Vor gut einem Jahr testete Sony bei einigen Nutzern eine dynamische Preisgestaltung. Jetzt tauchen solche Preise erneut auf, berichten etliche Nutzer. Mit Blick auf das Ende der physischen Disc halten das viele für problematisch.
Das Magazin TechRadar berichtet, dass Sony derzeit wohl heimlich eine dynamische Preisgestaltung bei digitalen Spielen austestet. Das Magazin beruft sich auf einen stark diskutierten Reddit-Beitrag, in dem etliche User ihre Preise aus dem PlayStation Store geteilt haben sollen.
Im Hauptbeitrag hat ein Spieler gepostet, dass er selbst 19,24 kanadische Dollar (CA$) für Star Wars Jedi: Fallen Order zahlen müsse, ein Freund von ihm hingegen nur 10,99 CA$. Das ist immerhin ein Unterschied von 9 Dollar. In dem Beitrag melden sich auch weitere Spiele, die von diesen dynamischen Änderungen betroffen sind. So erklären weitere Spieler, dass ihnen der Star-Wars-Titel entweder für 13,99 CA$ oder 18,19 CA$ angeboten wurde.
Für ein Spiel gibt es laut Nutzern derzeit wohl 4 verschiedene Preise, allein in der kanadischen Region.
Erste Tests zu dynamischen Preisen gab es wohl schon im November 2025 auf der PS5
Warum gibt es überhaupt dynamische Preise? Das Prinzip hinter dynamischen Preisen ist einfach zu verstehen: Der Anbieter passt die Preise dynamisch an das Kaufverhalten des Kunden an. Ihr erhaltet den geringsten Preis, wenn die Wahrscheinlichkeit am geringsten ist, dass ihr das Spiel kaufen würdet. Denn hier braucht es den größten Anreiz, um euch vom Kauf zu überzeugen.
Um es am Beispiel von Star Wars Jedi: Fallen Order zu verdeutlichen: Ihr seid an Star Wars überhaupt nicht interessiert, daher fällt der dynamische Preis für euch besonders niedrig aus. Anders als für einen Freund, der ohnehin jedes Spiel aus dem Franchise kaufen würde.
Passiert das zum ersten Mal? Nein, Sony wurde bereits im November 2025 dabei erwischt, dynamische Preise bei bestimmten Nutzern auszutesten. Davon gibt es Berichte in einem Reddit-Thread. Konkret ging es hier um 150 Spiele in 68 Regionen, darunter auch hauseigene First-Party-Titel von Sony selbst.
Warum ist das ein Problem? Schon damals gab es lautstark Kritik an dieser Vorgehensweise. Mit Blick auf den Wegfall der physischen Disc ab 2028 gewinnt diese Diskussion aber noch einmal an Intensität. Denn wenn es keine physischen Discs mehr gäbe, beklagen einige Nutzer, bekäme man seine Spiele eben nur noch über den PS-Store und müsse sich dann mit den dynamischen Preisen arrangieren.
Sony schafft die physische Disc für die PlayStation ab. Jetzt hat man massenhaft eine Mail verschickt, in der man darauf hinweist, dass Spielern die gekauften digitalen Spiele nicht gehören. Viele Nutzer fühlen sich dadurch gerade vor den Kopf gestoßen: Sony wählt den denkbar ungünstigsten Zeitpunkt, um die Spieler mit Hinweisen zu bombardieren, dass ihnen ihre digitalen Spiele nicht gehören
Deine Meinung ist uns wichtig!
Gefällt dir der Artikel? Hast du irgendwelche Kommentare? Sag uns, was du denkst!
Kommentare
Sony macht gerade echt nur Asoziales:
Keine Disks mehr
Drohen den Kundenservice einzustellen weil zu viele darüber über Sony meckern.
Diskriminierende, individuell Bepreisung in Ihrem – bald Pflicht!- Shop.
Haben jetzt auch noch Kojima Productions vergrault, die gehen zu XBox/PC.
Wolverine sieht Mittelprächtig aus. (Ist Imsoniac (oder so), aber unter Sony-Anleitung!)
Einfach nur wow, Kundenoptionen nehmen und Kunden verarschen.
Seitdem Sony in Hauptsitz in die USA verlegt haben.
Ich habe immer WENIGER Lust eine Paystation 5/6 zu kaufen, obwohl die leider wegen GTA 6 gerade weggehen wie nichts.
Mögen die alle nicht auf die Nase fallen wenn das Spiel den Erwartungen nicht gerecht werden sollte.