Die Benutzerbewertungen auf Steam sorgen für Trubel. Valve rudert nun zurück und kommt damit den Entwicklern entgegen.
Erst vor wenigen Tagen hat man bei Valve, den Betreibern der Spieleplattform Steam, sich dazu entschieden, bestimmte Nutzerbewertungen nicht mehr in den „Score“ eines Spiels einfließen zu lassen.
Gleiche Anzeige der Bewertung
Wer einen Spiele-Key direkt über den Entwickler erhalten hat, konnte nun keinen Einfluss mehr auf die tatsächliche Bewertung des Spiels nehmen. Damit wollte Valve verhindern, dass Entwickler die eigenen Spiele „pushen“, indem sie einfach kostenlose Keys verteilen oder diese gar selber nutzen, um das eigene Spiel in ein besseres Licht zu rücken.
Doch das war nicht die einzige Änderung: Wer das Spiel über einen Key freigeschaltet und eine Bewertung verfasst hatte, dessen Bewertung wurde zweitrangig behandelt. Sie wurde also erst deutlich später angezeigt, sodass potenzielle Kunden, die nur einen raschen Blick auf das Spiel (und die Bewertungen) werfen, diese niemals zu Gesicht bekamen.
Diese Regelung traf vor allem Spiele hart, die über Crowdfunding- oder eine „Early Access“-Kampagne begonnen hatten. Denn die treusten Fans, die seit Anfang dabei waren und den Werdegang des Spiels am besten beschreiben könnten, wurden weit weniger prominent dargestellt und erst sehr spät in der Bewertungsliste angezeigt. Das konnten Nutzer zwar manuell umstellen, doch wer macht das schon?
Um den Beschwerden der Entwickler etwas entgegen zu kommen, hat Steam nun die Standardeinstellungen der Nutzer so verändert, dass alle Bewertungen gleichermaßen angezeigt werden – egal ob das Spiel über Steam gekauft oder einen Key aktiviert wurde. Wenn genug Nutzer eine Bewertung als „Hilfreich“ markieren, dann erscheint sie weiter oben – unabhängig von der Kaufart des Spiels.
Einen Einfluss auf den tatsächlichen „Steam-Score“ nehmen diese Bewertungen aber auch weiterhin nicht.

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Der nutzt dank Disqus bloß das selbe Synonym. Das sind lauter unterschiedliche Accounts.
Eigentlich sollte man sich vor den kauf Bewertungen von mehreren Seiten ansehen.
Ich halte den Durchschnittsspieler nicht für Fähig genug um eine fundierte Bewertung abzugeben. Eine Bewertung die nicht durch maßlos übertriebene Eigenerwartungen oder aus einer Welle der akuten Emotionslage heraus begeben wird. Irritierenderweise enthalten diese zwei Sätze bei genauerer Überlegung eine Portion Meta- und Selbstironie. Eventuell sollte ich darüber nachdenken …. 😛
Nach der Argumentation ist kein Spieler in der Lage, eine “fundierte Bewertung” zu schreiben. Wichtig ist es doch, dass es eine Selbstreflexion über die eigene Befangenheit zu dem Thema gibt, also z.B.: “Ich habe dieses und jenes erwartet, aus der Retrospektive gesehen ist es aber nicht realistisch gewesen. Ich bin dahingehend zwar enttäuscht, aber das habe ich mir selbst zuzuschreiben, und somit habe ich eine leicht getrübte Sicht auf das Spiel. Trotzdem muss ich sagen…”
Das DIESE Reflexion bei vielen nicht stattfindet, konnte man doch super bei NMS sehen: eine RIESIGE Hate-Welle, die aber größtenteils gegen den fehlenden Multiplayer gerichtet war. Und so enttäuschend das auch gewesen sein mag, dass er nicht kam, so muss ich doch sagen: niemand, der nicht in den Wochen vor Release News zu dem Spiel gelesen hat, hätte noch erwarten können, dass das Spiel einen MP hat. Trotzdem war der häufigste Grund, den ich für eine negative Kritik gelesen habe: “Ihr habt aber Multiplayer versprochen, ich fühle mich verarscht!!”. Natürlich hat da Hello Games auch eine Mitschuld daran, aber den Hass und die Polemik gegen das Spiel habe ich immer als unfair empfunden. Es gab wenige Reviews, die sich mit den tatsächlichen Problemen des Spiels befasst haben: repetetive Umgebungen, keine Einbindung der Fraktionen in galaktische Events(z.B. Kriege in einem System), merkwürdiges Crafting Interface, Scan der kompletten Fauna eines Planeten fast unmöglich.
Ganz zu schweigen von den ganzen “Benötigt Steam” -> 1 Stern Bewertungen auf Amazon.
Na. Die gabs vor 10 jahren mal.
Na die gibt es heute noch.