Ich habe bereits über 100 Stunden in das unfertige MMO der Warframe-Macher gesteckt und ihr solltet das auch tun

Das neue MMO-Lite der Macher von Warframe öffnet endlich die Tore für alle Spieler. MeinMMO-Redakteur Alex hat bereits über 100 Stunden in Soulframe gesteckt und kann es euch von Herzen empfehlen.

Mit dem heutigen Update ist es endlich soweit: Alle Spieler, die sich für Soulframe interessieren, können einfach in die Welt von Alca eintauchen. Kein Gründerpaket und kein Einladungskey ist mehr nötig. Ihr könnt euch also schlicht anmelden, das Spiel auf der Webseite kostenlos herunterladen und loslegen.

Und ich sage euch: Schaut unbedingt rein, wenn euch der Vibe gefällt! Ja, Soulframe ist unfertig und befindet sich laut Entwicklern noch in der Pre-Alpha. Trotzdem bietet es bereits jetzt so viel Inhalt, dass man gut und gerne über 100 Stunden darin versenken kann.

So ist es zumindest mir passiert, denn Soulframe begeistert mich auf einem Level, wie es bisher kaum ein MMO geschafft hat. Und das, obwohl es eben noch lange nicht fertig ist.

Was ist Soulframe für ein Spiel?

Soulframe wird von den Machern von Warframe entwickelt und stellt eine Art MMO-Lite-Erfahrung dar, bei der ihr im Koop mit anderen Spielern Gruppen bilden und sie an bestimmten Hub-Orten in der Spielwelt treffen könnt.

Das Spiel führt euch in die Fantasywelt Alca, die von mächtigen Gegnern und uralten Gefahren bedroht wird. Im Fokus steht der Konflikt zwischen Natur und Industrie, bei dem ihr auf der Seite der Natur euren Platz einnehmt. In actionreichen Gefechten in Nah- und Fernkampf stellt ihr euch verschiedensten Gegnern und Aufgaben und könnt dabei euren Charakter in RPG-Manier leveln und verschiedene Builds bauen.

Für euren Charakter stehen verschiedene Pakte zur Verfügung, die besondere Fähigkeiten und Spielstile freischalten. So könnt ihr etwa die Kräfte eines Bären oder Hirsches nutzen oder euch auf unterstützende Heilfähigkeiten spezialisieren. Gemeinsam mit Freunden erkundet ihr die Welt, säubert Dungeons und stellt euch mächtigen Bossgegnern mit einem großen Arsenal verschiedener Waffen.

Aktuell ist das Spiel nur über den eigenen Launcher spielbar, es sollen aber Konsolen und Steam folgen.

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Soulframe zeigt sich im neuen Gameplay-Trailer auf dem Summer Game Fest

Ein ungewöhnlicher Fokus mit einer Welt, die verzaubert

Eine der größten Stärken von Soulframe ist für mich schlicht das Worldbuilding. Der Fokus auf die Heilung und Bewahrung der Natur, gespickt mit einem gewissen Endzeit-Gefühl, ergibt für mich eine Mischung, die hineinzieht, neugierig macht und der ich zuvor in der Gaming-Landschaft auch noch nicht begegnet bin.

Es fühlt sich neu an, frisch und irgendwie, als wäre es perfekt für Fans von Dystopien, die gerne der Held oder die Heldin sein wollen, die den toxischen Fortschritt aufhalten und der Natur zu ihrem wilden Ursprung zurückverhelfen wollen.

Es hat etwas Märchenhaftes und gleichzeitig sehr Düsteres, was mich sehr anspricht. Auch wenn die Story noch nicht wirklich ausgereift ist, lässt sich hier Potenzial erkennen, weiter in diese Kerbe zu schlagen. Die Mischung zieht mich einfach rein und ich will wissen, was es mit der technischen Belagerung und der Ausbeutung der Natur auf sich hat. Außerdem fühlt es sich extrem gut an, die zerstörten Gegenden wiederherzustellen und die Tiere zu befreien.

Soulframe fährt schon jetzt etliche Features für MMO- und Rollenspiel-Fans auf

Neben der Story und den dazugehörigen Quests gibt es auch schon eine ganze Menge an Features, die besonders MMO- und Rollenspiel-Fans zusagen dürften. So könnt ihr mittlerweile angeln, Ruf bei verschiedenen Fraktionen erlangen, mit Freunden Dungeons in der offenen Welt erkunden, Quests erledigen, Waffen schmieden und verbessern und generell handwerken.

Seit den letzten Updates könnt ihr auch mit eurem treuen Wolf einen Begleiter ausbilden, der mit Vollendung seiner Ausbildung auch als Reittier dient. Zusätzlich könnt ihr durch verschiedene Pakte, die ihr mit Bewahrern und Geistern der Natur eingeht, Fähigkeiten erlangen und so eure „Klasse“ definieren und nach Freischaltung beliebig wechseln.

Koop-Fans können zudem die gesamte Welt mit bis zu 4 Spielern erkunden, sobald das Tutorial abgeschlossen ist. Allein dadurch hab ich etliche Stunden in der Welt von Alca verbracht, weil das gemeinsame Erkunden uns so viel Spaß gemacht hat und wir das Ganze spielen, als wäre es bereits ein vollwertiges MMO.

Es gibt für die Tatsache, dass es sich lediglich um die Pre-Alpha-Version handelt, unglaublich viel zu tun und zu entdecken. Das Potenzial ist deutlich erkennbar und die Richtung, in die die Reise gehen soll, verspricht, eine ungewöhnliche, aber bezaubernde zu werden, die vielleicht nicht die große Masse, aber definitiv ihre Liebhaber ansprechen wird – ganz ähnlich wie Warframe.

Trotz viel Inhalt spürbar unfertig

Auch wenn mich Soulframe wirklich sehr packt und begeistert, ist es an sehr vielen Stellen noch spürbar unfertig. Das fängt damit an, dass das Balancing der Klassen noch etwas unausgereift ist. Ebenso sind die bisherigen Multiplayer-Inhalte nicht nur spärlich, sondern eher nicht vorhanden.

Man kann zwar in Gruppen gemeinsam kleinere Questreihen und die Story spielen, das war es aber auch schon. Man muss sich die Dynamik also derzeit noch ein wenig selbst suchen. Wir haben zum Beispiel versucht, unsere Gruppen und Builds auf eine klassische Holy Trinity aus Tank, Heiler und Angreifern auszulegen.

Das gibt das Spiel zwar explizit noch nicht her, lässt sich aber mit den vorhandenen Klassen dennoch gut umsetzen. Zusätzlich sind die Tutorials ebenfalls nicht sonderlich ausgereift. Vieles wird nicht oder nur wenig erklärt und man muss bereit sein, ein wenig zu experimentieren oder zu erkunden.

Wer ein Spiel möchte, das einen an die Hand nimmt, ist hier zumindest derzeit noch fehl am Platz. Wer aber Spaß daran hat, sich in verschiedene Systeme zu fuchsen und eine Welt zu erkunden, die einem wenig vorkaut, der kann hier definitiv etliche Spielstunden versenken.

Da ihr aber kostenlos reinschauen könnt, verliert ihr außer Zeit auch nichts, wenn ihr euch unsicher seid. Schaut euch deshalb am besten die neuesten Trailer und Gameplay-Videos an und stürzt euch kopfüber rein, wenn euch der eigenwillige Vibe gefällt. Mich hat Soulframe auch unfertig schon gewonnen.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon reingeschaut oder hält euch etwas davon ab? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!

Soulframe tritt als MMO-Lite in die Fußstapfen von Warframe. Trotzdem soll das Spiel nicht nur ein Abklatsch seines großen Sci-Fi-Bruders werden, sondern sogar das Genre neu prägen, wie uns die Entwickler im Interview verraten haben: Soulframe wird kein simples Fantasy-Warframe, soll nicht weniger als ein neues MMO-Genre prägen

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