Der Präsident des Entwicklerstudios hinter Warframe spricht über die Konkurrenz zu Destiny, dessen Tod und die eigene Situation.
Das war 2014 los: Sheldon Carter, der Präsident von Digital Extremes, dem Entwicklerstudio hinter Warframe, sprach in einem Interview mit Business Insider unter anderem über die aktuelle Lage des Studios sowie den früheren Konkurrenzkampf mit Destiny.
Carter erklärte, dass der Release von Destiny im Jahr 2014 für Probleme bei Digital Extremes und dem 18 Monate zuvor veröffentlichten Warframe gesorgt habe: „Destiny 1 hat uns damals wirklich hart getroffen, als es herauskam. Es ist ein Looter-Shooter mit extrem viel Marketing und wirklich großartigen Entwicklern im Team. Destiny 2 ebenso.“
Anschließend führte er aus, dass er und sein Studio zunächst gezielt kontern wollten, doch später sollte es anders kommen: „Eine Zeit lang haben wir [Destiny] als Konkurrenz betrachtet und wollten aggressiv mit dem konkurrieren, was sie tun. Aber im Laufe der Zeit kamen Entwickler aus ihrem Team zu uns ins Team. Neue Leute, die bei uns angefangen haben, haben gelernt, was Looter-Shooter sind, weil sie Tausende von Stunden in Destiny gesteckt haben.“
Laut Carter habe das im Mai seitens Bungie verkündete finale Update von Destiny 2 zu einer bedrückten Stimmung in seinem Team geführt: „In unserem Studio herrschte bei dieser Nachricht ein Stück weit Trauer. Die Stimmung war ziemlich gedrückt.“ Er selbst sei traurig, dass es für den Konkurrenten vorbei sei.
Während Destiny stirbt, wächst Warframe weiter
Das ist aktuell bei Warframe los: Im späteren Verlauf des Interviews berichtet Carter, dass ein Teil des Studios vor rund 5 Jahren befürchtet habe, Digital Extremes müsse bald ein neues Projekt starten, weil Warframe auf seinem Höhepunkt sei. Anschließend sei die Entwicklung von Soulframe losgegangen und Digital Extremes habe die Entwicklung und Fortführung von Warframe umgestellt.
Einige Zeit später habe sich jedoch herausgestellt, dass Warframe zu dem Zeitpunkt noch nicht an seinem Höhepunkt gewesen sei. Der Loot-Shooter habe danach „massives Wachstum“ verzeichnet, wobei die vergangenen zwei Jahre wohl das größte Wachstum in der Geschichte des Spiels brachten.
So stark unterscheidet sich die Situation von Warframe und Destiny: Destiny 2 ist quasi tot. Während die Spielerzahlen mit dem finalen Update im Juni nochmal stark anstiegen und sich die Community ein letztes Mal aufbäumte, ist weiterhin kein Nachfolger geplant und Bungie hat erneut massig Mitarbeiter entlassen.
Warframe hat wiederum weiterhin starke sowie stabile Spielerzahlen und mit dem Release von Warframe Mobile erst vor wenigen Monaten eine neue Plattform erschlossen.
Zudem hat Digital Extremes im Juli auf der TennoCon 2026 das nächste große Update für den Loot-Shooter angekündigt. Dieses führt Spieler erstmals nach Tau, wo es eine neue Sternenkarte geben wird. Mehr dazu lest ihr in diesem Artikel: Warframe bringt neues Sternensystem, das Fans schon vor über 8 Jahren hypten – Erzählt eine Detektiv-Story im Cyberpunk-Noir-Stil
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