Das sind die 3 besten Serien zu MMOs im TV und Web

MMOs und MMORPGs sind ungemein beliebt. Daher gibt es mittlerweile auch die eine oder andere TV- oder Web-Serie, die sich um solche Spiele dreht. Wir haben drei besonders gelungene Exemplare hier für euch aufgelistet.

MMOs und Online-Spiele sieht man immer häufiger in gängigen TV-Serien und Filmen. Meist sind es aber kleine Auftritte, wie eine Runde WoW in The Big Bang Theory oder die berüchtigte Fortnite-Szene in Avengers: Endgame.

Dem entgegen stehen aber diverse Serien, die sich ausschließlich um MMOs drehen. Drei besonders gelungene Exemplare davon haben wir hier für euch aufgelistet. Viel Spaß!

The Guild

Um was geht es? The Guild ist eine parodistische Webserie von der US-Schauspielerin und Drehbuchautorin Felicia Day. Die Serie dreht sich in 6 Staffeln und 70 Folgen á 15 Minuten um „Codex“, die Heilerin der Gilde „Knights of Good“.

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In der Serie eskaliert das Leben von Codex Spielerin gehörig, als plötzlich ihre Gildenkameraden live bei ihr auftauchen und alles gehörig durcheinanderbringen.

Die Serie lief von 2007 bis 2013 und ist mittlerweile abgeschlossen. Es sind keine weiteren Folgen mehr geplant.

Welche MMOs kommen vor? Keine konkreten. Felicia Day wollte explizit keine Copyrights verletzen oder Lizenzprobleme provozieren. Daher spielen sie ein fiktives Online-Rollenspiel, das einfach nur „The Game“ genannt wird. In einem Interview gab Felicia Day aber an, dass sie eine frühere WoW-Sucht als Inspiration für die Webserie The Guild verwendet habe.

Was ist das Besondere an der Serie? Das Highlight der Serie sind die liebenswerten Charaktere, die allesamt bestimmte Gamer-Klischees parodieren. Unter anderem gibt es:

  • Codex selbst, die das typische Klischee der weiblichen Heiler-Spielerin verkörpert und im Real-Life unsicher und scheu ist.
  • Vork, der Gildenchef, ist im Real-Life Notar und ein seltsamer Vogel, der die Gilde mit zwanghafter Genauigkeit führt und allerlei bizarre Verhaltensweisen an den Tag legt.
  • Zaboo ist ein romantisch verklärter junger Mann, der auf Codex steht und ihre Ingame-Flirts aufs Real-Life überträgt.
  • Bladez ist der Schurke der Truppe, der auch im Real-Life ein ziemliches Arschloch ist und vor allem durch dumme und unpassende Sprüche auffällt.
  • Die verplante Clara ist die Magierin der Truppe und stellt eine Hausfrau und Mutter dar, die trotz ihrer Familie ihr Gaming-Hobby nicht aufgeben will und das mehr schlecht als recht hinbekommt.
  • Tinkerballa ist die Waldläuferin und ebenfalls eine eher unsympathische Person, die sich sogar kurzweilig der rivalisierenden „bösen“ Gilde „Axis of Anarchy“ anschließt.
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Aus all diesen Klischee-Darstellungen ergibt sich ein witziges Ganzes, das trotz und vor allem wegen der vielen Stereotypen für viele Lacher bei MMO-Spielern sorgen sollte.

Wo kann man The Guild ansehen? The Guild ist leider derzeit nicht mehr offiziell auf YouTube verfügbar, auch wenn einzelne Episoden womöglich noch zu finden sind. Ihr könnt aber The Guild als DVD auf Amazon kaufen.

The Guild - Season One
3 Bewertungen
The Guild - Season One*
  • Zielgruppen-Bewertung: Nicht geprüft

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Dad of Light (Vater des Lichts)

Um was geht es? Diese Serie geht um einen japanischen Vater, der sich von seinem Sohn entfremdet hat. Die beiden sprechen kaum miteinander und schließlich kündigt der Vater ohne ersichtlichen Grund seinen Job. Aber mittels eines Online-Spiels versucht der Sohn unerkannt an seinen Vater heranzukommen und ihm zu helfen.

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Die Handlung klingt zwar sehr kitschig, basiert aber auf einer wahren Begebenheit. Denn tatsächlich gibt es wirklich einen Spieler, der diese Erfahrungen gemacht hat und sie in Blogeinträgen festgehalten hat. Auf diesen basiert die Serie.

Mittlerweile ist sogar ein Kinofilm zu Dad of Light geplant. Aufgrund des Todes des Darstellers des Vaters wurde die Rolle neu gecastet. Wann und ob der Film hierzulande kommt, steht noch aus.

Welche MMOs kommen vor? In Dad of Light geht es um ein konkretes MMORPG, nämlich Final Fantasy XIV. Dort spielt man den „Krieger des Lichts“, der Titel „Vater des Lichts“ ist also eine klare Anspielung darauf.

Square Enix, der Entwickler von Final Fantasy XIV, hat die Produktion der Serie daher auch gesponsort.

Was ist das Besondere an der Serie? Wie schon erwähnt, basiert die Serie auf den realen Erlebnissen eines japanischen Spielers. Die Serie verbindet also humorige und launige Ereignisse aus dem Gamer-Alltag mit der durchaus ernsten Story von Entfremdung innerhalb der Familie.

Außerdem ist das geheime Doppelleben von Vater und Sohn ein großes Thema, da der Sohn ja nur via Spiel an seinen Vater herankommt und dieser nicht wissen darf, wer sein Spielpartner online wirklich ist.

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Das Gesamtergebnis ist ein herzerwärmendes Familiendrama, das durch den starken Game-Bezug aber neben Fans dieses Genres vor allem Online-Gamer anspricht.

Im Gegensatz zu vielen anderen Serien mit Game-Affinität handelt es sich hier außerdem klar um ein richtiges Online-Rollenspiel, das man genau in dieser Form auch selbst spielen kann. Das schafft nochmal eine ganz neue Identifikationsmöglichkeit.

Wo kann man Father of Light ansehen? Mittlerweile wurde Dad of Light unter dem deutschen Titel „Vater des Lichts“ auch hierzulande vermarktet. Die Serie läuft aktuell (August 2019) beim Streaming-Anbieter Netflix.

Sword Art Online

Um was geht es? Diese düstere Anime-Serie geht um ein Virtuelles-MMORPG, in das sich die Spieler via Neuralinterface einloggen können. Das soll die maximale Immersion in einer virtuellen Welt ermöglichen.

Doch kaum sind 10.000 Spieler eingeloggt, sitzen sie in der virtuellen Welt fest. Der Entwickler des Spiels meldet sich zu Wort und verkündet sinngemäß: „Ihr kommt erst raus, wenn ihr alle Bosse in allen Ebenen besiegt habt“. Wer im Spiel stirbt oder sich ausloggen will, stirbt tatsächlich!

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Sword Art Online ist die Anime-Adaption einer erfolgreichen Manga-Serie. Es gibt außerdem drei Staffeln des Anime, eine Fortsetzung namens Sword Art II, einen Film sowie eine geplante Realfilm-Ausgabe.

Welche MMOs kommen vor? Kein echtes. Es gibt zwar eine ganze Latte an Sword-Art-Games, die aber allesamt keine richtigen MMOs sind und maximal Coop-Games darstellen. Allerdings spielen sie in der Welt von Sword Art Online.

Was ist das Besondere an der Serie? Während Serien mit MMO-Bezug oft spaßige Werke oder gar Parodien sind, ist Sword Art Online ziemlich düster. Die zugrunde liegende Handlung warnt klar vor den Gefahren von Online-Games, in denen man sich zu sehr verliert.

Hier wird das auf die Spitze getrieben, in dem die Helden quasi einen echten Permadeath sterben können und nicht nur an den Folgeschäden einer Online-Sucht zugrunde gehen.

Sword Art Online VR

Dennoch ist die Serie nicht nur düster und deprimierend. Es gibt auch heldenhafte Momente und lustige Szenen, die vielen Online-Spielern nur allzu bekannt vorkommen dürften.

Wo kann man Sword Art Online ansehen? Sword Art Online gibt es auf mehreren Wegen zu haben. Die erste Staffel könnt ihr derzeit bei Netflix ansehen. Außerdem läuft sie beim TV-Sender Pro Sieben Maxx.

Alternativ könnt ihr die Serie aber auch als Blu-Ray bei Amazon kaufen.

Sword Art Online - Vol. 1 [Blu-ray]
158 Bewertungen
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  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

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