The Big Bang Theory war so erfolgreich, dass sogar eine Krimiserie mit Nerds davon profitierte

The Big Bang Theory war nicht nur für sich gesehen eine sehr erfolgreiche Serie. Sie sorgte wohl auch für den Erfolg einer anderen Produktion von CBS, die zumindest thematisch einen ähnlichen Hauptcharakter aufweist.

The Big Bang Theory startete 2007 nach anfänglichen Schwierigkeiten in den USA und entwickelte sich für den Sender CBS zu einem großen Erfolg. Nicht umsonst entstanden bis 2019 zwölf Staffeln. Die Serie sorgte wohl auch für den Durchbruch einer anderen Produktion, die im Jahr 2014 an den Start ging.

Die Rede ist von Scorpion, einer Krimiserie, die vier Staffeln erhielt und 2018 endete. Fragt man die damalige CBS-Managerin Kelly Kahl, so ist es The Big Bang Theory zu verdanken, dass Scorpion überhaupt der Erfolg gelang.

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Das Computer-Genie Walter O’Brien im Trailer der Krimi-Serie Scorpion

Ein Nerd hilft dem anderen

Wie kommt Kahl zu der Aussage? Um der Serie Scorpion anfangs das nötige Publikum zu beschaffen, nutzte man einen simplen Trick. Man strahlte die neueste Folge von The Big Bang Theory einfach direkt vor der Krimiserie aus.

So erhoffte man sich bei CBS, dass die Zuschauer einfach dranbleiben. Doch auch inhaltlich gibt es leichte Parallelen. Der Protagonist von Scorpion, Walter, ist ebenso wie Sheldon Cooper ein wahres Genie mit einem IQ von 197. Sheldon selbst hat einen IQ von 187.

Walter ist Computer-Experte und sorgt im Dienste der US-Regierung für Sicherheit durch seine hochentwickelten Skills in der IT. Gemeinsam mit seinem Team löst er so Woche für Woche verschiedene Probleme.

Ähnlich wie Sheldon ist auch Walter ein Genie, aber es mangelt ihm an emotionaler Intelligenz. Vielleicht waren es unter anderem diese Parallelen, die CBS dazu veranlassten, die beiden Serien direkt hintereinander laufen zu lassen.

Kelly Kahl bestätigte das im Interview mit The Wrap:

Wir haben die Serie wirklich als eine Art Fortsetzung von The Big Bang Theory betrachtet, nur eben im Drama-Bereich. Uns hat gefallen, dass es einige neue Gesichter gab, und uns hat gefallen, dass es einige jüngere Figuren gab.

Das Vorhaben scheint sich gelohnt zu haben. Auch wenn sich die beiden Serien tonal unterscheiden, konnten wohl viele Zuschauer Interesse für Scorpion finden. Schon in der ersten Staffel wurden laut Variety rund 26 Millionen Zuschauer erreicht.

Die Geschichte von Walter basiert übrigens auf dem des echten Walter O’Brien, der behauptet, im Alter von 13 Jahren die NASA gehackt zu haben. Seine Aussagen gelten jedoch als umstritten.

Habt ihr Scorpion bereits gesehen und könnt mit dem ernsten Ansatz etwas anfangen? Oder bevorzugt ihr den humoristischen Ton der nerdigen Wissenschaftler aus The Big Bang Theory? Schreibt es uns gerne in die Kommentare. Eine andere Produktion hat sich ebenfalls an Sheldon & Co. bedient, aber wesentlich frecher: Vor 17 Jahren kopierte eine Serie The Big Bang Theory, wurde direkt auf frischer Tat ertappt

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