Taliban errichten Schreckensherrschaft in Afghanistan – Aber sogar ihnen geht PUBG zu weit und sie verbieten es

Taliban errichten Schreckensherrschaft in Afghanistan – Aber sogar ihnen geht PUBG zu weit und sie verbieten es

Die radikal-islamischen Taliban herrschen aktuell über Afghanistan. Als Regierungsmacht will die Terror-Organisation nun neue Regeln einführen. Darunter fallen Verbote von Videospielen wie PUBG, aber unter teilweise bizarren Gründen.

Um welche Gruppe geht es? Die Taliban agieren schon seit vielen Jahren vor allem in und um Afghanistan herum, wo sie von 1996 bis 2001 an der Macht waren. Die Gruppe besteht aus radikal-islamischen Anhängern, welche die Sharia durchsetzen wollen.

Nach einem langen Krieg in Afghanistan konnten die Taliban im August 2021 dort schließlich wieder die Macht ergreifen. Als Folge haben sie angeblich über 100 Mitarbeiter der ehemaligen Regierung außergerichtlich hingerichtet, wie der Spiegel berichtet.

Auch zuvor sollen die Taliban für verschiedene Gräueltaten verantwortlich gewesen sein, darunter Enthauptungen, teilweise vor der Kamera. Nun verabschiedet die Gruppe neue Gesetze in Afghanistan und verbietet unter anderem den beliebten Shooter PUBG.

Warum wird PUBG verboten? Wie der South Asia Index auf Twitter mitteilt, sei einer der Gründe für das Verbot die „Bewerbung von Gewalt“ in PUBG. Das Spiel war bisher vor allem in seiner Mobile-Variante in Afghanistan äußerst beliebt.

Laut PC Gamer haben teilweise über 100.000 junge Afghanen zugleich den mobilen Shooter gezockt. Wie die Nachrichtenagentur The Khaama Press erklärt, haben Anbieter von Internet- und Telekommunikationsdiensten nun 90 Tage Zeit, um Sperren einzurichten.

Afghanistan ist damit nicht das erste Land, welches PUBG verbietet. Indien setzte 2020 118 Apps auf die schwarze Liste, darunter PUBG. Auch in Pakistan ist der Mobile-Shooter verboten.

Die PC-Version von PUBG erhielt erst kürzlich ein neues Feature, mit dem sich Skins craften lassen:

Im Shooter PUBG könnt ihr jetzt kostenlos Skins craften – Neuer Trailer stellt das Feature vor

Verbot von PUBG und TikTok ist schon seit Monaten geplant

Weitere Gründe für das Verbot seien laut dem Sprecher der Taliban, Inamullah Semangani, dass die beiden Apps „die jüngere Generation verleiten“ und „die Zeit der Leute verschwenden“, wie er in einer Nachrichtensendung erklärte (via Bloomberg). Semangani selbst schrieb auf Twitter:

Das Ministerium für Telekommunikation und Informationstechnologie ist verpflichtet, das Spiel PUBG und die App namens TikTok zu blocken, welche die Jugend auf einen falschen Pfad führt. Auf die gleiche Weise sind Kanäle so gut wie möglich zu vermeiden, die amoralische Materialien und Programme anbieten.

Das Verbot ist also schon seit einer Weile geplant, wird aber erst jetzt wirklich durchgesetzt. Nach aktuellen Informationen müssen nun die afghanischen Provider die Blockade durchsetzen.

Durch Nutzung von VPN-Diensten sollte es noch immer möglich sein, die Sperren zu umgehen und ungehindert sowohl PUBG als auch TikTok zu nutzen.

Auch PUBG-Macher KRAFTON dürfte sich mit dem Bann nicht zufriedengeben. Der Publisher hat sich schon im Fall von Indien Gedanken darüber gemacht, wie sich die Sperre umgehen lässt:

Grünes Blut, 100 Mio $ und Microsoft – PUBG Mobile will Zensur-Verbot umgehen

Quelle(n): Khaama.com, PC Gamer, BBC
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Threepwood

Mit der AK in der Hand Shooter zu verbieten ist genau mein Humor.

Jede Video-Plattform (so fragwürdig sie auch bei uns selbst genutzt wird), die im Nahen, Mittleren Osten und Asien zensiert wird, sorgt potentiell dafür, dass junge Leute an islamischer Staatsführung und verzerrter Auslegung einer Religion kleben bleiben.
Wie hier iPhones zur Unterhaltung zerstört werden, wird dort ala Sendung mit westlichen Terror-Maus gezeigt, dass sie nicht vom Blitz erschlagen werden, sollten sie sich vom Islam distanzieren und den Koran fallen lassen/ anzünden/ wegwerfen etc. Darüber findet u.a. (leider) grundlegendste Aufklärung statt. Verrückt.

Firefix

Auch wenn ich dafür bin mobile Games zu sperren, ist die Ausrede aber dämlich.

Snake

Wie meinst das mit ‚mobile games zu sperren‘? Nur bestimmte oder direkt alle? Und warum?

Firefix

Alle F2P Spiele sind damit gemeint. Einzeln gesehen harmlos aber gesamt betrachtet eine Gefahr. Es hat schon so lange Bestand, dass die neuen Generationen von Spieler das als normal betrachten.
Wie bei einem Haustier. Wenn man sie früh an ein Halsband gewöhnt…..
Ich finde es schrecklich was da an Geld rausgeblasen wird.

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