Armored Warfare: Macht noch immer Spaß
Wertung: 6 / 10

Die meisten War-Thunder- oder World-of-Tanks-Spieler sind mit Sicherheit schon einmal über Armored Warfare gestolpert und haben sich überlegt, es mal auszutesten.

So erging es auch mir vor ein paar Jahren, als sich das Spiel noch in der Beta Phase befunden hat und so erging es mir vor kurzem erneut mit dem letzten Update des Spiels.

Worum geht’s in Armored Warfare?

Damals fragte ich mich, was Armored Warfare ist und worin es sich zu World of Tanks und War Thunder unterscheidet. Zum einen beginnt Armored Warfare nicht direkt in der Vergangenheit, sondern im Jahr 2039.

Die Welt befindet sich in einem ziemlichen Chaos und verschiedene Fraktionen versuchen sich mit Gewalt, eine Vormachtstellung in diesem ganzen Durcheinander zu sichern. Dafür nutzen Sie gepanzerte Fahrzeuge und Prototypen aus der Zeit des kalten Krieges und der Gegenwart.

Diese Modi gibt es: Spieler können auf die Arsenale von inzwischen 6 Händlern zurückgreifen, um sich in PvP- oder PvE in Gefechte zu stürzen. Die jeweiligen Modi bieten verschiedene Unterkategorien, in denen sich die Spieler austoben können.

Neben dem Standard PvP-Modus, in dem 2 Teams aus jeweils 15, 6 oder 3 Spielern gegeneinander antreten, gibt es den Modus globale Operationen, in dem Spieler in einem hybriden PvP-PvE-Szenario in 2 Teams über mehrere Gefechte gegeneinander antreten.

Der PvE-Modus bietet Coop-Gefechte für bis zu 5 Spieler (auch Operationen genannt) gegen zahlenmäßig überlegene KI-Gegner, während man Missionsziele zu erledigen hat.

  • Die Standard-Variante ist hierbei sehr gut für Anfänger und einzelne Spieler geeignet und das Ziel der Mission kann bereits von einzelnen Spielern erfüllt werden.
  • In der Hardcore-Variante, muss das Team dann tatsächlich zusammen arbeiten, um das Ziel der Mission zu erreichen, da die KI nicht nur besser zielt, sondern auch mehr Lebenspunkte pro Fahrzeug zur Verfügung stehen. Hierbei helfen taktisches Verständnis und das Wissen über die Vor – und Nachteile des eigenen Fahrzeugs enorm weiter, doch das lernt man mit der Zeit.

Zusätzlich gibt es noch den story-driven PvE-Modus, hier Spezialoperationen genannt, bei dem ebenfalls ein Team aus 5 Spielern im Hardcore-Modus über mehrere Story-Missionen miteinander gegen die Übermächtig erscheinende KI antreten.

Sollte das eigene Fahrzeug während einer PvE-Mission einmal zerstört werden, ist dies nicht schlimm, da man insgesamt 3 Leben zur Verfügung stehen hat und gegen einen kleinen Obolus einfach respawnen kann.

Belohnungen und Boni: Nach einer erfolgreichen Schlacht erhält man dann natürlich auch seine Belohnung. Errechnet wird diese aus der Leistung während des Gefechts, dem Schaden und den Abschüssen, die man gemacht hat.

Zusätzliche Boni kann man sich natürlich durch das Verwenden von Insignien, Boosts und dem klassischen Premium Konto verschaffen. Will man kein Geld ausgeben, kann man in täglichen Missionen und Events verschiedenen Aufgaben erfüllen, um Versorgungskisten, Boosts und Premiumfahrzeuge zu erhalten. Die Tasks sind hierbei relativ einfach zu erledigen und lästiges Grinden zum Ziel bleibt auf der Strecke.

Lästig werden allerdings mit der Zeit die relativ geringe Variants an Missionen, die das ganze auf Dauer ein wenig eintönig werden lassen. Dafür gibt es jede Menge Fahrzeuge zu erforschen und mit höherem Level gibt es dann auch größere Maps, auf denen man spielen darf.

Das Gameplay von Armored Warfare

Die Steuerung an sich ist einfach gehalten und gut verständlich. Im Großen und Ganzen erinnert sie an die Steuerung von World of Tanks, nur das man hier verschiedene Waffensysteme an einem einzelnen Fahrzeug steuern kann und nicht nur das Primärgeschütz nutzt.

Zusätzlich kommen noch verschiedene Munitionstypen mit ihren ganz eigenen Stärken und Schwächen zum Einsatz, wobei jeder Spieler seinen persönlichen Spielstil damit anpassen und verfeinern kann.

Hierbei gilt, dass Durchschlag nicht immer perfekt ist: da es durch APDS oder APFSFDS Granaten bei zu leichter Panzerung zu einem Overmatch kommen kann, was bedeutet, dass das Geschoss durch das Fahrzeug durchschlägt und weniger Schaden verursacht, da Splitterwirkung ausbleibt.

HEAT- und HESH-Granaten sind zwar bei leichterer Panzerung besser, können aber durch ERA und Kompositpanzerung aufgehalten oder abgeschwächt werden.

Glücklicherweise kann man mehr als einen Munitionstyp ins Gefecht mitnehmen und wenn man im PvE mal alles verschossen hat, kann man mit einmaligem Tastendruck auf Q das gesamte Munitionslager einmalig neu befüllen.

Ab Fahrzeugrang 3 bekommt man die Möglichkeit Fahrzeuge wie den BMP-1 zu nutzen, der zwar relativ leicht gepanzert ist, aber zusätzlich auf ATGM-Lenkraketen und einen Kampfraum zurückgreifen kann, um andere Taktiken zu fahren.

Die ATGM-Lenkrakete ist einfach mit der Maus auf das Ziel lenkbar und macht relativ viel Schaden, wenn Sie trifft. Das Zielen auf Fahrzeuge in Bewegung muss man allerdings üben, da die Rakete vergleichsweise langsam fliegt.

Der Kampfraum gibt dem Spieler die Möglichkeit, einen Mörsertrupp, einen Panzerabwehrtrupp oder einen Scharfschützen ins Gefecht mitzunehmen.

  • Der Scharfschütze klärt Ziele auf, beschießt Soldaten aus gegnerischen Fahrzeugen in PvP-Gefechten und beschießt Optische Module an Fahrzeugen. Im PvE ist er eher unpraktisch.
  • Der Mörsertrupp besteht aus einem einzelnen KI-Soldaten, der einen Mörser am Ausstiegspunkt aufstellt und aus Entfernung indirektes Feuer auf aufgedeckte Feinde abgibt. Der Schaden ist je nach Gegnertyp relativ hoch. Fahrzeuge in Bewegung werden allerdings nur angekratzt oder gar gänzlich verfehlt.
  • Der Panzerabwehrtrupp besteht aus 4 KI-Soldaten, die sich am Ausstiegspunkt verteilen und mit ihren Raketenwerfern jedes Feindliche Fahrzeug in Reichweite ins Visier nehmen. Grundsätzlich sind Sie ein guter Allroundtrupp mit gutem Schadenspotenzial, wenn sie vor Beschuss gedeckt werden. Der größte Feind der Panzerabwehreinheit im PvE-Gefecht sind Schützenpanzer mit Maschinenkanonen.

Glücklicherweise sind Kampfraumtrupps in PvE-Gefechten ebenfalls einmalig wieder auffüllbar.

Grafik und Bugs

Vom grafischen Standpunkt, sieht das Spiel recht gut aus, auch wenn die Engine vielleicht ein kleines Upgrade vertragen könnte. Grafikbugs sind selten und stören den Ablauf des Gefechts üblicherweise nicht. Die Modelle an sich haben einen ordentlichen Detailgrad und die zusätzlich auftragbaren Tarnungen und Lackierungen fügen sich stimmig ein.

Das Map-Design ist für jedes Gebiet passend gewählt und liebevolle Gestaltung ist auf den ersten Blick vorhanden. Leider werden die Maps aufgrund der bereits genannten nicht sehr großen Variants auf Dauer einfach eintönig und man wünscht sich das die Entwickler sich dort nach den ganzen Jahren etwas einfallen lassen sollten.

Trotz Updates, neuer Fahrzeuge und dem sicherlich ein oder anderen Bugfix, hat das Spiel bereits seit der Alpha bekannte Bugs noch immer. Zu diesen Bugs gehören vor allem kleinere Soundbugs in PvE-Missionen und kleinere Fehler auf den Maps, die glücklicherweise die Spielbarkeit nicht beeinträchtigen.

Fazit

Schlussendlich kann man sagen, das Armored Warfare einiges an Potential besitzt und es ein gutes Spiel ist, wenn man Abends einfach mal Lust auf casual Gaming mit Freunden hat.

  • Die Menge an erforschbaren Fahrzeugen
  • die Möglichkeit ein PvE-Gefecht mit einem einzelnen Kampfzug bestehend aus 5 Leuten, mit denen man spielt, komplett zu befüllen,
  • die regelmäßigen Updates und Story Missionen,
  • sowie die Anzahl aktiver Stammspieler erlauben einige Stunden Spielspaß auch heute noch.

Mein Fazit: Armored Warfare macht noch immer Spaß und ich kann es jedem empfehlen, der über die kleineren Bugs und die auf Dauer aufkommende Eintönigkeit der Missionen hinwegsehen kann. Ich habe allerdings ganz bewusst nur im Detail vom PvE-Modus gesprochen, da ich diesen Hauptsächlich spiele und vom aktuellen Stand im PvP-Bereich von Armored Warfare wenig bis keine Ahnung habe.

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