Das Team von Cloud Imperium Games, die Macher von Star Citizen, veranstaltete einen Livestream, um zu zeigen, wie die ständig verschobene Mission „Siege of Orison“ eigentlich aussehen soll – doch ob das die richtige Entscheidung war, dürfte nach dem Event wohl nicht nur die Community anzweifeln.
Wie steht es um Star Citizen? Star Citizen befindet sich seit 14 Jahren in Entwicklung, in denen es bereits über eine Milliarde US-Dollar einnehmen konnte. Das Geld kommt dabei durch Crowdfunding und den Verkauf von Ingame-Raumschiffen. Fertig ist das Spiel bis heute nicht.
Nun veranstalteten die Entwickler einen Livestream, um ihrer Community einen Einblick in das Design und die Funktionen der Mission „Siege of Orison“ zu zeigen, die mehrere Male verschoben wurde. Rückblickend war das wohl keine allzu gute Entscheidung.
Denn wie die Community es recht schlicht auf den Punkt bringt: „Eine Milliarde Dollar und [14] Jahre später inszenierten die Entwickler von Star Citizen ein Live-Desaster, nur um sicherzustellen, dass die Fans zu Hause genau dieselben nervtötenden Bugs erleben konnten“ (THESALTEDPEANUT auf Reddit).
Team beendet den Stream überraschend flink, scheint selbst Mitwirkende zu überraschen
Was läuft während des Streams schief? Während des Streams stießen die Entwickler auf so viele Bugs im Game, dass bereits eine umfangreiche Liste von der Community angefertigt wurde, die sie alle aufzählt.
Die Devs haben Probleme damit, Waffen zu wechseln, sie stoßen beim Wiederbeleben von Team-Kameraden und Einsammeln von Items auf Fehler … und all das ist nicht einmal das Unangenehmste.
Was macht den Stream so unangenehm? Gegen Ende des Streams ist das Team sichtlich darum bemüht, Schadensbegrenzung zu betreiben. Content Director Jared Huckaby betritt den Raum, kurz bevor die Gruppe respawnen kann, um ihnen mitzuteilen, dass die Zeit nun abgelaufen sei.
Anstatt sich selbst um einen Abschluss des Streams zu kümmern, begibt er sich zu einem spielenden Entwickler, Olli, mit den Worten: „Es ist deine Show, mach mal Schluss“, damit dieser sich darum kümmert, bevor er selbst das Bild verlässt.
Olli, sichtlich überfordert, bedankt sich fürs Zuschauen, versucht, die „Cinematics und die Immersion“ zu loben, schaut jedoch hin und her und sucht sichtlich nach Unterstützung. Er fragt vorsichtig Huckaby, ob sich dieser noch verabschieden will, doch dieser ist bereits weg.
Erst kurz vorm Schluss begibt sich sich der Content Director noch einmal hinter einen der sichtlich angespannten Devs, um dem Stream zu sagen: „Wenn wir die Bugs und die Probleme gefixt haben, ist es das, was wir euch geben wollen.“
Hier könnt ihr euch den Stream selbst in voller Länge anschauen:
Was sagt die Community dazu? Den in Teilen – aufgrund der Dauer der Entwicklung und des bereits angehäuften Geldes – angesäuerten Zuschauern konnte der Stream in Bezug auf das Vertrauen in Star Citizen sicherlich nicht helfen. Sie ärgern sich, dass ein Spiel, das bereits eine Milliarde Geld anhäufen konnte, sich nach all der Zeit noch in diesem Zustand befindet.
Allerdings sorgte der Stream auch für eine weitere Sorge: „Ehrlich, schaut euch den Stream mal an. Dieser Arbeitsplatz scheint sowohl anstrengend als auch verdammt toxisch zu sein“ (WeAreHereWithAll auf Reddit).
Das findet auch TheVoidDragon: „Dass dieser Entwickler plötzlich rüberkam und den Streamern einfach sagte ‚Die Zeit ist um‘ und dann wieder weg ging, während die Streamer völlig überrascht wirkten und nicht wussten, wie sie reagieren sollten – das war einfach verwirrend und absurd. Das wirkte einfach so unprofessionell und irgendwie herablassend.“
Habt ihr euch den Stream angeschaut und fandet ihr ihn auch so unangenehm? Oder freut ihr euch einfach, dass die Entwickler Transparenz zeigen wollten? Lasst es uns in den Kommentaren wissen! Wenn ihr mehr zum derzeitigen Zustand von Star Citizen wissen wollt und was unser MMORPG-Experte Karsten Scholz dazu denkt, könnt ihr hier mehr dazu lesen: Star Citizen ist nach 14 Jahren und 800 Millionen Dollar zu weit gegangen – Aber eigentlich ist die Community selbst schuld
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