Puella Magi Madoka Magica startete vor 15 Jahren als Anime. Fans mussten davon 13 Jahre auf einen neuen Film warten. Der Drehbuchautor gibt jetzt zu, dass es den Anime in der Form heute gar nicht gegeben hätte, würde er jetzt von vorne beginnen.
Warum würde es den Anime heute nicht geben? Gen Urobuchi ist der Drehbuchautor des Original-Animes. Er gestand in einem Interview mit Anime Freaks, dass es ihm heutzutage so schwer gefallen wäre, das Drehbuch zu schreiben, dass es den Anime nicht gegeben hätte.
Der Grund dafür ist, dass er sich vor über 10 Jahren noch gut in die Ängste und Konflikte junger Menschen hineinversetzen hätte können. Er gibt offen zu, dass es ihm heute schwerer falle, die Freuden und Sorgen der Generation zu verstehen, die mit Smartphones und Social Media aufgewachsen ist.
Damals konnte ich mir vorstellen, wovor junge Leute Angst hatten und was sie wollten, aber jetzt, mit der Generation, die mit Smartphones und sozialen Medien aufgewachsen ist, verliere ich allmählich den Blick dafür, was junge Menschen glücklich macht und was sie leiden lässt.
Genau deshalb freue er sich, dass die Serie bis heute viele Fans tief berührt, vor allem ein weibliches Publikum. Ihm zufolge würden die dargestellten emotionalen Konflikte aus diesem Grund eine universelle Gültigkeit besitzen.
Anime über Magical Girls täuscht mit süßer Optik
Welche Ängste werden denn im Anime dargestellt? Im Anime wird die 14-jährige Schülerin Madoka zu einem Magical Girl. Als Gegenleistung muss sie aber gegen sogenannte Hexen kämpfen.
Dabei handelt es sich um unsichtbare Monster, die in der normalen Welt Depressionen, Unfälle und Selbstmorde bei Menschen auslösen. Das Mädchen merkt, dass das bunte Magical-Girl-Leben gar nicht so toll ist, wie sie dachte.
Zu den behandelten Themen gehören Minderwertigkeitsgefühle, Isolation und Ausbeutung durch das System. Auch Depressionen sind bei den Magical Girls allgegenwärtig, wenn sie die Hoffnung verlieren und sich der Verzweiflung hingeben.
Die Serie zeigt knallhart, wie traumatische Erlebnisse die psychische Gesundheit zerstören können. Damals scheint Urobuchi perfekt verstanden zu haben, wie sehr junge Menschen unter Leistungsdruck und der Angst vor falschen Lebensentscheidungen leiden. Heutzutage kann er sich das nicht mehr vorstellen.
Habt ihr den Anime schon einmal gesehen? Was haltet ihr von ihm? Und welche Ängste seht ihr bei der heutigen Smartphone-Generation, außer dass das Smartphone mal abhandenkommt? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.
Viele Anime-Fans könnten durch die niedliche Optik des Animes getäuscht werden, da die sich hinter der Serie verborgenen Themen ungemein schockieren. Vier weitere solche Animes findet ihr in der folgenden Liste auf MeinMMO: 5 geniale Anime, die euch täuschen und dann schockieren
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