Superman ist einer der bekanntesten Superhelden aller Zeiten, es gibt wohl niemanden, der den Mann aus Stahl nicht kennt. Seit über 88 Jahren findet er in Comics, Filmen und Serien statt. Aber hinter ihm steckt mehr, als man auf den ersten Blick glaubt.
Action Comics Nr. 1 war einer der wichtigsten Comics aller Zeiten. Der Autor Jerry Siegel und der Künstler Joe Shuster erschufen in dem Comic im Jahr 1938 Superman. Beide haben bereits vorher Comics erstellt und laut dem Smithsonian magazine auch kurze Comic-Strips zu Superman.
1938 verkauften sie Superman dann an DC Comics, laut der Quelle, für nur 130 US-Dollar. Anfangs erhielten sie keinen Anteil für Merchandise und andere Auftritte der Figur, und erst 1975 gingen sie gerichtlich dagegen vor und erhielten eine Entschädigung: 20.000 US-Dollar im Jahr, und jedes Superman-Produkt muss stehen haben: Superman, erschaffen von Jerry Siegel und Joe Shuster
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Das ist auch noch bis heute so. Wenn ihr euch also einen Superman-Comic schnappt, findet ihr diesen Satz im Comic drin, meist beim Titel.
Superman war von Anfang an eine besondere Comic-Figur.
Eine Figur für jeden
Was machte Superman anfangs so besonders? Bei seinem ersten Heft wurde Superman mit folgenden Worten beschrieben: Superman! Der Verfechter der Unterdrückten. Das körperliche Wunder, das geschworen hatte, sein Leben der Hilfe für Menschen in Not zu widmen.
Das nahm man anfangs auch wörtlich, denn statt sich mit Aliens und anderen übermenschlichen Wesen zu kloppen, kümmerte er sich um Probleme, die normale Menschen nachvollziehen konnten.
Die Verteidigung der Schwachen fand dann auch im gesellschaftlichen Kontext statt. Man positionierte sich klar gegen den Antisemitismus und die Gefahr durch das Nazi-Reich in Deutschland und veröffentlichte Geschichten gegen ebendiese. Im Comic How Superman stopped the War (1940) schnappte sich der Held einfach Hitler und Stalin und zog sie nach Genf, damit sie für ihre Verbrechen bestraft werden können.
Während Superman anfangs noch ein sehr auf Amerika fokussierter Superheld war, änderte sich das mit der Zeit. Schaut man sich heute Comics oder Filme zum Helden an, ist er der Beschützer der ganzen Welt, der sich sogar (wie im Film aus dem Jahr 2025 zu sehen) gegen die Regierung oder US-Institutionen handelt.
Cassandra Burris beschreibt es in ihrem Artikel auf Ohio History Connection Superman wie folgt: Shuster und Siegel setzten sich mit ganzer Kraft dafür ein, Geschichten voller Hoffnung zu erzählen, die den Menschen Mut machen sollten, wenn die Lage aussichtslos schien
.
Die Figur inspirierte viele Menschen, auch andere Autoren und Kunstschaffende. So auch etwa Stan Lee, der selbst angab, dass Superhelden-Konventionen von Superman geprägt wurden.
Auch 88 Jahre nach dem Release ist er einer der wichtigsten Helden im DC-Universum.
Superman im DC-Universum
Wie wichtig ist Superman im DC-Universum? Superman gehört seit der Gründung 1960 im Comic The Brave and the Bold Nr. 28 zu einem wichtigen Mitglied, oft auch Anführer der Justice League of America. Zusammen mit seinen Kollegen kämpfte er mehrfach gegen Welt- und Multiversums-bedrohende Schurken wie Darkseid oder den Anti-Monitor.
Einer seiner besten Freunde und Kollegen ist dabei Batman. 1941 gab es die beiden das erste Mal zusammen in einem Comic in All-Star Comics Nr. 7. In vielen weiteren Geschichten entwickelte sich aus den beiden Kollegen aber auch eine Freundschaft, die in gemeinsamen Comic-Reihen mündete. Aktuell gibt es etwa seit 2022 noch Batman/Superman: World’s Finest von Mark Waid und Dan Mora. In der Comic-Reihe erleben die beiden legendären Helden zusammen Abenteuer.
Gleichzeitig werden die beiden gerne auch mal als Konkurrenten dargestellt. So kämpften sie mehrfach gegeneinander, etwa im legendären Comic The Dark Knight Returns (1986) oder im Film Batman v Superman: Dawn of Justice (2016).
Ein anderes interessantes Konzept ist auch der böse Superman. Neben Parodien und Inspirationen wie Homelander aus The Boys oder Omni-Man aus Invincible. DC selbst hatte eigene, fiese Superman-Versionen. Die bekanntesten sind wohl Bizarro, Injustice-Superman oder Ultraman.
Das Konzept reizt viele Autoren, weil es die Symbolik von Superman umdenkt, eine Symbolik, die bis heute effektiv ist.
Das S steht für Hoffnung
Was symbolisiert Superman? Superman war von Anfang an kitschig. Er repräsentiert Hoffnung, genau das soll das S
(je nach Superman-Version) auf seiner Brust heißen. Und das beschreibt es ganz gut. Er soll der augenscheinlich perfekte Held sein, der die Erde vor allen Gefahren beschützt.
Er ist ein Gott, der ohne Probleme die gesamte Welt erobern könnte, aber weil er zu Güte und Heldentum erzogen wurde, positioniert er sich für die Menschen, für eine Welt, auf der er gar nicht geboren wurde. Das mag zwar einfach und vielleicht auch langweilig wirken, aber genau das macht ihn als Symbol so stark.
In einer Welt voller Antihelden, voller schlechter Nachrichten und Tragödien braucht es einen langweiligen
Helden, eine einfache
Lösung, die zeigt: Irgendwie kann man jedes Problem bewältigen.
Das zeigte auch der Film von James Gunn aus dem Jahr 2025, der ziemlich gut verkörpert, wofür die Figur eigentlich steht.
Superman ist nicht nur die Blaupause für Superhelden, wie wir sie kennen, oder der strahlende Held im DC-Universum, er ist ein Symbol, dass man Gutes tun sollte, wenn man dazu in der Lage ist. Wie ein Onkel aus Marvel zu sagen pflegte: Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.
Was haltet ihr von Superman? Mögt ihr den DC-Helden, oder bleibt ihr lieber bei seinen düsteren Kollegen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare. Falls ihr einen Comic lesen wollt, der zeigt, warum Superman so gut ist, haben wir hier eine Empfehlung für euch: Ein Schurke schaffte es, Superman zu erledigen, ohne ihn zu berühren – Doch ausgerechnet das ist eine seiner besten Geschichten
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