Shūhei Yoshida, Ex-Chef von PlayStation, erklärt, dass er den Ärger über das Ende der Disc nicht verstehen könne. Er selbst bezeichnet sich als „komplett digital“ und reinen digitalen Konsumenten.
Um wen geht es? Shūhei Yoshida war 2008 bis 2019 der Chef der PlayStation-Studios, 2019 trat er dann zurück, blieb aber weiterhin bei Sony. 2025 verließ er dann nach 31 Jahren seinen langjährigen Arbeitgeber.
Yoshida äußerte sich in einem Gespräch mit dem Portal GamerBraves zu den Plänen von Sony, die physische Disc für seine Konsole abzuschaffen. Er selbst sieht im Ende der Disc kein großes Problem und betonte, dass er ein durch und durch digitaler Verbraucher sei und den Verzicht auf Discs als wesentlich bequemere Lösung betrachte.
Yoshida: Wer sich für den Kauf einer physischen Version entscheidet, muss trotzdem neue Patches, DLCs oder Updates herunterladen.
Was genau sagt er? In dem Gespräch erklärte er, dass er sich selbst als ein digitaler Gamer fühle. Er wolle keine Disc kaufen und diese ständig wechseln müssen. Er beschreibt sich als „komplett digital“:
Aber ich persönlich bin ein durch und durch digitaler Konsument. Ich möchte mich nicht mit Discs herumschlagen oder sie austauschen müssen. Ich möchte alle meine Spiele auf meinem Dashboard haben, und ich wähle einfach ein Spiel aus und spiele es. Ich bin also komplett digital.
Außerdem fügte er hinzu, dass die meisten Spiele selbst auf einer Disc nicht um einen Download herumkommen würden. Denn Entwickler würden Patches oder neue Inhalte via Download nachliefern. Er verstehe daher nicht, warum sich alle über das Ende der Disc so aufregen würden:
Selbst bei Spielen auf physischen Datenträgern aktualisieren und ergänzen die Entwickler in den meisten Fällen ohnehin ständig die Spieldaten. Wer sich für den Kauf einer physischen Version entscheidet, muss trotzdem neue Patches, DLCs oder Updates herunterladen. Daher verstehe ich nicht, warum das Fehlen einer Disc ein so großes Problem sein soll.
Er räumte aber auch ein, welche Bedeutung physische Medien für manche Fans haben. Für Gamer, die sich ihre Spiele am liebsten regalweise in die Wohnung stellen würden, gehe natürlich ein wichtiger Aspekt beim Kauf eines Spiels verloren.
Einen wichtigen Aspekt vergisst Yoshida jedoch: Sind Spiele nur noch digital erhältlich, trifft das vor allem den Gebrauchtmarkt. Für viele Spieler bedeutet das einen finanziellen Verlust. Denn früher konnte man an- oder durchgespielte Spiele einfach weiterverkaufen und mit dem Geld neue Titel kaufen. Viele werden sich jetzt dreimal überlegen, ob sie einen potentiellen Flop digital kaufen werden, ohne ihn zurückgeben zu können: Sony’s Entscheidung, die Disc für die PlayStation abzuschaffen, wird uns Gamer viel Geld kosten
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Kommentare
Ein Typ, der Millionen auf seinem Konto hat, kann sich nicht in die Lage von Menschen versetzen, die in gebrauchten Games eine günstige Möglichkeit zum zocken finden. Ich selbst bin auch zu 99% Digitalkäufer und -gamer, färbe aber nicht meine persönlichen Umstände auf alle ab. Nur ein weiterer unnützer Kommentar aus der Management Ebene, der die Geldgier und Monopolisierung befürwortet.