Ein Anime auf Netflix ist so absurd, dass er mich sogar überzeugen könnte, dass ein Mensch Son Goku besiegt

Baki Dou Trailer Musashi

MeinMMO-Redakteur Nikolas Hernes mag Anime mit guten Geschichten, aber manchmal müssen es einfach rohe Kämpfe zwischen Kampfsportlern sein. Kaum ein Anime macht das auf Netflix so gut wie Baki.

Den allerersten Anime zum Manga Grappler Baki von Keisuke Itagaki gab es 1994 mit der OVA Grappler Baki: The Ultimate Fighter, 2001 folgte eine Serie mit 48 Folgen und erst 2018 ging es auf Netflix mit Baki weiter.

Chronologisch ist zwar die 2001er-Serie der Anfang, aber man kann problemlos mit der Netflix-Serie anfangen (die Ur-Serie ist ohnehin nicht so gut animiert). Im Kern geht es um Baki und sein Ziel, der stärkste Kämpfer der Welt zu werden, um seinen Vater Yujiro zu besiegen. Dabei trifft er auf viele andere Kämpfer, die zu Freunden und Rivalen werden.

Mehr gibt es auch zur Story eigentlich nicht. Sie tritt in den Hintergrund und der Fokus liegt ganz klar auf den Kämpfen zwischen den viel zu muskulösen Kampfsportlern – und ganz ehrlich: Ich hatte selten so viel Spaß mit so einem Nonsens.

Die neueste Serie im Baki-Universum ist Baki-Dou:

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Baki-Dou zeigt Muskeln aus dem Anime im Trailer

Kämpfe voller Quatsch, den man irgendwie trotzdem glaubt

In Baki sind die meisten Kämpfe, bis auf ein paar Ausnahmen, Faustkämpfe zwischen Kampfsportlern. Baki setzt etwa mehrere Techniken ein und mischt Stile, während jemand wie Doppo auf Karate als Kampfstil setzt. Das sorgt für eine gute Abwechslung, vor allem, weil die Kämpfer ständig mit neuen Techniken daherkommen.

Hierbei muss man sich aber auch eingestehen, dass viele dieser Techniken totaler Unsinn sind. So trainierte Baki mit imaginären Dinos, um einen Höhlenmenschen zu besiegen, oder Yujiro lief einfach durch gesichertes Plexiglas und zerstörte es mit seinem stahlharten Gesicht.

Trotzdem schafft es die Serie, dass man als Zuschauer denkt: Irgendwie ist das doch realistisch. Das liegt an der mächtigsten Kraft, die jeder Kämpfer im Anime haben kann: Dem Erzähler. Während eines Kampfes fängt der einfach an, eine Technik pseudowissenschaftlich zu erklären, um es plausibel erscheinen zu lassen. Das geht so weit, dass ich ihm sogar abkaufen würde, wenn Yujiro es mit irgendeiner Bullshit-Technik schafft, Figuren wie Son-Goku zu besiegen. Immerhin gilt er als stärkste Kreatur auf der Erde und schaffte es im Manga sogar, sein Gehirn zu verschieben, um einer Kugel auszuweichen.

Und genau das macht so unfassbar viel Spaß. Ohne offensichtliche Superkräfte fühlt man sich in den Kämpfen trotzdem, als würde man einen Anime wie Naruto oder Dragon Ball gucken, in dem sich die Krieger mit verschiedenen Fähigkeiten kontern.

Der Baki-Anime auf Netflix setzt dabei vor allem auf eine Animation, die einzelne Schläge und Tritte hervorhebt. Eine flüssigere Animation würde dem Anime aber trotzdem guttun. Da der Erzähler aber immer ein Teil der Action ist, stört das nicht so sehr. Auch das Ab-16-Rating tut Baki gut, wodurch Kämpfe zwar blutig sind, aber nie zu brutal, dass es unpassend wirkte.

Hinter jedem Schlag steckt die Liebe zum Kampf

In jeder Kampftechnik von Baki merkt man, wie der Mangaka Itagaki Kampfsport liebt. Jeder Kämpfer steht zu seinen Überzeugungen und versucht zu beweisen, dass sein Kampfsport der beste ist. Dadurch entstehen auch emotionale Momente, denn die Serie schafft es, den Kampftechniken eine Backstory zu geben, wodurch auch die Figuren charakterisiert werden.

Wenn ein Kämpfer alles dafür tut, der Beste zu sein, es aber einfach nicht schafft, dann berührt mich das emotional. Vor allem, wenn man gezeigt bekommt, wie mächtig jemand wie Yujiro ist, der für die meisten Figuren der Serie unerreichbar ist.

Dadurch machen sogar die Kämpfe zwischen Nebenfiguren Spaß, denn es geht auch darum, ob die eigene Überzeugung gewinnen kann und wie viel man opfert, um zu siegen. Baki hat einen Kampfsport-Kern, der in vielen anderen Animes nur angedeutet wird, hier aber der wahre Star ist.

Selbst bei Quatsch wie wiederbelebten Höhlenmenschen und uralten Samurai ist dieser Kern enthalten und das kann ich respektieren und das ist auch der Grund, warum ich den Anime bereits 3 Mal geschaut habe und wohl noch viele Male gucken werde.

Wie steht ihr zu Baki und welche Action-Anime auf Netflix könnt ihr empfehlen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Eine andere Anime-Empfehlung auf Netflix zeigt ein legendäres Filmmonster: Eine mächtige Version von Godzilla ist so kompliziert, dass ihr einen Doktortitel braucht, um sie zu verstehen

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