Spieler kommen in Dungeons & Dragons auf die kreativsten Kombinationen, wenn es um die Auswahl der Klassen und Fähigkeiten geht. Ein Spieler ist jetzt so unantastbar geworden, dass der DM nicht weiterweiß. Die Community hilft aus.
Welches Problem hat der Spielleiter? Puzzled-Average-8812 teilt auf Reddit sein Dilemma mit der Community. Er spiele eine Kampagne mit dem Regelwerk der 5.5 Edition mit Charakteren, die mittlerweile auf Level 17 unterwegs sind. Bislang habe auch immer alles wunderbar geklappt – bis jetzt.
Denn einer seiner Spieler hat sich einen Build gebaut, der ihn an seine Grenzen bringt. Der Spieler zocke eine Multiklassen-Kombination aus Schurke und dem Barden mit der Schule des Schwerts. Soweit so okay. Zusätzlich habe er aber auch das Talent „Defensiver Duellant“ in seinem Repertoire.
Damit kann er gemeinsam mit einer Fähigkeit seiner Unterklasse als Reaktion nicht nur parrieren, sondern es mit seiner Bardeninspiration auch jede Runde konsistent nutzen. Dadurch erhält er durchschnittlich eine Rüstungsklasse von 29 und ist zusätzlich durch die Ausweichfähigkeit vom Schurken kaum noch durch Angriffe zu treffen.
Der Spielleiter habe daher überlegt, mit ihm zu sprechen und ihn mindestens das Talent wechseln zu lassen, da er nicht weiß, wie er ihn noch herausfordern soll. Die Community hat da aber einen klaren Rat parat.
Mehr Herausforderung, ohne zu nerfen
Welchen Rat hat die Community für den DM? Die Community rät ihm dringend davon ab, dem Spieler irgendetwas wegzunehmen. Wenn er jede Runde sämtliche Ressourcen darin investiert, seine Rüstungsklasse hochzutreiben, hat er ja offensichtlich großen Spaß daran.
Stattdessen gäbe es andere Wege, die Kämpfe für seinen Spieler, aber auch für ihn selbst als Spielleiter wieder interessanter zu machen:
- Gegner vor allem andere Charaktere angreifen lassen
- So muss der Unantastbare seine ungewöhnliche Tank-Rolle auch gezielter leben, um seine Gruppe oder NPCs zu schützen.
- Ihm Attacken entgegenwerfen, die nicht auf Geschicklichkeit oder Rüstungsklasse eingehen
- So gibt es auch viele Attacken, bei denen Stärke, Konstitution, Charisma und Co. einen Rettungswurf erfordern und so vielleicht auf die potenziellen Schwächen des Charakters eingehen.
- Gegner aussuchen, bei denen sein Spielstil glänzen kann, aber auch an seine Grenzen kommt
- Schadengewaltige Gegner oder jene mit hoher Trefferquote können schnell dafür sorgen, dass auch diesem Spieler die Puste ausgeht.
- Sie können ihn fokussieren, ohne dass andere Spieler darunter leiden müssen.
Das Allerwichtigste sei aber, ihm den Spaß zu lassen und nicht zu versuchen, sein Konzept oder seinen Build mutwillig zu verändern, um ein besseres Gefühl der Balance zu erzielen. Denn es gäbe auch weitere unzählige Wege, Herausforderungen zu schaffen, wenn man seine Stärke nicht als Hindernis wahrnähme.
Dass die „Rule of Cool“ in manchen Runden deutlich öfter eine Rolle spielen sollte und der Spielspaß für alle eigentlich an oberster Stelle steht, zeigt auch folgender Fall, in dem ein eigentlich einfacher Wunsch zu einer riesigen Diskussion führte: D&D: Eine einfache Schaufel spaltet die Geister, eskaliert in fetter Diskussion am Tisch und in der Community
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