schon geile Zeiten und damals hatte ich auch die Freie Zeit sie zu spielen. Aber heute? Das Leben passiert eben halt

onions4everyone

Es waren schon geile Zeiten und damals hatte ich auch die Freie Zeit sie zu spielen. Aber heute? Das Leben passiert eben halt

Den Part versteh ich nicht so ganz, ich hör das hin und wieder von Leuten und ich denke mir, gut das Jürgen mit 42 und 2 Kinder frisch WoW angefangen hat.
Und an mir selbst sehe ich diese Verbindung zwischen altern und Gaming auch nicht so stark. Klar die Interessen schwenken ein bisschen um. Aber ich bin als Pionier in der Szene noch immer aktiv, in einigen Bereichen sogar aktiver als je zuvor. Der einzige Unterschied ist das ich sehr selten 16h Sessions hab und hin und wieder zwischendurch raus geh. Haha 😆

Neuestes Beispiel: Valorant, hab gestern den Nachmittag frei gemacht, 3 1/2h Ingame trainiert, und dann noch 4 Stunden „with the squad“ gezockt. Gekocht, Haushalt, Fitness gemacht und Family ausgeholfen, sehr da kein Problem.
Ohne dich oder andere angreifen zu wollen, aber ich sehe da eher nicht genug Interesse an Gaming, oder einfach nur schlechtes Time-Management, das meinten schon einigen die ich kenne und auch im Alter zocken dass das (Time-Management) ein Übeltäter sein kann.
Fairerweise muss ich dazu noch sagen nicht jeder kann frei entscheiden wann er arbeitet, deswegen kann ich mich da schlecht als Parade-Beispiel nehmen und muss eher auf andere referenzieren.

Was genau meinst du denn mit

Das Leben passiert eben halt

Interessiert mich ehrlich.

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Den Job den ich hatte, ich hatte keine Kontrolle über den Feierabend

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