Im neuen „Letter from the Chairman“ hat Chris Roberts die erneute Verschiebung von Squadron 42 angekündigt. Das Singleplayer-Spinoff von Star Citizen soll nicht mit GTA 6 konkurrieren müssen.
Der Insider hatte im Juni 2026 recht! Squadron 42 verschiebt sich tatsächlich ein weiteres Mal. Wenn wir richtig zählen, müsste das die sechste Anpassung des Release-Zeitfensters der Singleplayer-Auskopplung von Star Citizen sein. Allein bis 2017 gab es ja bereits vier Verschiebungen.
Anders als der Insider behauptet hat, sollen an der jüngsten Veränderung des Plans aber nicht irgendwelche Performance-Probleme schuld sein, sondern der große Schatten von GTA 6. Im neuen „Letter from the Chairman“ erklärt Studio-Chef Chris Roberts:
Auf der CitizenCon 2024 haben wir angekündigt, dass wir 2026 auf den Markt kommen werden. Unser Plan war ein Release im 4. Quartal rund um die IAE. Aber genau wie der Rest der Branche möchte ich meinen geistigen Nachfolger von Wing Commander – ein Spiel, in das zwölf Jahre Blut, Schweiß und Tränen geflossen sind (wir haben die Entwicklung von Squadron 42 im Jahr 2014 begonnen, nachdem 2013 für den Aufbau von Studios, die Einstellung von Leuten und das Hangar-Modul für Star Citizen genutzt wurde) – unter keinen Umständen mitten im Aufmerksamkeits-Hype von GTA 6 veröffentlichen.
Obwohl GTA 6 diesen November nicht auf dem PC erscheint, werden so gut wie alle Medien und die meisten Content Creator voll darauf fokussiert sein, was kaum Raum für andere Berichterstattung lässt.
Wir haben uns die Release-Fenster Anfang 2027 angesehen und entschieden, dass das 2. Quartal ein besseres Zeitfenster für die Veröffentlichung von Squadron 42 bietet.
Eine ausgewählte Gruppe von Unterstützern und Content Creatorn soll im Oktober die Möglichkeit erhalten, Squadron 42 zu spielen.
Squadron 42 war lange nur die zweite Geige
Was verrät der Brief an die Community noch? Eine ganze Reihe spannender Info-Nuggets, tatsächlich. Hier die wichtigsten Erkenntnisse:
- Mit 35.890 gleichzeitigen Spielern konnte man in Star Citizen einen neuen Rekord aufstellen. Zudem stiegen die täglich aktiven Spieler im ersten Halbjahr 2026 um 7 %.
- Die immer wieder kritisierte Star Engine (soll schuld an den technischen Problemen von Star Citizen sein) basiert zwar ursprünglich auf CryEngine 3, wurde aber fast vollständig neu entwickelt (neues Entity-System, GPU-Partikel, Physik, Audio, KI und so weiter). Laut Chris Roberts soll es derzeit keine andere Engine geben, die das kann, was die Engine von Star Citizen auf dem Kasten hat.
- 146 Mitarbeiter (davon 106 Ingenieure) arbeiten rein an der Basis-Technologie. Neben dem Core-Tech-Team arbeiten 611 Entwickler an den Projekten, die auf 4 Studios verteilt sind.
- Die Entwicklung von Squadron 42 hat zeitweise darunter gelitten, dass man immer wieder Entwickler für Star Citizen abgezogen hat. Ende 2024 hat man die Balance verschoben. Um Squadron 42 fertigzustellen, liegt das Verhältnis aktuell bei 55 % (SQ42) zu 45 % (Star Citizen).
- Roberts verteidigt die hohe Crowdfunding-Summe, die man über die Jahre ansammeln konnte, und vergleicht sie mit den aktuellen Verhältnissen der Branche. Ein Rockstar Games habe beispielsweise zwischen 2019 und 2025 über 2 Milliarden US-Dollar an Personal- und Bürokosten generiert.
Worauf Chris Roberts leider gar nicht eingeht, sind der problematische Livestream zu Star Citizen im August und die konstante Kritik von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern an der Arbeitssituation bei Cloud Imperium Games. Mehr dazu erfahrt ihr hier: Star Citizen soll seit Jahren die Hölle für Entwickler sein, leider ist das vielen Fans des SciFi-Traums völlig egal
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