Will Smith gehört zu den bekanntesten Schauspielern der Welt. In einigen Filmen konnte er ikonische Rollen verkörpern, die Fans bis heute lieben. Bei einem seiner größten Erfolge wäre er fast nicht gecastet worden, aber ein deutscher Regisseur setzte sich für ihn ein.
Um welchen Film geht es? Mit der Serie Der Prinz von Bel-Air konnte Will Smith seine ersten Erfolge feiern und mit Bad Boys – Harte Jungs 1995 auch einen im Kino. Seinen ersten Riesenerfolg feierte der Schauspieler aber 1996 mit dem Sci-Fi-Klassiker Independence Day vom deutschen Regisseur Roland Emmerich.
Den heutigen Filmstar zu casten, war aber wohl keine leichte Aufgabe, denn das Studio hatte laut Emmerich gar keine Lust auf Will Smith.
Roland Emmerich setzte sich für Will Smith ein
Wie kam Emmerich zu Will Smith? In einem Interview mit The Hollywood Reporter sprachen Roland Emmerich und Drehbuchautor Dean Devlin über die Wahl von Will Smith. Dabei erklärte Devlin, dass Jeff Goldblum bereits am ersten Tag in den Köpfen der beiden schwirrte.
Zusätzlich dazu gab es auch Ethan Hawke, wie Emmerich erzählt. Für ihn sei er aber etwas zu jung gewesen, weshalb die beiden schnell auf Will Smith kamen. Das Studio war laut Emmerich aber nicht zufrieden. Sie sollen gesagt haben: Nein, wir mögen Will Smith nicht. Er hat sich noch nicht bewährt. Er kommt auf internationalen [Märkten] nicht gut an.
Devlin fügt hinzu, dass die nicht näher genannten Personen des Studios gesagt haben sollen: „Wenn du einen Schwarzen für diese Rolle engagierst, wirst du das ausländische [Box Office] ruinieren.“ Für ihn und Emmerich sei das gar kein Thema gewesen, es gehe in dem Film ja um Aliens. Letztendlich soll sich Emmerich aber durchgesetzt haben: Es war ein großer Krieg, und Roland hat sich wirklich für [Smith] eingesetzt – und letztendlich haben wir diesen Krieg gewonnen.
Ein ziemlicher Erfolg – Auch in Deutschland
Wie erfolgreich war Independence Day? Der Sci-Fi-Film war Will Smiths erster riesiger Erfolg. Der Film kostete 75 Millionen US-Dollar und konnte weltweit 817 Millionen US-Dollar einspielen. Entgegen der Aussage des Studios konnte der Film im Ausland 511 Millionen US-Dollar einspielen, davon fast 72 Millionen in Deutschland (Quelle: Box Office Mojo).
Laut insidekino.de konnte Independence Day in Deutschland über 9,2 Millionen Zuschauer in die Kinos locken. Damit hat der Film sogar mehr Menschen im Kino erreicht als Star Wars: Episode 1 (etwas über 9 Millionen Zuschauer) oder Harry Potter und der Feuerkelch (etwas über 8 Millionen Zuschauer).
20 Jahre nach dem ersten Teil erschien mit Independence Day: Wiederkehr eine Fortsetzung – diesmal ohne Will Smith. An den Erfolg des Vorgängers konnte der Film aber nicht anknüpfen. Laut Box Office Mojo konnte der Film bei einem Budget von 165 Millionen US-Dollar nur etwas über 389 Millionen einspielen.
Was sagt ihr zu Independence Day und zur Karriere von Will Smith? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Science-Fiction ist eines der beliebtesten Genres für Filme. Eine Liste mit 10 Tipps findet ihr hier: Star Wars ist ja ganz cool, aber diese 10 Science-Fiction-Filme müsst ihr wirklich gesehen haben
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Kommentare
Independence Day war der Film, der ohne Will Smith in meinen Augen nicht funktioniert hätte. Seine Attitüde als Air Force-Pilot hatte für die Zeit genau die richtige Mischung aus Ernsthaftigkeit und komödiantisches Timing – und für solche Rollen ist Smith in meinen Augen einfach prädestiniert. Sah man dann ja auch wieder in Men In Black.