Der 34-jährige Twitch-Streamer Asmongold war sein Leben lang gesund. Das ändert sich jetzt. Der Twitch-Streamer hat zu hohen Blutdruck. Er glaubt, er lebe einfach zu ungesund und müsse etwas ändern. Er ist zu drastischen Maßnahmen bereit.
Das sagt Asmongold jetzt: Dem 34-jährigen Streamer fällt es schwer, das zuzugeben, aber selbst Asmongold ist nicht unsterblich, obwohl sein Immunsystem durch die feindliche Umgebung, in der er haust, abgehärtet ist und er sein Leben lang nie krank war. Er sagt, er riss sich selbst die Zähne aus, um den Lichking in WoW zu besiegen, ohne eine lästige Pause für den Zahnarzt einzulegen:
- Doch bekam er jetzt einen Schreck, als er Brustschmerzen hatte und 170 Blutdruck. Da brach er den Stream früh ab und es ging in die Notaufnahme
- Die Diagnose war: Zu viel Stress – Asmongold betont aber, der Stream und die vielen Konflikte, in die er sich stürzt, stressten ihn nicht, sondern „der ganze Kram drumherum“ – so hat er eine eigene Streaming-Gruppe, die PCs vertreibt
- Asmongold wird jetzt sein Leben ändern
Was wird Asmongold ändern? Asmongold kündigt an, seine Ernährung umzustellen. Er will zwar nicht auf seine zuckerhaltige Limo verzichten, die liebe er, aber er zieht in Betracht, zwischen zwei Limos auch mal Wasser zu trinken – jedenfalls, bis er das Stress-Problem in seinem Leben reduziert hat.
Außerdem will er trainieren, öfter mal einen längeren Spaziergänge machen und mit dem Streamen herunterfahren.
Er ist davon überzeugt, dass er damit seinen Blutdruck und seine Gesundheit in den Griff bekommen.
Wer Medikamente nimmt, stirbt
Was will er auf keinen Fall machen? Medikamente nehmen. Asmongold hat einige Ansichten, die radikal erscheinen. So glaubt er:
Ich will keine Medikamente nehmen müssen. Ich denke, das ist das erste …. Menschen, die Medikamente nehmen, sterben – so sehe ich das.
In seinem Freundeskreis seien Leute, die jünger sind als er, und bis zu 5 Medikamente nehmen. Das mache ihm Angst, furchtbare Angst. Er glaube an die Heilkraft des menschlichen Körpers, lange zu überleben. Er sei jetzt 34, habe also noch einiges vor sich.
Geht es ihm gesundheitlich gut? Auch wenn er es herunterspielt, scheint er sich schon richtig Sorgen gemacht zu haben, über den hohen Blutdruck. Er scheint jetzt seinen Blutdruck regelmäßig zu überprüfen. Im Stream erhält er augenscheinlich auch einen besorgten Anruf seines Vaters, den er abwimmelt.
Ernst klingt auch, dass er unter einem eingefallen Brustkorb leidet und deswegen wohl irgendwann in seinem Leben eine Operation braucht.
Aber Asmongold erklärt: Eigentlich will er über solche Themen gar nicht sprechen, weil sie zu parasozialem Verhalten einladen.

Hör auf zu trinken, was dir Dr. Pepper verschreibt
Wie wird das diskutiert? Viele empfehlen ihm tatsächlich, die Limo abzusetzen. Er müsse aufhören, das zu nehmen, was „Dr. Pepper“ ihm verschreibt, sagt ein Nutzer.
Andere sagen: Nach 30 Jahren Junkfood, Limo und schlechtem Schlaf sei es also der Stress, der Probleme mache – alles klar.
Der meistgelikte Kommentar mit über 11.000 Upvotes sagt klar: „Ersetz’ die Limo durch Wasser und du wirst dich sofort viel besser fühlen.“
Welche Limo liebt er da so? Asmongold selbst spricht immer nur von „Soda“, was auf Deutsch soviel wie „Limo“ heißt, und nennt keinen Markennamen.
Asmongold hat mal eine große Softdrink-Tier-Liste gemacht und auf Platz 1 stand „Dr. Pepper“ – das ist ein Getränk ähnlich wie Cola, aber beansprucht für sich, ein eigener Drink zu sein. Sie hätten gerne, dass man es „pepper soda“ nennt.
Im Internet wird der Geschmack von Dr. Pepper etwa als ein Hauch von Kirsch, vielleicht ein bisschen Lakritz und auf jeden Fall etwas Piment
beschrieben – die Eigenbeschreibung ist, dass sie 23 Aromen verwenden und dabei Kirsche, Zimt, Marzipan und Mandeln zusammenspielen.
Asmongold ist einer der führenden Gaming-Streamer in den USA, der weltweit vielen jungen Männern aus dem Herzen spricht. Aber er ist auch ein sehr krasser Mensch, der in vieler Hinsicht, seinen eigenen Weg geht, der auf Außenstehende extrem wirkt. Viele Fans nehmen eng an seinem Leben teil, vielleicht etwas zu eng: Asmongold, König der Nerds, hat eine neue Freundin und seine Fans beäugen sie kritisch
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Jeder stirbt irgendwann, aber manche manipulieren die Wahrscheinlichkeiten zu ihren Ungunsten. Use it or lose it.
Ich hoffe für ihn, dass das zur Rolle gehört, denn ansonsten geht es ziemlich sicher weiter bergab.
170 Blutdruck. Niedlich. Mein Rekord war bei 270. Ich hatte vom Arzt über 24h ein Messgerät an. In der Zeit als ich Hero of the Storm gespielt habe, ging mein Blutdruck etwas in die Höhe.
Mein Hausarzt war leicht aus der Fassung, als sie die Werte gesehen hatte.
Ohne Mobas lebt es sich eindeutig gesünder 😉
Puh … also, das klingt echt nicht gesund.
Das ist jetzt nix, womit ich flexen würde….
Alles halb so schlimm. Dafür gibts einfache Blutdruckmedikamente. Netter Nebeneffekt davon, ich werde nicht mehr beim Zocken so aggro.
Oh je, auch als nicht Fan finde ich mich ja durchaus einige Male in der Position, dass ich mit ihm durchaus übereinstimme, hier nicht, vor allem nicht dieser “Wer Medikamente nimmt stirbt” Quatsch, wer keine nimmt, stirbt auch und eventuell sogar früher. Wir haben es Medikamenten maßgeblich mit zu verdanken, dass wir heute alt werden können mit Krankheiten die früher zu einem frühen Tod geführt haben, egal ob Diabetes, Bluthockdruck oder schlimmeres.
Ansonsten, 170 Blutdruck ist eine seltsame Angabe, meint er tatsächlich Blutdruck, dann wohl den Oberwert, da ist 170 zwar klar zu hoch aber daran allein wird er nicht sterben, wenn er z.B. den Puls meint, wäre 170 tatsächlich ungut (vor allem wenn man gerade nicht hohe, körperliche Leistung wie Sport bringt). Und mit Brustschmerzen ist nicht zu spaßen, ich muss sagen, zumindest hier hat er alles richtig gemacht sofort eine Notaufnahme aufzusuchen, kann böse enden.
Und zu guter Letzt, na ja, seinen Lebenswandel ändern, kann sicher nie falsch sein.
Allerdings nicht jedes Medikament hilft. Je weniger desto besser. 😉
Das sag ich auch nicht, aber Fakt ist nun einmal, dass die moderne Medizin ihren beträchtlichen Anteil daran hat, dass wir im Schnitt ca. 80 und nicht nur 35 bis 40 werden, wie noch 1800.
Und natürlich, man sollte sich jetzt nicht willkürlich Medikamente nehmen, aber Grundsätzlich gibt es heute viele Medikamente die Menschen es überhaupt erst ermöglichen überhaupt zu leben, mal angefangen mit Diabetes Typ 1, vor dem Insulin war das ein sicheres Todesurteil, zumeist noch im Kindesalter.
Aber mich stört die Pauschalität dieser Aussage “Wer Medikamente nimmt, der stirbt”, wie erwähnt, klar, kann man so sagen, denn sterben werden wir am Ende eh alle, egal was wir nehmen oder nicht. Und während man sich mit Medikamenten natürlich umbringen kann, vor allem wenn man sie wahllos, ohne ärztliche Rücksprache und ohne medizinische Indikation nimmt, gibt es halt auch genug Fälle wo dir Medikamente über Jahre das überleben sichern (oder, wie z.B. bei chronischem Bluthochdruck) dafür sorgen, dass deine Gefäße nicht 20 Jahre vor der Zeit völlig zerstört sind.
Kein verantwortungsvoller Arzt würde dir raten, einfach Medikamente zu nehmen und dein Leben unverändert fortzusetzen.
Medikamente sind nie per se gut oder gesund. Sie können notwendig sein, aber sie sollten nie die erste und einzige Lösung sein. Wenn eine Veränderung des Lebensstils möglich und sinnvoll erscheint, sollte diese immer Vorrang haben. Leider scheuen sich viele Menschen davor, ihre Gewohnheiten zu ändern, weil es mühsam und unbequem ist.
In den USA sterben jährlich sehr viele Menschen (offiziel ca. 70-80k) an den Folgen von Schmerzmitteln. Dies zeigt, wie gefährlich es ist, Medikamente als einfache Lösung zu betrachten, anstatt die tieferliegenden Ursachen anzugehen und die eigene Lebensweise zu überdenken.
Ich bin fest davon überzeugt, dass Asmongold genau das meinte: Langfristige Medikamenteneinnahme ist keine nachhaltige Lösung. Als Drogist bin ich immer wieder schockiert, was Menschen ihren Kindern schon bei den einfachsten Schmerzen verabreichen.
Wobei es in den USA mit Medikamenten auch ein wenig anders abläuft als bei uns. Wenn ich im US-Supermarkt sehe das 1000er Packungen Ibuprofen mit 800mg oder mehr dort wie Smarties verkauft werden während man bei uns grad mal 400er rezeptfrei bekommt und sich in der Apotheke schon wie ein Junkie fühlt wenn man die 20er statt der 10er Packung anfragt…. ich glaub das Mindset ist in dem Punkt in den USA ein wenig anders als bei uns. Für mich persönlich gilt bei Medis: soviel wie nötig, so wenig wie möglich.
Nun ja, ich habe auch nirgends geschrieben, dass irgendwer einfach wahllos Medikamente nehmen soll und sich z.B. Schmerzmittel oder anderes ohne Maß reinpfeifft.
Aber Fakt ist nun einmal, gerade bei Kreislaufgeschichten (angefangen bei Dingen wie chronischem Bluthochdruck über ernstere Geschichten wie Herz-Rythmus-Störungen hin bis zu eben Infarkt und Co) leben Menschen heute wesentlich länger als früher und das dank Medikamenten! Und bei vielen Sachen, ja, da nimmt man auch langfristig Medikamente. Typ 1 Diabetiker würden ohne Medikamente bei Ausbruch, noch im Kindesalter zu nahezu 100% versterben! Chronischer Bluthochdruck und Diabetes Typ 2 verkürzen unbehandelt dein Leben um Jahre. Und ohne Medikamente währen deine Chancen auch nur ein Jahr nach einem Infarkt zu überleben sehr gering, selbst wenn wir den Bypass mal nicht als Medikament zählen und als gegeben sehen!
Also Pauschal zu sagen “Wer Medikamente nimmt stirbt” ist Unsinn, wir haben heute eine durchschnittlichen Lebenserwartungen von ca. 80 Jahren (Frauen 83, Männer 78 round about) u.a. wegen unserer fortgeschrittenen Medizin.
Alle Verstorbenen in meinem Umfeld haben Wasser getrunken.
Wasser ist also keine gute Idee 😉
Spaß beiseite.
Bin ansich auch kein Freund von Medikamenten. Aber das Thema ist soviel komplexer als „zuviel Zucker = ungesund“.
Am schlechtesten ist allerdings die Einstellung, alles zu wissen unf nicht offen für neue Erkenntnisse zu sein.